News-Ticker zur Corona-Pandemie

Merkel: Europa kann stärker aus Corona-Krise hervorgehen

Coronavirus - Österreich
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Österreichs Kanzler Sebastian Kurz

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings deutliche Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Mittwoch, 27. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2763, Landkreis Traunstein 1304, Landkreis Berchtesgadener Land 305, Landkreis Mühldorf 497, Landkreis Altötting 597 (46.885 in Bayern)
  • Todesfälle: Rosenheim 207, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 25, Altötting 57
  • Mindestens 8343 Todesopfer in Deutschland (2442 in Bayern) 
  • Bund und Länder einigten sich auf die Verlängerung der Kontaktbeschränkung (bis 29. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 17.21 Uhr - Das Autokino ist wieder da

Totgeglaubt und doch dank Corona-Beschränkungen wieder in aller Munde und auf dem Weg der Rückkehr ins moderne Leben: Autokinos werden nicht mehr nur diskutiert sondern auch aktuell angepackt. Die urige Institution feiert ab 28. Mai ihr Comeback am Salzburger Flughafen. Die „Parkplätze“ können online gesichert werden. Mit diesem ersten Schritt wird dank Corona vielleicht wirklich ein Revival des Retrokinos Realität.

Update, 21 Uhr - Merkel: Europa kann stärker aus Corona-Krise hervorgehen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Folgen der Corona-Pandemie mit einer stärkeren Zusammenarbeit in Europa bewältigen. "Europa kann aus der Krise stärker hervorgehen, als es in sie hineingegangen ist", sagte die Kanzlerin am Mittwochabend bei einer Online-Diskussion der Konrad-Adenauer-Stiftung, die Folgen der Corona-Pandemie für die im Juli beginnende sechsmonatige EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands in der Außen- und Sicherheitspolitik beleuchtete.

Die Corona-Krise habe "alles auf den Kopf gestellt", sagte Merkel. Sie zeige, dass grundlegende Veränderungen kurzfristig Entscheidungen mit langfristigen Wirkungen nötig machten. Die Verantwortung dürfe deswegen nicht an nationalstaatlichen Grenzen halt machen. Die Krise wird nach Angaben der Bundesregierung das zentrale Thema der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

Die Kanzlerin unterstrich auch die Bedeutung der Beziehungen zu den USA und übte Kritik an Russland. "Der wichtigste Partner Europas sind die Vereinigten Staaten von Amerika", sagte Merkel. "Dabei ist mir natürlich bewusst, dass die Zusammenarbeit mit Amerika derzeit schwieriger ist als wir uns dies wünschen würden".

Gleichwohl seien die transatlantischen Beziehungen "ein zentraler, tragender Pfeiler unserer Außen- und Sicherheitspolitik", betonte Merkel. Ihn zu erhalten sei im deutschen und europäischen Interesse. "Wir sollten nie vergessen, dass Europa nicht neutral ist. Europa ist Teil des politischen Westens."

Update, 19.59 Uhr - Österreichische Schule testet "Abstandswarngerät"

In Österreichs Schulen werden neue Wege im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus beschritten. Wie "VOL.AT" berichtet, testet eine Schule im Bundesland Vorarlberg, unweit der bayerischen Grenze, ein sogenanntes "Abstandsmeßgerät". Das Gerät mit dem Namen "Safedi" gibt laufend akustische und optische Signale ab, wenn zwei Personen einen vorab definierten Mindestabstand unterschreiten. Darüber hinaus würden die Geräte anonym speichern, welche Geräte sich im Laufe des Tages zu nahe kämen. 

Die Schule sieht dies als großen Vorteil - damit könne im Falle einer Infektion genau festgestellt werden, wer engen Kontakt zur infizierten Person gehabt hätte. Entwickelt wurde das Gerät vom Industrie- und Technologieunternehmen Heron. 

Update, 17.12 Uhr - Mehrheit der #BayernTrend Nutzer findet die Lockerungen "gerade richtig"

Wie die aktuelle Umfrage des Bayerischen Rundfunks auf Twitter zeigt, empfindet die Mehrheit der Teilnehmer der Umfrage die neuen Lockerungen als gerade richtig. Dafür sprechen die 67%, die ihre Stimme dafür abgegeben haben. Ihnen gegenüber stehen 18%, welche die Lockerungen als zu weitgehend empfinden und schließlich 13%, welche meinen, dass es ruhig noch mehr Lockerungen geben hätte können.

