Newsticker zur Corona-Pandemie

Erste Schulen verschieben Abi - Neue Zahlen für Deutschland: 60 Tote in Bayern

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Polizisten patrouillieren in der Wiener Innenstadt. Sowohl in Österreich als auch in Bayern wurde eine Ausgangsbeschränkung ausgesprochen. 

Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit Freitag gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Freitag im News-Ticker:

CORONA - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 724, Landkreis Traunstein 158, Landkreis Berchtesgadener Land 60, Landkreis Mühldorf 93, Landkreis Altötting 95
  • Bayern verhängt Ausgangsbeschränkung für 14 Tage (bis 3. April)
  • Mindestens 315 Todesopfer in Deutschland (60 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting und Mühldorf
  • Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger in die EU
  • Öffentliches Leben in Bayern bis auf weiteres massiv eingeschränkt
  • In Italien inzwischen fast doppelt so viele Corona-Tote als in China
  • Im Landkreis Rosenheim müssen Personen mit höherem Infektionsrisiko in Quarantäne

Nützliche Links zum Thema Corona


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 22 Uhr - Meridian, BOB, BRB: Weitere betriebliche Einschränkungen im Mangfalltal und Oberland

Die Meldung im Wortlaut:

Meridian, BOB und BRB bieten als systemkritische Unternehmen einen stabilen Grundfahrplan. Vorsorgliche Einschränkungen im Mangfalltal (Meridian) und im Oberland (BOB) ab 1. April bis voraussichtlich 19. April aufgrund der Personalsituation beim Infrastrukturbetreiber DB Netz.

Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und damit auch die Unternehmen Bayerische Oberlandbahn GmbH und Bayerische Regiobahn GmbH, gilt als systemkritische Infrastruktur. Der SPNV ist demnach für die Aufrechterhaltung wichtiger gesellschaftlicher Funktionen in Deutschland von wesentlicher Bedeutung. Wie alle SPNV-Betreiber, mussten auch die Bayerische Oberlandbahn GmbH und die Bayerische Regiobahn GmbH ihr Fahrplanangebot reduzieren, um in Krisenzeiten - trotz 80 bis 90 Prozent Rückgang im Fahrgastaufkommen - ein stabiles und verlässliches Grundangebot für die Menschen in unserer Region sicherstellen zu können, die auf Meridian, BOB und BRB angewiesen sind. 

Die Reduktion auf ein stabiles Grundangebot ist u.a. aufgrund von vorsorglichen Freistellungen von Mitarbeiter/innen, Krankmeldungen und Freistellungen von Mitarbeiter*innen zur Kinderbetreuung notwendig. Den bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus gibt es in der gesamten Belegschaft der Unternehmen bisher nicht, auch weil frühzeitig das Risiko vor möglichen Infektionsketten durch eine Vielzahl strenger Vorsorge- und Schutzmaßnahmen soweit wie möglich reduziert wurde und weil die Mitarbeitenden sich sehr schnell auf diese neuen Herausforderungen eingestellt haben.

Um unkontrollierte Ausfälle aufgrund der Personalsituation zu vermeiden, hat sich die DB Netz AG mit der Bayerische Oberlandbahn GmbH vorsorglich auf reduzierte Betriebszeiten der Stellwerke in der Kernzeit (5:00 Uhr bis 21:00 Uhr) verständigt. 

Diese Verständigung soll ein langfristig stabiles Verkehrsangebot in der Kernzeit ermöglichen. In diesem Zeitraum verkehren im Mangfalltal (Holzkirchen - Rosenheim) und südlich von Holzkirchen im Oberland Züge, die Fahrpläne hierzu stehen auf der Webseite bereit (www.meridian-bob-brb.de) und werden auch in die Online-Auskunftssysteme übernommen.

Pressemeldung Meridian/BOB/BRB

Update, 21 Uhr - Mehr als 48 300 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 315 Tote

In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 48 300 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12 000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10 180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9729 Fällen und 101 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

Mehr als 315 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Update, 20.35 Uhr - Schulen in NRW müssen Prüfungen verschieben

Die Abschlussprüfungen an Niedersachsens Schulen werden wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. "Ich möchte, dass alle Schülerinnen und Schüler auch die Chance haben, ihre Prüfungen abzulegen", sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag in Hannover. Die Abiturklausuren werden vom 11. bis 30. Mai geschrieben und damit rund drei Wochen später als geplant. Die Abschlussarbeiten der 9. und 10. Klassen beginnen am 20. Mai.

Ob dieser neue Zeitplan zu halten ist, soll kurz nach Ostern beurteilt werden. Schlimmstenfalls könnten die Schulen sogar bis zum Sommer geschlossen bleiben und bis zu den Ferien gar kein Unterricht mehr stattfinden. Das sei die letzte Variante eines abgestuften Szenarios, sagte Tonne. Zunächst sei aber der Plan, dass die Schule am 20. April wieder starte - auch für die Abiturienten, die ursprünglich vom 15. April an wieder Unterricht gehabt hätten.

Der Landesschülerrat lobte die Maßnahmen des Kultusministeriums. "Das Verhalten und die Entscheidungen des Ministers wirken gut vorbereitet und geplant", sagte der Vorsitzende Florian Reetz.

Update, 19.27 Uhr - Diese Strafen drohen Corona-Sündern am Wochenende

Bei Verstößen gegen die in Bayern wegen der Coronakrise geltenden Ausgangsbeschränkungen droht eine Geldbuße von mindestens 150 Euro. Diese Summe muss nicht nur derjenige bezahlen, der ohne triftigen Grund seine Wohnung verlässt, sondern auch, wer den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen nicht einhält. Wer unerlaubt ein Krankenhaus oder Pflegeheim betritt, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Laden- oder Restaurantbesitzer, die unerlaubterweise öffnen, müssen sogar 5.000 Euro blechen. Das geht aus einem Bußgeldkatalog hervor, den das Gesundheitsministerium am Freitag erlassen hat

Als Straftat soll laut Gesundheits- und Innenministerium in Bayern gewertet werden, wenn Menschen in Gruppen gegen die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen verstoßen - weil dann gleichzeitig auch ein Verstoß gegen das Versammlungsverbot vorliege. "Wir alle müssen gemeinsam alles unternehmen, um das gefährliche Coronavirus bestmöglich einzudämmen", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). 

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte: "Verstöße werden wir konsequent sanktionieren. Dort, wo notwendig, wird die bayerische Polizei die Kontrollen noch weiter verstärken." Bei wiederholten Verstößen können die Sätze unter anderem auch verdoppelt werden. Die Polizei erwartet angesichts der Wettervorhersage vielerorts ein "arbeitsreiches Wochenende".

Update, 18.52 Uhr - Neue Zahlen für den Kreis Altötting

Im Landkreis Altötting wurden bislang 95 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen (Stand: 27. März 18.50 Uhr). Damit stieg die Zahl der Infektionen am Freitag um 12 Personen. 

