News-Ticker zur Corona-Pandemie

156.200 Corona-Nachweise in Deutschland - Läden mit über 800 Quadratmetern dürfen  wieder öffnen 

Coronavirus - Maskenpflicht in Rosenheim
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Rosenheim: Eine Kundin wird in einem Lebensmittelgeschäft in der Gemüseabteilung bedient und trägt eine Maske als Mund- und Nasenschutz. In Rosenheim gilt wegen der Corona-Pandemie seit 22. April eine Maskenpflicht. Wer ein Geschäft besucht oder den Nahverkehr nutzt, muss in Stadt und Landkreis Mund und Nase verhüllen.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Montag, 27. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.423, Landkreis Traunstein 1.096, Landkreis Berchtesgadener Land 281, Landkreis Mühldorf 469, Landkreis Altötting 571
  • Mindestens 5.750 Todesopfer in Deutschland (1.636 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 3. Mai)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 21.09 Uhr - Mehr als 156.200 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Montagabend mehr als 156.200 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 155.400 Infektionen). Mindestens 5842 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 5734).

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Sonntag wie zuvor bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht.

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 114.500 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 41.400 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1636 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 31.800 Fällen und mindestens 1131 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 31.100 bestätigten Fällen und mindestens 1269 Toten.

dpa

Update, 20.24 Uhr - Katastrophenschutz Rosenheim beobachtet Zahlen nach Lockerungen genau

Stadt und Landkreis Rosenheim sind besonders vom Coronavirus betroffen. Der Katastrophenschutz Rosenheim beobachtet jetzt genau, wie sich die Lockerungen auf die Infektionszahlen auswirken werden. Sollte es zu einer zweiten Corona-Welle kommen, "dann wären wir von den Kliniken her ganz gut gerüstet", so Dr. Michael Städtler, Ärztlicher Leiter des Katastrophenschutzes Rosenheim im "ARD Extra" am 27. April.

Update, 19.17 Uhr - Zusätzliche Schutzausstattung für Feuerwehren im Landkreis Rosenheim

Nachdem am Anfang der Corona-Pandemie die Feuerwehren im Landkreis Rosenheim aufgefordert wurden, überzählige Schutzmasken und Handschuhe zu sammeln und dem Katastrophenschutz zur Verfügung zu stellen, ist es nun wieder an der Zeit, aus dem aktuell ausreichenden Materialbestand alle Feuerwehren im Landkreis Rosenheim mit einem Grundpaket an Schutzausstattung und Desinfektionsmitteln auszustatten. 

Am Samstag kommissionierte die Mannschaft vom THW OV Bad Aibling die kurzfristig festgelegten Mengen, um die Kameraden der Feuerwehren für deren Eigenschutz entsprechend auszustatten und damit die Einsatzbereitschaft zu unterstützen. Über 100 Lieferungen wurden zusammengestellt und warten jetzt auf ihre Abholung. Durch das THW Bad Aibling wird aktuell der Bestand an Schutzausstattung des Landkreises Rosenheim vorgehalten, die Anforderungen von allen Bedarfsträgern kommissioniert und gemäß der jeweiligen Zuweisung durch die örtliche Einsatzleitung im Landkreis Rosenheim ausgegeben.

Pressemitteilung THW Bad Aibling 

Update, 17.43 Uhr - Am Beispiel Berchtesgaden: der erste Tag mit offenen Läden

Beinahe alle Läden haben nun wieder geöffnet, wenn auch mit strengen Auflagen und Mundschutzpflicht für die Kunden. Aber das Angebot wurde allerorten gut genutzt: "Mit dem Kundenansturm haben wir nicht gerechnet", bekam unsere Reporterin Christine Stanggassinger von einer Ladeninhaberin in Berchtesgaden zu hören. Wir haben uns umgehört, wie der erste Tag mit offenen Geschäften in der Marktgemeinde verlief

Update, 17.15 Uhr - Auch Läden mit über 800 Quadratmetern dürfen wieder öffnen

Durchbruch für alle großen Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche. Ihnen blieb die Wiedereröffnung bislang verwehrt, doch Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) bestätigte nun dem Münchner Merkur: "Wir bleiben bei der Beschränkung auf 800 Quadratmeter, aber erlauben auch größeren Geschäften die Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter zu begrenzen." Die Infektionsschutzverordnung solle am Dienstag im Kabinett an die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs angepasst werden.

Die Entscheidung steht in Zusammenhang mit dem heutigen Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Das Gericht erklärte das Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig. Wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Läden sei dies ein Verstoß gegen das Grundgesetz. Aber: Die Vorschrift der Staatsregierung wurde damit vom Gericht noch nicht außer Kraft gesetzt. 

