Newsticker zur Corona-Pandemie

Stadt Wuhan nach elf Wochen wieder geöffnet  - Virologe hält Wiesn 2020 für ausgeschlossen

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Eine Frau im Schutzanzug hält im Johannes-Sondermann-Haus des AWO Altenzentrum einen Abstrichtest in der Hand. Im besonders vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg werden die Regelungen zur Besuchssperre und Infektionskontrolle auch über die Osterfeiertage weiter umgesetzt.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit 21. März gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Dienstag, 7. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 1.535, Landkreis Traunstein 519, Landkreis Berchtesgadener Land 186, Landkreis Mühldorf 313, Landkreis Altötting 324
  • Mindestens 1.633 Todesopfer in Deutschland (481 in Bayern) 
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Bayern verlängert Ausgangsbeschränkung (vorerst bis 19. April)
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Warum gibt es keine Grafik zu den Zahlen von genesenen Personen?


Update, 22.30 Uhr: Wuhan wieder geöffnet

/welt/news/chinesische-stadt-wuhan-wieder-geoeffnet-zr-13644674.html

Update, 18.10 Uhr: Corona-Bonus mit Antrag beim Landesamt für Pflege

Bayern Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat am Dienstag den neuen Corona-Bonus im Gesundheits- und Pflegebereich erläutert. Huml betonte in München: "Pflegerinnen und Pfleger sowie Rettungskräfte stehen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie an vorderster Front. Daher freue ich mich sehr, dass wir heute im bayerischen Kabinett als Zeichen der Anerkennung dieses außergewöhnlichen Engagements den neuen Bonus in Höhe von 500 Euro beschlossen haben."

Diese einmalige finanzielle Zuwendung bekommen Pflegekräfte in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen und ambulanten Pflegediensten sowie Notfallsanitäter und Rettungsassistenten. Wer regelmäßig mehr als 25 Stunden pro Woche arbeitet, erhält 500 Euro. Berechtigte, die regelmäßig 25 Stunden pro Woche oder weniger arbeiten, erhalten 300 Euro.

Die Ministerin fügte hinzu: "Die Finanzierung erfolgt aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie. Wer Anspruch auf die Prämie hat, kann einen Antrag beim Landesamt für Pflege stellen. Benötigt wird lediglich eine Bestätigung des Arbeitgebers. Nach aktuellem Stand soll die Prämie unabhängig von derzeit auf Bundesebene diskutierten Pflegebonus in Höhe von 1.500 Euro gewährt werden."

Huml unterstrich: "Ein Hauptschwerpunkt der Staatsregierung liegt zudem in der Besorgung von Schutzmaterial und Desinfektionsmitteln. Klar ist: Der Bedarf an Schutzausrüstung jeglicher Art wird weiter steigen. Alle Beteiligten arbeiten deshalb mit Hochdruck daran, weiteres Material zu beschaffen."

Pressemitteilung  Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 17.33 Uhr - Vier weitere Erkrankte im Kreis Altötting

Wie das Landratsamt Altötting mitteilt, sind im Landkreis Altötting vier weitere Corona-Fälle gemeldet worden. Es handelt sich um zwei Frauen, jeweils eine aus Garching und Tyrlaching, und zwei Männer, je aus Kirchweidach und Altötting. 

Update, 17.10 Uhr - Virologe hält Wiesn 2020 für ausgeschlossen

Ob das Oktoberfest in München dieses Jahr stattfindet oder nicht, steht noch nicht fest. Die Entscheidung muss erst noch gefällt werden. Einer scheint sich jedoch schon sicher zu sein, dass aus der Wiesn 2020 nichts wird. Der Virologe Alexander Kekulé schließt die Veranstaltung im Gespräch mit der Bild aus. "Das ist ausgeschlossen, dass man so eine Veranstaltung macht", erklärte der Mediziner. Die Wiesn finde ja bereits im September statt und müsse von langer Hand geplant werden. Großveranstaltungen in dieser Art werden wohl in diesem Jahr überhaupt nicht stattfinden, vermutet Kekulé weiter.

Update, 16,25 Uhr - Rettungsdienste erhalten Bonus vom Freistaat Bayern

Am Sonntag kündigte der bayerische Ministerpräsident an, Pflegekräften einen Bonus in Höhe von 500 Euro zu zahlen. Rettungskräfte waren dabei noch nicht einbezogen.

Präsident Theo Zellner wandte sich mit einem dringenden Schreiben an den Ministerpräsidenten Dr. Söder: „Es sind aber eben genau diese Kräfte, die täglich mit Covid-19 Patienten in Kontakt kommen und damit dem höchsten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, meist noch lange, bevor die Patienten in den Kliniken ankommen. Darüber hinaus wird die tatsächliche Infektion von Patienten im Rahmen des Notrufes immer häufiger verschwiegen. Dadurch besteht eine nicht zu unterschätzende, zusätzliche Gefahr für Rettungskräfte sich selbst mit Covid-19 zu infizieren.“

Präsident Theo Zellner dankt dem bayerischen Ministerpräsidenten und der bayerischen Staatsregierung dafür, dass nun sowohl Rettungs- als auch Pflegekräfte diesen Bonus erhalten: „Das ist ein starkes Signal für Rettungs- und Pflegekräfte. Wir sind dankbar für die Anerkennung der besonders betroffenen Berufsgruppen.“

Beim Bayerischen Roten Kreuz sind 6.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst und über 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 314 Einrichtungen der ambulanten und stationären Altenhilfe tätig. Jährlich fährt das BRK zu rd. 1,9 Millionen Einsätzen und legt dabei über 57 Millionen Kilometer zurück.

