News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bund einigt sich auf Hilfspaket - Keine Prämie für abgasarme Benziner und Dieselautos

Pk nach Beratungen der Koalitionsspitzen
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Pk nach Beratungen der Koalitionsspitzen

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings deutliche Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Mittwoch, 3. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2780, Landkreis Traunstein 1319, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 499, Landkreis Altötting 601
  • Todesfälle: Rosenheim 213, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 25, Altötting 58
  • Mindestens 8522 Todesopfer in Deutschland (2468 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 23.10 Uhr - Keine Prämie für abgasarme Benziner und Dieselautos

Die Koalition hat sich gegen eine Kaufprämie für abgasarme Benziner und Dieselautos entschieden. Es wurden allerdings deutlich höhere Prämien für Elektroautos beschlossen.

Update, 22.45 Uhr - Live-PK zum Koalitionsausschuss

Die Verhandlungen um ein Hilfspaket finden ein Ende. Die schwarz-rote Koalition hat sich im Kampf gegen die Corona-Krise auf eine Senkung der Mehrwertsteuer geeinigt. Der Satz soll vom 1. Juli an bis zum 31. Dezember 2020 von 19 Prozent auf 16 Prozent gesenkt werden, der ermäßigte Satz von sieben auf fünf Prozent.

Finanziell schwer getroffene Kommunen bekommen Milliardenhilfen vom Bund. Die Spitzen der Koalition einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur darauf, dass Ausfälle bei den Gewerbesteuereinnahmen von Bund und Ländern zusammen ausgeglichen werden.

Auch Familien sollen unterstützt werden und zwar in Form von einem Kinderbonus von einmalig 300 Euro pro Kind, berichtet merkur.de.

Update, 19.30 Uhr - Urlauber in Island können sich testen lassen

Touristen auf Island können sich ab dem 15. Juni bei der Einreise auf Covid-19 testen lassen. Die isländische Regierung will Urlaubern damit eine Alternative zur bisher geltenden Regelung anbieten. Laut der muss man nämlich nach der Einreise erstmal zwei Wochen in Quarantäne.

Update, 16.23 Uhr - Strengere Kontaktregeln in Bayern bleiben 

Die Kontaktbeschränkungen in Bayern bleiben vorerst unverändert. Nach jetzigem Stand sei kurzfristig keine Änderung geplant, erklärte ein Sprecher der Staatskanzlei auf BR-Anfrage. 

Es wurde spekuliert, dass sich auch in Bayern ab dem 6. Juni wieder Gruppen mit bis zu 10 Personen bzw. mehrere Angehörige zweier Haushalte treffen dürften. Diese neue Lockerung der Kontaktbeschränkung tritt ab Samstag in einigen anderen Bundesländern in Kraft. 

Laut dem Sprecher der Staatskanzlei hat die aktuelle Regelung in Bayern allerdings bis mindestens 14. Juni Bestand. Das bedeutet: Nur Treffen im engen Familienkreis oder mit einem zweiten Hausstand, also etwa mit einem Freund und dessen Mitbewohnern sind erlaubt.

Update, 16.09 Uhr - 144 aktive Corona-Fälle im Kreis Traunstein

Am Mittwoch, 3. Juni, wurde dem Staatlichen Gesundheitsamt Traunstein keine weitere Neuinfektion gemeldet. Die Gesamtzahl, der jemals positiv auf das Coronavirus getesteten Personen, liegt bei 1319.

Derzeit liegen 144 aktive Coronavirus-Fälle vor. Als genesen gelten mittlerweile mindestens 1088 Personen (drei mehr als gestern). 

Die 7-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei 13,55. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt neun Covid-19-Patienten behandelt, davon befinden sich drei Patienten in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Update, 15.15 Uhr - 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land unter 1 

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es erneut keinen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle bleibt somit auf 306 (Meldestand: 3. Juni, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt gleichbleibend auf 0,9.