Update, 17.03 Uhr - 13 Infizierte in Traunreuter Asylunterkunft

Am Montag kam es in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Traunreut erneut zu einem größeren Polizeieinsatz. Der Grund: Bei 13 Bewohnern stellte sich ein Test auf Coronaviren als positiv heraus. Sie wurden, zusammen mit ihren Familienmitgliedern, in eine andere Unterbringung im Landkreis gebracht, um eine räumliche Trennung zu gewährleisten. Seit dem Bekanntwerden des ersten Corona-Falles in der Traunreuter Asylbewerberunterkunft am 11. April wurden alle 184 Bewohner unter Quarantäne gestellt. 

Traunreut: Polizei im Großeinsatz - 13 weitere Corona-Fälle in Asyl-Unterkunft

 © FDL/Bemi
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Update, 16.38 Uhr - Polizei München beendet Party auf offener Straße

Über 5.300 Mal kontrollierte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis zwischen Sonntag, 6 Uhr, und Montag, 6 Uhr, bezüglich der bestehenden Ausgangsbeschränkungen. Dabei wurden exakt 165 Verstöße gezählt.

Einer davon ereignete sich in der Nacht auf Montag gegen 1.55 Uhr im Stadtteil Schwabing. In der Petra-Kelly-Straße bemerkten Beamte eine Personengruppe, die die erforderlichen Mindestabstände nicht einhielt und zudem auch fleißig Alkohol konsumierte. Die fünf Münchener im Alter zwischen 18 und 20 Jahren erhielten Platzverweise und Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Update, 16.15 Uhr - Neue Zahlen aus Mühldorf und Traunstein

Nur zwei neue Corona-Infizierte gibt es seit Sonntag im Landkreis Mühldorf, wie das Gesundheitsamt nun mitgeteilt hat. Dabei handelt es sich um zwei Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 469 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 292 bereits wieder genesen, 23 davon werden stationär behandelt.

Anders sieht es dagegen im Landkreis Traunstein aus: Dort kamen nun 21 weitere Corona-Fälle hinzu, die Gesamtzahl der Infizierten steigt damit auf 1096. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 51 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich acht Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (fünf in Traunstein und drei in Trostberg).

Neue Todesfälle werden aus beiden Landkreisen glücklicherweise nicht gemeldet. 

Update, 15.42 Uhr - Wirt aus Ischgl: "Hätten einiges anders gemacht..."

Der Skiort Ischgl gilt seit Ausbruch der Coronakrise als "Hotspot", über den sich das Virus über halb Europa verbreitet hat. Der Betreiber der Après-Ski-Bar "Kitzloch" hat sein Vorgehen nun bedauert. "Im Nachhinein hätten auch wir wahrscheinlich einige Sachen anders gemacht. (...) Wir haben aber einfach die Anweisungen befolgt, die wir bekommen haben und darauf vertraut, dass uns die Experten die richtigen geben", sagte Bernhard Zangerl in der ORF-Nachrichtensendung "Zeit im Bild".

Der Wirt der Bar "Kitzloch" in Ischgl äußerte sich nun gegenüber dem ORF.

Das "Kitzloch" war besonders in die Schlagzeilen geraten, weil es sich beim ersten bestätigten Corona-Fall in Ischgl um einen Mitarbeiter dieses Lokals handelte. Die Bar wurde nach diesem Test geschlossen. Dem Land Tirol wird aber vorgeworfen, dass es schon früher hätte handeln und den Skibetrieb samt der Après-Ski-Partys hätte stoppen müssen. Erste Hinweise auf Ansteckungen in Ischgl gab es bereits am 5. März. Erst am 13. März wurde über Ischgl die Quarantäne verhängt. Jeder Politiker und jeder Entscheidungsträger hätte sich damals gewünscht, mit Stand des heutigen Wissens entscheiden zu können, sagte Zangerl.

Update, 15.25 Uhr - "Nur" 26 Neuinfektionen in München

Die Stadt München meldete am Montag (Stand: 27. April) insgesamt 26 neue Coronafälle. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.607 Infektionen gemeldet. Bislang gab es 143 Todesfälle.

Update, 15.04 Uhr - Nur ein neuer Fall im Raum Altötting

Auch das Gesundheitsamt Altötting meldete am Montag nur einen äußerst moderaten Anstieg von Coronafällen. Insgesamt wurde seit der letzten Meldung nur eine einzige neue Infektion in Stadt und Landkreis bekannt (Stand: 27. April). Es handelt sich dabei um eine Frau aus Neuötting. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten auf 571 Personen. 325 Personen davon gelten bereits als genesen. Bislang gab es im Raum Altötting 37 Todesfälle.