Pressemeldung BRK

Update, 16.05 Uhr - Drei Todesfälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es drei Todesfälle und 28 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 7. April 2020, 15 Uhr). Bei den 28 neuen bestätigten Fällen handelt es sich um zwölf Erwachsene über 60 Jahre, 15 Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre und eine minderjährige Person. Davon werden vier Personen stationär behandelt. Zwei Männer im Alter von 86 und 67 sowie eine 82-jährige, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, sind verstorben. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 313 bestätigte Fälle vor, 42 davon werden stationär behandelt.

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 45 

Stationäre Corona-Positivfälle: 90 

Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 13 

Entlassene Corona-Patienten: 12

Pressemeldung LRA Mühldorf

Update, 16 Uhr - Erste Ideen für die Wiederöffnung der Rosenheimer Innenstadt 

Wie geht es dem Rosenheimer Einzelhandel und der Gastronomie in der Corona-Krise? Und vor allem: Was lässt sich tun, damit die beiden wichtigsten innerstädtischen Branchen nach Beendigung des Lockdowns möglichst schnell wieder Tritt fassen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Gesprächs von Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, ihrem Nachfolger Andreas März, der Führung von CityManagement und Einzelhandelsverband sowie Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl. „Die Situation ist bei vielen Einzelhändlern und Gastronomen extrem angespannt. Die Umsätze sind trotz Online-Handel und Liefer- oder Holservice massiv eingebrochen. Nachdem die Kosten nicht auf Null gedrückt werden können, neue Saisonware nicht abverkauft wird, viele Händler und Gastronomen auf laufenden Cashflow angewiesen sind, der jetzt ausbleibt, wird die Liquiditätslage der Unternehmen mit jedem Tag angespannter“, so die Analyse von CityManagement- Vorsitzendem Paul Adlmaier.

Maria Reiter, die Vorsitzende des Rosenheimer Einzelhandelsverbands (HBE), wies zudem auf schwierige Personalentscheidungen hin: „Natürlich versuchen viele Unternehmer, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Aufstockungen beim Kurzarbeitergeld entgegenzukommen. Aber die Spielräume sind begrenzt. Und gerade bei 450 EUR-Kräften steht das Kurzarbeitergeld als Auffanghilfe gar nicht zur Verfügung.“ Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer zeigte sich besorgt über die längerfristigen Wirkungen des Lockdowns. „Können die Liefer- und Wertschöpfungsketten nicht schnell genug aktiviert werden, müssen wir auch in unserer wirtschaftsstarken Region mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit rechnen“, so Bauer. 

Die Teilnehmer waren sich einig, dass die finanziellen Hilfen von Bund und Freistaat Bayern in die richtige Richtung gehen. „Es war wirklich bemerkenswert, in welch kurzer Zeit Soforthilfen zur Verfügung gestellt, Kreditprogramme erweitert, das Kurzarbeitergeld verbessert, für die Mieter Vertragssicherheit bei Mietausfällen geschaffen und für Vermieter Zins-, Tilgungs- und Rückzahlungsaussetzungen gesetzlich geregelt wurden. Dennoch kann und muss bei einzelnen Instrumenten noch nachgesteuert werden“, so Adlmaier. Der künftige Oberbürgermeister Andreas März verwies in diesem Zusammenhang auf Überlegungen, die Laufzeit von KfW- Liquiditätskrediten von fünf auf zehn Jahre zu verdoppeln. „Das ist dringend notwendig, denn die Folgen eines mehrwöchigen Stillstands sind beim Einzelhandel und in der Gastronomie in fünf Jahren eigentlich nicht zu bewältigen“, so März. 

Positiv gesehen wurden von der Runde die bisher von der Stadt ergriffenen Maßnahmen. Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl verwies auf das 6-Punkte- Programm der Stadt und auf eine laufende Umfrage der städtischen Wirtschaftsförderungsagentur bei den inhabergeführten Unternehmen in der Innenstadt: „Zwei von drei innerstädtischen Unternehmen haben die Gewerbesteuervorauszahlungen bereits absenken lassen oder die Möglichkeit der Stundung genutzt. Überraschend selten wurde bisher von dem Angebot der Stadtwerke Gebrauch gemacht, Vorauszahlungen für den Bezug von Strom, Gas und Wasser zu kürzen.“ Bei der Auszahlung der Soforthilfe wurden Rosenheimer Unternehmen bisher von der Regierung von Oberbayern schnell bedacht: Über 600 Anträge konnten bis letzten Samstag (04.04.) ausgezahlt werden, so Bugl.

Die ganz überwiegende Zahl von Vermietern war der Umfrage zufolge bereits zu Mietminderungen oder -stundungen bereit. Wo in Einzelfällen Vermieter diesen Schritt bisher nicht gehen wollten, steht die Wirtschaftsförderungsagentur für Vermittlungsgespräche bereit. 

