News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder: "Keine zusätzlichen überstürzten Aktionen" - neue Regeln ab Montag: Das müsst Ihr wissen 

Coronavirus - Grevenbroich
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Flatterband ist vor einem Wohnkomplex gespannt. Weil zwei Familien trotz Corona-Infektionen ihre Quarantäne in dem Komplex verlassen haben, sollen die Bewohner der 117 Wohnungen getestet werden.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Sonntag, 26. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Landkreis Rosenheim 2.392, Landkreis Traunstein 1.075, Landkreis Berchtesgadener Land 279, Landkreis Mühldorf 467, Landkreis Altötting 570
  • Mindestens 5.720 Todesopfer in Deutschland (1.613 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 3. Mai)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 20 Uhr - Söder: "keine zusätzlichen überstürzten Aktionen"

Ministerpräsident Markus Söder erwartet keine größeren Entscheidungen bei der nächsten Telefonschalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten am 30. April. „Ich finde es gut, sich so oft wie möglich auszutauschen“, sagte der CSU-Chef in einem am Samstag veröffentlichten Focus online-Interview. 

„Aber ich würde diesmal nicht allzu viel erwarten. Es wäre sinnvoll, wenn wir nächsten Donnerstag ein Update machen, aber keine zusätzlichen überstürzten Aktionen einleiten.“ 

Update, 19.55 Uhr - Die aktuellen Zahlen für Deutschland und Bayern

In Deutschland sind bis Sonntagnachmittag mehr als 155 100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 153 600 Infektionen). Mindestens 5720 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Stand 16.15 Uhr: 5598). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Samstag wie in den Tagen zuvor bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht.

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 112 000 (Vortag: 109 800) Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 41 200 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1613 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 31 600 Fällen und mindestens 1096 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 30 700 bestätigten Fällen und mindestens 1237 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 315,8 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 186,6. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Update, 18.42 Uhr - Behörden testen alle 450 Bewohner eines Hochhauses

Weil sich zwei mit dem Coronavirus infizierte Familien nicht an die angeordnete Quarantäne gehalten haben, hat das Gesundheitsamt in Grevenbroich einen ganzen Hochhauskomplex mit 117 Wohnungen abgeriegelt. Alle 450 Bewohner sollten am Sonntag vorsichtshalber auf das Virus getestet werden - etwa 375 folgten dem Aufruf. So wollen die Gesundheitsbehörden in der Stadt zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach herausfinden, ob sich die Nachbarn bei einem der Kontakte mit den Infizierten selbst mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Die Behörden zäunten das gesamte Grundstück am Wochenende ein und bauten einen Sichtschutz auf. Ein Sicherheitsdienst kontrollierte die Ein- und Ausgänge. Die Hausbewohner sollen das Grundstück erst wieder verlassen dürfen, wenn die Tests in ein paar Tagen beweisen, dass sie sich nicht bei ihren Nachbarn angesteckt haben.

Ausgelöst wurde der Massen-Test von acht Bewohnern aus zwei Familien, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Gesundheitsbehörden hätten deshalb häusliche Quarantäne angeordnet, sagte Benjamin Josephs vom Rhein-Kreises Neuss am Sonntag. Doch bei den telefonischen Kontrollen durch die Behördenmitarbeiter sei deutlich geworden, dass sich die Familienmitglieder nicht an die Quarantäne hielten.

Erwachsene und Kinder hätten weiter Kontakt mit Nachbarn gehabt und sich unter anderem vor dem Komplex aufgehalten. Ob die anderen Bewohner überhaupt wussten, dass die Familien eigentlich in Quarantäne waren und ein hohes Ansteckungsrisiko bestand, ist unklar.

