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+++ Eilmeldung +++

Am Aschauer Weiher

Bombenfund in Bischofswiesen: Sprengkommando vor Ort

Bombenfund in Bischofswiesen: Sprengkommando vor Ort

News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona-Massenausbruch in Göttingen: 49 von 57 Kindern positiv getestet

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  • Martina Hunger
    Martina Hunger
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    Martin Weidner
  • Markus Zwigl
    Markus Zwigl

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings deutliche Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Freitag, 5. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2787, Landkreis Traunstein 1319, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 499, Landkreis Altötting 601
  • Todesfälle: Rosenheim 213, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 58
  • Mindestens 8613 Todesopfer in Deutschland (2481 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 20.42 Uhr - Corona-Massenausbruch in Göttingen: 49 von 57 Kindern positiv

Wie das Nachrichtenportal "Einbeck-News" und die Hessische/Niedersächsische Allgemeine übereinstimmend berichten, sind bei den Massentests in Göttingen im Zusammenhang mit Familienfeiern Dutzende Kinder positiv auf Covid-19 getestet worden. 

Laut den Berichten wurden von 57 getesteten Kindern 49 positiv auf Covid-19 getestet. Dabei handle es sich um 28 Jugendliche, welche an weiterführende Schulen gingen, 11 grundschulpflichtige Kinder sowie 10 Kinder, die noch an Kitas untergebracht seien. 

Die Behörden hatten bereits eine Reihentestung aller 700 Bewohner angeordnet - was zu Tumulten und Randalen führte. Es kam zu Beleidigungen gegenüber Einsatzkräften und Journalisten.

Insgesamt hätten sich bei den Feierlichkeiten 120 Personen mit Corona infiziert.

Update, 19.10 Uhr - Diese Erleichterungen treten ab Montag in Kraft

Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann informieren via Presseaussendung über weitere Corona-Erleichterungen ab Montag:

Die für Montag relevanten Informationen der Pressemitteilung:

Am kommenden Montag, den 8. Juni, treten in Bayern weitere Erleichterungen im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen die Corona-Pandemie in Kraft. Darauf haben Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innen- und Sportminister Joachim Herrmann am Freitag hingewiesen. So kann ab 8. Juni insbesondere der Betrieb von Freibädern wieder aufgenommen werden – das gilt auch für den Außenbereich von Schwimmbädern, Kureinrichtungen und Hotels. Auch kontaktfreie Indoorsportarten sind wieder zulässig, wie etwa das Training in Fitnessstudios. Der Outdoor-Trainingsbetrieb darf kontaktfrei nun für alle Sportarten in Gruppen von bis zu 20 Personen starten.

Ministerin Huml erläuterte: "Die Erleichterungen sind möglich, weil die Corona-Lage derzeit in Bayern erfreulich stabil ist. Klar ist aber: Erforderliche Abstandsregelungen und Hygienekonzepte müssen immer eingehalten werden." Sportminister Herrmann ergänzte: "Sport ist gesund und hat eine herausragende Bedeutung für das Miteinander der Menschen in Bayern. Wir wollen daher so viel Sport wie möglich erlauben. Mögliche Infektionsgefahren und die weitere Entwicklung der Pandemie haben wir dabei aber sehr klar im Blick."

Wie Herrmann weiter erklärte, sind ab 8. Juni auch das Training von Rehabilitationssportgruppen, etwa für chronisch Kranke oder Menschen mit Behinderung, und der Trainingsbetrieb für National- bis einschließlich Landeskaderathleten sogenannter nichtolympischer Sportarten in Sportstätten wieder erlaubt. Ferner ist der Wettkampfbetrieb für kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien wie Leichtathletik, Tennis oder Golf wieder zulässig. Auch das Tanzen in Tanzschulen ist ab 8. Juni wieder möglich, solange mit festem Partner und entsprechendem Abstand zu den anderen getanzt wird.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 16.45 Uhr - Hunderte Schulkinder müssen wegen muslimischen Zuckerfest in Quarantäne

Nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen müssen voraussichtlich mehrere hundert Schulkinder für zwei Wochen in Quarantäne.

Betroffen seien die Klassen der Kinder, die sich in Folge von Regelverstößen bei Privatfeiern zum muslimischen Zuckerfest mit dem Virus infiziert hatten, sagte Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD) am Freitag. Unter den bislang 120 Infizierten im Zusammenhang mit den Privatfeiern befinden sich 39 Schülerinnen und Schüler.

Für alle Kinder und Jugendlichen, die nun in Quarantäne müssen, sei dies ein großes Problem, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Stadtschülerrats, Tim Wiedenmeier. "Das bedeutet weitere soziale Abschottung. Die ist schwer zu ertragen."

