News-Ticker zur Corona-Pandemie

WHO meldet Rekordzahl neuer Infektionen innerhalb 24 Stunden

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus
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WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts bereits deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Montag, 8. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2787, Landkreis Traunstein 1322, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 499, Landkreis Altötting 601
  • Todesfälle: Rosenheim 214, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 58
  • Mindestens 8674 Todesopfer in Deutschland (2505 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wurde zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Aktuell stehen leider keine Grafiken zu den aktuellen Fallzahlen aus den Landkreisen der Region zur Verfügung. Der Grund hierfür ist, dass die zuständigen Gesundheitsämter nun teilweise von einer täglichen auf eine wochenweise Übermittlung der Fallzahlen umgestiegen sind. Die Redaktion wird die Grafik(en) in der KW24 auf eine wochenweise Darstellung umstellen und dann voraussichtlich immer freitags gesammelt für alle Landkreise veröffentlichen. Die Zahlen unter der Rubrik "Das Wichtigste in Kürze" werden weiterhin - sofern möglich - täglich aktualisiert.


Update, 19.30 Uhr - WHO meldet Rekordzahl neuer Infektionen innerhalb 24 Stunden

Die Zahl der Corona-Infektionen weltweit steigt trotz Entspannung in Westeuropa weiterhin deutlich. Am Wochenende seien innerhalb von 24 Stunden mehr als 136.000 Fälle gemeldet worden, so viele wie nie zuvor an einem Tag, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Er warnte die Länder davor, wegen fallender Infektionszahlen bei den Vorsichtsmaßnahmen nachzulassen.

An neun der vergangenen zehn Tage seien mehr als 100.000 neue Fälle gemeldet worden, sagte Tedros. In Afrika, Zentral- und Südasien, Mittel- und Südamerika und in einigen Ländern in Osteuropa stiegen die Zahlen weiter. 

Seit Ausbruch des Virus Ende 2019 sind weltweit fast sieben Millionen Infektionen und fast 400.000 Todesfälle gemeldet worden. 

Die größte Gefahr in Ländern mit fallenden Zahlen seien Selbstzufriedenheit oder Nachlässigkeit. Die meisten Menschen hätten die Infektion noch nicht gehabt und könnten sich noch anstecken, warnte Tedros: „Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, den Fuß vom Pedal zu nehmen.“

Update, 18.25 Uhr - Weitere Lockerungen aber bestehende Kontaktbeschränkungen

Seit heute, 8. Juni, gelten in Bayern neue Corona-Regeln. Es sind mehrere Lockerungen in Kraft getreten: So konnte zum Beispiel insbesondere der Betrieb von Freibädern wieder aufgenommen werden oder das Tanzen in Tanzschulen ist wieder erlaubt (Siehe Erstmeldung im Artikel ganz unten). 

Die im Vergleich zu anderen Bundesländern strikten Kontaktbeschränkungen in Bayern bleiben nach Angaben der bayerischen Staatskanzlei bis mindestens 14. Juni bestehen. 

Das heißt Angehörige von zwei verschiedenen Haushalten dürfen sich unter Berücksichtigung des Mindestabstandes treffen. Zu einer konkreten Personenanzahl gibt es hier keine Angaben. Seit 6. Mai sind bereits Treffen der engeren Familie, Verwandte in gerader Linie, gestattet.

Treffen in größeren Gruppe und mit Teilnehmern aus dritten Haushalten ist aber weiterhin nicht gestattet. So sind mehrere Treffen an einem Tag mit verschiedenen Haushalten theoretisch möglich, zum selben Zeitpunkt jedoch nicht gestattet.  

In anderen Bundesländern dürfen sich seit dem 6. Juni wieder bis zu 10 Personen aus verschiedenen Haushalten treffen.

Update, 16.48 Uhr - Nur noch eine Neuinfektion im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 141 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 2,26.

Am Montag (8. Juni) ist beim Gesundheitsamt eine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1.323 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1.095 Personen (eine mehr als gestern). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt sechs COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich vier Patienten in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Update, 16.18 Uhr - Landtag führt Maskenpflicht ein: Aber nicht für Abgeordnete

Nach den Pfingstferien gilt im bayerischen Landtag eine Maskenpflicht. Die Einführung zum 15. Juni sei ein wichtiger Schritt zum Vollbetrieb, teilte der Landtag am Montag in München mit. Zuvor hatte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) das weitere Vorgehen mit den Parlamentarischen Geschäftsführern der Fraktionen und dem Virologen Oliver T. Keppler besprochen.