Die Gesundheitsbehörden von Stadt und Kreis entschlossen sich deshalb zu dem Massen-Coronatest. 115 Mitarbeiter von Gesundheitsamt und Rotem Kreuz waren am Sonntag im Einsatz. Auf einem Parkplatz vor dem Gebäude bauten sie drei Zelte auf. Dann gingen einige Mitarbeiter von Wohnung zu Wohnung. "Wir fragen die Bewohner dann, ob sie sich einem Test unterziehen möchten", sagte Josephs. Der Test war für die Bewohner freiwillig. 377 hätten sich einen Abstrich abnehmen lassen. Die anderen rund 75 würden nun vom Gesundheitsamt vorsorglich für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Mit den Testergebnissen werde am Dienstag gerechnet. Bis dahin darf keiner der Bewohner das Grundstück verlassen. Wie es dann weitergeht an dem Hochhauskomplex, hänge davon ab, wie viele andere Bewohner sich mit dem Coronavirus infiziert haben, sagte Josephs.

Die beiden Familien, die durch ihre Verstöße gegen die Quarantäne-Auflagen den Massen-Coronatest nötig gemacht haben, seien inzwischen anderswo untergebracht. Details nennt der Kreis nicht. Aber es sei ein Ort, an dem "sichergestellt ist, dass sie sich an die Quarantäne-Maßnahmen halten", sagte Josephs.

Update, 17.08 Uhr - Video: Was sich am Montag in Bayern alles ändert

Maskenpflicht & Co. - Am Montag gibt es wieder Änderungen bei den Corona-Maßnahmen in Bayern. Wir haben in einem Video zusammengefasst, worauf ihr achten müsst:

Update, 16.45 Uhr - Fallzahlen in Region rückläufig, Rosenheim-Daten am Montag

Weiterhin rückläufig sind die Neuinfektions-Fallzahlen in der Region. Dies zeigt auch der Vergleich der Anzahl der Neuinfektionen vom ersten und vom letzten April-Wochenende in der Region.

So wurden am Samstag, dem 4. April und dem Sonntag, dem 5. April von den Landratsämtern folgende Zahlen genannt: In Traunstein 81 Neuinfektionen, im Berchtesgadener Land 25, in Mühldorf 35 und in Altötting 35. 

Für dieses Wochenende (Samstag, den 25. April und Sonntag, den 26. April) lauten die Zahlen wie folgt: In Traunstein 40 Neuinfektionen, im Berchtesgadener Land sechs, in Mühldorf vier und in Altötting sechs. Die Fallzahlen gingen also teilweise fast bis zu einem Neuntel zurück. 

Für Rosenheim liegen die Zahlen erst am Montag vor.

Update, 16.13 Uhr - Aktuelle Zahlen für Traunstein

Pressemitteilung im Wortlaut:

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 1075 bestätigte Corona-Fälle vor (11 mehr als gestern). Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 56 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich neun Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und drei in Trostberg).

Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 361 Personen (15 mehr als gestern).

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Lage-Pressemitteilung zwei Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Männer (zwischen 79 und 85 Jahren). Bei beiden Personen war auch eine COVID-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 53 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Pressemitteilung des Landratsamts 

Update, 16.02 Uhr - Lockerung der Maßnahmen? So haben unsere User abgestimmt

In der vergangenen Woche entbrannte eine Diskussion um das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. So sprach sich eine Gruppe um den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer dafür aus, dass der Ausstieg aus dem Lockdown "so rasch wie möglich" erfolgen solle. Covid-19 sei für die Bevölkerung nicht gefährlicher als die Grippe, wenn man Ältere und Risikogruppen schütze.

Demgegenüber warnt der Berliner Virologe Christian Drosten in seinem NDR-Podcast vor weiteren Lockerungen - ihm gehen die bisherigen bereits zu weit. Als Beispiel nannte er geöffnete Malls, in denen sich nun wieder viele Menschen sammelten, weil einzelne Geschäfte klein genug sind, um öffnen zu dürfen. Drosten warnte bereits vorige Woche von einer neuen Welle, die Deutschland mit größerer Wucht treffen könnte als bisher.

