News-Ticker zur Corona-Pandemie

Konfrontationskurs mit Söder? Freie Wähler fordern weitere Lockerungen

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts bereits deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Wochenende, 6./7. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2787, Landkreis Traunstein 1322, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 499, Landkreis Altötting 601
  • Todesfälle: Rosenheim 214, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 58
  • Mindestens 8668 Todesopfer in Deutschland (2501 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wurde zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Aktuell stehen leider keine Grafiken zu den aktuellen Fallzahlen aus den Landkreisen der Region zur Verfügung. Der Grund hierfür ist, dass die zuständigen Gesundheitsämter nun teilweise von einer täglichen auf eine wochenweise Übermittlung der Fallzahlen umgestiegen sind. Die Redaktion wird die Grafik(en) in der KW24 auf eine wochenweise Darstellung umstellen und dann voraussichtlich immer freitags gesammelt für alle Landkreise veröffentlichen. Die Zahlen unter der Rubrik "Das Wichtigste in Kürze" werden weiterhin - sofern möglich - täglich aktualisiert.


Update, 19.15 Uhr - Freie Wähler fordern Lockerungen

Noch vor Fronleichnam sollen die Corona-Auflagen für den bayerischen Handel und Tourismus aus Sicht der Freien Wähler (FW) weitgehend aufgehoben werden. "Wir wollen erreichen, dass die derzeit geltenden Reisebeschränkungen und extrem strengen Regelungen zum Infektionsschutz noch vor dem 11. Juni deutlich gelockert werden", erklärte Fraktionschef Florian Streibl am Sonntag in München.

Die Grenzen zu Österreich, Tschechien und Italien seien für Deutsche wieder offen - umgekehrt aber nicht. Bayerische Hoteliers müssten nun "hilflos der Karawane an Urlaubern hinterhersehen, die in ihren Autos Richtung Süden und Osten rollen und dort in Hotels einchecken, die bereits wieder Spa- und Wellness-Bereiche öffnen dürfen", so Streibl.

Auch der grenznahe Handel sei von dieser "Gerechtigkeitslücke" im Tourismus schwer getroffen. Ohne weitere Lockerungen seien in den Grenzregionen Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil der bayerischen Wirtschaft zu befürchten, warnte der Vorsitzender der FW-Landtagsfraktion.

Update, 16.19 Uhr - Inzidenz im Landkreis Traunstein nun bei 5,08

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 141 aktive COVID-19-Fälle vor, wie das Landratsamt Traunstein am Sonntag verlautbart.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 5,08, nachdem sie gestern bei 7,43 gelegen hatte. Am Sonntag ist beim Gesundheitsamt keine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1322 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten weiterhin mindestens 1094 Personen. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt fünf COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich drei Patienten in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Update, 13.39 Uhr - Polizei löst "Party" nach Mitternacht auf

In der Nacht auf Sonntag, 7. Juni, fiel einer Polizeistreife kurz nach Mitternacht in Eching (Landkreis Freising) ein Gastronomiebetrieb auf, welcher trotz aktueller Corona-Regeln noch geöffnet hatte. Bei der folgenden Kontrolle konnten etwa 20 Gäste im Innen- und Außenbereich des Lokals festgestellt werden. 

Neben dem Verstoß gegen die zulässigen Öffnungszeiten wurde ebenfalls gegen die vorgeschriebene Maskenpflicht sowie den Mindestabstand verstoßen. Die Polizei veranlasste die sofortige Schließung des Lokals. Der Betreiber wurde darauf hingewiesen, dass ein Betrieb von Gaststätten sowie Außenbewirtung in allen Konstellationen derzeit nur bis 22 Uhr zulässig ist. Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Update, 12.29 Uhr - Bekannter Virologe fordert mehr Mut 

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie sieht der bekannte Virologe Hendrik Streeck eine Chance während der Sommermonate. Es könne möglicherweise eine Teilimmunität in der Bevölkerung aufgebaut werden, die dann den weiteren Verlauf der Pandemie abschwäche, sagte der Direktor des Instituts Virologie der Uniklinik Bonn der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

"Wir sollten uns über den Sommer ein bisschen mehr Mut erlauben", so Streeck. Derzeit zeigten Studien, dass bis zu 81 Prozent der Infektionen asymptomatisch verliefen. Das heißt, die Infizierten haben keine oder kaum Symptome. "Die Zahl der Covid-19-Erkrankten auf den Intensivstationen ist derzeit rückläufig", sagte Streeck. "Es besteht eine Chance, dass wir über den Sommer die Anzahl der Personen mit Teilimmunität erhöhen können." Die Hoffnung auf einen Impfstoff könne sich als trügerisch erweisen. Also solle man sich darauf einstellen, mit dem Virus zu leben.