Von den nunmehr insgesamt 306 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind bisher 280 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Insgesamt sind aktuell nur noch 2 Infizierte in medizinischer Behandlung. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt unverändert bei 24.

Update, 14.25 Uhr - Österreich öffnet Grenzen zu allen Nachbarstaaten außer Italien

Österreich setzt nach rund drei Monaten der Reisebeschränkungen zu seinen Nachbarländer wieder auf Reisefreiheit. Alle Grenzbeschränkungen zu Deutschland, Liechtenstein, der Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn würden diese Woche (KW23) aufgehoben, sagte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Mittwoch in Wien. Das heißt: Ab Donnerstag keine Grenzkontrollen mehr auf österreichischer Seite

Einzige Ausnahme ist Italien. Dort bleiben die Beschränkungen bestehen, kommende Woche soll die nächste Einschätzung erfolgen. Die Regierung in Wien sei im regen Kontakt mit Rom. Der Plan sei eine Öffnung zu Italien, sobald es die Zahlen zuließen

Update, 14.17 Uhr - Zwei weitere Todesfälle in Rosenheim

Den zweiten Tag in Folge sind dem Rosenheimer Gesundheitsamt keine neuen Infektionen mit dem Coronavirus in Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet worden (Stand: 2. Juni, 24 Uhr). Bislang sind insgesamt 2780 Fälle aufgetreten (Landkreis: 2270, Stadt: 510). Mittlerweile wurde bei mindestens 1978 Personen eine Genesung dokumentiert. 213 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 189, Stadt: 24). Im Vergleich zum Vortag bedeutet dies zwei neue Todesfälle.

Die Sieben-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt derzeit (Stand: 3. Juni, 0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 6,32, für den Landkreis Rosenheim bei 4,98.

Update, 13.56 Uhr: Keine weiteren Rückholaktionen geplant

Das Auswärtige Amt wird nach Aufhebung der Reisewarnung für EU-Staaten zum 15. Juni (Update 10.50 Uhr) wohl keine weiteren Rückholaktionen durchführen, sollte in dem Land wieder Corona-Beschränkungen verhängt werden. Eine konsularische Betreuung wird es aber weiterhin im Notfall geben, so ein Sprecher des Auswärtigen Amts.

Update, 13.15 Uhr: 840 mehr Arbeitslose im Agenturbezirk Rosenheim,

„Die Corona-Pandemie hat das gesellschaftliche und das wirtschaftliche Leben von Mitte März bis Mitte Mai stark beeinflusst und auch auf dem Arbeitsmarkt deutliche Spuren hinterlassen“, sagt Michael Vontra, der Geschäftsführer des operativen Geschäfts der Agentur für Arbeit Rosenheim. „Im vergangenen Monat, der den Betrachtungszeitraum vom 15. April bis 14. Mai umfasst, ist die Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk Rosenheim, der die Stadt und den Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, um 840 Personen angestiegen. Im April hatte sich der Wert noch um 1.940 Betroffene erhöht. Vorsichtig formuliert können wir deshalb von einem Abflachen des Anstiegs der Arbeitslosenzahl auf hohem Niveau sprechen.“

Zum Stichtag am 14. Mai waren bei der Agentur für Arbeit Rosenheim 10.670 Arbeitslose gemeldet, 3.980 Personen oder knapp 60 Prozent mehr als vor einem Jahr“, sagt Vontra und fügt hinzu: „Am deutlichsten ist der Anstieg der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Mai 2019 in den Berufshauptgruppen Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe (620), Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (z.B. Bäcker; Metzger) (330), Verkaufsberufe (320), Unternehmensführung, -organisation (280) und Verkehr, Logistik (210). All diese Bereiche waren und sind mittel- oder unmittelbar vom Lockdown durch die Corona-Pandemie betroffen. Wir sehen teilweise bereits jetzt, dass die Arbeitslosenzahl in diesen Wirtschaftsklassen zurückgeht, da die Geschäfte und die Betrieben im Hotel- und Gaststättengewerbe in den vergangenen Wochen schrittweise wieder öffnen konnten. Wir hoffen, dass sich dieser Effekt weiter fortsetzt.“