Der Verzicht auf die Erhebung von Sondernutzungsgebühren ist CityManagement- Geschäftsführerin Sabrina Obermoser ein wichtiges Anliegen: „Das betrifft gerade die Gastronomen mit Außenbestuhlung. Bei ihnen würde jetzt das Frühjahrsgeschäft in den Außenbereichen losgehen. Weil das aber zusammengebrochen ist, wäre ein Verzicht auf Sondernutzungsgebühren das Gebot der Stunde." Bauer und März sagten zu, sich für den Erlass von Sondernutzungsgebühren einzusetzen. Anträge sollen zentral an die städtische Wirtschaftsförderungsagentur gestellt werden. Wie es mit der Wiederöffnung der Geschäfte und der Lokale weitergeht, ist derzeit Spekulation. Entscheidungen hierzu werden auf Bundes- und Landesebene getroffen Maria Reiter vom HBE Rosenheim wünscht sich so zeitnah wie möglich einen Verkauf mit Terminvereinbarung. Dadurch könne zu jeder Zeit der nötige Abstand zwischen Personal und Kundschaft gewährleistet werden. Diesen Wunsch hat sie auch schon an die Geschäftsführung des bayerischen Handelsverbandes adressiert. Das CityManagement wird „für die Zeit danach“ Ideen entwickeln und mit der Stadt abstimmen. Geschäftsführerin Sabrina Obermoser plant eine „Charmeoffensive“ für den Besuch der Innenstadt. Ziel muss es nach Einschätzung von Maria Reiter sein, den Menschen trotz sicher noch anhaltender sozialer Distanz wieder Lust auf den Besuch der Innenstadt und der Geschäfte zu machen.

Oberbürgermeisterin Bauer und Andreas März regten hierzu ein zeitlich begrenztes kostenloses Parken und kostenlosen Busverkehr an einzelnen Einkaufstagen an und sagten hierfür ihre Unterstützung zu. „Die Stadt ist bereit, einen Neustart der Innenstadt zu flankieren. Allerdings sind auch unsere eigenen Möglichkeiten durch die aktuellen Steuerausfälle und die verhängte Haushaltssperre eingeschränkt“, so Bauer.

Pressemeldung Stadt Rosenheim

Update, 15.50 Uhr - TH Rosenheim informiert über Strategie und Zeitplan

Seit dem offiziellen Start des Sommersemesters am 16. März bietet die TH Rosenheim digitale Kurse und Webinare zur Vorbereitung auf die aktive Vorlesungszeit an. Diese wird in Abstimmung mit dem Wissenschaftsministerium am 20. April beginnen und bis zum 7. August andauern. In Anbetracht der Coronavirus-Pandemie gelten für das Semester spezielle Rahmenbedingungen und Regelungen. 

Die Wissensvermittlung erfolgt mit Online-Lehrveranstaltungen und weiteren digitalen Angeboten. Die Qualität der Lehre ist auch mit diesen Formaten gesichert. Präsenzvorlesungen und Praktika sind erst durchführbar, wenn die behördlichen Auflagen des Gesundheitsschutzes dies ausdrücklich zulassen. In diesem Fall wäre eine kurzfristige Umstellung des Vorlesungsbetriebs möglich.

Vom 8. August bis zum 12. September ist vorlesungsfreie Zeit, während der auch keine Praktika in den Laboren oder Prüfungen stattfinden werden. Vom 14. bis 29. September ist die Prüfungszeit angesetzt. Da die Durchführung von Prüfungen in Präsenzform nicht absehbar ist, fasst die TH Rosenheim für ihre Studentinnen und Studenten praktikable Formate wie etwa Prüfungsstudienarbeiten oder mündliche Online-Prüfungen als Alternativen ins Auge. Denkbar sind auch schriftliche elektronische Prüfungen, sofern die technischen Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Update, 15.40 Uhr - Drei weitere Todesfälle im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 519 bestätigte Corona-Fälle vor. Damit stieg die Gesamtzahl an Infizierten im Vergleich zum Vortag um 28 Personen. Aktuell gelten 246 Frauen und 273 Männer als infiziert. 

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Mitteilung drei Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann (zwischen 66 und 90 Jahren). Bei allen drei Personen war auch eine Covid-19-Erkrankung diagnostiziert worden.

Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 15 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vor

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 56 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich 14 Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (fünf in Traunstein und neun in Trostberg).

Update, 15.31 Uhr - Staatsanwaltschaft Traunstein deckt Millionenbetrug mit Atemschutzmasken auf

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei in Traunstein haben einen international angelegten Betrug durch Verkauf von nicht existenten Atemschutzmasken zum Preis von fast fünfzehn Millionen Euro aufgedeckt.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte schon 14.700.000 Euro an die Schweizer Gesellschaft überwiesen. Eine Lieferung der Masken erfolgte nicht.

Update, 15.27 Uhr - Aktuelle Lage in Bayern 

In Bayern sind inzwischen 26 567 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 495 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Den Angaben zufolge waren es am Vortag 25 355 infizierte Personen und 444 Todesfälle gewesen.

Im Kampf gegen das Coronavirus müssen sich die Menschen in Bayern noch auf längere Schulschließungen, geschlossene Geschäfte und Restaurants und Beschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen. Es werde nach Ostern nicht einfach so weitergehen wie bisher, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Man dürfe die Dinge nicht zu frühzeitig lockern, sondern müsse in Stufen vorgehen.