Update, 18.38 Uhr - Trauriger Rekord in USA: provisorische Leichenhalle in New York

Trauriger Rekord für die USA: Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. Bis Freitagmittag (Ortszeit) gab es USA-weit mehr als 86 000 bekannte Infektionen. Mittlerweile gibt es weltweit mehr als halbe Million gemeldete Coronavirus-Infektionen.

In den USA starben laut der US-Universität bislang mehr als 1300 Menschen an dem Virus, in China rund 3300 und in Italien mehr als 8200. Deutschland rangiert in der Auflistung auf Platz fünf mit mehr als 47 000 Infektionen, aber bislang weniger als 300 Corona-Toten.

Die USA sind bereits schwer gezeichnet von der Corona-Kise. Das Virus hat das öffentliche Leben in weiten Teilen zum Erliegen gebracht. Etwa die Hälfte der rund 330 Millionen Amerikaner unterliegt inzwischen von Bundesstaaten verhängten Ausgangsbeschränkungen. 

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verzehnfachte sich innerhalb von nur wenigen Tagen auf schwindelerregende 3,3 Millionen. Die größte Volkswirtschaft der Welt befindet sich im steilen Sinkflug - trotz eines vom Kongress auf den Weg gebrachten beispiellosen Konjunkturpakets.

Einer der Hotspots der Epidemie in den USA ist die Ostküstenmetropole New York. Dort steigen die Infektionen besonders rasant an: Mehr als 38 000 nachgewiesene Fälle gibt es in der Stadt bereits. Lokalen Medien zufolge könnten die Kliniken in New York in den kommenden Tagen punktuell erstmals an ihre Kapazitätsgrenze gelangen. Angesichts ansteigender Totenzahlen in der Corona-Krise hat die Millionenmetropole auch eine provisorische Leichenhalle errichtet.

Update, 18 Uhr - Schwerpunktpraxis Covid-19 für den Landkreis Mühldorf 

Peter Wapler wurde am Freitag von Landrat Georg Huber zum Versorgungsarzt für den Landkreis Mühldorf am Inn ernannt. Als Versorgungsarzt hat er die Aufgabe, eine ausreichende Versorgung mit ärztlichen Leistungen im Landkreis zu planen und zu koordinieren. 

Insbesondere gehört dazu die Einrichtung von Schwerpunktpraxen für die Untersuchung und Behandlung von Covid- 19-Patienten sowie die Planung und Vorbereitung aller notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der ärztlichen Grundversorgung. 

Ziel ist es, die niedergelassenen Ärzte zu entlasten, so Wapler „In diese Praxis sollen Personen kommen, die an einem akuten Atemwegsinfekt mit Husten, Fieber und starkem Krankheitsgefühl leiden, damit ihnen geholfen wird und damit sie nicht in ihre gewohnte Hausarztpraxis gehen müssen.“

Landrat Georg Huber bei der Ernennung von Peter Wapler (links) zum Versorgungsarzt und seinem Stellvertreter Dr. Ulrich Ebermann.

Die erste sogenannte Schwerpunktpraxis wird am Volksfestplatz in Mühldorf installiert und startet ab Mittwoch, 1. April, 14 Uhr. In 2-3 Containern werden dort 2-3 Ärztinnen und Ärzte von jeweils einer medizinischen Fachangestellten unterstützt, die abwechselnd in der Zeit von 14–18 Uhr an sieben Tagen die Woche Dienst tun werden.

Bei der Untersuchung wird dann nach einem standardisierten Schema ermittelt, ob die betroffene Person zuhause weiter verbleiben kann, oder bei schwereren Krankheitszeichen in die Klinik eingeliefert werden muss. Es werden dabei aber ausdrücklich keine Testungen auf das neue SARS-CoV-2 Virus vorgenommen, weil es keine Kapazitäten gibt, diese Teste abzunehmen, im Labor zu untersuchen und etwaige positive Ergebnisse weiter zu verfolgen.

Update, 17.46 Uhr - Facebook-Post von Minister Aiwanger sorgt für Wirbel

Ein Facebook Post von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sorgt derzeit für mächtig Wirbel.

Aiwanger teilte am Freitag mit, für jeden Landkreis eine Rolle mit 400 Meter Vliesstoff organisiert zu haben. Pragmatismus und Selbsthilfe sei gefragt, heißt es dort. Fleißige Näherinnen und Näher sollen daraus 5.000 Masken nähen können. 

Diesbezüglich hat es am Bürgertelefon Rosenheim und beim Technischen Hilfswerk bereits zahlreiche Nachfragen gegeben, wie das Landratsamt Rosenheim meldet. 

Bisher sind die von Aiwanger angekündigte Rolle allerdings nicht im Landkreis angekommen. "Ob und wann sie tatsächlich geliefert wird, ist nicht bekannt, da es keine entsprechenden Ankündigungen gibt", erklärt Michael Fischer, Pressesprecher Landratsamt Rosenheim. 

Update, 17.21 Uhr - Papst erteilt Sondersegen

Papst Franziskus erteilt am Freitag auf dem wegen der Coronavirus-Pandemie leeren Petersplatz in Rom den Sondersegen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis). Der Segen wird eigentlich nur zu Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl gesprochen.

Zuvor hält er eine Andacht. Das Katholiken-Oberhaupt will zudem um 18 Uhr die damit verbundene Generalabsolution erteilen.

Update, 17.04 Uhr - Existenzkampf in Raublinger Restaurant

Die strengen Ausgangsbeschränkungen in Bayern haben vor allem auch die regionale Gastronomie in eine tiefe Krise gestürzt, wie auch ein aktuelles Beispiel aus Raubling (Landkreis Rosenheim) zeigt. Dort betreiben Donato di Santo und seine Frau Petra die Pizzeria "Da Donato". Statt "Dolce Vita" herrscht dort nun knallharter Existenzkampf. 

Das Betreiberpaar gewährte rosenheim24.de einen Einblick in die aktuelle Situation: "Natürlich sind wir wirtschaftlich stark angeschlagen. Wir hoffen jeden Tag und jede Minute, dass wir schnellstmöglich wieder aufsperren dürfen!" Donato und Petra zeigen sich aber kämpferisch: "Wir lassen den Kopf nicht hängen! Wir werden weiterkämpfen!"

Update, 16.45 Uhr - Nun 59 Tote und über 10.000 Infizierte in Bayern

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten in Bayern hat am Freitag, 27. März, die 10.000er-Schallmauer durchbrochen. Mit Stand 10 Uhr waren im Freistaat 10.180 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Diese Informationen wurde aus Regierungskreisen unter Berufung auf die neuesten Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verlautbart. Zudem wurden nun insgesamt 59 Tote in Bayern gemeldet. 

Zudem wurden alleine in der Landeshauptstadt München - mit Stand, Freitag, 13.30 Uhr - 158 Neuinfektionen registriert. Damit gibt es in München nun insgesamt 1.845 Infizierte.

Update, 16.34 Uhr - 16 neue Fälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es 16 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 27. März, 16 Uhr).

Dabei handelt es sich um sechs Erwachsene über 60 Jahre, neun Erwachsene unter 60 Jahre und eine minderjährige Person, eine Person davon wird stationär behandelt.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 93 bestätigte Fälle vor, 21 davon werden stationär behandelt.