Wir haben unsere User gefragt, wie sie zu der Frage stehen, ob es rasch Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben soll, oder eben nicht. Insgesamt 5.797 Stimmen (Stand Sonntag, 15.50 Uhr) wurden abgegeben. Und das Ergebnis lässt an Eindeutigkeit nicht vermissen: Eine satte Mehrheit von 62 Prozent (3.614 Stimmen) sprach sich gegen eine Lockerung und für die Beibehaltung der Maßnahmen aus. 2.091 User, das sind 36 Prozent, sprachen sich für eine rasche Lockerung aus. 92 User, beziehungsweise 2 Prozent, war dies egal oder hatten keine Meinung zu der Frage. 

Update, 15.20 Uhr - Eine Neuerkrankung im Landkreis Mühldorf

Pressemitteilung im Wortlaut:

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es einen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 26. April, 14 Uhr).

Dabei handelt es sich um einen Erwachsenen in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen des Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 467 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 292 wieder genesen, 23 davon werden stationär behandelt.

Pressemitteilung des Landratsamts Mühldorf

Update, 15.13 Uhr - 279 Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 279 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Meldestand: 26. April, 10 Uhr); das bedeutet einen Anstieg um drei Corona-Infektionsfälle im Vergleich zum Vortag. Seit gestern gab es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion im Landkreis, sodass die Zahl der verstorbenen COVID-19-Patienten auf 19 steigt. 188 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. 

Aktuell befinden sich noch 72 COVID-19-Patienten in Behandlung. Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen wie z. B. eine häusliche Quarantäne ein. Gegenwärtig befinden sich 65 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 692 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

In stationärer Behandlung befinden sich 66 COVID-19-Patienten, davon acht Patienten in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 66 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 279 bestätigten BGL-Corona-Fälle.

Update, 15.04 Uhr - Vier neue Fälle im Landkreis Altötting

In Altötting gibt es vier Corona-Neuinfektionen, wie das Landratsamt am Sonntagnachmittag mitteilt. Es handle sich um zwei männliche Personen - jeweils aus Marktl und Garching - sowie zwei weibliche Personen aus Feichten und ebenso Garching. 

Insgesamt steigt damit die Zahl der infizierten im Landkreis auf 570 an. 

Update, 14.45 Uhr - "Verlangen ihnen viel ab" - so geht es Jungen in Corona-Krise

In einem Interview mit dem "Standard" spricht Jugendpsychiater Paul Plener darüber, wie es jungen Menschen in der Corona-Krise gehe. Er sagt, dass seit zirka zwei Wochen vermehrt krisenhafte Geschehen zu beobachten seien - entweder innerhalb der Familien, oder in Wohngemeinschaften, wo Jugendliche betreut würden. Auch Anrufe von Eltern würden sich häufen. 

"Junge Menschen", so Plener, müssten einen "extrem hohen Solidarbeitrag leisten" - obwohl die Gruppe das geringste Gesundheitsrisiko habe. Man verlange Kindern und Jugendlichen viel ab. Man nehme ihnen auch ihre Alltagsstruktur. "Dabei ist es die Entwicklungsaufgabe Jugendlicher, sich im Kontakt mit Gleichaltrigen zu orientieren – gerade in einer Phase, in der man nicht alles mit den Eltern besprechen will", führt der Experte im Gespräch aus. Es gelte, die derzeitige Belastung für junge Menschen möglichst kurz zu halten. Die positive soziale Verstärkung sei vielen Jungen aus dem Leben "herausgerissen" worden. Damit steige auch das Risiko für psychische Belastungen wie Depressionen. 

Update, 14.10 - Impfstoff angeblich erfolgreich getestet

Wie die "Bild" unter Berufung auf mehrere Schweizer Medien berichtet, haben chinesische Forscher einen Impfstoff gegen Corona erfolgreich an Affen getestet. 

Demnach sei es laut der Pekinger Firma Sinovac gelungen, Rhesusaffen "sicher und effektiv" mithilfe eines Impfstoffes aus genetischem Virenmaterial zu schützen. Das Material stamme von Viren eines Patienten aus China. 