Unterdessen hat die Stadt mit einem dreitägigen Massentest in dem Hochhauskomplex begonnen, der als Schwerpunkt des Corona-Ausbruchs gilt (Siehe Update 11.04 Uhr). Daran hätten sich am ersten Tag knapp 220 Bewohner beteiligt.

Die Menschen seien sehr kooperativ gewesen, sagte ein Verwaltungssprecher. Nennenswerte Zwischenfälle gab es nach Angaben der Polizei nicht. Die Beamten waren vor Ort, weil die Verwaltung angekündigt hatte, die verbindliche Teilnahme an dem Test zur Not mit Hilfe der Polizei durchzusetzen.

Update, 16.33 Uhr - 141 aktive Corona-Fälle im Kreis Traunstein

Dem Gesundheitsamt Traunstein wurden am Freitag zwei Neuinfektionen gemeldet. Es liegen somit insgesamt 1321 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Aktive Fälle sind es derzeit noch 141. Als genesen gelten mittlerweile mindestens 1093 Personen (vier mehr als gestern).

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt zehn Covid-19-Patienten behandelt, davon befinden sich vier Patienten in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 8,47.

Update, 16.07 Uhr - 3.049 Euro pro Einwohner: Bayern Spitzenreiter bei Corona-Schulden

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie nimmt Bayern Nettokredite in Höhe von 3049 Euro pro Einwohner auf. Dies geht aus einer aktuellen Auflistung des Landesrechnungshofs Schleswig-Holstein hervor, die der Präsident des Bayerischen Obersten Rechnungshofs (ORH), Christoph Hillenbrand, am Mittwoch im Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags vorgestellt hat. 

Demnach ist der Freistaat im Vergleich mit Bund und Ländern Spitzenreiter bei der Neuverschuldung. Dieses enorme Finanzvolumen, über das die Staatsregierung verfüge, gelte es nun sinnvoll und wirksam einzusetzen; dem werde der ORH auch im Interesse der Steuerzahler prüfend nachgehen, sagte Hillenbrand.

Dahinter folgen Bremen (1754 Euro), Sachsen (1473 Euro) und Nordrhein-Westfalen (1393 Euro), wobei in Sachsen in der Zahl schon konjunkturell bedingte Mindereinnahmen berücksichtigt sind. Zum Vergleich: Die Kreditaufnahme des Bundes liegt umgerechnet pro Einwohner bei 1876 Euro. Bei den meisten anderen Ländern belaufen sich die Mehrausgaben auf weniger als 500 Euro pro Einwohner. Thüringen und Berlin verzichten vollends auf eine Kreditaufnahme.

Update, 15 Uhr - 7-Tage-Inzidenz auch im Kreis Mühldorf auf 0

Auch im Landkreis Mühldorf gab es in den letzten sieben Tage keinen neuen Corona-Fall. Auch hier fällt die wichtige 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, auf 0. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 499 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 467 wieder genesen. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle liegt derzeit bei fünf Personen, davon werden zwei stationär behandelt.

Update, 14.40 Uhr - 7-Tage-Inzidenz-Wert im Berchtesgadener Land fällt auf 0

Seit einer Woche gibt es im Berchtesgadener Land keinen weiteren bestätigten Corona-Fall zu vermelden. Damit fällt im ersten Landkreis in unserer Region der 7-Tage-Inzidenz-Wert auf 0. 

Von den insgesamt 306 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind gleichbleibend 280 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. 

Insgesamt sind aktuell unverändert zwei SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt bei 24.

Update, 14.06 Uhr - Aktuelle Zahlen für alle Gemeinden im Kreis Rosenheim

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim hat nun wieder die Corona-Fallzahlen für alle Gemeinden in der Stadt und im Landkreis Rosenheim veröffentlicht. Demnach gab es in der Stadt Rosenheim bislang 510 Fälle. Im Landkreis weisen die Städte Bad Aibling (234), Kolbermoor (184) und Wasserburg (164) viele Fälle auf. 

Die Gemeinde Bad Feilnbach ist bislang 159 Infektionen ebenfalls "stark" vertreten. Ein Großteil der betroffenen Personen gilt als bereits wieder genesen. Einen kompletten Überblick über die Gemeindezahlen gibt es hier.