Update, 16.49 Uhr - Ab 8. Juni eröffnet das Rosenheimer Freibad wieder

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Die Bayerische Staatsregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am 26. Mai die Wiedereröffnung der Freibäder ab dem 08. Juni erlaubt. Die Stadtwerke Rosenheim öffnen ihr Freibad zu diesem Termin und haben die Becken, die Liegewiese und alle zugänglichen Bereiche für die Eröffnung vorbereitet – dies selbstverständlich unter Berücksichtigung bereits bekannter Vorgaben und zu erwartender Auflagen. „Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht und wir in den Pfingstferien wieder Badegäste begrüßen dürfen", sagt Bäderleiter Stephan Heidig. „Die aktuelle Situation erfordert Corona-bedingte Einschränkungen. So werden die Duschen und Umkleiden geschlossen bleiben und der Beckenumgang nicht als Liegefläche zur Verfügung stehen. Die Liegewiese, das Holzdeck sowie der Bereich um das Kleinkindbecken werden mit Markierungen versehen, die die Einhaltung des Mindestabstands erleichtern."

Während der Zeit des Wartens hat das Team der Rosenheimer Bäder auch technische Veränderungen vorgenommen. So wurden zum Beispiel an den Außenduschen Durchlauferhitzer angebracht, um den Badegästen sicheres Duschen mit erwärmtem Wasser zu ermöglichen.

Auf Basis des von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) ausgearbeiteten Pandemieplans wird die maximale Zahl der Badegäste begrenzt. Zur besseren Übersicht über die tatsächlichen Besucherzahlen wird der Ein- und Ausgang auf den Haupteingang an der Chiemseestraße beschränkt. Außerdem werden entsprechende Hinweisschilder und Markierungen angebracht, um den Besucherstrom zu lenken und damit Warte- und Aufenthaltszeiten vor dem Eingang möglichst kurz zu halten.

„Unsere Badegäste sind ja bereits in anderen Bereichen – sei es beim Einkaufen oder seit ein paar Tagen auch in der Gastronomie – an die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln gewohnt. Wir gehen daher davon aus, dass auch beim Aufenthalt in unserem Rosenheimer Freibad Vernunft und Sicherheitsbewusstsein das Verhalten der Badegäste leiten werden und freuen uns auf eine schöne Freibadsaison." Der Kiosk wird geöffnet, so dass auch die kleinen und großen Leckermäuler auf ihre Kosten kommen. 

Pressemitteilung der Stadtwerke Rosenheim

Update, 16.24 Uhr - Mühldorf hat nach drei Tagen wieder einen Corona-Fall

Nach einem nahezu perfekten Wochenende ohne Neuinfektionen meldet das Landratsamt Mühldorf einen neuen bestätigten Fall von Corona. Aktuell werden alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um die betroffenen Kontaktpersonen des Patienten zu ermitteln und ein erneutes Ansteigen der Infektionszahlen zu verhindern.

Aktuell liegt die Gesamtzahl der Infektionen bei 498 wovon 463 wieder genesen sind. 4 der 8 aktiven Covid-19 Fälle werden aktuell stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz wird als 2,6 angegeben.

Update, 16.08 Uhr - Weder Neuinfektionen noch Todesfälle im Berchtesgadener Land

Das Landratsamt Berchtesgadener Land titelt in einer aktuellen Pressemitteilung mit, der Überschrift "Seit Montag kein neuer Corona-Infektions- oder Todesfall im Berchtesgadener Land". Der aktuelle Meldestand beläuft sich damit nach wie vor auf 305 gemeldete Corona-Fälle.

Ebenfalls unverändert ist so auch die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 Infektionen bei 24. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert fällt damit auf 3,8 während immer mehr Personen genesen. Es ist von bisher 274 gesundeten Personen die Rede. 

Update, 16.03 Uhr - Drei neue Fälle in Rosenheim, keine neuen Todesfälle

Wie das Landratsamt Rosenheim mitteilt, wurden in Rosenheim drei neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt wurden damit in Rosenheim 276 3 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Personen registriert.

Im Zusammenhang mit Covid-19 gab es keine weiteren Toten. Damit liegt der aktuelle 7-Tage-Inzidenz-Wert für den Landkreis Rosenheim bei 11,88. In Intensivbehandlung befinden sich im Moment noch 14 Personen.