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen:

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 61 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 50 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 9 
  • Entlassene Corona-Patienten: 3

Update, 15.59 Uhr - Insgesamt drei Todesopfer im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 158 bestätigte Corona-Fälle vor (Stand: 27. März, 15 Uhr).

Die Zahl gibt die Summe aller jemals gemeldeten Infektionen wieder. Dazu zählen auch Personen, die längst wieder gesund und virenfrei sind. Die Zahl kann also nur steigen, von ihr wird nichts mehr abgezogen.

Damit ist die Zahl am Freitag um 13 Infizierte gestiegen. Bisher wurden 67 Frauen und 91 Männer positiv auf das Coronavirus getestet. Zehn Personen gelten im Raum Traunstein als geheilt. 

Ein mit dem Coronavirus infizierter 68-jähriger Mann ist aufgrund verschiedenster Vorerkrankungen und einer COVID-19-Infektion verstorben. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vor.

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Standorten der Kliniken Südostbayern im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 19 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich fünf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung.

Update, 15.53 Uhr - Angriffe auf Deutsche im Ausland wegen Corona-Krise

Wegen der Corona-Krise ist es in einigen Ländern vereinzelt zu Diskriminierungen oder sogar Gewalt gegen Deutsche gekommen. "Es gab einige Anfeindungen in manchen Ländern, in denen kursierte, dass das Virus von Europäern eingeschleppt worden sei. Es gab auch tätliche Angriffe", sagte der Krisenbeauftragte des Auswärtigen Amts, Frank Hartmann, der Deutschen Presse-Agentur. "Das sind aber Einzelfälle. Die große Sorge, dass ein anti-europäischer Rassismus in der Krise entstehen könnte, die sehe ich nicht."

Wo die Fälle aufgetreten sind, sagte Hartmann nicht. Aus Indien, Kamerun und Argentinien sind aber entsprechende Berichte von Reisenden bekannt. Die deutsche Botschaft in Kamerun warnte die Deutschen, die sich in dem westafrikanischen Land aufhalten, bereits letzte Woche in einer Rundmail vor Übergriffen

Europa ist zurzeit das Epizentrum der Corona-Pandemie, Deutschland zählt zu den Ländern mit den meisten Infektionen. Die Afrikanistin an der Universität Hamburg, Raija Kramer, die mit einer kleinen Forschergruppe in Kameruns Hauptstadt Jaunde festsitzt und auf einen Rückflug wartet, verlässt nach einer Anfeindung ihr Hotel nicht mehr. "Uns wurde ´Virus, Virus´ hinterhergerufen und gesagt, dass man wegen uns in Kamerun nicht mehr atmen kann", sagte sie der dpa.

Update, 15.25 Uhr - Kolbermoorer Firma produziert nun Desinfektionsmittel statt Schnaps

Das Unternehmen Franz Stettner & Sohn in Kolbermoor (Landkreis Rosenheim) gehört zu den größten Edelobstbrennereien in Bayern und versorgt seine Kunden normalerweise mit Spirituosen verschiedenster Art. Firmeninhaber Franz Stettner jun. hat in der Coronakrise nun kurzfristig umgedacht und stellt jetzt zusammen mit einem Rosenheimer Apotheker große Mengen an Desinfektionsmittel her

Die Brennerei verfüge, anders als Apotheken, bereits über die Räumlichkeiten und Anlagen, um große Mengen unter den geltenden Hygienevorschriften herzustellen, so Stettner: "Wir können gut 10.000 Liter pro Woche machen."

Update, 14.50 Uhr - Ministerin bittet alle Ärzte um Unterstützung

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) verstärkt die Vorbereitungen für einen zusätzlichen Bedarf an Medizinern beim Vorgehen gegen die Corona-Pandemie. Huml betonte am Freitag in München: "Derzeit lässt sich nicht voraussagen, wie sich die Infektionslage in Bayern entwickelt. Deshalb bitten wir gemeinsam mit der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) alle Mediziner, die derzeit nicht in medizinische Versorgungsstrukturen eingebunden sind, um ihre Unterstützung. Auch Medizinstudierende sind dabei willkommen."

Zugleich werden alle Arztpraxen, medizinischen Versorgungszentren, Gesundheitsämter, Betreiber von Bürgertelefonen etc. gebeten, ihren Bedarf an zusätzlicher ärztlicher Mitarbeit zu melden. Huml erläuterte: "Die BLÄK hat eine Website erstellt, auf der sich die angesprochenen Zielgruppen eintragen können. So können Angebot und Bedarf an zusätzlicher ärztlicher Mitarbeit zusammengebracht werden."

Update, 14.15 Uhr - Weitere Tote in Tirol und Südtirol

Im österreichischen Bundesland Tirol und in der italienischen Provinz Südtirol wurden am Freitag weitere Anstiege der Fallzahlen gemeldet. Außerdem gab es weitere Todesopfer zu beklagen. 

In Tirol waren - Stand: Freitagmorgen, 27. März - 1.689 Infizierte zu verzeichnen. Aus dem Bezirk Kitzbühel wurden zwei weitere Todesopfer gemeldet. Beide Personen litten nach Behördenangaben bereits unter Vorerkrankungen. Näheres zu deren Identität wurde nicht bekannt. Damit stieg die Anzahl der Verstorbenen im gesamten Bundesland auf vier. 

Jenseits des Brenners ist die Zahlen der Toten unterdessen von 53 auf 60 gestiegen. Dies teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb am Freitag mit. Insgesamt gab es 1.003 Infizierte. Zudem befanden sich 3.669 Personen in häuslicher Quarantäne.

Update, 13.51 Uhr - Stadt Rosenheim sperrt alle Parkanlagen

Die Stadt Rosenheim sperrt mit sofortiger Wirkung alle Parkanlagen. Das teilte Stadtsprecher Thomas Bugl im Interview mit Radio Charivari mit. Wie er betonte, habe man festgestellt, dass wieder mehr Menschen in der Stadt unterwegs seien. 

Viele würden ihre Freizeit in den Parks verbringen. Dadurch steige die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus wieder. Das wolle man mit der Anordnung unterbinden, so Bugl. Seinen Worten zufolge wird die Polizei die Parks kontrollieren. Wer sich nicht an die Anordnung hält, hat ein Bußgeld zu erwarten.

Update, 13.34 Uhr - DB reduziert ab Montag Regionalverkehr in Bayern

Die Deutsche Bahn wird wegen der Corona-Krise den regionalen Zugverkehr in Bayern weiter reduzieren, weil die Fahrgastzahlen stark zurückgegangen sind. Gestrichen werden ab Montag vor allem Ausflugsverkehr, von Schülern genutzte Züge sowie die Taktverstärker im Pendlerverkehr.

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer hat sich gemeinsam mit dem DB-Konzernbevollmächtigen für Bayern, Klaus-Dieter Josel, heute am Münchner Hauptbahnhof über die aktuelle Situation im Bahnverkehr informiert.