Dabei nannte der CSU-Chef eine Maskenpflicht "hochwahrscheinlich": "Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben."

Bislang gelten die Ausgangsbeschränkungen und Auflagen bis 19. April. "Nach Ostern werden Perspektiven entwickelt und abgestimmt", sagte Söder mit Blick auf die Gespräche zwischen Bund und Ländern am Dienstag nach Ostern. Er verwies aber explizit auf Österreich, das drei Wochen voraus sei: Dort würden viele Maßnahmen verlängert, Ausgangsbeschränkungen blieben, und auch die Schulen blieben zu.

Update, 15.20 Uhr - 17 neue Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 186 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Meldestand: 7. April, 12 Uhr); das bedeutet einen Anstieg um 17 Coronainfektions-Fälle im Vergleich zum Vortag. 

Seit Donnerstag sind keine weiteren Corona-Patienten im Landkreis Berchtesgadener Land verstorben. 47 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Bei den nunmehr 135 aktuell in Behandlung befindlichen Covid-19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein (z. B. häusliche Quarantäne und medizinische Versorgung). Aktuell befinden sich 186 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 386 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

Aktuell sind im Landkreis Berchtesgadener Land insgesamt 37 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, 10 davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 37 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 186 bestätigten BGL-Coronafälle.

Update, 15.09 Uhr - Unbelehrbarer Münchner hält Polizei auf Trab

Im Zeitraum von Montag, 6 Uhr, bis Dienstag, 6 Uhr, führte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis insgesamt rund 7.700 Kontrollen wegen den bestehenden Ausgangsbeschränkungen und der weiteren Regelungen durch. Dabei gab es rund 220 Verstöße.

Am Montag gegen 14.55 Uhr wurde am Königsplatz ein Pärchen kontrolliert, das es sich auf einer Parkbank zu einem Picknick bequem gemacht hatte. Die 46-jährige Frau war nach Ansprache durch die Beamten einsichtig und wollte die Örtlichkeit zusammen mit ihrem Begleiter verlassen. Dieser, ein 53-jähriger Münchner, ging jedoch auf Konfrontationskurs und gab den Polizisten gegenüber an, dass er die Ausgangsbeschränkung so nicht akzeptieren würde. Auch auf das gute Zureden der 46-Jährigen reagierte er nicht. Nachdem er einem Platzverweis nicht Folge leistete, wurde er in polizeilichen Gewahrsam genommen.

Kurz darauf gegen 17.15 Uhr wurde er im Bereich der Alten Pinakothek erneut angetroffen. Er hatte sich dabei den Oberkörper frei gemacht, lag in der Sonne und las ein Buch. Da er auch hier einem Platzverweis nicht nachkam, sondern sich gegen 17.45 Uhr immer noch an der Örtlichkeit aufhielt, wurde er abermals in Gewahrsam genommen. Durch die zuständige Richterin wurde ein Gewahrsam bis um 22 Uhr angeordnet. Anschließend wurde der 53-Jährige entlassen. Zwei Anzeigen gegen ihn wegen der Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz folgen.

Update, 14.52 Uhr - Neun neue Fälle im Landkreis Altötting

Im Landkreis Altötting wurden am Dienstag, 7. April (14 Uhr) neun weitere Corona-Fälle bekannt. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf insgesamt 320. 

Bei den Neuinfizierten handelt es sich um acht Frauen aus Garching(2), Burghausen, Altötting(2), Töging, Tüßling, Mehring und um einen Mann aus Garching. 

Update, 14.30 Uhr - DFL plant Geisterspiele mit 239 Personen

Bei möglichen Geisterspielen in der Bundesliga, die wohl frühestens Anfang Mai stattfinden werden, will die Deutsche Fußball Liga (DFL) einem Medienbericht zufolge nur noch 239 Menschen ins Stadion lassen.

Künftig dürfen nur noch 126 Personen in den Innenraum: Die Mannschaften in kompletter Stärke, pro Team sind nur noch acht Trainer, Betreuer und Ärzte zugelassen. Hinzu kommen 30 Ordner und vier (statt bislang eigentlich zwölf) Balljungen. Die insgesamt stärkste Gruppe im Innenraum stellt das Fernsehen mit insgesamt 36 Personen.

Außerdem sind 113 Personen auf den Tribünen erlaubt - darunter 30 Journalisten. VIP-Gäste und Clubmitarbeiter ohne Funktion dürfen nicht auf die Ränge. Nur acht Mitglieder pro Delegation sind erlaubt. Zu trinken und zu essen gibt es nichts. Vor dem Stadion sind nochmals 50 Ordner geplant, um Fan-Ansammlungen zu verhindern. Beim bis dato einzigen Geisterspiel der Bundesliga - am 11. März beim Mönchengladbacher 2:1 gegen Köln - durften noch 600 Menschen in den Borussia-Park.

Update, 13.55 Uhr - 66 neue Fälle im Raum Rosenheim

Nun liegen auch für Stadt und Landkreis Rosenheim aktualisierte Zahlen vor: Bis zum letzten Meldezeitpunkt (Montag, 6. April, 24 Uhr) wurden den Behörden 66 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl in Stadt und Landkreis auf 1.535 Fälle.

Mittlerweile wurde bei mindestens 136 Personen eine Genesung dokumentiert. 40 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren fünf Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte war über 81 Jahre alt.