Update, 11.43 Uhr - Lufthansa führt "Home-Coming-Garantie" ein 

Mit einer neuen Rückholgarantie will die Lufthansa die wegen der Corona-Pandemie drastisch gesunkene Nachfrage nach Flügen wiederbeleben. "Wir führen eine Home-Coming-Garantie ein", sagte Konzernchef Carsten Spohr jetzt in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: "Wer zurück will nach Deutschland, den bringen wir zurück - sei es, weil er wegen erhöhter Temperatur am Zielort nicht einreisen darf, er dort in Quarantäne müsste oder ob im Gastland das Virus ausbricht."  

Bei der angeschlagenen Lufthansa hofft man auf eine rasche Belebung des Flugverkehrs für Privatpersonen. "Spätestens zu den Herbstferien rechnen wir mit einer hohen Nachfrage für Privatreisen", sagte Spohr. Als erstes hätten jetzt Portugal und Griechenland wieder angezogen, andere Ziele würden folgen.

Update, 10.21 Uhr - Rosenheim meldet weiteren Todesfall

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim hat soeben für Stadt und Landkreis bis zum letzten Meldezeitpunkt (Stand: 6. Juni, 24 Uhr) keine neuen Coronafälle gemeldet. Damit verbleibt die Gesamtzahl der bislang infizierten Personen bei 2787. Laut Landratsamt gelten 2025 Personen davon bereits als wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle hat sich hingegen um eine Person erhöht und liegt in Stadt und Landkreis Rosenheim nun bei 214.

Update, 9.32 Uhr - RKI meldet deutschlandweit 301 neue Fälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat auch am Sonntagmorgen, 7. Juni, wieder die neuesten Fallzahlen vorgelegt (Stand: 7. Juni, 0 Uhr). Demnach wurden in Deutschland bislang insgesamt 183.797 Corona-Infektionen registriert, was einen Anstieg um 301 Fälle im Vergleich zum Vortag bedeutet. Der Freistaat Bayern ist mit über 47.000 Fällen weiterhin das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland. Die Zahl der Toten in Bayern überstieg nun erstmals die 2500er-Marke und liegt laut RKI-Angaben nun bei 2501.

Bundesland

Fälle

+/- zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.912

+14

133

1,2

1.791

Bayern

47.334

+8

297

2,3

2.501

Berlin

6.997

+33

184

4,9

205

Branden­burg

3.297

+3

16

0,6

158

Bremen

1.517

+4

89

13,0

44

Hamburg

5.113

+2

26

1,4

254

Hessen

10.203

+32

138

2,2

484

M.-Vor­pommern

773

+7

12

0,7

20

Nieder­sachsen

12.466

+67

416

5,2

605

Nord­rhein-West­falen

38.616

+92

594

3,3

1.623

Rhein­land-Pfalz

6.775

+14

71

1,7

230

Saarland

2.747

+7

22

2,2

166

Sachsen

5.323

+2

19

0,5

214

Sachsen-Anhalt

1.720

+3

12

0,5

56

Schles­wig-Holstein

3.109

+2

13

0,4

147

Thüringen

3.077

+11

63

2,9

170

Gesamt

183.979

+301

2.105

2,5

8.668

Update, 7. Juni, 7.25 Uhr - 25.000 Teilnehmer bei Demo in München

Am Samstagnachmittag, 6. Juni, fand am Königsplatz in München eine Demonstration im Kontext zu Opfern rassistischer Morde statt. Wegen des Infektionsschutzgesetzes gab es eigentlich strenge Auflagen, die eigentlich nur 200 Teilnehmer erlaubten und auch die strenge Einhaltung des Mindestabstandes einforderten.

Jedoch wurde die Zahl der zugelassenen Teilnehmer wurde bereits eine Stunde vor dem eigentlichen Beginn der Versammlung erreicht. Aus diesem Grund sperrte die Münchner Polizei rechtzeitig und weiträumig an den Zufahrten den weiteren Zugang zu der Veranstaltung. Innerhalb kürzester Zeit sammelten sich an den jeweiligen Sperrstellen mehrere hundert, in der Spitze bis zu tausend Personen, die an der Versammlung teilnehmen wollten. Die Münchner Polizei informierte an den Sperrstellen früh und kontinuierlich durch Lautsprecherdurchsagen und Kommunikations-Teams über das Erreichen der maximalen Teilnehmerzahlen bei der Versammlung und der damit verbundenen fehlenden Möglichkeit einer Teilnahme an der Demonstration. 