Ziel ist es weiterhin, einen stabilen Grundtakt aufrechtzuerhalten. Im reduzierten Fahrplan fallen vorwiegend freizeitorientierte Angebote, Schülerzüge und Taktverstärker aus. Der Fahrplan für das aktuelle Angebot entspricht damit oft dem Samstags- oder Sonntagsfahrplan mit zusätzlichen Verbindungen am frühen Morgen. „Um den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, bitten wir auch um die Mithilfe der Fahrgäste“, so Ministerin Schreyer. „Einige Reisende steigen aus Gewohnheit in die vorderen oder hinteren Zugteile ein, wohingegen andere Bereiche noch mehr Platz bieten.“ Schreyer appelliert daher an die Fahrgäste, sich – wo immer möglich – auf den gesamten Zug zu verteilen.

Update, 13.08 Uhr - Drittes Todesopfer im Kreis Rosenheim

Die Zahl der positiv auf das neuartige Corona-Virus getesteten Personen ist (Stand 26.03.20 24 Uhr) auf 724 angestiegen. Dies teilt das Rosenheimer Landratsamt aktuell mit. 

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim gibt es zudem eine dritte Person, die an den Folgen von COVID-19 gestorben ist.

Update, 13.01 Uhr - Würzburger Seniorenheim trotz elf Todesfällen nicht evakuiert

Das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus, in dem bisher elf Bewohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, soll nicht evakuiert werden. Das teilten Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, am Freitag mit.

Die Isolierung der positiv auf das Virus getesteten Personen auf Stationen innerhalb der Einrichtung sei nach langer Abwägung aller Faktoren die medizinisch sinnvollste Lösung, hieß es. Schuchardt betonte, die Einrichtung leide derzeit vor allem an einem Mangel an Personal und Schutzkleidung.

Den Angaben vom Freitag zufolge wohnen in der Einrichtung und einer Nachbareinrichtung derzeit 161 meist hochbetagte und demenzkranke Menschen.

Update, 12.26 Uhr - Britischer Premierminister Johnson positiv getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte er am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit. „In den vergangenen 24 Stunden habe ich milde Symptome entwickelt und bin positiv auf das Coronavirus getestet worden“, twitterte Johnson am Freitag. "Ich arbeite von zuhause, ich bin in Selbstisolation", sagte der Premier. Dank moderner Technologie könne er weiterhin mit seinem Top-Team kommunizieren, um den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie in seinem Land anzuführen.

Großbritannien hatte am Donnerstag erstmals mehr als 100 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium in London mitteilte, starben seit Mittwoch 115 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 578 an.

Rund 11.700 Menschen waren in dem Land nachweislich mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. Großbritannien hat bislang im Vergleich zu Deutschland nur wenige Tests durchgeführt und lange mit der Einführung drastischer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezögert.

Update, 12.11 Uhr - Rosenheim: "Pandemie-Rat" übernimmt die Aufgaben des Stadtrats

Der Rosenheimer Stadtrat hat entschieden, bis zum Ende der Legislaturperiode nicht mehr in voller Besetzung zu tagen. Es wurde ein sog. "Pandemie-Rat" bestellt, der alle Befugnisse eines Ferienausschusses hat.

Aufgrund der aktuellen Gefahrenlage durch das Corona-Virus hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration mit Schreiben vom 20.03.2020 ergänzend zur Allgemeinverfügung durch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege vom 16.03.2020 empfohlen, bis zur Ende der Wahlperiode am 30.04.2020 einen Ferienausschuss zu berufen. Dadurch soll der Geschäftsgang der Kommunen nicht gefährdet, aber gleichzeitig der Schutz vor weiterer Verbreitung des neuartigen Corona-Virus maximal gewährleistet werden.

Dieser Empfehlung ist der Rosenheimer Stadtrat nachgekommen und hat einen mit allen Befugnissen des Ferienausschusses ausgestatteten Pandemie-Rat bis zum Ende der Legislaturperiode bestellt. Die Zuständigkeit des Pandemie-Rats beginnt am 01.04.2020 und endet am 30.04.2020. Die Sitzungen finden am 01.04.2020, und am 29.04.2020 statt und erledigen alle Aufgaben des Stadtrates und seiner sonstigen Ausschüsse.

Die Tagesordnungspunkte werden auf das Notwendigste beschränkt. Lediglich unverzichtbare und unaufschiebbare Entscheidungen werden in dieser Zeit getroffen. Alle weiteren Entscheidungen, Bekanntgaben und Sachstandsberichte werden bis zur Entspannung der Lage vertagt.

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Update, 11.46 Uhr - Falscher Polizist schießt mit Reizgas auf Einkäufer

Ein 42-Jähriger war am Donnerstagabend gegen 18.45 Uhr in Leipzig-Grünau bewaffnet mit einer mit Reizgas durchgeladenen Schreckschusspistole in ein Einkaufscenter gegangen. Auf der Suche nach Verstößen gegen die Corona-Ausnahmegenehmigung wurde er schließlich fündig. Vor dem falschen Polizisten saßen drei Menschen auf einer Bank. Laut Kontaktsperre dürften dies nur zwei sein.

Um seiner Belehrung Nachdruck zu verleihen, zog er daraufhin die Schreckschusspistole und schoss mit Reizgas auf die Dreiergruppe. Ein Mensch bekam dadurch Atemprobleme und eine Augenreizung. Der 42-Jährige sei der Polizei bereits bekannt gewesen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Update, 11.29 Uhr - Bundesrat beschließt umfassendes Corona-Hilfspaket

Die gewaltigen Hilfen in der Corona-Krise können fließen. Der Bundesrat beschloss am Freitag endgültig das milliardenschwere Hilfspaket mit Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Die Beschlüsse fielen einstimmig. Die ersten Gelder sollen damit noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

Viel Geld nimmt der Staat vor allem in die Hand, um bedrohte Unternehmen und damit Arbeitsplätze zu retten. Für kleine Firmen und Selbstständige gibt es direkte Zuschüsse in Höhe von insgesamt 50 Milliarden Euro. Die Anträge laufen über die Bundesländer. Bereits gestartet ist zudem ein unbegrenztes Kreditprogramm über die Förderbank KfW. Große Firmen können unter einen 600 Milliarden Euro umfassenden Schutzschirm schlüpfen und notfalls auch ganz oder zum Teil verstaatlicht werden. Die Krankenhäuser bekommen eine Finanzspritze für neue Intensivbetten mit künstlicher Beatmung und vorsorglich verschobene Operationen. Außerdem darf der Bund Maßnahmen zur Beschaffung von Schutzausrüstung ergreifen.

Ebenfalls beschlossen wurde ein Kündigungsschutz für Mieter, die wegen der Krise ihre Miete nicht zahlen können. Hartz IV und Kinderzuschlag sollen einfacher fließen. Eltern, die ihre Kinder wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen, können vom Staat für zunächst sechs Wochen 67 Prozent des Lohns erhalten.

Update, 11.09 Uhr - Herrmann: Auf Ausflüge in die Berge verzichten

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die Bürger in der Coronavirus-Krise dazu aufgerufen, am Wochenende auf Ausflüge in die Berge zu verzichten. “Es ist nicht der Sinn der Sache, wenn Leute zuhauf über 50 oder 100 Kilometer meinen, in die Berge fahren zu müssen. Da rate ich dringend davon ab”, sagte Herrmann am Freitag im Bayerischen Rundfunk.