Update, 14.49 Uhr - Weitere Todesopfer in Bayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldete am Montag in seiner neuesten Corona-Statistik (Stand: 27. April, 10 Uhr) 23 neue Todesfälle in Bayern. Damit steigt die Gesamtzahl auf 1.636 Tote. Insgesamt gibt es im Freistaat nun 41.415 Infizierte. Knapp die Hälfte davon (18.603) stammt aus dem am stärksten von der Pandemie betroffenen Regierungsbezirk Oberbayern.

Regierungsbezirk

Fälle

+ zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

+ Todesfälle

Oberbayern

18.603

(+ 38)

396,98

569

(+ 4)

Niederbayern

4.190

(+ 10)

338,30

206

(+ 1)

Oberpfalz

4.601

(+ 15)

414,78

240

(+ 3)

Oberfranken

3.155

(+ 17)

295,56

143

(+ 2)

Mittelfranken

4.132

(+ 13)

233,39

175

(+ 2)

Unterfranken

3.143

(+ 12)

238,63

151

(+ 4)

Schwaben

3.591

(+ 15)

190,23

152

(+ 7)

Gesamtergebnis

41.415

(+ 120)

316,71

1.636

(+ 23)

Update, 14.35 Uhr - Positiver Trend im Raum Rosenheim?

Über das Wochenende wurden im Bereich des Gesundheitsamtes Rosenheim insgesamt 31 neue Coronavirus-Fälle dokumentiert (Stand: Sonntag, 26. April, 24 Uhr). Damit steigt die Gesamtzahl in Stadt und Landkreis Rosenheim auf 2.423 infizierte Personen. Bislang gab es 133 Tote. Von den Verstorbenen waren sechs Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 83 Jahre alt.  

Bei den Behörden sieht man einen positiven Trend: Da aktuell keine exponentielle Entwicklung mehr vorliege, ist die Zahl der in den jeweils letzten sieben Tage aufgetretenen Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner der Verdoppelungszeit vorzuziehen, teilte das Landratsamt mit. "Aus den Daten ergibt sich, dass sich der Trend der abnehmenden Fallzahlen und die Unterbrechung der Infektionsketten verstetigt hat", so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim. 

Dennoch wird nach wie vor ausdrücklich darum gebeten, sich an die bestehenden Regeln und Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. "Jede engere Begegnung mit einem anderen Menschen birgt im Moment die Gefahr einer Übertragung von SARS-CoV-2. Dies gilt auch im Kontakt mit Menschen, die bisher keine Symptome zeigen", warnte Dr. Hierl.

Update, 14.15 Uhr - Zwei neue Fälle im Berchtesgadener Land

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Berchtesgadener Land wurden zwei neue Coronafälle gemeldet (Stand: 27. April, 10 Uhr). Damit stieg die Gesamtzahl im Landkreis auf 281 Fälle. Weitere Todesfälle wurden glücklicherweise nicht bekannt (Stand: 19 Tote).

Aktuell befinden sich 64 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung. Davon werden derzeit sieben Personen intensivmedizinisch betreut.

Update, 13.47 Uhr - Gurken-Attacke in Supermarkt: Männer rasten wegen Corona-Regeln aus

Nach einem Streit in einem fränkischen Supermarkt wird gegen zwei Männer ermittelt, berichtet die Polizei. Der Vorfall spielte sich am Samstagnachmittag in Wilhermsdorf im Landkreis Fürth ab. Es ging um die geltenden Corona-Regeln. 

Gegen 15 Uhr gerieten eine Kassiererin und zwei Kunden in Streit. Die Männer wollten sich nicht an die Abstandsregeln halten. Daraufhin entriss einer der Männer, ein 31-Jähriger, der Verkäuferin eine Gurke und warf sie in Richtung der Frau. Das Gemüse prallte an der Verglasung des Kassenbereichs ab und schlug gegen die Deckenlampe, die dabei zu Bruch ging. Der Angreifer war in Begleitung eines weiteren Mannes. Dieser beleidigte die Supermarkt-Mitarbeiterin. Nach der Attacke verließen die Männer den Supermarkt.

Anschließend konnte die Polizei beide Männer ermitteln. Die beiden erwartet nun eine Anzeige wegen Sachbeschädigung, Beleidigung und Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz.

Söder-PK im Video

CSU-Parteichef und Ministerpräsident Markus Söder und Generalsekretär Markus Blume äußern sich nach der Videokonferenz des CSU-Parteivorstands in einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage.

Update, 13.10 Uhr - "Sollten unseren Vorsprung nicht verspielen"

Abschließend erklärte der Ministerpräsident, dass der Freistaat Bayern weiterhin überlegt handeln werde: „Ein Kurs der Umsicht und Vorsicht bleibt die Leitlinie und die Philosophie der Staatsregierung.“ Dazu gehöre auch, dass man stets im Blick behalte, wie sich die Situation gerade entwickelt. Dabei kann es auch regionale Unterschiede geben. "Wir haben zum Beispiel erlaubt, dass die Maskenpflicht in Straubing und Rosenheim vorgezogen wird“, sagte der Ministerpräsident. In diesen beiden Städten war die Verordnung bereits letzte Woche in Kraft getreten, im Rest erst am Montagmorgen.