Durch den weiteren ständigen Zustrom an allen Sperrstellen konnten umkehrwillige Personen jedoch nicht abwandern. Zudem nahm der Druck auf die im vorderen Bereich der Sperren befindlichen Personen im bedenklichen Maße zu. Insbesondere durch die baulichen Gegebenheiten der Straßen rund um den Königsplatz und die dort nicht vorhandenen Ausweichflächen musste an einigen Sperrpunkten der Durchlass ermöglicht werden. In der Spitze hielten sich dann bis zu 25.000 Demonstranten am Königsplatz auf.

Obwohl zahlreiche Demonstrationsteilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz trugen, wurde insbesondere im vorderen Drittel der Versammlungsfläche häufig der Mindestabstand unterschritten. Die regelmäßigen Durchsagen der Veranstalterin zur Einhaltung des Mindestabstandes zeigten nur geringe Wirkung. Ein polizeiliches Einschreiten war insbesondere durch die erheblichen Teilnehmerzahlen und den erwartbaren gruppendynamischen Effekten mit Blick auf die Verhältnismäßigkeit nicht geboten. Die Versammlung verlief störungsfrei und friedlich. Am Rande der Versammlung wurde der Pilot einer Freizeitdrohne kurzfristig in Gewahrsam genommen, da er sein Fluggerät über die Versammlung gelenkt hat. Etwa 600 Polizeibeamte waren im Einsatz.

Update, 17.55 Uhr - 142 aktive Fälle im Landkreis Traunstein 

Wie das Landratsamt Traunstein via Pressemitteilung bekanntgibt, liegen im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein derzeit 142 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 7,34.

Am Samstag, den 6. Juni, ist beim Gesundheitsamt eine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1322 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten weiterhin mindestens 1093 Personen.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt sechs COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich drei Patient in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Update, 15.37 Uhr - Ischgl: Wurden Lokalsperren einfach ignoriert?

Neue Enthüllungen in der Causa Ischgl: Wie das österreichische Nachrichtenmagazin "Profil" berichtet, blieben mehrere Après-Ski-Lokale in dem Tiroler Wintersportort Ischgl offen, obwohl eine behördliche Schließung angeordnet worden war. Schon zuvor hatte der "Standard" berichtet, dass mehrere Après-Ski-Lokale offenließen, obwohl eine Sperre angeordnet war. So sagte ein Mitarbeiter der Seilbahn: "Wenn die Polizei vorbeifuhr, jubelten alle und machten sich lustig."

Laut Medienberichten sei die Die Polizei nicht gegen die Verstöße vorgegangen. Sie habe der zuständigen Bezirkshauptmannschaft (Anm. Red.: das österreichische Gegenstück zum Landratsamt) Landeck lediglich berichtet, dass eine "zwangsweise Durchsetzung der Verordnung aufgrund des wetterbedingt starken Personenverkehrs und dem Umstand, dass damit lediglich eine Verlagerung der Menschenansammlungen erzielt würde, nicht verhältnismäßig erschien".

Ischgl in Tirol gilt als Hotspot, der maßgeblich zur Verbreitung des Coronavirus in Teilen Europas beigetragen haben soll.

Update, 13.32 Uhr - Ende von "Geisterspielen" in Sicht?

Die Debatte um ein Ende der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga nimmt Fahrt auf. Nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) könnte es in der kommenden Spielzeit auch wieder Partien mit Zuschauern in den Stadien geben.

Diese Stoßrichtung verfolgte der CSU-Politiker, der in seinem Ministerium auch für den Sport in Deutschland zuständig ist, in einem Interview mit der Funke Mediengruppe. "Ich habe schon die Zuversicht im Herzen, dass wir in der neuen Saison nach und nach wieder Publikum zulassen können. Nicht sofort, nicht wie vor dem Corona-Ausbruch, aber mit reduzierten Zuschauerzahlen und so, dass die Abstände zwischen den Stadionbesuchern eingehalten werden. Wir werden hier - wie in anderen Bereichen auch - kluge Lösungen finden, bei denen wir Lebensfreude und Infektionsschutz miteinander vereinen", sagte der 70-Jährige.

Update, 11.29 Uhr - 14 neue Fälle und ein weiterer Toter in München

In München wurden jetzt 14 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 5. Juni, 13.30 Uhr). Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6932 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 5.908 Personen, die bereits genesen sind, sowie 215 Todesfälle. Im Vergleich zum Vortag wurde ein weiterer Todesfall bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,10. Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,12 (Stand: 4. Juni).