Die Maskenpflicht, die es bisher im Parlament nicht gab, gilt demnach für alle Personen im Gebäude mit Ausnahme der Abgeordneten. Für die Parlamentarier gelte auf allen Gemeinschaftsflächen und in den Sitzungssälen nur eine "dringende Empfehlung" zum Tragen von Masken. In den Sitzungssälen könnten die Masken bei den derzeitigen Abstandsregelungen am Platz abgelegt werden, hieß es.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU).

Nachdem sich alle Fraktionen auf die Empfehlung zum Maskentragen geeinigt hätten, gehe das Landtagsamt davon aus, dass sich alle Abgeordneten auch daran halten würden, sagte ein Sprecher zur Begründung der unterschiedlichen Regelungen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Prinzipiell aber kann die Landtagspräsidentin Abgeordnete, die sich weigern eine Maske zu tragen, nicht daran hindern, ihr Mandat auszuüben beziehungsweise den Sitzungssaal zu betreten." Darum habe für sie - anders als bei allen anderen Personen - nur die dringende Empfehlung ausgesprochen werden können.

Nach der Sommerpause solle - so das Ziel - wieder allen Abgeordneten die Teilnahme an Sitzungen ermöglicht werden. "Dies hat zur Folge, dass ab diesem Zeitpunkt zumindest für Ausschusssäle auch eine dringende Masken-Empfehlung während der Sitzungen ausgesprochen wird, da nur so mit einem vertretbaren Risiko die Abstände unter den Abgeordneten verringert werden können", teilte der Landtag mit.

Bei Plenarsitzungen sei es erforderlich, dass ein kleinerer Teil der Abgeordneten im Senatssaal Platz nehme. Im Plenarsaal sollen zudem zusätzlich als Schutz Glasscheiben an den Frontseiten der Tische angebracht werden. Besuchergruppen sollen vorerst bis zum Ende des Jahres an keinen Sitzungen teilnehmen dürfen.

Update, 15.34 Uhr - Aktuelle Fallzahlen aus Bayern

In Bayern sind bisher 47.402 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2.501 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 43.690 Personen.

Update, 15.01 Uhr - Drei neue Fälle im Raum Rosenheim

Am 7. Juni wurden dem Gesundheitsamt drei neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2.790 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 2.025 Personen eine Genesung dokumentiert.

214 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 190, Stadt: 24). Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 144 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 43 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 7 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 8. Juni (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 1,58, für den Landkreis Rosenheim bei 3,45.

Update, 14.21 Uhr - Studien: Maßnahmen gegen Corona verhinderten viele Tote

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben Analysen zufolge allein in elf europäischen Ländern bis Anfang Mai etwa 3,1 Millionen Todesfälle verhindert.

Der großangelegte Lockdown samt Grenzschließungen, Kontaktsperren und Schulschließungen habe eine Kontrolle des Pandemie-Verlaufs ermöglicht, berichtet ein britisches Forscherteam um Seth Flaxman vom Imperial College London (Großbritannien) nach der Analyse der Todesfallzahlen im Fachmagazin "Nature". Wenn der gegenwärtige Trend anhalte, bestehe Anlass zu Hoffnung.

Bis zum 6. April hätten die Maßnahmen rund 530 Millionen Infektionen allein in sechs Ländern verhindert, berichtet ein zweites Forscherteam ebenfalls in "Nature". Sie hatten den Infektionsverlauf bis zu diesem Stichtag in China, Südkorea, Italien, Iran, Frankreich und den USA analysiert. "Ich denke, kein anderes menschliches Unterfangen hat jemals in so kurzer Zeit so viele Leben gerettet", sagte Studienleiter Solomon Hsiang von der UC Berkeley (USA).

Update, 13.46 Uhr - Kein neuer Corona-Infektionsfall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit über einer Woche keinen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle bleibt somit weiterhin auf 306 (Meldestand: 08.06.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt somit weiterhin auf 0.

Von den insgesamt 306 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2- Fällen sind 281 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Insgesamt ist aktuell eine SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt bei 24.