234 Covid-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 39 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt. Bei der Darstellung der Verdoppelungszeit für die Fallzahlen im Landkreis Rosenheim kann beobachtet werden, dass die Verdoppelungszeit seit dem 26.03.2020 stetig zunimmt. "Dies ist ein positives Zeichen, dass der Zenit der Pandemie in Stadt und Landkreis Rosenheim bald überschritten sein könnte. Wir hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt", so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.

Update, 13.40 Uhr - Kabinett beschließt "Pflegebonus"

Nach Söder sprachen bei der Pressekonferenz auch noch Gesundheitsministerin Huml (CSU) und Wirtschaftsminister Aiwanger (FW) über die weiteren Auswirkungen, die die Pandemie auf die Arbeit der Staatsregierung und Verwaltung hat. Zuvor hatte es eine Kabinettssitzung, erstmals per Videoschalte, gegeben. Dabei wurde ein Pflegebonus in Höhe von 500 Euro beschlossen, wie der Ministerpräsident auf Twitter bekannt gab.

Update, 13.30 Uhr - Maskenverpflichtung in Bayern "hochwahrscheinlich"

Zu den längerfristigen Maßnahmen konnte Söder noch keine konkreten Aussagen treffen. Darüber werde erst nach Ostern entschieden. Fakt sei aber, dass es in den Bereichen Gastronomie, Clubs, Diskotheken und/oder Hotels auf längere Sicht wohl keine großen Lockerungen geben kann. Auch größere Veranstaltungen sind bis auf weiteres kein Thema. "In Österreich wird über Veranstaltungen erst Mitte Juni wieder geredet", so Söder. 

Als "hochwahrscheinlich" bezeichnete der Ministerpräsident indessen, dass es in der näheren Zukunft "eine Form der Maskenverpflichtung in Bayern" geben werde. In welcher Ausgestaltung genau, ist derzeit noch unklar. Die Rede war in diesem Zusammenhang von einfachen Mund-Nasen-Masken, denn die hochwertigen Masken sollen dem medizinischen Personal vorbehalten sein. Auch wann und wie es mit der Schule genau wieder losgeht, blieb offen. Er könne sich jedoch ein "Stufenmodell" vorstellen, so Söder.

"Mein letzter Appell: Es kommt jetzt darauf an, dass wir alle sensibel und vernünftig sind, vor allem auch über die Osterfeiertage, denn: Geduld rettet Leben, Ungeduld gefährdet Leben", so Söder, der darum bat, den eingeschlagenen Weg "klug, umsichtig und geschlossen fortzusetzen". Man sei noch "lange nicht über den Berg", hieß es.

Update, 13.15 Uhr - Das sagt Ministerpräsident Söder

Ministerpräsident Söder (CSU) sieht in Bayern einen "positiven Trend". Der Anstieg der Neu-Infektionen beträgt momentan nur 4,8 Prozent, was für Söder auf die in Bayern früh getroffenen Maßnahmen zurück führte: "Das Konzept in Bayern war bislang erfolgreich." 

Vorbei ist die Pandemie aber noch lange nicht, betonte der Ministerpräsident:  "Die Osterferien-Zeit ist jetzt ganz, ganz wichtig. Wenn wir jetzt weiter konsequent durchhalten, erhöhen wir die Chancen auf Lockerung danach. So lange es keinen Impfstoff gibt, bleibt Corona allerdings eine Herausforderung." Dennoch werde man nach den Osterferien nicht einfach so weitermachen können wie vor Beginn der Krise, stellte der Ministerpräsident klar. 

"Klar ist auch: Wir brauchen Perspektiven. Wir brauchen Stufen und wir brauchen Zeitachsen. Aber wir müssen am Ende auf der sicheren Seite stehen", sagte Söder und ging dabei auch auf Österreich ein, das seine Maßnahmen nun langsam lockern will: "Österreich ist uns in etwa drei Wochen voraus." Insgesamt erscheine der in der Alpenrepublik gewählte Weg aber "sehr ausgewogen", so dass man sich in der Staatskanzlei mit dem "Wiener Modell" durchaus anfreunden könne. Versprechen könne man zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nichts, hieß es.

Update, 12.55 Uhr - Pressekonferenz mit Söder

Jetzt läuft die angekündigte Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Zudem sind auch Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) in der Staatskanzlei dabei.

Update, 12.50 Uhr - Pressekonferenz auch in Tirol

Neben der Pressekonferenz in München mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gibt es auch in Tirol erneut Redebedarf. Um 13 Uhr werden Landeshauptmann Platter, seine Stellvertreterin Felipe sowie die Landesrätinnen Palfrader und Fischer weitere Sofort-Maßnahmen zur Unterstützung der Tiroler Bevölkerung in der Coronakrise vorstellen.

Update, 12.45 Uhr - Reifenwechseln trotz Corona nun doch erlaubt 

Das Reifenwechseln ist trotz bestehender Ausgangsbeschränkung nun doch erlaubt. Das hat das bayerische Innenministerium entschieden und ist damit von seiner früheren Regelung abgerückt. Vergangene Woche hieß es noch, Reifenwechseln allein stelle keinen triftigen Grund zum Verlassen der eigenen Wohnung dar. Das sorgte bei vielen Autofahrern und Kfz-Werkstätten im Freistaat für Unsicherheit. 