Update, 10.05 Uhr - 407 Neu-Infektionen - R-Wert gestiegen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagvormittag insgesamt 407 neue Coronainfektionen in Deutschland (Stand: 6. Juni, 0 Uhr). Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 183.678 Menschen in der Bundesrepublik nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Bislang starben nach RKI-Angaben 8646 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 33

Etwa 168.900 Menschen haben die Infektion überstanden, das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, bleibt nach aktuellsten RKI-Angaben deutlich unter der kritischen Marke von 1,0, nämlich bei 0,68 (Stand: 5. Juni, 0 Uhr). Am Vortag lag der Wert bei 0,57.

Bundesland

Fälle

+/- zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.898

+28

138

1,2

1.790

Bayern

47.326

+58

362

2,8

2.489

Berlin

6.964

+18

175

4,7

201

Branden­burg

3.294

+6

18

0,7

158

Bremen

1.513

+15

109

16,0

44

Hamburg

5.111

+4

24

1,3

254

Hessen

10.171

+8

141

2,3

483

M.-Vor­pommern

766

+2

5

0,3

20

Nieder­sachsen

12.399

+122

408

5,1

605

Nord­rhein-West­falen

38.524

+85

585

3,3

1.622

Rhein­land-Pfalz

6.761

+29

68

1,7

230

Saarland

2.740

+2

16

1,6

166

Sachsen

5.321

+6

22

0,5

212

Sachsen-Anhalt

1.717

+5

12

0,5

55

Schles­wig-Holstein

3.107

+4

15

0,5

147

Thüringen

3.066

+15

62

2,9

170

Gesamt

183.678

+407

2.160

2,6

8.646

Update, 8.38 Uhr - Drei Hilfsprogramme für Kliniken gestartet

In Bayern sind im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie jetzt drei Hilfsprogramme für stationäre Einrichtungen gestartet. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hingewiesen: "Die Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen leisten Großartiges bei der Behandlung der Covid-19-Patienten. Allerdings gleicht der Bund die damit verbundenen Mehrbelastungen nur teilweise aus. Wir lassen jedoch die besonders betroffenen Einrichtungen nicht allein: Der Freistaat stellt für deren Unterstützung zunächst 138 Millionen Euro aus eigenen Mitteln zur Verfügung."

Konkret bekommen solche Einrichtungen Unterstützung, die zur Bewältigung der Corona-Pandemie bereitstehen, aber keine oder nicht ausreichende Ausgleichszahlungen vom Bund erhalten.Das betrifft Reha-Einrichtungen oder reine Privatkliniken. Zugleich werden die Leistungen aller Einrichtungen bei der Versorgung von COVID-19-Erkrankten mit einer Sonderzahlung besonders gewürdigt.

Weitere Lockerungen ab Montag - Freibäder öffnen

Am Montag, den 8. Juni, treten in Bayern weitere Erleichterungen der Corona-Regeln in Kraft (News-Ticker Freitag, 5. Juni). So kann dann insbesondere der Betrieb von Freibädern wieder aufgenommen werden – das gilt auch für den Außenbereich von Schwimmbädern, Kureinrichtungen und Hotels. Auch kontaktfreie Indoorsportarten sind wieder zulässig, wie etwa das Training in Fitnessstudios. Der Outdoor-Trainingsbetrieb darf kontaktfrei nun für alle Sportarten in Gruppen von bis zu 20 Personen starten.

"Die Erleichterungen sind möglich, weil die Corona-Lage derzeit in Bayern erfreulich stabil ist. Klar ist aber: Erforderliche Abstandsregelungen und Hygienekonzepte müssen immer eingehalten werden", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).  Innen- und Sportminister Joachim Herrmann (CSU) ergänzte: "Sport ist gesund und hat eine herausragende Bedeutung für das Miteinander der Menschen in Bayern. Wir wollen daher so viel Sport wie möglich erlauben. Mögliche Infektionsgefahren und die weitere Entwicklung der Pandemie haben wir dabei aber sehr klar im Blick."

Wie Herrmann weiter erklärte, sind ab 8. Juni auch das Training von Rehabilitationssportgruppen, etwa für chronisch Kranke oder Menschen mit Behinderung, und der Trainingsbetrieb für National- bis einschließlich Landeskaderathleten sogenannter nichtolympischer Sportarten in Sportstätten wieder erlaubt. Ferner ist der Wettkampfbetrieb für kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien wie Leichtathletik, Tennis oder Golf wieder zulässig. Auch das Tanzen in Tanzschulen ist ab 8. Juni wieder möglich, solange mit festem Partner und entsprechendem Abstand zu den anderen getanzt wird. Laienmusiker dürfen ab diesem Zeitpunkt ebenfalls wieder - mit Einschränkungen - den Übungsbetrieb aufnehmen.

Ab dem 15. Juni ist dann unter anderem die Wiederaufnahme des Theater-, Konzert- und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetriebs geplant. Auch Kinos sollen dann wieder öffnen dürfen.

mw/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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