Zunächst hätten Tests an Nagern gezeigt, dass der Wirkstoff Antikörper bilde. Dann wurde dieser den Affen in unterschiedlichen Dosierungen gespritzt, ehe diese drei Wochen später dem Corona-Virus ausgesetzt wurden. Bei den Tieren mit der höheren Dosierung sei die Schutzwirkung am besten gewesen. Der Virus sei kurz aufgeflackert, aber ohne weitere Folgen. 

Update, 13.45 Uhr - München: Polizei löst mehrere Partys auf

Pressemitteilung im Wortlaut:

Im Zeitraum von Samstag, dem 25. April, 6 Uhr, bis Sonntag, dem 26. April, 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Über 5.100 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 293 Verstöße angezeigt, von denen 281 die Ausgangsbeschränkung betrafen.

Am Samstag, dem 25. April, gegen 20.55 Uhr, wurde durch eine Polizeistreife in München- Obersendling im Hof eines Mehrfamilienhauses eine feiernde Gruppe von sieben Personen (zwischen 29 und 45 Jahre alt) angetroffen. Diese saßen dort zusammen und tranken u. a. Bier. Alle Beteiligten wurden daraufhin nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. 

Am Samstag, dem 25. April, gegen 22.15 Uhr, fand eine weitere Hinterhoffeier in der Maxvorstadt statt. Hier waren mehrere Tische aufgestellt und verschiedene Getränke wurden konsumiert. Die Polizei konnte hier insgesamt sieben Personen (zwischen 24 und 55 Jahre alt) antreffen, die alle nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt wurden. 

Am Sonntag, dem 26. April, gegen 00.15 Uhr, wurden durch eine Polizeistreife fünf Personen (zwischen 18 und 22 Jahre alt) in einer Wendestraße in der Lerchenau angetroffen. Die Fünf hatten sich dort getroffen und spielten u. a. auch gemeinsam Fußball dort. Alle Beteiligten erwartet nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums München

Update, 13.20 Uhr - China geht gegen Schrott-Masken vor

Wie der "Standard" weiter berichtet, geht China gegen Billig-Masken vor. So seien nach Angaben der chinesischen Regierung 89 Millionen mangelhafte Masken beschlagnahmt worden. In 16 Millionen Unternehmen wurden Inspektionen durchgeführt. Auch Schutzkleidungsprodukte und wirkungslose Desinfektionsmittel wurden beschlagnahmt. 

Update, 13.15 Uhr - Erleichterungen in Spanien

In Spanien kündigen sich erste Erleichterungen für die Bürger an. Wie der "Standard" berichtet, dürfen in dem schwer von der Pandemie getroffenen Land erstmals seit sechs Wochen Kinder unter 14 Jahren wieder aus dem Haus, allerdings nur in Begleitung eines Erwachsenen aus ihrem Haushalt, nur eine Stunde und nur im Radius von einem Kilometer. Auch für die Erwachsenen soll es Erleichterungen geben, etwa, was Sport im Freien und Spazieren anbelangt. 

Update, 12.19 Uhr - Corona-Hotspot Rosenheim: Polizei setzt auf "Aktion scharf"

Die Polizei wird schärfer gegen Corona-Sünder Vorgehen, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd via Aussendung bekanntgibt. Die Stadt und der Landkreis Rosenheim würden als einer der „Corona- Hotspots“ in Deutschland gelten - mit knapp 37 Prozent mehr Todesfällen als zum Beispiel das gesamte Bundesland Schleswig-Holstein. 

Die Polizei wird deshalb die Einhaltung der Regeln verstärkt überwachen. Wer gegen die „Maskenpflicht“ verstoße müsse mit einer Anzeige und einer Geldbuße von 150 Euro rechnen, die im Falle von wiederholten Verstößen verdoppelt werden kann, so Polizeipräsident Robert Kopp. 