Mittlerweile ist die Sichtweise eine andere: "Ein Reifenwechsel von Winter- auf Sommerreifen sowie aus sicherheitsrelevanten Gründen (z.B. abgefahrene Reifen) ist erlaubt", heißt es nun auf der Homepage des Ministeriums. Das bayerische Innenministerium hat die Ausgangsbeschränkungen in diesem Punkt nun gelockert. Von "reinen Schönheitsrepaturen" solle aber weiterhin abgesehen werden. Zudem gelte es auch beim Reifenwechseln, den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Werkstätten sollten ihre Termine deswegen möglichst so legen, dass nicht zu viele Kunden gleichzeitig warten müssen.

Update, 12.10 Uhr - 20.000 Masken für Landkreis Traunstein

Die Brückner-Gruppe mit Sitz in Siegsdorf hat jetzt den Landkreis Traunstein mit 20.000 Schutzmasken ausgestattet. Damit konnte ein Engpass ausgeglichen werden, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gab. Neben den Masken konnten auch Desinfektionsmittel sowie hunderte Einmalhandschuhe ausgehändigt werden. Die Abholung übernahmen das Technische Hilfswerk, der Bauhof Traunstein sowie die Traunsteiner Feuerwehr.

Update, 11.50 Uhr - Mann beschmiert Kasse mit Speichel

Ein bisher Unbekannter hat in einer Lidl-Filiale in Espelkamp (Nordrhein-Westfalen) für Aufregung und einen Polizeieinsatz gesorgt. Der 55- bis 60-jährige Mann war bereits vor Betreten des Geschäftes vom Sicherheitsdienst wegen des fehlenden Einkaufswagens angesprochen worden. Der Unbekannte gab an, er brauche keinen Wagen, da er "Ärger machen" wolle. 

Schnurstracks setzte er sein Vorhaben in die Tat um. Wie die Polizei in Minden mitteilte, ging der Mann zielstrebig in den Kassenbereich, benetzte seine Hände dort provokativ mit Speichel und fasste das Kassenband, einige Mauerpfeiler und andere Einrichtungsgegenstände an. Danach flüchtete er zu Fuß. Zuvor hatte er im Eingangsbereich gegenüber dem Sicherheitsdienst außerdem behauptet, mit dem Coronavirus infiziert zu sein.

Der Filialleiter rief daraufhin die Polizei. Die Beamten rückten mit mehreren Streifenwagen an, allerdings war der Mann da bereits über alle Berge. In Absprache mit allen Verantwortlichen wurde dann entschieden, das Geschäft vorübergehend zu schließen. Die Polizei stellte vorsichtshalber die Personalien der Kunden und Angestellten fest. 

Update, 11.15 Uhr - WhatsApp limitiert "Weiterleiten"-Funktion 

Der Messengerdienst WhatsApp will während der Coronakrise die Verbreitung von Falschinformationen eindämmen. Deswegen hat die Firma die Weiterleitung von Nachrichten nun umständlicher gestaltet. WhatsApp-Nachrichten, die bereits häufig verteilt wurden, können nur noch einzeln an einen Chat weitergeschickt werden, wie der zu Facebook gehörende Dienst am Dienstag mitteilte. Bisher war das in bis zu fünf Chats gleichzeitig möglich. 

Die Nachrichten bei WhatsApp haben Ende-zu-Ende-Verschlüsselung - deshalb ist ihr Inhalt nur für die Nutzer im Klartext sichtbar, aber nicht für den Dienst selbst. Damit kann WhatsApp nicht direkt gegen Falschinformationen oder Hetzkampagnen vorgehen. Deshalb versucht die Firma, die Weiterverteilung von Nachrichten generell schwieriger zu machen. So werden bereits seit dem vergangenen Jahr häufig weitergeleitete Nachrichten markiert, und damals war auch die Beschränkung auf fünf Chats gleichzeitig beim Weiterschicken eingeführt worden.

Update, 10.40 Uhr - Österreich verlängert Grenzkontrollen

Österreich verlängert die wieder eingeführten Kontrollen an den Grenzen zu Italien, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein laut Innenministerium bis mindestens zum 27. April. An dem neuen Erlass wird im Wiener Innenministerium noch gearbeitet, er soll am Dienstag, 7. April, im Laufe des Tages veröffentlicht werden.

Update, 10.20 Uhr - Pressekonferenz des Robert Koch Instituts

Auch an diesem Dienstag informiert das Robert Koch Institut die Öffentlichkeit wieder in einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Situation in Deutschland. 

Lothar Wieler, Chef des RKI, sagte dabei unter anderem: "Von einer Entspannung kann noch nicht ausgegangen werden – Schwankungen sind immer möglich." Zudem sei mit einem "weiteren Anstieg der Todesfälle" zu rechnen, hieß es. Zudem liege die Reproduktionszahl der Infektionen derzeit zwischen 1,2 und 1,5 und damit wieder etwas höher als zum Ende der vergangenen Woche.

Update, 10.05 Uhr - Experte warnt in Salzburg vor "zweiter Welle"

Aus dem österreichischen Bundesland Salzburg wurden mit Stand Montagabend 1.109 Infizierte gemeldet. Insgesamt gab es dort bislang 17 Tote. Bei den beiden jüngsten Opfern handelt es sich um zwei 81- und 84-jährige Männer, die am Sonntag bzw. Montag an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstarben.