Update, 15.50 Uhr - Landratsamt Traunstein: Sechs Neuinfektionen

Den aktuellen Zahlen des Landratsamts Traunstein zufolge, liegen derzeit sechs Neuinfektionen vor. Damit liegen im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Traunstein 142 aktive Corona-Fälle und insgesamt 1304 bestätigte Fälle vor.

Davon gelten mittlerweile aber mindestens 1075 Personen als genesen. Das sind vier Personen mehr als gestern. Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Moment bei 10,73. Leider gibt es im Landkreis Traunstein einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Corona, wodurch die Todeszahl auf 87 steigt.

Update, 15.26 - Bayern hat sich durch Corona am stärksten verschuldet

Eine aktuelle Auflistung des Landesrechnungshofs Schleswig-Holstein zeigt, dass sich Bayern wegen der Corona-Pandemie von allen Bundesländern am stärksten verschuldet hat. Auf den Einwohner heruntergebrochen nimmt Bayern nämlich Nettokredite in Höhe von 3049 Euro pro Einwohner auf.

Es folgen Bremen mit 1754 Euro, Sachsen mit 1473 Euro und Nordrhein-Westfalen mit 1393 Euro, welche als Kredit aufgenommen werden. Der bundesweite Wert liegt umgerechnet bei 1876 Euro.

Update, 15.05 Uhr - Rosenheim: ÖPNV Dauertickets können zurückgegeben werden

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Rosenheim - Bei der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 19.05.2020 hat Stadträtin Sonja Gintenreiter die Frage aufgeworfen, wie angesichts des Notfahrplans des Stadtverkehrs Rosenheim mit Zeitkarten umgegangen wird.

Dazu hat Ingmar Töppel, Geschäftsführer der Stadtverkehr Rosenheim GmbH, die den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Rosenheim privat und eigenwirtschaftlich betreibt, mitgeteilt: Dauertickets, zu denen z.B. Halbjahres- und Jahreskarten gehören, können von den Kundinnen und Kunden des Rosenheimer Busverkehrs zurückgegeben werden. Sie erhalten im Gegenzug einen Gutschein für die nicht verbrauchten Monate, um diesen dann später wieder als Fahrkarte einlösen zu können. Für weitere Informationen steht das Ticketcenter der Firma Kroiss in der Stollstraße 1, Telefon 08031-15002 zur Verfügung.

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Update, 15 Uhr - Keine neuen Infektionen in Altötting gemeldet

Nach der aktuellen Mitteilung des Landratsamts Altötting liegen derzeit keine Meldungen über neue Corona-Infektionen vor. Die Gesamtzahl der registrierten Fälle bleibt damit bei 597. Davon sind 57 verstorben und 522 wieder genesen.

Update, 14.56 Uhr - Gutscheinlösung für abgesagte Reisen - Reisende können auch ablehnen

Wie die Bundesregierung auf Facebook mitteilte wird die Gutscheinlösung bei abgesagten Reisen angeboten, "um Insolvenzen in der Reisebranche zu verhindern". Verbraucher sollen so einen Gegenwert für den entfallenen Urlaub erhalten und die Unternehmen nicht zu stark belastet werden. Der aktuell interessanteste Aspekt: Ein Gutschein kann auch abgelehnt werden.

Update, 14.30 Uhr - LGL Bayern verzeichnet neue Corona-Fälle

Die neu veröffentlichten Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit verzeichnen 78 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Damit ist die Anzahl der Corona-Fälle in Bayern auf 21.293 angestiegen. Leider sind auch sieben neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona aufgeführt, was die Summe der Todesfälle auf 944 treibt.