Die Arbeitslosenquote kletterte im Mai um 0,3 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent und liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und um 1,3 Prozentpunkte höher als im Mai 2019.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

Update, 12.21 Uhr - Familienministerin Trautner: „Kinder brauchen Kinder und Eltern eine Perspektive!“

Ab dem 15. Juni können erneut mehr Kinder ihre Kindertageseinrichtung wieder besuchen

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner: „Kinder brauchen Kinder! Auch den Eltern wollen wir eine Perspektive geben. Daher steht nun die nächste Ausweitung der Notbetreuung bevor: Ab dem 15. Juni 2020 können auch Kinder, die im Schuljahr 2021/2022 schulpflichtig werden, wieder in ihre Kitas gehen. 

Gleiches gilt für die Kinder, die am Übergang von der Krippe zum Kindergarten stehen. Damit können dann rund 80 Prozent der Kinder wieder ihre Einrichtungen besuchen. Ab dem 1. Juli 2020 wird das dann, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, wieder allen Kindern möglich sein.“

 „Aus pädagogischer Sicht wollen wir auch die Krippenkinder auf den Übergang in den Kindergarten vorbereiten und ihnen den Abschied von ihrer Einrichtung ermöglichen“, so Trautner. Auch Kinder, die im selben Haushalt leben und dieselbe Einrichtung besuchen, wie die jetzt für den Einrichtungsbesuch zugelassenen Kinder, können ebenfalls wieder betreut werden. Sie stellen kein zusätzliches Infektionsrisiko dar.

Update, 11.44 Uhr - Die Lage in den Landkreisen und der Region

Diplom-Mathematiker Dr. Christian Sievi klärt im vierten Teil seiner Serie "Coronavirus aus mathematischer Sicht" über die Lage in den Landkreisen und der Region auf - anhand von Zahlen.

Update, 11.13 Uhr - Arbeitsmarkt wegen Corona weiter stark unter Druck

„Der Arbeitsmarkt ist wegen der Corona-Pandemie weiterhin stark unter Druck. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind auch im Mai gestiegen, allerdings nicht mehr so stark wie im April. Bei der Beschäftigung sind erste Spuren sichtbar. 

Die Kurzarbeit hat das Niveau der Krise von 2009 deutlich überschritten. Die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin rückläufig, hat sich aber immerhin gefangen.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg. 

Die Arbeitslosenzahlen sind im Monat Mai um 169.000 auf 2.813.000 gestiegen. Das sind 577.000 Arbeitslose mehr als im Mai 2019. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent und verzeichnet auch im Vergleich zum Mai des vorigen Jahres ein Plus von 1,2 Prozentpunkten.

Update, 10.50 Uhr - Außenminister Heiko Maas hebt teilweise Reisebeschränkungen auf

Außenminister Maas erklärt in einer Pressekonferenz, dass die Reisewarnung für EU-Staaten zum 15. Juni aufgehoben wird. Ab dem 15. Juni soll es - je nach der Corona-Lage - individuelle Reisehinweise für die EU-Länder geben. Der Beschluss gilt für alle EU-Staaten sowie für Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein

Ab heute (3. Juni) dürfen EU-Bürger wieder nach Italien einreisen, um Urlaub zu machen.

Update, 10.16 Uhr - Hebt Maas heute die Reisewarnung auf? PK um 10.45 Uhr

Die Bundesregierung hatte bereits angekündigt, die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufzuheben, wenn die Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Der entsprechende Beschluss soll nach den Plänen von Bundesaußenminister Heiko Maas am Mittwoch gefasst werden.

Die Reisewarnung soll dann durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden. Außenminister Heiko Maas will sich dazu um 10.45 Uhr in einer Pressekonferenz äußern.