Unterdessen warnte Richard Greil, Leiter des medizinischen Krisenstabes des Landes, vor einer drohenden zweiten Erkrankungswelle. Hier seien vor allem Pflege-, Alten- und Behindertenheime besonders gefährdet. "Die Auswirkung von Pflegeheimen auf die Erkrankungen und die Todesrate ist sehr hoch", sagte Greil und forderte, dass die Anstrengungen in diesen Bereich massiv intensiviert werden müssten.

Update, 9.45 Uhr - Zahl der Neu-Infektionen steigt wieder

In Deutschland ist die Zahl der Neuinfektionen wieder stärker angestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstagmorgen, 7. April, 99.225 bestätigte Infektionsfälle. Das bedeutet einen Anstieg binnen 24 Stunden um 3.834 Fälle. Am Tag zuvor hatte das RKI noch 3.677 Neuinfektionen mitgeteilt. Zudem wurden weitere 173 Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Toten in Deutschland liegt nun bei 1.607. Am Montag lag der Anstieg hier noch bei 92 Todesfällen binnen 24 Stunden.

In Bayern stieg die Zahl der Infizierten um 1.189 auf 26.163. 481 Menschen sind bisher am Coronavirus gestorben. Das sind im Vergleich der Bundesländer die jeweils höchsten Zahlen.

Update, 9.25 Uhr - Am Mittag wieder PK mit Markus Söder 

Am Dienstagvormittag tagt einmal mehr das bayerische Kabinett per Videoschalte. Es soll dabei laut Medienberichten unter anderem um den "Corona-Bonus" für Pflegekräfte gehen. Dass es bei der Sitzung auch um mögliche Lockerungen der derzeit bestehenden Regelungen und Ausgangsbeschränkungen gehen wird, gilt jedoch nahezu als ausgeschlossen.

Anschließend wollen Ministerpräsident Söder, Gesundheitsministerin Huml, Staatskanzleichef Herrmann (alle CSU) und Wirtschaftsminister Aiwanger (FW) wieder eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten. Diese soll gegen 13 Uhr beginnen. rosenheim24.de berichtet natürlich live.

Update, 9 Uhr - Dritter Todesfall im Kreis Miesbach 

Die aktuellen Zahlen aus dem Landkreis Miesbach.

Das Landratsamt Miesbach hat am Montag, 6. April, neue Corona-Zahlen aus dem Landkreis bekannt gegeben. Demnach wurden zu Beginn der neuen Woche 21 weitere positiv getestete Personen verzeichnet, so dass die Gesamtzahl nunmehr bei 418 Personen liegt. Eine dritte Person aus dem Landkreis Miesbach verstarb im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Wie das Landratsamt mitteilt, hielt sich die Frau in hohem Alter zu einer Reha-Behandlung in einer Klinik im Landkreis Rosenheim auf. Die Zahl der gesundeten Personen steigt deutlich auf 150 an (plus 22 zum Vortag), so dass die Zahl der aktiven Fälle auf 265 sinkt. 29 Personen werden stationär behandelt, sieben davon intensivmedizinisch.

Update, 8.35 Uhr - Frühlingsfest in Traunstein abgesagt

Das Frühlingsfest in Traunstein muss heuer wegen der Corona-Pandemie ersatzlos abgesagt werden. Das hat die Stadt Traunstein soeben mitgeteilt.

Zahlreiche Schausteller hätten von 8. bis 17. Mai wieder für ein tolles Programm gesorgt, doch angesichts der aktuellen Lage sieht sich die Stadt Traunstein nicht in der Lage, diese Veranstaltung auszurichten. Eine Verschiebung ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich, weshalb das Frühlingsfest ersatzlos abgesagt wird.

Update, 8.25 Uhr - 20 neue Fälle im Landkreis Altötting

Aus dem Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes im Landkreis Altötting wurden 20 neue Fälle gemeldet (Stand: Dienstag, 7 Uhr). Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten im Landkreis auf 311 Personen

Bei den Neu-Infizierten handelt es sich um Personen aus Burghausen (3), Neuötting, Erlbach (2), Garching/Alz (3), Burgkirchen, Winhöring (2), Tyrlaching (2), Feichten (3), Unterneukirchen, Altötting und Töging. Es sind zehn Männer und zehn Frauen.

Update, 7.35 Uhr - Tirol hat (Selbst-)Quarantäne aufgehoben

Das österreichische Bundesland Tirol hat um 0 Uhr die (Selbst-)Quarantäne für sein gesamtes Gebiet bis auf einige wenige Ausnahmen aufgehoben. Diese Maßnahme hatte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Montag in Innsbruck bereits angekündigt. Die Quarantäne für alle 279 Gemeinden sollte ursprünglich noch bis einschließlich Ostermontag, 13. April, gelten. Seit dem 18. März durften die Menschen in Tirol nur in Ausnahmefällen ihre Wohnorte verlassen. Es gelten jedoch weiterhin die bestehenden Ausgangsbeschränkungen wie im Rest Österreichs.

Von der Aufhebung nicht betroffen sind vorerst St. Anton, das Paznauntal und Sölden. Vor allem der berühmte Wintersportort Ischgl im Paznauntal gilt seit dem Ausbruch der Krise als "Hotspot" für die Ausbreitung des Virus in Europa. Die Situation in diesen Gebieten solle aber noch in dieser Woche genauer analysiert werden, hieß es in der Mitteilung des Landeshauptmanns.