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

Fälle der letzten 7 Tage

7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

21.293

(+ 78)

454,38

317

6,76

944

(+ 7)

Niederbayern

4.692

(+ 15)

378,84

55

4,44

276

(+ 1)

Oberpfalz

5.227

(+ 17)

471,21

189

17,04

352

(+ 3)

Oberfranken

3.719

(+ 16)

348,39

117

10,96

220

(+ 5)

Mittelfranken

4.734

(+ 4)

267,40

37

2,09

270

(+ 7)

Unterfranken

3.420

(+ 6)

259,66

31

2,35

183

-

Schwaben

3.800

(+ 4)

201,30

27

1,43

197

-

Gesamtergebnis

46.885

(+ 140)

358,54

773

5,91

2.442

(+ 23)

Update, 13.48 Uhr - Waldbad Waldkraiburg startet am 11. Juni

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Dienstag (26. Mai) offiziell verkündet, dass ab 8. Juni Freibäder wieder öffnen dürfen. Das Waldbad in Waldkraiburg startet am Donnerstag (11. Juni) wieder seinen Betrieb

Schon jetzt steht fest, dass es keine Saisonkarten geben wird und auch der 17 Uhr-Tarif muss in dieser Saison zur besseren Besucherlenkung entfallen, so die Stadt auf Waldkraiburg auf ihrer Facebook-Seite.

Update, 13.07 Uhr - Österreichs Kanzler kündigt weitere Lockerungen an

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will in der Corona-Krise zeitnah in eine "Phase der Eigenverantwortung" eintreten. In dieser soll es dann weniger, aber dafür sehr klare Regeln im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus geben, sagte der 33-Jährige am Mittwoch in Wien. Details will der konservative Politiker am Freitag bekannt geben. Ziel sei es, dass "so viel Freiheit und Hausverstand wie nur irgendwie möglich" wieder in den Alltag einkehren können. Das Gesundheits- sowie das Innenministerium arbeiten laut Kurz derzeit an einem Konzept.

Österreich ist in den vergangenen Wochen bereits viele Schritte in Richtung des Alltags vor der Corona-Krise gegangen. Seit fast zwei Wochen dürfen Gastronomen ihre Betriebe wieder öffnen, am Freitag folgen Hotels und alle weiteren Beherbergungsbetriebe sowie Freizeiteinrichtungen. Kulturveranstaltungen sind dann mit bis zu 100 Besuchern wieder erlaubt. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist durch die Lockerungen bisher nicht gestiegen. In den vergangenen Tagen lag sie stets unter 50. Rund 700 Menschen sind laut Gesundheitsministerium aktuell in Österreich an Covid-19 erkrankt.

Update, 12.23 Uhr - Schwerpunktpraxis am Volkfestfestplatz Mühldorf nur noch bis Montag

Die Schwerpunktpraxis am Volkfestplatz Mühldorf für Patienten mit Atemwegserkrankungen wird nach dem Pfingstwochenende wieder geschlossen, berichtet das Mühldorfer Landratsamt. Hintergrund ist, dass die Zahl der Patienten deutlich gesunken ist. 

Der Versorgungsarzt für den Landkreis Mühldorf, Peter Wapler, bittet die Patienten ab Dienstag, 02. Juni, sich bei Beschwerden an die eigene Hausarztpraxis zu wenden und außerhalb der Praxisöffnungszeiten an den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117. 

Sollten die Infektionszahlen erneut ansteigen, kann die Praxis jederzeit wieder reaktiviert werden.

Update, 11.47 Uhr - Restaurantchef weist Vorwürfe wegen Corona-Infektionen zurück

Nach mehreren Corona-Infektionen in einem Restaurant im Kreis Leer hat der Gaststättenbetreiber die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Bei der Wiedereröffnungsveranstaltung im Restaurant "Alte Scheue" in Moormerland habe es sich am 15. Mai nicht um eine private Party gehandelt. Es seien seitens des Betreibers alle Voraussetzungen erfüllt worden, die gemäß Paragraf 6 der niedersächsischen Corona-Verordnung vorgeschrieben seien, hieß es am Mittwoch in einer schriftlichen Erklärung mit Datum vom 26. Mai der Rechtsanwälte des Restaurantbetreibers. 

So seien die Tische in einem Mindestabstand von zwei Metern angeordnet und nur mit Gästen aus zwei Haushalten besetzt worden. Der Abstand von mindestens eineinhalb Metern zwischen den Gästen sei jederzeit eingehalten worden. Auch habe es lückenlos geführte Listen mit den Daten der Gäste gegeben. Nach aktueller Kenntnis hätten offenbar bereits drei Gäste vor dem Abend Symptome gezeigt, die auf eine Covid-19-Infektion hindeuteten. Diese seien im Nachhinein auch positiv getestet worden. "Ohne das unverzügliche Einschreiten des Betreibers wären die Neuansteckungen nicht zeitnah aufgefallen beziehungsweise nachverfolgt worden", hieß es in der Erklärung.