Weiters weist das Polizeipräsidium in der Aussendung darauf hin, dass mehr als 16.000 Kontrollen seit Montag, dem 20. April, bis zum Morgen des heutigen Sonntag im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Verordnung der Bayerischen Staatsregierung anlässlich der Corona- Pandemie durchgeführt wurden. Dabei wurden 1.372 Verstöße festgestellt. In 817 Fällen wurden Anzeigen erstattet, die meisten (779) davon wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung.

In der umfassenden Aussendung weist die Polizei nochmals auf geltende Regeln hin. Sie ruft die Bürger auch zur Einhaltung auf. 

>>>Die gesamte Aussendung hier nachlesen<<<

Update, 11.46 - Maskenpflicht ab Montag: Huml ruft zu konsequenter Einhaltung auf

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dazu aufgerufen, die ab Montag geltende „Maskenpflicht“ im Freistaat konsequent zu befolgen. Huml betonte am Sonntag: „Bayern hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie schon Fortschritte erzielt. Es ist aber weiterhin wichtig, sich und andere vor einer Infektion zu schützen. Deshalb sollte jeder darauf achten, dass er zum Beispiel in Supermärkten und Geschäften sowie in Bus und Bahn eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt.“

>>>So einfach bastelt ihr eure Maske selbst<<<

Die sogenannte Maskenpflicht gilt ab dem 27. April für Personen ab sechs Jahren beim Einkaufen sowie bei der Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs und der hierzu gehörenden Einrichtungen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss ab Montag auch das Personal von Geschäften tragen, die wie zum Beispiel Supermärkte bereits vorher geöffnet haben durften. Ab dem Montag dürfen zudem alle Einzelhandelsgeschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von maximal 800 qm öffnen, unabhängig von den verkauften Sortimenten.

>>>Alle Fragen, alle Antworten: Das müsst ihr nun zur Maskenpflicht wissen<<<

Update, 11.18 Uhr - 154.175 Infizierte in Deutschland, 40.912 in Bayern

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Sonntagvormittag die aktuellen Corona-Fallzahlen für Deutschland veröffentlicht. Insgesamt (stand 8.30 Uhr) haben sich 154.175 Menschen mit Corona angesteckt. Dies bedeutet eine Zunahme um 1.737 Personen im Vergleich zum Vortag. 5.640 Menschen starben bundesweit an Corona.

In Bayern sind 40.912 Menschen an Corona erkrankt, das sind 365 mehr als am Vortag. 1.596 Menschen verloren wegen des neuartigen Corona-Virus in Bayern ihr Leben. 

Bundes­land

Anzahl           

Differenz zum Vortag

Fälle/ 100.000 Einw.          

Todes­fälle              

Baden-Württem­berg

30.761

+592

278

1.237

Bayern

40.912

+365

313

1.596

Berlin

5.600

+75

149

123

Brandenburg

2.694

+67

107

100

Bremen

739

+20

108

27

Hamburg

4.429

+29

241

140

Hessen

7.946

+109

127

315

Mecklenburg-

Vor­pommern

673

+6

42

16

Niedersachsen

9.785

+94

123

384

Nordrhein-West­falen

31.669

+204

177

1.096

Rhein­land-Pfalz

5.835

+68

143

147

Saarland

2.482

+14

251

107

Sachsen

4.428

+22

109

147

Sachsen-Anhalt

1.494

+14

68

36

Schles­wig-Holstein

2.630

+18

91

96

Thüringen

2.098

+40

98

73

Gesamt

154.175

+1.737

185

5.640

Update, 10.59 Uhr - Vater mit vierjähriger Tochter aus Postfiliale geschmissen

Ein Vorfall in Miesbach sorgt derzeit für Aufsehen: Mitte April wollte ein alleinerziehender Vater zusammen mit seiner knapp fünfjähriger Tochter ein großes Paket aufgeben. An der Eingangstür entdeckt er mehrere Zettel, die auf die momentane Corona-Situation Bezug nehmen: "Liebe Mütter und Väter bitte nehmen Sie Rücksicht auf die anderen Kunden und lassen die Kinder ausnahmsweise draußen, bis alles wieder normal läuft. Vielen Dank". Die Zettel weisen auch daraufhin, bitte einzeln einzutreten und den Mindestabstand einzuhalten.

