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Süße Früchte erleiden trauriges Schicksal

Erdbeeren mussten tonnenweise weggeworfen werden: Feldbetreiber aus der Region ziehen bittere Bilanz

Themenbild: Obstbauern und Erdbeerernte
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Themenbild: Die diesjährige Erdbeer-Saison in der Region ist durchwachsen. Gleich mehrere Probleme machten den Obstbauern zu schaffen.

Saure Zeiten für süße Früchte: Andreas Bernauer aus Reitmehring und Christian Lackmaier aus Schnaitsee ziehen Bilanz über die diesjährige Erdbeersaison.

Wasserburg/Haag in Oberbayern/Griesstätt/Schnaitsee – Die Erdbeerzeit geht dem Ende entgegen. In den nächsten zehn bis 14 Tagen ist die Hauptsaison vorbei, weiß Andreas Bernauer, der in Reitmehring, Griesstätt und Haag Erdbeerfelder betreibt. Die Saison heuer sei allerdings schleppend gelaufen, erzählt der 35-jährige Agrarwirtschaftsingenieur. „In Haag hat es schlimm gehagelt, da ist etwa 70 Prozent der Ernte zerstört worden und in Griesstätt sind weniger Kunden vorbeigekommen, weil die Straße und die Brücke in der Hauptsaison gesperrt waren – das haben wir deutlich gemerkt“, erzählt Bernauer. So musste der Landwirt „tonnenweise“ Früchte wegwerfen.

Früchte schwierig zu bewirtschaften

„Erdbeeren sind schwierig zu bewirtschaften. Sie brauchen Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad, abends darf es gerne regnen, aber nicht zu viel. Zu kalt darf es nicht sein, zu heiß ist auch nichts. Und sie werden sehr schnell reif und müssen dann geerntet werden. Es ist sehr schwierig, es den Erdbeeren recht zu machen“, sagt Bernauer schmunzelnd. Der Preis pro Kilo lag – wie im vergangenen Jahr auch – bei 4,50 Euro. „Wir wollen ja Masse verkaufen, deswegen haben wir dasselbe wie immer verlangt“, erklärt der Landwirt.

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Das hat auch Christian Lackmaier so gehalten. Der Landwirt betreibt das Erdbeerfeld in Zipfleck bei Waldhausen in Schnaitsee. Trotz Inflation ist auch er mit dem Preis nicht nach oben gegangen. Vier Euro kostet das Kilo bei ihm. Grundsätzlich sei es für ihn bislang ein gutes Jahr gewesen: „Die Erntemenge hat gepasst, das Aroma ist in diesem Jahr außergewöhnlich gut.“

Hauptzufahrtsstraße gesperrt

Einziges Manko für Lackmaier: Die Kreisstraße, also die Hauptzufahrtsstraße ist kurz vor Beginn der Saison für Bauarbeiten gesperrt worden. „Dadurch hatten wir weniger Kunden. Viele sind einfach vorbeigefahren.“ Positiv bewertet der Landwirt die Tatsache, dass wieder mehr junge Leute zum Erdbeerpflücken kamen. „Selbstversorgung liegt im Trend“, meint er.

Caroline Hofstetter (links) mit Caroline und Lorenz und Sabrina Stocker (rechts) mit Hannes und Charlotte beim Erbeeren pflücken in Griesstätt.

Auch Caroline Hofstetter und Sabrina Stocker aus Bad Endorf waren auf dem Griesttätter Erdbeerfeld unterwegs, um Erdbeeren zu pflücken, besonders für die Kinder ein schöner Ausflug, bei dem auch die ein oder andere Frucht im Mund, anstatt im Körbchen, landet. Die Familien freuen sich nun auf selbst gemachte Marmelade und Erdbeerkuchen.

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