Auch wenn am Samstag schönes Wetter sei, solle das nicht als Anlass für solche Ausflüge genutzt werden, mahnte der Minister. Für Landkreise wie Miesbach und Garmisch-Partenkirchen seien Ausflügler eine Belastung, unter anderem für die Bergwacht. “Es ist schon eine Belastung, wenn man in solch einer Situation jemanden retten muss, der sich den Fuß umknickt”, befand Herrmann.

Der Minister zog nach der ersten Woche mit Ausgangsbeschränkungen in Bayern eine positive Bilanz. “Man spürt, dass die allermeisten Menschen in unserem Land das nicht nur für richtig halten, sondern auch die Vorschriften beachten”, sagte er.

Update, 11.02 Uhr - Infopapier: Wem wird wie geholfen?

Schnell kann es unübersichtlich werden, wer in Zeiten der Coronakrise Hilfe bekommt und vor allem vom wem und wie. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat ein Infopapier mit einer Übersicht zusammengestellt, wem wie geholfen wird.

Wichtige Links findest Du hier im Infopapier.

Update, 10.51 Uhr - 400 Urlauber in Tirol als Corona-Virus-Opfer gemeldet

Auf Après-Ski-Partys im österreichischen Ischgl sollen sich viele Touristen mit dem Coronavirus angesteckt haben, der Ort gilt als Infektionsherd für Europa. Wirten in der Region wird vorgeworfen, erste Fälle nicht gemeldet zu haben. Ein SMS-Verlauf untermauert nun diesen Verdacht.

Der Verbraucherschutzverein (VSV) hat am Dienstag gegen den Tiroler Landeshauptmann Platter, Landesräte, Bürgermeister und Seilbahngesellschaften bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige eingebracht und gleichzeitig eine europaweite Sammelaktion für Personen gestartet, die davon ausgehen, sich beim Ski-Urlaub in Tirol mit dem Corona Virus angesteckt zu haben. “Wir hatten gestern Abend 18 Uhr, nach zwei Tagen Sammlung, bereits 400 Betroffene, die sich gemeldet haben. Den Schwerpunkt bilden derzeit deutsche Urlauber mit 356 Meldungen."

Der VSV hat inzwischen aber auch Kontakt in andere europäische Länder und stellt den Online-Fragebogen auf www.verbraucherschutzverein.at/Corona-Virus-Tirol zur Verfügung. Außerdem sind die Meldungen nicht auf Reisende beschränkt; auch Saisonarbeiter aus dem Gebiet melden sich zu Hauf. Der VSV wird den Betroffenen anbieten, sich einem Strafverfahren als Privatbeteiligte anzuschließen. Weiters werden Amtshaftungsansprüche gegen die Republik zu prüfen sein.

Update, 10.28 Uhr - Traunsteins OB Kegel bittet um Mithilfe

Der Traunsteiner Oberbürgermeister hat sich erneut in einer Videobotschaft an die Bevölkerung gewendet. Darin dankt er allen, wie gut sie die Maßnahmen derzeit umsetzen. Er betont aber auch, wie wichtig es ist, diese Maßnahmen auch in den nächsten Wochen weiter mitzutragen, da die Zahl der Neuinfektionen noch immer steigen würden. Abschließend bedankt er sich bei allen, "die uns in dieser Krise so unterstützen".

Update, 10.06 Uhr - Robert-Koch-Institut gibt Zahlen bekannt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der bekannten Infektionen in Deutschland mit 42.288, das sind 5780 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle steigt um 55 auf 253.

In Bayern stieg die Zahl der Covid19-Patienten laut RKI um 1488 zum Vortag auf insgesamt 9.481 Fälle. 55 Personen starben in Bayern aufgrund der Viruserkrankung.

Die Pressekonferenz von RKI-Chef Lothar Wieler eigentlich um 10 Uhr hätte stattfinden sollen, musste entfallen. Über die Gründe liegen keine Informationen vor. Die nächste PK soll voraussichtlich am Dienstag stattfinden. 

Lothar Wieler, Chef vom Robert-Koch-Institut

Update, 9.42 Uhr - Flughafen Salzburg fährt Betrieb auf Stand-by runter

Der Flughafen Salzburg schraubt im Sog der Coronavirus-Pandemie seinen Betrieb gegen Null hinunter. Ab kommendem Montag fährt der zweitgrößte Airport Österreichs nur mehr im Ein-Schicht-Betrieb, das heißt mit einer täglichen Betriebszeit von sechs Stunden. 

Am ersten April-Wochenende wird dann wahrscheinlich komplett auf Stand-by umgestellt, wie der Flughafen am Donnerstag der österreichischen Nachrichtenagentur APA mitteilte. Die Nutzung des Flughafens für Einsatz- und Rettungshubschrauber bleibe aber unverändert aufrecht.

Update, 9.05 Uhr - Mehrere Corona-Todesfälle im Kreis Landshut

In der Region Landshut hat Covid19 nun auch erste Todesfälle gefordert. Am Donnerstagabend teilte das Landratsamt mit, dass insgesamt drei Personen der Infektion zum Opfer gefallen sind. Demnach sei eine 90-jährige Frau mit weiteren Vorerkrankungen Anfang der Woche in einem Krankenhaus an den Folgen der Infektion mit dem Corona-Virus verstorben. Außerdem starben zwei weitere Personen, die beide über 80 Jahre alt waren und an Vorerkrankungen litten. 

Update, 8.28 Uhr - Bürgermeister Bernd Fessler positiv auf Coronavirus getestet

Mittlerweile sind in Stadt und Landkreis Rosenheim 588 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Unter ihnen der Bürgermeister der Gemeinde Großkarolinenfeld Bernd Fessler. Das berichtet ovb-online.de. Er befinde sich bereits seit dem 19. März in häuslicher Quarantäne und hatte Fieber und Gliederschmerzen. Fessler habe umgehend die Verwaltung, den Gemeinderat und das private Umfeld informiert. 

Bernd Fessler, Bürgermeister von Großkarolinenfeld im Kreis Rosenheim, wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Fessler gehe davon aus, dass er bald fieberfrei ist und am 2. April wieder arbeiten darf. An der Quarantäne störe ihn vor allem eines:  „So lange war ich in den 19 Jahren meiner Amtszeit noch nie krank", sagte er dem OVB.

Update, 7.57 Uhr - Geheimplan in Österreich: Schulen und Unis bis Herbst zu?

Das Portal oe24.at hat nun einen "Geheimplan" der österreichischen Regierung enthüllt, welche Maßnahmen das Land offenbar für den Tag plant, wenn die strengen Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie erstmals wieder gelockert werden können. Demnach könnten in einem ersten Schritt nach Ostern vereinzelte Geschäfte, wie zum Beispiel Baumärkte, wieder aufsperren. Darüber hinaus möchte Österreich dann auch mit Augenmaß wieder von Homeoffice auf Büroalltag umstellen. Allerdings nur, wenn die Zahl der neuen Infektionen dann konstant unter zehn Prozent bliebe, hieß es.