Corona-Ausbruch in Restaurant in Niedersachsen

Update, 11.02 Uhr - Sonderbudget für digitale Leihgeräte in Bayern

„Alle Schülerinnen und Schüler sollen beim „Lernen zuhause“ in der Coronakrise gute Bedingungen vorfinden“, betont Kultusminister Michael Piazolo. Das neue Ausstattungsprogramm des Bundes zum DigitalPakt Schule im Umfang von 500 Millionen Euro soll Schülerinnen und Schülern beim digitalen Lernen zu Gute kommen. Kultusminister Piazolo hat am Freitag, den 22. Mai, die entsprechende Bund-Länder-Vereinbarung für den Freistaat Bayern unterzeichnet. „In Bayern werden wir ein Sonderbudget für digitale Leihgeräte zur Verfügung stellen. Wir wollen die Schülerinnen und Schüler unterstützen, die zu Hause über keine geeignete digitale Ausstattung verfügen. Die Familien sollen schnell und unbürokratisch digitale Endgeräte nutzen können.“

Das neue Ausstattungsprogramm sei ein weiterer wichtiger Baustein im digitalen Gesamtpaket für die bayerischen Schulen, das auf Grundlage der Digitalisierungsmilliarde von Bund und Freistaat sowie der digitalen Plattformen mebis und Microsoft Teams geschnürt wurde. Mit den dem Freistaat zustehenden zusätzlichen Mitteln in Höhe von rund 78 Mio. Euro werden die Familien in der aktuellen Ausnahmesituation unkompliziert und effektiv unterstützt. Bereits vorhandene Bestände an Leihgeräten können nun deutlich ausgebaut werden.

Update, 10.24 Uhr - Hygiene-Konzept für Bordelle entwickelt

Seit der Corona-Krise steht auch der erotische Dienstleistungsbereich still. Um die Beschäftigten vor der Armut zu schützen, wurde nun ein Hygiene-Konzept für Bordelle entwickelt

Wann die Beschränkungen aufgehoben werden, ist bisher noch unklar. "Zum Teil geht die Prostitution im Verborgenen aber weiter, etwa in Fahrzeugen, im Freien oder bei Freiern", sagt Wege gegenüber der dpa. Um den erotischen Dienstleistungssektor langsam wieder zu reaktivieren, hat der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) nun ein Hygiene-Konzept entwickelt. Auf knapp neun Seiten wurden Regelungen für den Besuch im Bordell, Haus- und Hotelbesuche und den Straßenstrich vorgeschlagen.

Doch die "erotischen Dienstleistungen" sind eingeschränkt. Auf folgende Auflagen könnten sich künftige Kunden vorbereiten:

  • Alle Dienstleistungen sind ausschließlich mit Mund-Nasen-Bedeckung/Mundschutz möglich 
  • Keine oralen Praktiken 
  • Während der Dienstleistung muss mindestens eine Unterarmlänge Abstand zwischen den Köpfen der beiden Personen sein 
  • Anale Praktiken werden ausschließlich mit Handschuhen durchgeführt

Spaß im Whirlpool ist erlaubt, solange der Mundschutz anbehalten wird. Nach dem Verkehr muss der Raum mindestens zehn Minuten durchgelüftet und alle Oberflächen wie Stühle und Liegen müssen desinfiziert werden. Kleidung und Bettwäsche muss nach dem Akt gewechselt und in die Waschmaschine gegeben werden.

Außerdem müssen von jedem Kunden die Kontaktdaten dokumentiert und für mindestens vier Wochen aufbewahrt werden, um eine mögliche Infektionskette nachzuverfolgen.

Update, 9.41 Uhr - Weltweit mehr als 5,5 Millionen Infizierte und 350.000 Todesfälle

Weltweit sind inzwischen mehr als 350.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Mehr als drei Viertel der insgesamt 350.196 Todesopfer wurden in Europa und den USA verzeichnet, wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben hervorgeht. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen stieg bis Mittwoch auf mehr als 5,5 Millionen.

Europa ist mit 173.713 Toten und mehr als zwei Millionen Infektionen weiter der am stärksten betroffene Kontinent. Die USA sind weiterhin mit großem Abstand das Land mit den meisten Corona-Toten weltweit. 98.929 Infizierte starben in den Vereinigten Staaten. Dahinter folgen Großbritannien mit 37.048 Toten, Italien mit 32.955 Toten, Frankreich mit 28.530 Toten und Spanien mit 27.117 Toten.