Weiterhin erfreulich ist die Entwicklung bei den in den Kliniken im Berchtesgadener Land stationär behandelten Covid-19-Patienten: derzeit sind dies nur noch fünf Personen (gleich zum Vortag). Davon werden unverändert zum Vortag zwei Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 13.20 Uhr - Entscheidung gefallen: Junioren brechen ab, Mädels setzen Saison fort!

Die Saison 2019/20 wird bei den Junioren abgebrochen. Diese Entscheidung gab der Bayerische Fußball-Verband am Montagvormittag bekannt. Bei den Juniorinnen dagegen soll die Spielzeit am 1. September fortgesetzt werden.

Update, 12.06 Uhr - Jugendliche attackieren Polizei nach Auflösung von "Corona-Party"

In Weimar ist die Auflösung einer "Corona-Party" in einem Park am Sonntag (7. Juni) eskaliert. Wie Bild.de berichtet, wollten sich rund 20 Jugendliche den aktuell geltenden Regelungen nach Aufforderung durch die Polizei nicht beugen und fingen an, die vier Beamten verbal und und physisch zu attackieren.

Erst eine Verstärkung von 20 Bereitschaftspolizisten konnte die Lage wieder normalisieren. Die Jugendlichen mussten teilweise überwältigt und gefesselt werden, den Unruhestiftern wurde Platzverweise für den Park und die Innenstadt ausgesprochen, so Bild weiter.

Update, 11.07 Uhr - Göttingen drohen nach Corona-Ausbruch weitere Einschränkungen

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen muss sich die Bevölkerung möglicherweise auf zusätzliche einschränkende Maßnahmen einstellen. Die Stadt warte noch auf Ergebnisse des Massentests unter den Bewohnern eines Hochhauskomplexes, sagte ein Sprecher am Montag. Das Resultat werde im Laufe des Tages erwartet. Danach werde entschieden, ob es weitere Einschränkungen geben werde, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Der Gebäudekomplex am Rand der Göttinger Innenstadt gilt als Schwerpunkt des Corona-Ausbruchs. Nach Darstellung der Stadt hatten dort private Feiern aus Anlass des muslimischen Zuckerfestes vor gut zwei Wochen stattgefunden. Dabei habe es Verstöße gegen die Corona-Hygiene- und Abstandsregeln gegeben. In deren Folge haben sich weit mehr als 100 Menschen, darunter auch Dutzende Kinder mit dem Virus infiziert. Insgesamt gab es am Sonntag in Göttingen insgesamt 146 Menschen, die aktuell mit dem Virus angesteckt sind. Vor dem jüngsten Ausbruch hatte es in Göttingen nahezu keine Neu-Infektionen gegeben.

Am Sonntag lag die Quote der Neu-Infizierten innerhalb von sieben Tagen bei 43 je 100.000 Einwohner. Ab 50 droht ein sogenannter Lockdown mit weiteren einschränkenden Maßnahmen. Für deren Anordnung wäre nach Angaben von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) die Stadt zuständig. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Verwaltung die vollständige Schließung aller Schulen verfügt und den Göttinger Sportvereinen den Trainings- und Wettkampfbetrieb in allen Mannschafts- und Kontaktsportarten untersagt.

Von Freitag bis Sonntag sollten die bisher nicht untersuchten der Bewohner des Hochhaus-Komplexes getestet werden. Trotz der behördlichen Anordnung sind rund 80 der dort gemeldeten 600 Menschen nicht zum Test erscheinen. Die Behörden gehen davon aus, dass es zudem eine größere Anzahl nicht gemeldeter Bewohner gibt.

Update, 10.23 Uhr - Ende der Geisterspiele? Seehofers Signal für behutsame Fan-Rückkehr

Angesichts landesweit sinkender Infektionszahlen und zahlreicher Lockerungen der Corona-Maßnahmen im normalen Leben gewinnt auch die Debatte um eine Rückkehr von Zuschauern in die Stadien an Fahrt. Am Wochenende kam ein Signal aus der Spitze der deutschen Politik.