Gastronomie, Flughäfen und Grenzen sollen dagegen noch länger geschlossen bleiben, möglicherweise bis in den Juni hinein. Und im Bildungsbereich drohen sogar noch länger massive Einschränkungen. Laut dem "Geheimpapier" sollen Unis das ganze Sommersemester zubleiben. Regulärer Schulunterricht soll möglicherweise gar erst wieder im September stattfinden. (edited)

Update, 7.45 Uhr - Kreis Altötting meldet 83 Coronafälle

Das Landratsamt Altötting hat um 7 Uhr seine aktuellen Fallzahlen aktualisiert. Demnach wurden bislang im Landkreis Altötting 83 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen.

Update, 7.23 Uhr - Experte mahnt: Diese Probleme verursachen Klopapier-Alternativen

Die Lage bessert sich allmählich, doch aufgrund des Klopapier-Mangels hat manch einer "Alternativen", wie Küchenrolle oder Feuchtpapier, besorgt. Doch beim falschen Umgang damit könnte das zu einem Problem werden. Warum Du auf keinen Fall feuchte Toilettentücher verwenden solltest, erklärt der Leiter der Rosenheimer Stadtentwässerung.

Update, 7.12 Uhr - Merkel: Debatte über Lockerung der Corona-Maßnahmen zu früh

Kanzlerin Angela Merkel hält es für viel zu früh, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Sie wolle "sehr klar sagen, dass im Augenblick nicht der Zeitpunkt ist, über die Lockerung dieser Maßnahmen zu sprechen", sagte sie am gestrigen Donnerstag in Berlin. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppele.

Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden, "in Richtung von zehn Tagen". Das Ziel der Maßnahmen sei es, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde. Sie müsse deshalb "die Menschen in Deutschland um Geduld bitten", sagte die Kanzlerin und ergänzte: "Es war immer klar, dass wir erst dann, wenn wir Effekte sehen, darüber nachdenken können", die Maßnahmen zurück zu fahren. Davon sei man leider "noch ein ganzes Stück entfernt".