Er betrat dennoch die Filiale, da er das Mädchen nicht einfach alleine vor der Türe lassen wollte. Eine Angestellte verwies dann beide der Räumlichkeiten. "Ich habe noch ein paar Mal versucht, nach dem Sinn ihrer Maßnahme zu fragen", so der alleinerziehende Vater. Doch die Frau sagte lediglich zu ihm: "Wenn mit mir was ist, dann ist bald halb Miesbach in Quarantäne. Das ist mein Geschäft, und jetzt raus!" 

>>>Den ganzen Artikel hier nachlesen!<<<

Update, 10.16 Uhr - WHO sieht keinen Beleg für Immunität nach Corona-Erkrankung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor sogenannten Immunitätsnachweisen für Menschen nach durchgemachter Corona-Infektion. Einige Regierungen hatten vorgeschlagen, Ex-Infizierten mit Corona-Antikörpern im Blut eine Art Covid-Pass auszustellen, damit sie beispielsweise früher zurück zur Arbeit können. Doch laut WHO ist die Annahme, dass Antikörper im Blut immun gegen das Virus machen, nicht ausreichend wissenschaftlich gedeckt: "Es gibt im Moment keinen Nachweis, dass Menschen, die sich von Covid-19 erholt und Antikörper haben, vor einer zweiten Infektion geschützt sind", teilte sie mit.

Es sind verschiedene Antikörpertests auf dem Markt. Deren Genauigkeit und Zuverlässigkeit müsse aber weiter geprüft werden, so die WHO. Qualitativ mangelhafte Tests könnten bei Menschen, die infiziert waren, keine Antikörper anzeigen. Bei Menschen, die nie mit dem neuen Virus Sars-CoV-2 infiziert waren, könnten fälschlicherweise Antikörper nachgewiesen werden. Das liege etwa daran, dass Tests womöglich auf eines der anderen Coronaviren reagieren, die bereits seit längerem bekannt sind und unter anderem die ganz normale Erkältung auslösen.

Die WHO unterstütze Tests, die Aufschluss darüber geben, welcher Prozentsatz der Bevölkerung schon Antikörper gegen das Virus Sars-CoV-2 produziert hat. "Die meisten dieser Tests sind aber nicht darauf ausgelegt festzustellen, ob diese Menschen gegen eine zweite Infektion immun wären", schreibt die WHO. Sie warnt Menschen, die positiv auf das neue Coronavirus getestet wurden, vor der Annahme, sie seien immun und könnten nun die Maßnahmen ignorieren, die fast in aller Welt verhängt wurden, um weitere Ansteckungen einzudämmen.

"Solche Immunitätsbescheinigungen würden das Risiko fortgesetzter Ansteckungen deshalb erhöhen", schreibt die WHO.

Update, 9.58 Uhr - Weltweit bereits 200.000 Tote

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind nach Angaben von US-Forschern weltweit mehr als 200 000 Menschen nach einer Infektion gestorben. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichnete laut DPA am Samstagnachmittag (Ortszeit) mehr als 2,8 Millionen nachgewiesene Infektionen. Die von der Universität veröffentlichten Infektions- und Todeszahlen sind in der Regel höher als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO meldete bis Samstag mehr als 2,7 Millionen bestätigte Infektionen und mehr als 187 800 Todesfälle.

Die meisten Todesfälle infolge der Coronavirus-Pandemie gab es laut Johns-Hopkins-Universität in den USA (mehr als 52 700), wo die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ebenfalls am höchsten ist (mehr als 924 500). Vergleiche zwischen den einzelnen Ländern - insbesondere anhand absoluter Zahlen - erweisen sich allerdings sowohl mit Blick auf die Infizierten- als auch auf die Totenzahlen als schwierig. Nicht nur sind die Bevölkerungsstrukturen unterschiedlich. Die Staaten befinden sich auch in verschiedenen Stadien der Pandemie und unterscheiden sich in Hinblick auf die Zahl der durchgeführten Tests. Hinzu kommt die erwartete hohe Dunkelziffer.