Update, 9.53 Uhr - Stadt Waldkraiburg sammelt für "Alltag mit Corona"

Die Stadt Waldkraiburg hat auf Facebook einen Sammlungsaufruf veröffentlicht. Gesucht werden Fotografien und Textbeiträge über den alltäglichen Umgang mit dem Coronavirus. Aber auch Alltagsgegenstände, die nach der Krise nicht mehr benötigt werden (z.B. selbstgenähte Mundschutzmaske) werden gerne angenommen. 

Das Waldkraiburger Stadtmuseum möchte den Ausnahmezustand im Zusammenhang mit der Coronakrise für nachfolgende Generationen verständlich machen. "Und dazu gehören nicht nur Dokumente über staatliche Verordnungen zur Pandemie, sondern auch die Menschen mit ihren Erfahrungen, Sorgen und Lösungsstrategien", so die Stadt.

Update, 9.01 Uhr - Streit über Mund-Nasen-Bedeckung eskaliert

Am Pfingstmontag (1. Juni) gegen 7.40 Uhr, kam es in einer Tankstelle in der Augsburger Innenstadt zu einer Auseinandersetzung, als ein 47 Jahre alter Mann die Tankstelle ohne eine entsprechende Mund-Nasen-Bedeckung betrat. Eine Angestellte machte ihn darauf aufmerksam und es kam zu einem Streitgespräch. 

In die Diskussion mischten sich schließlich zwei weitere Kunden ein. Die beiden 28 und 29 Jahre alten Männer stellten sich dem 47-Jährigen in den Weg und wollten diesen am Verlassen der Tankstelle hindern

Anschließend verlagert sich die Streitigkeit auf das Außengelände der Tankstelle. Hierbei soll einer der Männer den 47-Jährigen festgehalten haben, während der andere Mann mehrfach auf diesen einschlug und ihn zu Boden stieß. Dieser schlug daraufhin zurück und versuchte dann auf seinem Fahrrad zu flüchten. Dabei wurde er jedoch von dem 29-jährigen Kontrahenten eingeholt und zu Sturz gebracht.

Update, 8.15 Uhr -  RKI: Rund 6500 aktive Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es nach laut den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) rund 6500 aktive Corona-Fälle in Deutschland. Das RKI meldet 342 Neuinfektionen, damit steigt die Gesamtzahl auf 182.370. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 29 auf 8551 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 167.300.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist nach aktuellsten RKI-Angaben wieder unter die kritische Marke von 1,0 gerutscht, nämlich auf 0,89 (Datenstand 2.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,20 (Datenstand 1. Juni 0 Uhr) gelegen.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.813

+17

214

1,9

1.760

Bayern

47.138

+109

442

3,4

2.466

Berlin

6.874

+35

182

4,9

198

Branden­burg

3.273

-1

24

1,0

156

Bremen

1.447

+11

124

18,2

43

Hamburg

5.098

0

13

0,7

253

Hessen

10.080

+20

197

3,1

480

Mecklenburg-Vor­pommern

761

0

2

0,1

20

Nieder­sachsen

12.114

+49

384

4,8

596

Nord­rhein-West­falen

38.185

+85

577

3,2

1.607

Rhein­land-Pfalz

6.712

+8

65

1,6

230

Saarland

2.735

5

23

2,3

163

Sachsen

5.305

-4

43

1,1

212

Sachsen-Anhalt

1.707

0

7

0,3

55

Schles­wig-Holstein

3.106

+3

33

1,1

146

Thüringen

3.022

+5

95

4,4

166

Gesamt

182.370

+342

2.425

2,9

8.551

Update, 7.53 Uhr - R-Wert in München steigt weiter an

In München wurde am 2. Juni (Stand: 13.30 Uhr) lediglich ein neuer Corona-Fall bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.894 getestete Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.863 Personen, die bereits genesen sind, sowie 213 Todesfälle.

Die Reproduktionszahl für München steigt indes weiter und liegt nun bei 1,19 (Stand 1. Juni) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 119 Menschen neu anstecken. 