Die offiziellen Daten stellen vermutlich allerdings nur einen Bruchteil der tatsächlichen Infektionszahlen dar, da in vielen Ländern wenig getestet wird.

Update, 9.03 Uhr - Fast 300.000 Anträge für bayerischen "Corona-Pflegebonus"

Der bayerische Corona-Pflegebonus von bis zu 500 Euro stößt weiter auf großes Interesse. "Die Bearbeitung der Anträge läuft auf Hochtouren. Mittlerweile liegen fast 300.000 Anträge vor. In mehr als 50.000 Fällen konnten schon Bewilligungsbescheide verschickt werden", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Konkret sind aktuell (Stand: 26. Mai) 297.205 Anträge beim Landesamt für Pflege eingegangen, 52.354 Anträge wurden bereits positiv verbeschieden.

Den Antrag auf den Corona-Pflegebonus können unter anderem Pflegende in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, stationären Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten stellen. Auch Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und nichtärztliche Einsatzkräfte im Rettungsdienst gehören zum begünstigten Personenkreis.

Update, 8.27 Uhr - 362 Neuinfektionen und 47 Todesfälle in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts für Infektionskrankheiten (RKI) um 362 auf 179.364. Binnen 24 Stunden sind 47 weitere Menschen an den Folgen der Virusinfektion gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Deutschland beläuft sich demnach laut RKI auf 8349.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage- Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.500

+34

311

2,8

1.724

Bayern

46.458

+2

631

4,8

2.404

Berlin

6.673

+21

128

3,4

193

Brandenburg

3.246

+10

33

1,3

154

Bremen

1.322

+9

65

9,5

42

Hamburg

5.072

+3

23

1,2

242

Hessen

9.860

+56

314

5,0

466

Mecklenburg-Vor­pommern

760

0

9

0,6

20

Niedersachsen

11.678

+32

330

4,1

578

Nordrhein-West­falen

37.541

+146

712

4,0

1.577

Rhein­land-Pfalz

6.611

+11

67

1,6

229

Saarland

2.730

+3

21

2,1

160

Sachsen

5.247

+11

69

1,7

208

Sachsen-Anhalt

1.698

0

12

0,5

55

Schles­wig-Holstein

3.070

+3

53

1,8

140

Thüringen

2.898

+21

109

5,1

157

Gesamt

179.364

+362

2.887

3,5

8.349

Update, 7.53 Uhr - Trotz Lockerungen: Viele Münchner Gastronomen sauer

Das Münchner Kreisverwaltungsreferat (KVR) hat bereits rund 220 Anträge zur Erweiterung oder Neuanschaffung von sogenannten "Freischankflächen" vorliegen. 70 davon sollen auf Flächen, die eigentlich als Parkplätze, dienen, geschaffen werden. Diese Erleichterung soll vor allem Lokalen nützen, die während der corona-bedingten Schließungen in große Schwierigkeiten geraten sind und jetzt ihre Kapazitäten, die wegen der Corona-Regeln weiter eingeschränkt sind, erweitern möchten.

Doch die neue Möglichkeit sorgt auch für Ärger. Denn wie die Münchner Abendzeitung berichtet, dürfen derartige Anträge nur von den rund 2.500 Schank- und Speisewirtschaften in der Landeshauptstadt gestellt werden. Eisdielen (sog. "Speiseeiswirtschaften") sind dagegen ausgeklammert. "Das ist kein Spaß. Bei uns zählt jeder Tag", sagt Robert Maier-Kares vom "Eismeer" der Zeitung. Andere Gastronomen wiederum sprachen im Zusammenhang mit der Umsetzung von "bürokratischem Irrsinn". Inzwischen ist das KVR mit seinen strengen Auflagen (z.B. Abstände zu Ampeln, Wohnhäusern etc.) jedoch etwas zurückgerudert.

Update, 7.16 Uhr - 37 Neuinfektionen in München

In München wurden am Dienstag, 26. Mai (Stand 13.30 Uhr), 37 neue Corona-Fälle bestätigt, damit steigt die Zahl im Vergleich zu den letzten Tagen, in denen die bestätigten Neuinfektionen im einstelligen Bereich lagen, wieder an. In der Landeshauptstadt wurden damit bislang insgesamt 6.783 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.720 Personen, die bereits genesen sind, sowie 212 Todesfälle.

Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,83 (Stand 21.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 83 Menschen neu anstecken. Je weiter die Reproduktionszahl über 1 liegt, desto schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, desto weniger Neuinfektionen sind zu verzeichnen.

Update, 6.33 Uhr - Über 179.200 Corona-Nachweise in Deutschland - mindestens 8343 Tote

Bundesweit sind bis zum Dienstagabend mehr als 179.200 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. 24 Stunden zuvor lag die gemeldete Zahl bei mehr als 178.800 Fällen. Mindestens 8343 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben vom Dienstag zufolge bislang bundesweit gestorben (Stand Montagabend: 8281). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag bei 0,70 (Datenstand 26.5. 0 Uhr; Montag 0,83). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel sieben weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 26.5. 0.00 Uhr) bei 0,78. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Vorbericht - Bund und Länder verlängern Kontaktbeschränkungen bis Jahresmitte

Das Leben im Lockdown geht weiter: Mindestens noch einen ganzen Monat werden die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie gelten. Aber immerhin dürfte es fast überall in Deutschland ab dem 6. Juni Lockerungen geben.

Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen sich alle Menschen in Deutschland bei Treffen im Freien mindestens bis zur Jahresmitte weiter stark zurückhalten. Die Kontaktbeschränkungen werden bis zum 29. Juni verlängert, wie Bund und Länder am Dienstagabend vereinbart haben. Schon ab dem 6. Juni können allerdings die Länder weitere Lockerungen gestatten - etwa, dass sich künftig maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen.

Verabredet wurde der Kompromiss von den Staatskanzleien der Länder und dem Kanzleramt. Thüringen hält sich aber einen Sonderweg für weitergehende Lockerungen offen - und gab dies zu Protokoll. Auch Niedersachsen und Hessen wollen nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" anders verfahren - allerdings strenger.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Verständnis, dass die Länder selbst die Beschränkungen steuern wollen. "Das Ziel haben wir gemeinsam, die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren und im Griff zu behalten. Aber die unterschiedlichen Lagen erlauben dann natürlich auch eine unterschiedliche Herangehensweise", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeine" (Mittwoch).

Mitten in der Debatte über Lockerungen der Corona-Beschränkungen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch mit den sechs ostdeutschen Regierungschefs. Bei der Videokonferenz soll es unter anderem um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und um die Stärkung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Osten gehen. Thema dürften aber auch Bestrebungen einiger der Länder sein, die Corona-Auflagen deutlich zu lockern und mehr mit Geboten als mit Verboten zu arbeiten.

Bundesweiter Vorreiter ist hier Thüringen: Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte sich in den vergangenen Tagen für eine neue Strategie ausgesprochen, wonach es keine vom Land zentral verordneten Corona-Beschränkungen mehr geben sollte, sondern nur lokale Regeln. Dieses Vorpreschen war bundesweit auf viel Kritik, aber auch auf Zustimmung gestoßen.

Bund und Länder bekräftigten am Dienstagabend ihre Empfehlung, die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, möglichst gering und den Kreis möglichst konstant zu halten. Auch bei privaten Zusammenkünften zu Hause in geschlossenen Räumen sollen die Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden, hieß es. Die Zahl der Personen sollte der Größe der Räume entsprechen "und für ausreichend Belüftung gesorgt werden". Wo die Möglichkeit bestehe, sollten private Zusammenkünfte im Freien erfolgen, wegen des erheblich geringeren Infektionsrisikos. "In jedem Falle soll die Nachvollziehbarkeit der Teilnehmer gewährleistet sein", hieß es.

Die Umsetzung der Maßnahmen liegt wie bisher bei den Ländern. Auch strengere Beschränkungen sind möglich, "wo die regionale Dynamik im Infektionsgeschehen dies erfordert".

Dem Beschluss liegt nach der Mitteilung die Einschätzung zugrunde, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland auch einen Monat nach Beginn der Lockerungsmaßnahmen auf niedrigem Niveau ist. Dieser Erfolg beruhe wesentlich darauf, dass in allen relevanten Bereichen Abstands- und Hygieneregeln umgesetzt und eingehalten worden sind, stellen Bund und Länder fest.

mh/mw/mda/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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