Die weltweite Corona-Krise in Bildern am 27. März

Coronavirus - Italien
Italien, Milan: Militär- und Bahnpolizei führen auf dem fast leeren Hauptbahnhof Kontrollen durch. Die Regierung in Italien hat die Geldstrafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen für alle Bürger wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht. Außerdem gab sie bekannt, dass wer positiv auf das Coronavirus getestet sei und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden könne. © Claudio Furlan / dpa
Coronavirus - Japan
Japan, Tokio: Menschen gehen mit Mundschutz über eine Straße. Die Regierung von Tokio forderte in der Nacht, dass die Einwohner am kommenden Wochenende wenn möglich nicht nach draußen gehen, da sie einen starken Anstieg der Zahl der Infektionen in der japanischen Hauptstadt befürchten. © kyodo/dpa
Coronavirus - Australien
Australien, Sydney: Ein verkleideter Straßenkünstler bewegt sich mit einem Hula-Hoop-Reifen, während eine Passantin mit Mundschutzmaske vorbeigeht. © Joel Carrett/AAP/dpa
Coronavirus - Berlin
Berlin: Auf der Scheibe eines geschlossenen Restaurants steht "#staythefuckhome" (bleib verdammt noch mal daheim). Das deutsche Gastronomie- und Hotelgewerbe fordert staatliche Hilfen wegen starker Geschäftseinbußen infolge des Coronavirus. © Koall/dpa
Coronavirus - Frankreich
Frankreich, Straßburg: Medizinisches Personal bringt einen mit Covid-19 infizierten Patienten auf einem Bahnsteig von einem Krankenwagen in einen Hochgeschwindigkeitszug, der zu einer Intensivstation umgebaut wurde, um mehr Patienten versorgen zu können. In Frankreich gibt es erstmals mehr als 25 000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. © Jean-Francois Badias/AP/dpa
Coronavirus - Südkorea
Südkorea, Incheon: Eine Passagierin aus Europa wird in einer Teststation außerhalb des internationalen Flughafens Incheon nach ihrer Ankunft auf Covid-19 getestet. © -/YNA/dpa
Coronavirus - Moskau
Russland, Moskau: Menschenleer ist der Rote Platz mit dem Historischen Museum im Hintergrund. © Ulf Mauder/dpa
Coronavirus - Kolumbien
Kolumbien, Bogotá: Schweizer Reisende werden am Flughafen von Bogota von Beamten in Empfang genommen und betreut. Die Reisenden wurden wegen der Reise- und Aufenthaltsbeschränkungen aufgrund des weltweiten Coronavirus-Ausbruchs in einer Sondermaschine in die Schweiz zurückgeflogen. In der vom Eidgenössischen Außendepartement EDA gecharteten Maschine der Swiss sassen 279 Schweizer und 35 Staatsangehörige aus benachbarten Ländern. © Marwin Productions/KEYSTONE/dpa
Coronavirus - Kreuzfahrtschiff "MS Artania"
Das Kreuzfahrtschiff "MS Artania" (undatiert). An Bord des derzeit vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt. Es handele sich hierbei um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder, teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix am 25.03.2020 mit. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden. © picture alliance/-/Phoenix Reisen/dpa
Coronavirus - USA
USA, New York: Nur wenige Menschen stehen auf dem New Yorker Times Square, nachdem Gouverneur Cuomo eine Sperre verhängte, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen. © picture alliance/kyodo/dpa
Coronavirus - Garding
Schleswig-Holstein, Garding: Pastor Ralf Thomas Knippenberg steht vor Bewohnern des Alten- und Pfleheims "Martje-Flohrs-Haus". Jeden Donnerstag hält er eine Andacht unter dem Motto "Von draußen nach drinnen". © Frank Molter/dpa
Coronavirus - Logistikbranche in Bayern
Bayern, Forstinning: LKW des Logistik-Unternehmens Hubert Hörndl Transporte stehen auf dem Firmengelände. Der Logistikbranche kommt gerade in der aktuellen Corona-Krise eine besondere Bedeutung bei der Versorgung der Menschen zu. © Sven Hoppe/dp a
Coronavirus ? Grenze zu Tschechien
Sachsen, Zinnwald: Tschechische Soldaten stehen zur Einreisekontrolle auf einer Straße an der tschechischen Grenze. Die Schließung der Grenze zwischen Tschechien und Deutschland für Berufspendler durch die tschechische Regierung hat nach Angaben der Polizei in Sachsen zunächst keine größeren Verkehrsprobleme ausgelöst. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Coronavirus - Klinikum Schwerin
Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Krankenschwester Cornelia Möller prüft ein Beatmungsgeräte in einem Zimmer der Intensivstation in der Helios-Klinik. Auf den Isolierstationen tragen die Ärzte, Schwestern und Mitarbeiter Schutzanzüge, Brillen und Mundschutz. Das Helios Klinikum bereitet sich auf einen Anstieg bei Corona-Fälle vor. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Coronavirus - Athen
Griechenland, Athen: Eine Frau mit Atemschutz überquert den leeren Syntagma-Platz. Auch in Griechenland gelten landesweit umfangreiche Ausgangsbeschränkungen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. © Sebastian Kahnert/dpa
Coronavirus - Rostock
Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Bedürftige schauen sich die Sachen an, die an einem "Gabenzaun" und auf einer Bank davor für Menschen in Not abgelegt wurden. © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa
Coronavirus - Großbritannien
Großbritannien, London: Ein Mann geht im Schutzanzug über eine Straße in Westminster. Der britische Premier Johnson hatte am 23.03.2020 Ausgangsbeschränkungen verkündet. © Victoria Jones/PA Wire/dpa
Coronavirus - Grenzübergang nach Polen
Polen, Slubice: Ein Mann in einem Schutzanzug steht mit einem Thermometer auf der Stadtbrücke, dem deutsch-polnischen Grenzübergang von Frankfurt (Oder) ins polnische Slubice, um die Körpertemperatur von Passanten bei der Einreise zu messen. Polen hat wegen der Coronavirus-Krise seine Grenzen zu Deutschland und anderen EU-Nachbarländern für Ausländer geschlossen. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Coronavirus - Spanien
Spanien, Madrid: Felipe VI. (r), König von Spanien, besucht das provisorische Krankenhaus auf der Messe in Madrid. Der spanische König hat am Donnerstag das in der Corona-Krise zu einer riesigen Klinik umfunktionierte Messezentrum Ifema in Madrid besucht. © Casa de S.M. el Rey/dpa
Coronavirus - Malaysia
Malaysia, Kajang: Ein Feuerwehrmann mit Mundschutz desinfiziert eine Markthalle. Die Regierung hat wegen der Coronavirus-Ausbreitung die Beschränkungen für den Reiseverkehr und für Geschäfte bis zum 14.04.2020 verlängert. © Chong Voon Chung/XinHua/dpa
Coronavirus - Nepal
Nepal, Kathmandu: Ein medizinischer Mitarbeiter im Schutzanzug desinfiziert eine Bank vor einem Krankenhaus. © Sulav Shrestha/X inHua/dpa
Coronavirus - Künstlerin häkelt farbenfrohe Atemschutzmasken
Niedersachsen, Hannover: KOMBO - Künstlerin Mansha Friedrich zeigt ihre zur Corona-Pandemie gehäkelten Atemschutzmasken mit auswechselbaren Stoff-Inlays. Wenn alle Mundschutz tragen - verschwindet dann das Lächeln aus den Straßen? Nicht, wenn es nach der Künstlerin Mansha Friedrich geht. Sie verschenkt gehäkelte Schutzmasken mit Sonnenmotiven oder lächelnden Gesichtern. © Julian Stratenschulte/dpa
Coronavirus - Berlin
Berlin: Eine lange Schlange bildet sich vor einem Supermarkt im Stadtteil Reinickendorf. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen hat die Bundesregierung das öffentliche Leben weiter erheblich eingeschränkt. © Kay Nietfeld/dpa
Coronavirus ? Dresden
Sachsen, Dresden: Ein schwer kranker Covid-19-Patient wird auf dem Flughafen Dresden International aus einer italienischen Militärmaschine in einen Krankentransportwagen verlegt. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Coronavirus - Flughafen Frankfurt am Main
Hessen, Frankfurt/Main: Chinesische Touristen sind in Schutzanzügen, mit Atemmasken und Handschuhen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens mit ihren Koffern auf dem Weg zum Flugschalter. © Arne Dedert/dpa
Coronavirus - München
Bayern, München: Passanten warten mit deutlichem Abstand voneinander auf einem Wochenmarkt an einem Stand. Um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu verringern sollen die Menschen Abstand voneinander halten. © Sven Hoppe/dpa
Coronavirus - Italien
Italien, Pavia: Ärzte arbeiten auf der Intensivstation des San Matteo Krankenhauses, auf der ein Patient stationiert ist, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. © Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa
Coronavirus - Österreich
Österreich, Wien: Sebastian Kurz (2.v.l), Bundeskanzler von Österreich, spricht im Bundeskanzleramt bei der Pressekonferenz "Aktuelles zum Corona-Hilfspaket für Arbeitsplätze und Unternehmen" neben Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (l-r), Vizekanzler Werner Kogler und Finanzminister Gernot Blümel. © Georg Hochmuth/APA/dpa
Coronavirus - Italien
Italien, Rom: Italienische Soldaten und Carabinieri blockieren eine Straße, die zu der Gemeinde Nerola führt. © Mauro Scrobogna/LaPresse/AP/dpa
Coronavirus - Hannover
Niedersachsen, Hannover: Altkanzler Gerhard Schröder und Ehefrau Soyeon Schröder-Kim gehen mit von ihr selbst gebastelten Atemschutzmasken einkaufen. © Marcus Prell/dpa
Coronavirus - Spanien
Spanien, Madrid: Eine Einheit von Sicherheitskräften macht sich auf einen Desinfektionseinsatz im Kampf gegen die Ausbreitung des Covid-19 in einem Altenheim bereit. In Seniorenheimen in Madrid und ganz Spanien starben zahlreiche an Covid-19 infizierte Senioren. © Ricardo Rubio/Europapress/dpa
Coronavirus - Thailand
Thailand, Bangkok: Eine medizinische Mitarbeiterin misst die Körpertemperatur von Passanten, die mit dem Auto unterwegs sind. © Rachen Sageamsak/XinHua/dpa
Coronavirus - Schweden
Schweden, Stockholm: Soldaten der schwedischen Streitkräfte arbeiten an der Errichtung eines Feldlazaretts in dem Messegelände Stockholmsmässan. © Jonas Ekstromer/TT NEWS AGENCY/AP/dpa
Coronavirus - Brasilien
Brasilien, Rio De Janeiro: Ein Soldat desinfiziert einen Waggon am Hauptbahnhof als Maßnahme zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus. Einen Tag, nachdem er das Coronavirus in einer Fernsehansprache erneut verharmlost und restriktive Maßnahmen dagegen kritisiert hatte, hat sich der brasilianische Präsident Bolsonaro wieder gegen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und die Isolation der Bevölkerung ausgesprochen. Rio de Janeiro hat sich aber weitgehend isoliert, Schulen und Geschäfte geschlossen, Verkehr zu Land und zu Luft unterbrochen, die Bewohner dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben. © Leo Correa/AP/dpa
Coronavirus - USA
USA, Seattle: Vom Dach der Space Needle aus betrachtet, sind in der Innenstadt von Seattle leere Straßen zu sehen. © Ted S. Warren/AP/dpa
Coronavirus - Pakistan
Pakistan, Karachi: Eine Familie reist mit einem Motorrad und trägt Gesichtsmasken während einer von der Regierung verhängten landesweiten Abriegelung als vorbeugende Maßnahme zur Eindämmung des neuen Coronavirus. © Fareed Khan/AP/dpa
Coronavirus - Türkei
Türkei, Ordu: Eine Frau geht durch einen Kabinendesinfektionstunnel, der von der Gemeinde in der Schwarzmeerstadt Ordu in der Türkei zum Schutz vor dem neuen Coronavirus angelegt wurde. © Uncredited/AP/dpa
Coronavirus - USA
USA, New York: Nur wenige Menschen sind an der ansonsten so vollen Grand Central Station. Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land. © Michael Nagle/XinHua/dpa
Coronavirus - Weil am Rhein - Drive-In-Bäcker
Baden-Württemberg, Weil am Rhein: Bäckermeister Simon Fritz steht im Fenster des improvisierten Drive-In seiner Bäckerei und hält ein Brot in der Hand. Der Einzelhandel kämpft bereits jetzt mit den Folgen der Corona-Epidemie und des damit in Zusammenhang stehenden Umsatzeinbruchs. © Philipp von Ditfurth/dpa
Coronavirus - Südkorea
Südkorea, Daegu: Medizinisches Personal trifft zu einer Schicht im Dongsan-Krankenhaus ein. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder leicht zurückgegangen. © Lee Youn g-Hwan/Newsis via AP/dpa
Coronavirus - Berlin
Berlin: Auf der Frankfurter Allee steht eine Hinweistafel mit der Aufschrift „"Berlinweite Kontaktbeschränkungen berlin.de/corona“." Im Hintergrund steht der Fernsehturm. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wurde auch in Berlin das öffentliche Leben erheblich eingeschränkt. © Christophe Gateau/dpa
Coronavirus - Sri Lanka
Sri Lanka, Colombo: Srilankische Polizisten stehen in Schutzanzügen und mit Desinfektionsmitteln vor einem Gebäude in Vorbereitung auf die Desinfektion eines Krankenhauses während der Corona-Pandemie. © Eranga Jayawardena/AP/dpa
Coronavirus - Schweiz
Schweiz, Zermatt: Auf den Berg Matterhorn wird vom Schweizer Lichtkünstler Gerry Hofstetter der Hashtag #stayathome (Bleib Zuhause) projiziert, um Botschaften der Hoffnung, Unterstützung und Solidarität an die Menschen im Alpenort Zermatt zu senden, die unter der globalen Corona-Pandemie leiden. © Valentin Flauraud/KEYSTONE/dpa