Über mögliche weitere Lockerungen soll am Dienstag, 28. April, gesprochen werden. Dann soll es unter anderem um das Versammlungsrecht und die mögliche Wiederaufnahme von Gottesdiensten gehen. Konkrete Auskünfte gab es hierzu jedoch noch nicht. Auch zum Thema Oktoberfest hat Söder weiterhin eine klare Meinung: „Die Entscheidung der Landeshauptstadt München kann ich nur befürworten. Ich glaube auch, dass uns eine Mini- oder Klein-Wiesn wenig bringen würd e. Das führt doch dazu, dass die Marke „Wiesn“ beschädigt wird.“

Das Fazit des Ministerpräsidenten fiel deutlich aus: „Deutschland und Bayern haben total Glück gehabt, dass es uns nicht so schlimm wie andere Länder erwischt hat. Wir sollten diesen Vorsprung nun jedoch nicht verstolpern. Wir müssen nun weiterhin klug agieren und aus der Krise lernen.“

Update, 12.59 Uhr - Ambitioniertes Ziel: Schule für alle bis Pfingsten?

Auch die Schulen haben in Bayern seit Montag (teilweise) wieder geöffnet. Den Anfang machten am Morgen die Abschlussklassen, die in Kürze ihre Prüfungen ablegen werden. Doch das soll nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Eigentlich sollte das Ziel sein, dass jeder Schüler vor Pfingsten mindestens einmal wieder in der Schule war“, sagte Söder. Ein genaues Datum wurde jedoch nicht genannt.

Es gäbe hierzu bereits „sehr kluge pädagogische Konzepte“, die nun diskutiert und aufeinander abgestimmt werden müssten. Dabei soll unter anderem auch über die Reduktion auf Kernfächer, die Aufteilung in Vor- und Nachmittagsunterricht oder tageweise Aufteilungen von Klassen diskutiert werden. Man müsse sich unter Beachtung aller Schutzmaßnahmen wieder „ganz langsam an den Schulalltag herantasten“, sagte der Ministerpräsident.

Update, 12.49 Uhr - Gericht erklärt 800-Quadratmeter-Regel für verfassungswidrig

Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hat das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. 

Die Richter sehen dies wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Läden als Verstoß gegen das Grundgesetz. Das teilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) am Montag mit. Das Gericht setzte die Vorschrift aber nicht außer Kraft.

„Ich bin dankbar, dass das Gericht jetzt entschieden hat. Daran werden wir uns orientieren. Aus unserer Sicht handelt es sich dabei lediglich um eine Präzisierung. Das Gericht hat auch festgestellt, dass es für diese Woche keinen Änderungsbedarf gibt“, sagte Söder.

Verwaltungsgericht München

Update, 12.45 Uhr - Söder: "Unglaublich kreative Ideen für Gastronomie"

Nach einer Videokonferenz mit dem CSU-Parteivorstand ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder einmal mehr an die Öffentlichkeit getreten und informierte über die Ergebnisse. „Heute ist ein riesiger Schritt gemacht. 80 Prozent der Geschäfte in Bayern haben seit heute wieder geöffnet - allerdings mit Auflagen wie mit Masken“, sagte Söder. Erste Rückmeldungen hierzu, die an die Staatsregierung herangetragen worden seien, seien positiv ausgefallen.

Zudem machte Söder (vorsichtig) Hoffnung für die Gastronomiebranche. „Es gibt hier viele unglaublich kreative Ideen“, so der Ministerpräsident. Diese müssten nun diskutiert werden. Söder hofft, dass es Ende Mai hier einen entscheidenden Schritt vorwärts gehen kann und wird.

Update, 12.17 Uhr - Söder: Langsame Öffnung der Gastronomie erst ab Ende Mai denkbar

Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält eine langsame Wiedereröffnung der Gastronomie erst ab Ende Mai für denkbar. Das sagte er nach Teilnehmerangaben am Montag in einer Videoschalte des CSU-Parteivorstands. Söder verteidigte dabei den bisherigen Kurs im Kampf gegen das Coronavirus und mahnte weiterhin zu nur vorsichtigen Lockerungen

Die bisherige Strategie, Inhalt und Zeitpunkt, seien richtig gewesen. Man müsse nun weiterhin langsam, behutsam und vorsichtig agieren - aber mit Perspektiven. Es dürfe bei den Lockerungen keinen Überbietungswettbewerb geben. Die CSU-Spitze ging in der Videoschalte deutlich auf Distanz zum nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU). Dieser hatte am Sonntagabend in der ARD beklagt, dass Virologen alle paar Tage ihre Meinung änderten. Das führe zu Verunsicherung. Söder sagte ganz grundsätzlich, ohne Laschet namentlich zu nennen: "Es wäre falsch, nicht auf Virologen zu hören, denn sie haben uns bisher gut beraten."