"Ich habe schon die Zuversicht im Herzen, dass wir in der neuen Saison nach und nach wieder Publikum zulassen können", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in einem Interview für die Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Nicht sofort, nicht wie vor dem Corona-Ausbruch, aber mit reduzierten Zuschauerzahlen und so, dass die Abstände zwischen den Stadionbesuchern eingehalten werden." Der 70-Jährige macht dem Profifußball und seinen Fans Mut: "Wir werden hier - wie in anderen Bereichen auch - kluge Lösungen finden, bei denen wir Lebensfreude und Infektionsschutz miteinander vereinen."

Die Fans hoffen. "Wir sind dafür, dass es irgendwann wieder los geht. Schrittweise ist besser als gar nichts", sagte Rainer Vollmer von der Fan-Interessensgemeinschaft "Unsere Kurve" am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Zahlreiche Dinge müssen besprochen und gelöst werden. Fanvertreter Vollmer sprach etwa an, wie man die wenigen verfügbaren Tickets verteilen würde, wie die Einlasskontrollen in den Stadien ablaufen sollten und wie man dort das Catering für die Zuschauer angehe.

Update, 9.49 Uhr - Bereits wieder zahlreiche Gäste in Prien

Rund zweieinhalb Monate nach dem wegen der Corona-Pandemie verhängten Tourismus-Stopp steht die Marktgemeinde Prien am Chiemsee wieder für Urlauber offen. Bereits am Samstag, 30. Mai 2020 - dem ersten möglichen Anreisetag - waren zahlreiche Übernachtungsgäste aus anderen Bundesländern eingetroffen.

"Vielen Gästen sei die Freude über den beginnenden Urlaub in unserer Region anzumerken gewesen“, so die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH Andrea Hübner. Auch die frohe Stimmung unter den Touristikern und der Gemeinde war groß, die es sich nicht nehmen ließen, die ersten vier Familien die über das Tourismusbüro Prien ihre Unterkunft gebucht hatten, persönlich willkommen zu heißen. In den kommenden Urlaubstagen steht Bootfahren, Tennis spielen und ein Besuch der Chiemseeinseln auf dem Programm. "Wir sind zwar zum ersten Mal hier, aber bestimmt nicht zum letzten Mal", waren sich die Familien einig.

Update, 8.51 Uhr - RKI meldet 214 Neuinfektionen in Deutschland

Heute früh meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) 214 bestätigte Neuinfektionen für Deutschland. Die Gesamtzahl der Sars-CoV-2-Infektionen liegt damit bei 184.193. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhöht sich um 6 auf 8.674.

Die Reproduktionszahl liegt laut Robert-Koch-Institut inzwischen bei 1,05 und stieg damit wieder spürbar auf einen kritischen Wert an (von 0,87 am Vortag). Das heißt, dass im bundesweiten Durchschnitt 100 Infizierte 105 weitere Personen anstecken. Weil die Zahl der momentan Infizierten mittlerweile aber niedrig ist, fluktuiert der R-Wert sehr stark von Tag zu Tag.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.937

+25

147

1,3

1.791

Bayern

47.371

+37

284

2,2

2.505

Berlin

7.016

+19

176

4,7

205

Branden­burg

3.304

+7

23

0,9

160

Bremen

1.531

+14

96

14,1

44

Hamburg

5.115

+2

22

1,2

254

Hessen

10.207

+4

131

2,1

484

Mecklenburg-Vor­pommern

774

+1

13

0,8

20

Nieder­sachsen

12.509

+43

436

5,5

605

Nord­rhein-West­falen

38.660

+44

594

3,3

1.623

Rhein­land-Pfalz

6.781

+6

77

1,9

230

Saarland

2.747

0

22

2,2

166

Sachsen

5.330

+7

26

0,6

214

Sachsen-Anhalt

1.720

0

12

0,5

56

Schles­wig-Holstein

3.110

+1

11

0,4

147

Thüringen

3.081

+4

60

2,8

170

Gesamt

184.193

+214

2.130

2,6

8.674

Update, 7.55 Uhr - R-Wert in München weiter über 1

Am Sonntag wurden in München neun neue Corona-Fälle bestätigt (Stand: 13.30 Uhr). Damit sind in der Landeshauptstadt bislang 6.535 getestete Infektionen gemeldet. 5.949 Personen gelten als von COVID-19 geheilt, 208 Patienten sind an der Krankheit gestorben. Daraus ergibt sich eine Zahl von 378 Personen, die aktuell noch infiziert sind.
Die Reproduktionszahl R für München liegt bei 1,12 (Stand: 4. Juni). Das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 112 Menschen neu anstecken.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 3,06. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