Update, 12.52 Uhr - Laienmusiker dürfen in Bayern ab Montag wieder proben

Laienmusiker in Bayern dürfen ab kommendem Montag (8. Juni) wieder in Gruppen von bis zu zehn Musikern gemeinsam proben. Wie bei allen Lockerungen seien Umsicht und Vorsicht wichtig, "aus einer schönen und lange ersehnten Musikprobe sollen keine Infektionen entstehen", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Lockerung gelte für alle Instrumentalmusiker und sehe Sicherheitsabstände von zwei Metern vor, bei Blasinstrumenten seien gar drei Meter Abstand nötig. Alle Musiker müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen - außer bei Blasinstrumenten.

Ursprünglich war der Probenbetrieb erst ab dem 15. Juni im Zuge der Ende Mai vom Kabinett beschlossenen Lockerungen für kulturelle Veranstaltungen wie Theater und Konzerte vorgesehen. "Wir werden das jetzt ab Montag schon wieder ermöglichen - unter Hygieneauflagen", betonte Herrmann. Ausgenommen bleiben aber weiterhin Chöre.

Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU)

Update, 12.13 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Rosenheim

Am Donnerstag (4. Juni) wurden dem Gesundheitsamt fünf neue Fälle für den Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2787 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2277, Stadt: 510). Mittlerweile wurde bei mindestens 2024 Personen eine Genesung dokumentiert. 

213 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 189, Stadt: 24). Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 144 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Wie das Rosenheimer Landratsamt mitteilt, wurde die Zahl der Verstorbenen um eine Person nach unten verändert. Grund ist eine korrigierte Meldung aus einem Pflegeheim.

45 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich sechs Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten sieben Tage) liegt mit Stand 5. Juni (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 1,58, für den Landkreis Rosenheim bei 3,45. 24 Stunden zuvor lag diese für die Stadt Rosenheim bei 3,16, für den Landkreis Rosenheim bei 3,83.

Update, 11.39 Uhr - Nach Corona-Fällen in Ischgl: Unterlagen von Behörde sichergestellt

Bei Ermittlungen zur Rolle des österreichischen Wintersportorts Ischgl in der Corona-Krise hat die Staatsanwaltschaft Tirol zahlreiche Unterlagen und Daten sichergestellt. Das umfangreiche Material werde nun gesichtet und geprüft, teilte ein Sprecher in Innsbruck mit.

Die Behörde ermittelt wegen des Verdachts der Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten gegen unbekannte Täter. Ischgl in Tirol gilt als Hotspot, der maßgeblich zur Verbreitung des Coronavirus in Teilen Europas beigetragen haben soll. Eine Frage ist, ob gemäß vorliegenden Erkenntnissen rechtzeitig gehandelt wurde. Dem Land Tirol und der Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und zu spät den Skibetrieb gestoppt zu haben. Vor allem bei den vielen Après-Ski-Partys dürfte das Ansteckungsrisiko hoch gewesen sein.

Bei der Landessanitätsdirektion in Innsbruck sowie den Bezirkshauptmannschaften in Landeck und Imst wurden nun Daten mit Hilfe der Polizei beschlagnahmt. Dabei handle es sich teilweise um "sensible, medizinische Unterlagen", so der Sprecher.

Über 6000 Tirol-Urlauber, davon viele Deutsche, haben sich inzwischen bei dem österreichischen Verbraucherschützer Peter Kolba als Geschädigte gemeldet. Kolba hatte das Land Tirol wegen des Managements der Corona-Krise angezeigt. Rund 1000 Personen haben sich laut dem Verein bereits dazu entschlossen, dem Strafverfahren als Privatbeteiligte anzuschließen.

Update, 11.04 Uhr - Lage in "Corona-Hochhaus" eskaliert

Das sogenannte "Iduna-Hochhaus" in der Stadt Göttingen in Niedersachsen gilt als neuer "Corona-Hotspot". Nachdem dort mehrere arabische-albanische Clans großangelegte Familienfeiern unter Missachtung der gelten Abstands- und Hygieneregeln abgehalten hatten, sind inzwischen mehr als 105 Menschen in dem Riesen-Wohnblock positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Iduna-Hochhaus in Göttingen ist neuer Corona-Hotspot

Coronavirus - Göttingen
Coronavirus - Göttingen © dpa
Coronavirus - Göttingen
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Coronavirus - Göttingen
Coronavirus - Göttingen © dpa
Coronavirus - Göttingen
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Coronavirus - Göttingen
Coronavirus - Göttingen © dpa
Coronavirus - Göttingen
Coronavirus - Göttingen © dpa

Die Behörden hatten deswegen nun eine Reihentestung aller 700 Bewohner angeordnet - was zu Tumulten und Randalen führte. Es kam zu Beleidigungen gegenüber Einsatzkräften und Journalisten. Ein Team des Fernsehsenders Welt wurde sogar körperlich angegriffen, indem Bewohner Kartoffeln aus den oberen Stockwerken auf die Mitarbeiter schleuderten. Ein Kameramann wurde von einem derartigen "Geschoss" getroffen, verletzt und erstattete Anzeige. Polizei und Stadt kündigten zudem an, die Präsenz zu erhöhen und Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen zu ahnden und gegebenenfalls strafrechtlich zu verfolgen.