Update, 6.41 Uhr - Dritter Corona-Todesfall in München

In der Landeshauptstadt gibt es einen dritten Corona-Todesfall. In einem Krankenhaus starb ein 88-jähriger Mann mit Vorerkrankungen, wie die Stadt mitteilt. Unterdessen wurden heute 111 neue Fälle von Infizierten bestätigt. Damit sind es in München nun insgesamt 1687 Fälle. Vier von ihnen gelten mittlerweile als geheilt.

Update, 6.26 Uhr - Diskussionen über Shutdown-Ende: Söder rät von Spekulationen ab

Mit seiner Aussage, dass Bayern bis Mitte April die Corona-Kurve gekratzt haben müsse, sorgte Wirtschaftsminister Aiwanger für einige Irritation. Ministerpräsident Söder riet in einer Videobotschaft am Donnerstagabend von Spekulationen ab.

Vorbericht

Haarsträubende Klopapier-Szenen in Supermarkt

Haarsträubende Szenen spielten sich am Mittwoch, 25. März, in einem Supermarkt in Bergneustadt in Nordrhein-Westfalen ab. Eine 54-jährige Frau wollte dort mehrere Packungen Klopapier kaufen. Als sie vom Personal darauf hingewiesen wurde, dass sie nur ein Paket kaufen dürfe, setzte sich die Frau auf das Kassenband und behinderte so den weiteren Verkauf an andere Kunden.

Daraufhin wurde die Polizei alarmiert, die zunächst versuchte, die Frau zu beruhigen. Als dies nichts brachte, sprachen die Beamten einen Platzverweis aus. Doch auch diese Anweisung "verhallte" ungehört. Schließlich wurden der renitenten Einkäuferin Handschellen angelegt. Dagegen wehrte sich die Frau heftig, brüllte herum und ließ sich zu Boden fallen. Schlussendlich musste die gefesselte Frau von den Polizisten zum Streifenwagen getragen werden.

In einer Arrestzelle durfte sie danach über ihr Verhalten nachgehen. Besonders bitter für sie: Toilettenpapier hat sie nur gar keines! Denn wegen der Auseinandersetzung konnte der Kaufvorgang im Supermarkt nicht vollzogen werden, teilte die Polizei mit.

Bericht aus dem Elsass: Patienten über 80 werden nicht mehr beatmet

Katastrophenmediziner berichten angesichts der Corona-Pandemie über dramatische Zustände aus dem Elsass, die aus ihrer Sicht bald auch in Deutschland drohen könnten. Demnach arbeiten Mediziner an der Universitätsklinik Straßburg weiter mit Corona-Patienten, auch wenn sie selbst infiziert sind. Über 80-Jährige werden nicht länger beatmet. Stattdessen erfolge "Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln", schreiben die Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen in einem Bericht an die baden-württembergische Landesregierung, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mehrere Medien haben darüber berichtet.

Die Universitätsklinik Straßburg bestreitet, dass das Alter das einzige Kriterium für Intensivmaßnahmen sei. Die an der Universitätsklinik geltenden Praktiken entsprächen den Empfehlungen der gängigen Fachgesellschaften, hieß es in einer Mitteilung. Es würden außerdem neue Kapazitäten im Bereich der Intensivmedizin bereitgestellt, es habe bisher keine Überlastung gegeben.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert das französische Vorgehen nach Alter scharf. Lebensalter oder Herkunft dürften für die medizinische Hilfe keine Rolle spielen, sagte Vorstand Eugen Brysch. "Vielmehr stehen der Patientenwille und die medizinische Prognose im Mittelpunkt." Für die Patienten sei wichtig, ihren Willen rechtzeitig zu bekunden, etwa mit einer Patientenverfügung. Deutsche Intensiv- und Notfallmediziner hätten am Donnerstag klinisch-ethische Empfehlungen zur Versorgung von Intensivpatienten vorgelegt. Kriterium ist demnach die klinische Erfolgsaussicht der Behandlung – nicht das Alter. Mit der Handreichung sollten Zustände wie in Frankreich vermieden werden, sagt Brysch.

Bundesrat will Corona-Hilfen endgültig beschließen

Der Bundesrat will am Freitag endgültig das gewaltige Hilfsprogramm in der Corona-Krise beschließen. Es umfasst Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Dem Vernehmen nach will die Länderkammer alle Gesetze in einer Sitzung ohne Redebeiträge zügig durchwinken. Die ersten Hilfen sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

Verkehrsminister schalten sich in Corona-Krise zusammen

Um sich über Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Verkehr auszutauschen, schalten sich die Verkehrsminister der Länder und Bundesverkehrminister Andreas Scheuer (CSU) am Freitag (10.30 Uhr) zusammen. Dabei soll es auch darum gehen, wie der Warenverkehr trotz verstärkter Grenzkontrollen sichergestellt werden könne, sagte der Sprecher von Saarlands Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD), die derzeit den Vorsitz in der Konferenz der Verkehrsminister hat.

dpa/mz/mh/mw

Quelle: rosenheim24.de

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