Update, 7.05 Uhr - Söder warnt vor vorzeitiger Lockerung

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Montagabend in einem Fernsehinterview erklärt, dass er momentan keinen Anlass für schrittweise Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen sehe. "Wir müssen die Menschen auf ein Leben mit der Pandemie vorbereiten. Dazu gehört natürlich das verstärkte Tragen von Masken dazu. Da gehört auch dazu, dass Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktsperren in bestimmten Bereichen wie der Gastronomie sicher noch länger erhalten bleiben", sagte Söder in der Sendung "ARD Extra".  

Aber es könne auch "Lichtblicke" geben, wo man sich weiterentwickeln könne. Dieser Weg müsse jedoch "in sich schlüssig" sein. Wie dieser Weg genau aussehen könnte, ließ Söder vorerst offen. Darüber wollen die Ministerpräsidenten nächste Woche mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten.

Update, 6.45 Uhr - Vier weitere Tote in Tirol

Mit Stand Montagabend waren in Tirol nun "nur" noch 1.640 infizierte Personen gemeldet. Von Sonntag- bis einschließlich Montagabend wurden laut Behördenangaben nur 12 Neu-Infektionen bekannt. Die Zahl der genesenen Patienten stieg auf 1.238. 

Allerdings gibt es in Tirol leider vier weitere Todesopfer zu beklagen. Am Montag sind ein 84-jähriger und ein 89-jähriger Mann aus dem Bezirk Landeck, eine 80-jährige Frau aus dem Bezirk Innsbruck-Land und eine 90-jährige Frau aus dem Bezirk Kufstein verstorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Somit gibt es in dem Bundesland nun insgesamt 39 Corona-Tote.

Update, 6.30 Uhr - Johnson weiter auf Intensivstation

Wie geht es dem britischen Premierminister Boris Johnson? Der Politiker, der mit Corona infiziert ist, wurde am Montagabend auf die Intensivstation des St. Thomas Hospital in London verlegt. Dort wurden ihm vier Liter Sauerstoff verabreicht. Aktuell müsse der Premier jedoch nicht künstlich beatmet werden, berichtet nun die Bild-Zeitung

Premierminister Johnson in Londoner Krankenhaus

Coronavirus - Großbritannien
Coronavirus - Großbritannien © dpa
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Coronavirus - Großbritannien
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"Im Laufe des heutigen Nachmittags (Anm. der Red.: Montagnachmittag, 6. April) hat sich der Zustand des Premierministers verschlechtert und auf Anraten seines medizinischen Teams wurde er auf die Intensivstation des Krankenhauses verlegt", hatte es in einer Mitteilung seines Büros geheißen. Bis auf weiteres übernahm Außenminister Dominic Raab die Amtsgeschäfte Johnsons.

Update, 6.10 Uhr - Deutsche wegen Corona zu sorglos?

Das neue Coronavirus hat die Ängste der Deutschen vor einer schweren Erkrankung laut einer aktuellen Umfrage bisher kaum befeuert. Im Vergleich zu 2019 stieg diese Sorge lediglich moderat um sechs Punkte von 35 auf 41 Prozent, heißt es in einer repräsentativen Sonderumfrage. Das sei in diesem Bereich der zweitniedrigste Wert seit 1992. "Das ist eine sensationelle Nachricht. Das hat mich echt erstaunt", sagt Manfred Schmidt, Politikwissenschaftler an der Universität Heidelberg. Die Bundesbürger wirkten erstaunlich sorglos - oder cool.

Für die Studie wurden zwischen dem 31. März und 2. April 1075 Bundesbürger zwischen 16 und 75 Jahren repräsentativ online befragt. Schmidt wertet die Langzeit-Studie zu den Ängsten der Deutschen seit rund 15 Jahren aus. Alle Ergebnisse im Detail sollen am Dienstag veröffentlicht werden.

Update, 6 Uhr - Umzug und Immobiliensuche in Zeiten von Corona

Ein Wohnungswechsel hat meist langfristige Gründe. Möglicherweise ist der alte Mietvertrag schon gekündigt oder ein Umzug steht kurz bevor. rosenheim24.de hat alle Infos, was bei der Wohnungssuche und einem Umzug in Zeiten der Corona-Krise zu beachten ist.

Guardiolas Mutter stirbt an Coronavirus

Die Mutter von Starcoach Pep Guardiola ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das verkündete Guardiolas Verein Manchester City am Montag auf Twitter. Dolors Sala Carrió sei in Manresa in der Nähe von Barcelona im Alter von 82 Jahren gestorben, teilte der Klub mit.

"Alle, die mit dem Club in Verbindung stehen, senden Pep, seiner Familie und all seinen Freunden in dieser äußerst schmerzlichen Zeit ihr tief empfundenes Mitgefühl", hieß es in der Mitteilung. Auch der FC Bayern München kondolierte. "Lieber Pep, der gesamte FC Bayern ist in Trauer mit Dir und Deiner Familie verbunden", schrieb der Verein auf Twitter. Der 49-jährige Guardiola war von 2013 bis 2016 Coach des deutschen Rekordmeisters.

mw/mh/mz

Quelle: rosenheim24.de

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