Update, 10.28 Uhr - Tschechien öffnet Grenze für Deutsche schon heute Mittag

Nach fast drei Monaten öffnet Tschechien wieder die Grenzen für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn. Diese Entscheidung tritt bereits ab Freitagmittag (5. Juni) in Kraft, wie das Kabinett auf einer Sondersitzung in Prag beschloss. Um 12 Uhr sind die Grenzen, ohne negativen Corona-Test möglich. "Wir müssen zur Normalität zurückkehren", sagte Regierungschef Andrej Babis im öffentlich rechtlichen Fernsehen. Es sei gut, wenn Touristen aus diesen Ländern wieder Geld in Tschechien ausgäben.

Die Grenze zur Slowakei war bereits am Donnerstag geöffnet worden. Ab dem 15. Juni sind weitere Länder zugelassen. Dies will die Regierung mit einem Ampel-System regeln, dass die Besucher in Risikogruppen einteilt. Menschen aus "grünen Ländern", wie beispielsweise die Schweiz, bekommen dabei freie Fahrt. Reisende aus Frankreich, Italien und Spanien müssten aber weiterhin bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen.

Update, 9.57 Uhr - RKI meldet niedrige Reproduktionszahl

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, bleibt nach aktuellsten RKI-Angaben deutlich unter der kritischen Marke von 1,0, nämlich bei 0,57 (Datenstand 4. Juni 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 0,71 gelegen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 507 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 183.271 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Freitagmorgen meldete.

BundeslandAnzahlDifferenz zum VortagFälle in den letzten 7 Tagen7-Tage-InzidenzTodesfälle
Baden-Württem­berg34.870+401311,21.778
Bayern47.268+593692,82.481
Berlin6.946+451875,0200
Branden­burg3.288+8220,9156
Bremen1.498+3612318,044
Hamburg5.107+11251,4253
Hessen10.163+341722,7482
Mecklenburg-Vor­pommern764+140,220
Nieder­sachsen12.277+953544,4604
Nord­rhein-West­falen38.439+1425763,21.617
Rhein­land-Pfalz6.732+13571,4230
Saarland2.738+1191,9166
Sachsen5.315+3210,5212
Sachsen-Anhalt1.712+180,455
Schles­wig-Holstein3.1030270,9146
Thüringen3.051+18632,9169
Gesamt183.271+5072.1582,68.613

Update, 9.14 Uhr - Fehlende Einkaufslust: tausende Geschäfte könnten schließen

Seit einigen Wochen läuft der Einzelhandel in Bayern wieder und die Einkaufsstraßen werden langsam voller - doch viele Geschäfte kämpfen weiter ums Überleben. Auch wenn die Kundenfrequenzen langsam steigen, ist die Branche noch "Lichtjahre vom Normalmodus entfernt", wie der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, sagt.

Voraussichtlich würden durch die Corona-Krise mindestens 6,4 Milliarden Euro an Umsätzen wegbrechen. Viele Unternehmen seien von der Pleite bedroht: "Im schlimmsten Fall rechnen wir mit mehr als 5000 Geschäftsschließungen bis zum Jahresende."

Noch sei die befürchtete Pleitewelle nicht eingetreten, sagt Ohlmann. Dazu hätten unter anderem Mietstundungen aber auch die staatlichen Soforthilfen beigetragen. Letztere seien aber "nur ein Tropfen auf den heißen Stein", betont er. Besonders schlecht geht es laut Ohlmann der Textilbranche. Dort sei "Land unter". Jetzt komme die schon lange bestellte Sommerware - dabei seien die Lager noch voll. Derzeit lägen 40 Millionen Artikel in den bayerischen Textilgeschäften, sagte er. "Wenn die Kunden so zurückhaltend bleiben, verdoppelt sich das bis in den Sommer." Das werde zu dramatischen Rabatten führen.

Update, 8.12 Uhr - MVG-Chef schlägt Alarm: "Wir brauchen höhere Fahrpreise"

Auch der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), die in der Landeshauptstadt unter anderem U-Bahnen, Tram-Bahnen und Busse betreibt, hat die Coronakrise schwer zugesetzt. Die Fahrgastzahlen sind dramatisch zurückgegangen, bei der U-Bahn teilweise um bis zu 93 Prozent. Deswegen erwartet das Unternehmen in diesem Jahr hohe Verluste. Bis dato spricht man von "einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag", bis Jahresende rechnet man bis zu 180 Millionen Euro weniger an Fahrgeldeinnahmen.