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ging Laschet dagegen frontal an: Was Laschet mache, könne schädlich sein, sagte Dobrindt nach Teilnehmerangaben. Man dürfe sich nicht einfach von wissenschaftlichen Erkenntnissen entfernen. Vielmehr müsse man mit den Virologen agieren und nicht gegen sie, mahnte Dobrindt.

Update, 11.52 Uhr - Söder: Entscheidungen zu Sport "vielleicht" nächste Woche

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Lockerungen für den Breitensport in Bayern für die kommende Woche angedeutet und zugleich an die Entwicklung in der Fußball-Bundesliga gekoppelt. Über die Zukunft der Amateursportler und -vereine im Freistaat während der Corona-Krise werde in den nächsten Tagen debattiert, kündigte er am Montag im Bayerischen Rundfunk an. Eine Entscheidung, ob und wie die Einschränkungen gelockert und Trainings aufgenommen werden können, erwartet Söder "nächste Woche vielleicht, würde ich mal sagen".

Während Proficlubs in Deutschland dank Ausnahmegenehmigungen wieder eingeschränkt - etwa mit so wenig Kontakt wie möglich - trainieren, ist dies den Amateuren noch nicht erlaubt. Die Fußball-Bundesliga will möglichst bald ihre Saison ohne Zuschauer fortsetzen.

Die Entwicklung sei auch für den Breitensport wichtig, befand Söder. "Es hängt auch davon ab, ob die Bundesliga wirklich startet. Ich finde, ein bisschen im Einklang sollte das schon sein", sagte der Ministerpräsident.

Ministerpräsident Markus Söder

Update, 11.29 Uhr - Illegale Drogenparty in Osttirol eskaliert - Polizist schwer verletzt

Am Samstagabend eskalierte ein Rettungseinsatz rund um eine Drogenparty von Jugendlichen. In Sillian in Osttirol ging ein 15-Jähriger nach Eintreffen der Polizei unvermittelt auf die Beamten los. Dieser konnte festgenommen werden, verletzte dabei einen Polizisten allerdings nicht unerheblich an der Hand.

Unterdessen lief ein 16-Jähriger zum Polizeifahrzeug und schaltete einfach Martinshorn und Blaulicht ein. Da sich der Autoschlüssel eigentlich in der Hosentasche eines Beamten befand, wird derzeit davon ausgegangen, dass das Fahrzeug im Zuge der vorangegangenen Rangelei unabsichtlich geöffnet wurde. Als der 16-Jährige ebenfalls festgenommen werden sollte, schlug er einem Polizisten mit der Faust ins Gesicht und verletzte diesen nach Angaben der Tiroler Polizei schwer

Die Beteiligten wurden anschließend im Krankenhaus Lienz behandelt. Die Jugendlichen erhielten entsprechende Anzeigen, zumal auch Drogen in der Wohnung sichergestellt werden konnten. Weitere Ermittlungen laufen noch.

Update, 10.48 Uhr - Polizei entdeckt illegale Friseurgeschäfte im Keller

Gleich zwei illegale Friseurgeschäfte hat die Polizei im Landkreis Miltenberg aufgedeckt. Die Kunden saßen in Kellern von Wohnhäusern, wie ein Sprecher der Polizei am Wochenende berichtete. Die beiden Friseure seien professionell ausgestattet gewesen, so der Beamte.

In einem Keller in Elsenfeld warteten zwei Personen auf ihre Haarschnitte. In Mömlingen ertappten die Ermittler am Freitag einen Kunden im Keller. Ob die beiden Friseure sich kannten, sei nicht bekannt.

Anwohner hatten ihre Beobachtungen in Zeiten von Corona der Polizei gemeldet. Gegen die drei mutmaßlichen Kunden wird nun ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen und ohne triftigen Grund ihre Häuser verlassen zu haben. Die Ermittler überprüfen derweil, ob die Friseure ein angemeldetes Gewerbe haben und ob für die Leistungen Geld gezahlt wurde.

Update, 10.20 Uhr - 32 neue Fälle in München - Stadt überarbeitet Zahlen

In München wurden (Stand: Sonntag, 13.30 Uhr) 32 neue Coronafälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5581 Infektionen gemeldet. Davon gelten 3858 Personen bereits als wieder genesen. 818 Infizierte werden in Krankenhäusern behandelt. Bislang gab es in München insgesamt 142 Todesfälle.