Update, 7.26 Uhr - Salzbergwerk und Alte Saline im BGL öffnen wieder

Touristen und Einheimische zwischen Chiemsee und Königsee haben ab sofort zwei weitere Ausflugsziele. Das Salzbergwerk in Berchtesgaden und die Alte Saline in Bad Reichenhall sind ab heute für Besucher wieder offen. Allerdings unter strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Abstand von 1,5 Meter halten, Maskenpflicht und das Desinfizieren der Hände. Damit der Abstand leichter einzuhalten ist, sind die Gruppengrößen deutlich reduziert – sowohl im Salzbergwerk als auch in der Alten Saline. Die Tickets sind ausschließlich online buchbar.

Das Salzbergwerk hat dann wieder täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, die Alte Saline täglich von 10 Uhr bis 16 Uhr. In beiden Einrichtungen erfahren die Besucher mehr über den Salzabbau im Berchtesgadener Land und wie er sich im Laufe der letzten Jahrhunderte entwickelt hat.

Update, 6.46 Uhr - Spahn: Corona-Warn-App wird nächste Woche vorgestellt

Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass die Corona-Warn-App in der kommenden Woche vorgestellt werden soll. "Wir werden die App im Laufe der nächsten Woche vorstellen. Diese Zeit brauchten wir für die Entwicklung, weil wir hohe Anforderungen stellen: Die App muss auf allen Endgeräten genutzt werden können und soll beispielsweise auch dann messen, wenn man mit dem Handy Musik hört", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post" (Montag).

Spahn betonte, die App müsse strenge Vorgaben beim Datenschutz und bei der Energieeffizienz erfüllen. "Eine App, die in wenigen Stunden den Akku des Handys leerzieht, nutzt keiner." Er wolle vermeiden, dass die App von vielen wieder gelöscht werde, weil sie zu viel Energie fresse.

"Wenn wir in den kommenden Wochen

einige Millionen Bürger von der App überzeugen, dann bin ich schon zufrieden

", sagte Spahn weiter. "Das Virus einzudämmen, ist ein Teamspiel. Jeder, der die App herunterlädt, hilft dabei." Die Bundesregierung werde in einer breit angelegten Kampagne dafür werben.

Vorbericht

Am Montag, den 8. Juni, treten in Bayern weitere Erleichterungen der Corona-Regeln in Kraft (News-Ticker Wochenende, 6./7. Juni). So kann dann insbesondere der Betrieb von Freibädern wieder aufgenommen werden – das gilt auch für den Außenbereich von Schwimmbädern, Kureinrichtungen und Hotels. Auch kontaktfreie Indoor-Sportarten sind jetzt wieder zulässig, wie etwa das Training in Fitnessstudios

Der Outdoor-Trainingsbetrieb darf kontaktfrei nun für alle Sportarten in Gruppen von bis zu 20 Personen starten. Ab jetzt ist übrigens auch das Training von Rehabilitationssportgruppen, etwa für chronisch Kranke oder Menschen mit Behinderung, und der Trainingsbetrieb für National- bis einschließlich Landeskaderathleten sogenannter nicht-olympischer Sportarten in Sportstätten wieder erlaubt. Ferner ist der Wettkampfbetrieb für kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien wie Leichtathletik, Tennis oder Golf wieder zulässig

Auch das Tanzen in Tanzschulen ist ab 8. Juni wieder möglich, solange mit festem Partner und entsprechendem Abstand zu den anderen getanzt wird. Laienmusiker dürfen ebenfalls wieder - mit Einschränkungen - den Übungsbetrieb aufnehmen. 

Ab dem 15. Juni ist dann unter anderem die Wiederaufnahme des Theater-, Konzert- und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetriebs geplant. Auch Kinos sollen dann wieder öffnen dürfen. "Die Erleichterungen sind möglich, weil die Corona-Lage derzeit in Bayern erfreulich stabil ist. Klar ist aber: Erforderliche Abstandsregelungen und Hygienekonzepte müssen immer eingehalten werden", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Innen- und Sportminister Joachim Herrmann (CSU) betonte, dass die Politik "mögliche Infektionsgefahren und die weitere Entwicklung der Pandemie stets im Blick" behalte.

mh/mw/fgr/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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