Doch wie kann das kompensiert werden? Wie Geschäftsführer Ingo Wortmann in einem Interview mit dem Münchner Merkur sagte, soll bei Fahrzeugbeschaffung und Streckenausbau keinesfalls gekürzt werden. Stattdessen will die MVG die Kunden zukünftig wohl stärker zur Kasse bitten. "(...) Wir brauchen Fahrpreiserhöhungen - möglichst Ende 2020, aber auch in 2021. Nullrunden sehe ich in den kommenden Jahren nicht", sagte Wortmann. In welcher Größenordnung die Erhöhungen liegen werden, ließ der MVG-Chef noch offen.

Update, 7.21 Uhr - Bundesrat will weitere Corona-Hilfen und Rentenerhöhung beschließen

Der Bundesrat will am Freitag weitere Hilfen für Familien und die Gastronomie in der Corona-Krise beschließen. Außerdem steht die geplante Rentenerhöhung auf der Tagesordnung. Wenn die Länderkammer ihr OK gibt, steigen die Altersbezüge ab Juli in Westdeutschland um 3,45 Prozent und in Ostdeutschland um 4,2 Prozent.

Endgültig beschließen will der Bundesrat auch die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung für Speisen in Restaurants und Cafés, die besonders unter der Corona-Krise leiden. Außerdem sollen berufstätige Eltern, die ihre Kinder wegen der Pandemie zuhause betreuen müssen, länger Geld vom Staat bekommen. Der Lohnersatz soll künftig bis zu 20 Wochen lang gezahlt werden.

Update, 6.46 Uhr - Polizei löst "Versammlungen" in München auf

Am Mittwoch, 3. Juni, stellte die Münchner Polizei am Wedekindplatz im Stadtteil Schwabing zunächst etwa 150 Personen fest, welche sich nicht um die derzeit geltenden Corona-Regeln kümmerten. Ebenso wurden am Gärtnerplatz im Stadtteil Isarvorstadt rund 200 Personen festgestellt, die ebenfalls die Regelungen nicht einhielten.

An beiden Örtlichkeiten wurden durch einen Einsatzzug der Münchner Einsatzhundertschaft insgesamt 100 Platzverweise ausgesprochen. Es kam hierbei zu keinen körperlichen Auseinandersetzungen. Bei den Verstößen ging es mehrheitlich um das Unterschreiten des Mindestabstandes.

R-Wert fällt auf 0,57 - Nur ein Bundesland ohne Neuinfektionen

Bislang sind in Deutschland 183.089 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das geht aus den Meldungen der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervor. Die Zahl der Neuinfektionen beträgt 445. Mit Schleswig-Holstein verzeichnete nur ein Bundesland am Donnerstag keine neuen Corona-Fälle.

Der R-Wert liegt laut Robert-Koch-Institut inzwischen bei 0,57. Das heißt, dass im bundesweiten Durchschnitt 100 Infizierte 57 weitere Personen anstecken. Bislang sind 8604 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Die Zahl der Genesenen liegt laut RKI bei 167.800. Damit liegt die zahl der akut Infizierten bei rund 6700.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 34.843 (1778 Todesfälle) 
  • Bayern: 47.389 (2491 Todesfälle) 
  • Berlin: 6945 (200 Todesfälle) 
  • Brandenburg: 3290 (170 Todesfälle) 
  • Bremen: 1501 (42 Todesfälle) 
  • Hamburg: 5106 (226 Todesfälle) 
  • Hessen: 10.129 (482 Todesfälle) 
  • Mecklenburg-Vorpommern: 764 (20 Todesfälle) 
  • Niedersachsen: 12.232 (607 Todesfälle) 
  • Nordrhein-Westfalen: 38.278 (1610 Todesfälle) 
  • Rheinland-Pfalz: 6726 (230 Todesfälle) 
  • Saarland: 2721 (168 Todesfälle) 
  • Sachsen: 5307 (211 Todesfälle) 
  • Sachsen-Anhalt: 1712 (55 Todesfälle) 
  • Schleswig-Holstein: 3103 (146 Todesfälle) 
  • Thüringen: 3043 (168 Todesfälle)

Gesamt (Stand 04.06., 20.15 Uhr): 183.089 (8604 Todesfälle); Vortag (Stand 03.06., 20.00 Uhr): 182.644 (8571 Todesfälle)

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 167.800.

mh/mw/dpa

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