Hinweis: Die Zahl der Genesenen stagniert derzeit aufgrund einer Überarbeitung des zugrunde liegenden Datensatzes. Im Rahmen der Kontaktermittlung wurden zunächst auch Index-Patienten mit Wohnsitz außerhalb Münchens erfasst, die Kontaktpersonen im Stadtgebiet hatten. Zum Teil wurden die Gesundmeldungen dieser Index-Patienten irrtümlich in die Münchner Genesenen-Statistik mit aufgenommen. Ab Montag, 27. April, sollen die bereinigten Zahlen zur Verfügung stehen.

Update, 9.44 Uhr - Österreich will sich nur "behutsam" für Urlauber öffnen

Österreichs Regierung hat versichert, dass das Land beim Sommertourismus für ausländische Gäste "behutsam" vorgehen werde. Grenzüberschreitender Tourismus werde "nur vorsichtig und Schritt für Schritt wieder möglich sein", sagte Außenminister Alexander Schallenberg der "Bild"-Zeitung. Österreich werde mit Partnerländern und in engem Kontakt mit der EU-Kommission gemeinsam "an Lösungen arbeiten, wie ein behutsames Hochfahren des Sommertourismus wieder möglich sein könnte".

Zudem kämen für die Einreise nur Urlauber aus Ländern in Frage, die im Kampf gegen das Coronavirus ähnlich weit seien wie Österreich und ähnlich niedrige Infektionszahlen aufwiesen, betonte Schallenberg. Zuvor hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) voreinem "europäischen Wettlauf" bei der Wiedereröffnung des Tourismus gewarnt. Ein solcher Wettbewerb könne zu "unvertretbaren Risiken" führen.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hatte vergangene Woche bei "maischberger. die woche" die Entwicklung Österreichs und Deutschlands gelobt und angeregt, bei entsprechender Fortführung über die Öffnung der Grenzen in der Zukunft nachdenken zu können.

Update, 9.19 Uhr - Kein Maimarkt in Grabenstätt

Der eigentlich für Sonntag, 17. Mai, angesetzte Maimarkt in Grabenstätt (Landkreis Traunstein) fällt heuer aus. Das hat der Gemeinderat nun einvernehmlich beschlossen. Als Begründung wurden "unvorhersehbare Entwicklungen in der aktuellen Coronakrise" genannt.

Wenn das Wetter schön ist, kommen in der Regel bis zu 50 gewerbliche Aussteller und rund 100 Flohmarktverkäufer sowie tausende Besucher zu der beliebten Veranstaltung. Über den Herbstmarkt in Grabenstätt, der am 13. September stattfinden soll, wurde indes noch keine abschließende Entscheidung gefällt.

Update, 8.26 Uhr - Söder: Weitere Corona-Lockerungen möglich - wenn es funktioniert

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat weitere Lockerungen der Beschränkungen in der Corona-Krise in Aussicht gestellt. "Wenn das jetzt in dieser Woche gut funktioniert, dann können wir über weitere Erleichterungen gut nachdenken", sagte Söder am Montag dem Bayerischen Rundfunks. Von dieser Woche an dürfen im Freistaat unter anderem Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche unter Auflagen wieder öffnen.

Er wolle für Bayern weiter einen vorsichtigen Weg gehen, sagte Söder. Ende der Woche werde Bilanz gezogen unter anderem mit Blick auf den Handel und den Nahverkehr. Die Linie sei: Lieber eine Woche später als die anderen - und auf der sicheren Seite. Zur weiteren Öffnung der Schulen ist für Söder ein Schichtmodell im Präsenzunterricht denkbar. So hatte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, vorgeschlagen, die Klassen zu teilen und abwechselnd für je eine Woche in die Schule kommen zu lassen - für die andere Woche erhalten sie Hausaufgaben. 

Söder sagte, so etwas könne er sich vorstellen: "Es kann auch sein, dass man in der Woche das macht, also jeden zweiten Tag Schule, damit wieder ein gewisser Rhythmus kommt." Eine solche Entzerrung könne auch über den Tag erfolgen mit Präsenzunterricht für die eine Hälfte früh und die andere am Nachmittag. Das müsse aber im Einklang mit den Eltern laufen. 

Zum Drängen des bayerischen Vizeregierungschefs und Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger (Freie Wähler) auf eine raschere Lockerung etwa für die Gastronomie, sagte Söder: Ein Wirtschaftsminister habe primär die Wirtschaft im Blick, das sei selbstverständlich. Aber letztlich müsse gesamtverantwortlich entschieden werden.