Update, 7.04 Uhr - Italien öffnet seine Grenzen für EU-Bürger

Nach rund drei Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen sind Italiens Grenzen wieder für Urlauber geöffnet. Die Reisefreiheit gilt seit Mittwoch für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Eine Virus-Quarantäne von zwei Wochen entfällt damit. Außerdem dürfen die Italiener selbst wieder unbeschränkt zwischen den 20 Regionen hin- und herfahren.

Wer von Bayern über Österreich fährt, muss jedoch Folgendes beachten: Die Durchreise ist mit dem Auto oder Bus nur ohne Zwischenstopp möglich, denn Österreich selbst öffnet seine Grenzen für den Tourismus offiziell erst wieder am 15. Juni. "Jeder, der an die Grenze nach Österreich kommt, muss sich verpflichten, durch Österreich ohne Zwischenstopp durchzufahren. Also weder mit einer Toilettenpause oder Tankpause", sagte Josef Schreier, Tiroler Landesregierung, gegenüber dem BR.

Italien ist von der Corona-Pandemie in Europa früh und mit voller Wucht getroffen worden. Bisher starben dort seit Februar rund 33.530 Menschen an oder mit der Covid-19-Krankheit. Am 10. März hatte die Regierung in Rom strenge Ausgangs- und Reisebeschränkungen verhängt. Diese Regeln wurden in mehreren Schritten gelockert. Mitte Mai hatte Rom die Reisefreigabe angekündigt. Die Ansteckungszahlen sind stark gesunken - sie lagen zuletzt teils unter den Werten in Deutschland.

Italien wirbt in Deutschland stark um Touristen. Die Urlaubsbranche dort klagt über Milliardenverluste. Nach Angaben der Regierung steuert der Tourismus rund 15 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. Allerdings fliegen viele Fluggesellschaften das Land noch nicht so regelmäßig an wie früher. In Deutschland gilt zudem eine Warnung für alle nicht notwendigen touristischen Reisen. Diese könnte nach bisherigen Überlegungen am 15. Juni enden.

Göttingen bereitet Hunderte Corona-Tests in Wohnanlage vor

Wegen eines Corona-Ausbruchs nach dem Zuckerfest will die Stadt Göttingen alle Bewohner einer Wohnanlage auf Covid-19 testen lassen. Das seien bis zu 700 Personen, hatte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) am Dienstag erklärt: "Die Testung wird zur Zeit vorbereitet in einer Arbeitsgruppe." Der Wohnkomplex am nördlichen Rand der Innenstadt ist laut Köhler der Schwerpunkt der Covid-19-Infektionen.

Nach privaten Feiern zum muslimischen Zuckerfest sind mehrere Hundert Menschen in Quarantäne. Es handele sich um 230 Personen in Stadt und Landkreis Göttingen sowie 140 im restlichen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, sagte die Leiterin des Krisenstabs in Göttingen, Petra Broistedt (SPD). Die Zahl der Infizierten lag zuletzt bei 80 Personen. Dieser Wert könne sich aber erhöhen, es stünden noch Testergebnisse aus.

Als Ursache für den Corona-Ausbruch sehen die Behörden die Feierlichkeiten im Rahmen des Zuckerfestes. Damit begehen Muslime das Ende des Fastenmonats Ramadan. Laut dem Oberbürgermeister war es dabei am 23. Mai zu Verstößen gegen Hygiene- und Abstandsregeln gekommen - allerdings nicht in den Moscheen. Es habe "private Begrüßungen und Feierlichkeiten" gegeben. Dazu reisten auch auswärtige Gäste an.

Im Kontext der Infektionen habe eine Shisha-Bar in Göttingen "eine nicht unwesentliche Rolle" gespielt. Dort sollen verschiedene Personen mit demselben Mundstück geraucht haben. Warum in der Bar gefeiert wurde, wird ebenfalls weiter untersucht.

Unter den Covid-19-Fällen sind auch 24 Kinder. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, schließt die Stadt alle Göttinger Schulen und einige im Landkreis für diese Woche. Danach soll es dort eine zweiwöchige Maskenpflicht geben. Auch vier Kitas bleiben zu.

mh/mw/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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