Update, 7.59 Uhr - RKI: Rund 114.500 Genesene in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 155.193 Infektionen, 1018 mehr als am Vortag (Stand 27. April, 0 Uhr). Allerdings werden Daten am Wochenende oft verzögert gemeldet. 110 Menschen starben seit dem Vortag im Zusammenhang mit Covid-19, insgesamt sind es in Deutschland nun 5750 Todesfälle.

Im Pressestatement am Freitag empfahl RKI-Vizechef Schaade, dass erst bei einem Stand von ein paar hundert Neuinfektionen am Tag über weitere Lockerungen nachgedacht werden sollte.

In Bayern wurden 158 neue Fälle gezählt, insgesamt sind es hier nun 41.070. Es starben laut RKI 25 Menschen innerhalb von 24 Stunden im Freistaat. Somit steigt die Gesamtzahl auf 1621. Insgesamt gibt es in Bayern 700 Genesene mehr; die Gesamtzahl steigt somit auf 28.900.

Update, 7.37 Uhr - Hoeneß: "Grundsätzlich halte ich Geisterspiele für fragwürdig, doch..."

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hält trotz gewisser Vorbehalte Bundesligaspiele ohne Zuschauer in der Coronavirus-Krise für unverzichtbar. "Grundsätzlich halte ich Geisterspiele für fragwürdig; doch angesichts der wirtschaftlichen Lage einiger Vereine sind sie lebensnotwendig und bedingungslos", sagte Hoeneß (68) dem "Kicker" am Sonntag.

Der langjährige Macher des deutschen Fußball-Rekordmeisters befürwortet zudem einen Vorschlag seines ehemaligen Rivalen bei Werder Bremen, Willi Lemke. Der frühere Bundesliga-Manager hatte sich für die Live-Übertragung von Geisterspielen im frei empfangbaren Fernsehen stark gemacht.

"Ich finde diese Idee von Willi Lemke sehr gut, weil damit die Versorgung noch flächendeckender erfolgen könnte - bei Sky ist eine unverschlüsselte Ausstrahlung allerdings auch möglich - und sich Fußballfans nicht in einem Wohnzimmer zusammenscharen müssten. Die Ansteckungsgefahr mit dem Virus würde damit gemindert", befand Hoeneß (68). "Doch die Öffentlich-Rechtlichen müssten dann dafür entsprechend bezahlen. Denn es kann nicht sein, dass Sky viel Geld für die Rechte ausgibt und ARD und ZDF zu Trittbrettfahrern werden." Nach dem Willen von Hoeneß sollten sich die Öffentlich-Rechtlichen "an einer breiteren Übertragung des Fußballs in dieser Ausnahmesituation beteiligen und Sky entsprechend entschädigen".

Uli Hoeneß

Update, 7.08 Uhr - Kanzleramt: Bei Corona-Anpassungen regionale Lage berücksichtigen

Das Kanzleramt hat sich ausdrücklich zu einer regional angepassten Reaktion auf die Corona-Krise bekannt. Bei der Überprüfung der Maßnahmen mit den Ländern "muss auch berücksichtigt werden, dass die Epidemie sich in Deutschland nicht gleichmäßig ausbreitet, sondern die Lage regional unterschiedlich sein kann", schreibt Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) in einer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Zwischenbilanz der Maßnahmen im Kampf gegen Corona für die Koalitions-Abgeordneten von Union und SPD.

"Das kann bedeuten, dass Beschränkungen in bestimmten Regionen aufrechterhalten oder nach zwischenzeitlichen Lockerungen wieder verschärft werden müssen", schreibt Braun, der selbst Mediziner ist. Wenige Tage vor der nächsten Schaltkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Donnerstag betont der Kanzleramtschef, das Ausbruchsgeschehen dauere an. "Um im Interesse der gesamten Bevölkerung die Überlastung des Gesundheitssystems dauerhaft zu vermeiden, ist es für eine Aufhebung der Kontaktbeschränkungen noch zu früh."

Merkel hatte angekündigt, dass erst am 6. Mai - etwa gut zwei Wochen nach den ersten Öffnungen von kleineren Geschäften - über weitere Lockerungen diskutiert werden soll. Es wird erwartet, dass bis dahin klar ist, welche Auswirkungen etwa die Geschäftsöffnungen auf die Infektionszahlen hatten. Merkel hatte am Donnerstag in einer Regierungserklärung kritisiert, manche Länder gingen zu forsch mit den Lockerungen um

Update, 6.40 Uhr - Mit Maske am Steuer: Bußgeld droht

Doch wie sieht es eigentlich beim Autofahren aus? Schließlich muss nach Paragraf 23, Absatz 4, der Straßenverkehrsordnung (StVO), das Gesicht erkennbar sein. Der Paragraf sorgt dementsprechend für Verunsicherung, denn er besagt: "Wer ein Kraftfahrzeug führt, darf sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken, dass er nicht mehr erkennbar ist." Deshalb stellt sich jetzt vielen Autofahrern und Fahrern von Fahrdiensten die Frage, wie es mit Corona-Mundschutzen aussieht?

Das Bayerische Innenministerium und der "ADAC" haben zu dieser Thematik eine Einschätzung abgegeben: "Wer sich mit einem Mundschutz hinter das Lenkrad eines Kraftfahrzeugs begibt, muss darauf achten, dass die ausschlaggebenden Gesichtszüge im Wesentlichen weiterhin auszumachen sind", sagen die Rechtsexperten. Deshalb gilt es zu beachten, dass dies beispielsweise durch das gleichzeitige Tragen von Mund-Nasen-Schutz und Sonnenbrille nicht mehr gegeben sein könnte.

Wie das Bayerische Innenministerium schreibt, wird in Ausnahmefällen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen, wenn haushaltsfremde Personen mitfahren. Das gilt etwa für Arbeitskollegen, die gemeinsam im Auto sitzen. In solchen Fällen darf das Gesicht aber nur so weit verdeckt werden, dass der Fahrer weiterhin erkennbar ist.

Der Verkehrsclub betont, dass die Verschleierung bei handelsüblichen Masken kein Problem sein dürfte. Selbstgenähte Schutzmasken könnten hingegen zu weit ins Gesicht rutschen. Zudem betont der ADAC: "Wird mit einem Mundschutz eine Ordnungswidrigkeit begangen, läuft das normale Bußgeldverfahren durch. Kann der Fahrer nicht ermittelt werden, droht dem Halter eine Fahrtenbuchauflage. Die Bußgeldbehörden handhaben hier zur Zeit jedoch großzügiger, insbesondere bei gewerblichen Fahrten." Wer sein Gesicht am Steuer des Autos unkenntlich macht, muss mit Bußgeldern in Höhe von 60 Euro rechnen.

Weitere Fragen und Antworten rund um die Mundschutzpflicht findet Ihr hier.

Vorbericht - Lockerung der Ausgangsbeschränkungen: Bayern dürfen wieder shoppen

Für weite Teile des bayerischen Einzelhandels ist die fünfwöchige Corona-Pause vorbei. Ab heute dürfen in Bayern viele der bisher noch geschlossenen Geschäfte wieder ihre Türen öffnen. Allerdings gelten eine strenge Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in den Läden sowie weitere Sicherheitsmaßnahmen.

Bislang hatten in Bayern vor allem Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte und Bäckereien sowie seit vergangenen Montag auch Baumärkte und Gartencenter geöffnet. Jetzt dürfen auch wieder Geschäfte anderer Branchen Kunden empfangen, sofern sie nicht mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Das ist in etwa die Größe eines durchschnittlichen Lebensmitteldiscounters. Von dieser Grenze ausgenommen sind Buch-, Fahrrad- und Autohandel. Sie dürfen auch größer sein. Damit werden dann wieder rund 80 Prozent der Geschäfte in Bayern geöffnet sein.

Die Betriebe müssen ein Hygiene- und Schutzkonzept vorlegen und auf die Einhaltung der sogenannten Maskenpflicht achten. Verstöße dagegen werden teuer: Kunden, die ohne Mund-Nasen-Schutz wie einer Maske oder einem Schal in Geschäften unterwegs sind, zahlen 150 Euro. Ladeninhaber, die nicht auf die Einhaltung achten, werden sogar mit 5000 Euro zur Kasse gebeten. "Die Einhaltung der Maskenpflicht wird selbstverständlich kontrolliert", heißt es dazu vom Innenministerium. Die Regel gilt für Kinder ab dem sechsten Geburtstag.

Trotz der langen Pause wird kein wilder Massenansturm erwartet. Auch in anderen Bundesländern sei das nicht der Fall gewesen, heißt es dazu von der Industrie- und Handelskammer (IHK). Bernd Ohlmann, Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern erwartet eine gemischte Situation. "Viele Kunden werden das Einkaufen als Befreiung erleben", sagte er. Manche seien aber immer noch im Krisenmodus. Wie man in Corona-Zeiten einkaufe, hätten die Bayern aber seit Wochen in Supermärkten und Drogerien geübt. Und auch die Öffnung der Baumärkte am vergangenen Montag sei gut gelaufen.

Der Handel in den bisher geschlossenen Branchen ist von den Schließungen durch die Corona-Krise schwer betroffen. Der Handelsverband Bayern schätzte die Umsatzverluste zuletzt auf 1,1 Milliarden Euro pro Woche. Die Öffnung komme nun "für viele Händler keine Sekunde zu früh", hieß es von der IHK.

mh/mw/xe

Quelle: rosenheim24.de

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