Update, 9.22 Uhr - Zwei Neuinfektionen im Landkreis Altötting

Im Landkreis Altötting gibt es zwei Neuinfektionen, wie das Landratsamt in einer Aussendung bekanntgibt. Demnach hätten sich eine weibliche Person aus Feichten sowie eine männliche Person aus Töging mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. 

Insgesamt sind im Landkreis somit 566 Menschen erkrankt. 

Update, 8.57 Uhr - Neue Zahlen aus Bayern

Auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Wochenende wieder Fallzahlen zum Coronavirus in Bayern veröffentlicht. Demnach ist weiterhin der Regierungsbezirk Oberbayern mit über 18.300 Fällen bei weitem am stärksten betroffen. Dort gibt es nun bereits 548 Todesopfer. Bayernweit sind es aktuell knapp 41.000 Fälle (1.584 Tote).

Regierungsbezirk

Fälle

+ zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

+ zum Vortag

Oberbayern

18.361

(+ 189)

391,81

548

(+ 15)

Niederbayern

4.146

(+ 72)

334,75

205

(+ 1)

Oberpfalz

4.574

(+ 60)

412,34

230

(+ 4)

Oberfranken

3.112

(+ 41)

291,53

140

(+ 5)

Mittelfranken

4.093

(+ 48)

231,19

173

(+ 2)

Unterfranken

3.108

(+ 46)

235,97

146

(+ 5)

Schwaben

3.557

(+ 22)

188,42

142

(+ 4)

Gesamtergebnis

40.951

(+ 478)

313,16

1.584

(+ 36)

Update, 8.20 Uhr - Trachtenverein sagt alle Veranstaltungen ab

Großveranstaltungen wurden von der bayerischen Staatsregierung im Freistaat bereits mindestens zum 31. August untersagt. "Das heißt auch für uns Trachtler des Trachtenvereins D´Raschenberger Teisendorf, dass alle geplanten Vereinstermine laut unserer Terminübersicht bis zu diesem Datum nicht stattfinden können", teilte der Trachtenverein nun mit.

So weit möglich, sollen vereinsinterne Termine möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die genauen (neuen) Termine werden gegebenenfalls rechtzeitig bekannt gegeben.

Update, 7.27 Uhr - Heuer überhaupt keine Fernreisen?

In der Corona-Krise hält der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, Sommerurlaub in Deutschland für möglich - aber keine großen Fernreisen. "Große Fernreisen werden in diesem Jahr eher ausfallen. Es steht für viele Heimaturlaub auf dem Programm. Ich gehe davon aus, dass das möglich sein wird, hoffentlich auch schon im Sommer", sagte der CDU-Politiker jetzt der Deutschen Presseagentur (dpa). Dazu brauche es aber klare Sicherheitskriterien. "Sicherheitsabstände, regelmäßige Desinfektion oder auch Tests für Personal und Mitarbeiter sind sicher vorstellbar", so Bareiß.

Zur weltweiten Reisewarnung für Touristen, die bis zum 3. Mai gilt, sagte Bareiß, diese habe das Auswärtige Amt ausgesprochen. "Das ist ohne Frage eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, bei der unterschiedliche Aspekte abgewogen werden müssen." Ende April soll entschieden werden, wie mit der Reisewarnung weitergeht.

Mehr als 154.000 Infizierte in Deutschland

Bis zum späten Samstagabend (News-Ticker Samstag) waren in Deutschland mehr als 154.145 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag: mehr als 152.300 Infektionen). Dabei gab es mindestens 5.643 Tote (Vortag: 5.454). Das geht aus der jüngsten Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor. Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) - mit Stand Freitag - wie in den drei Tagen zuvor bei 0,9.

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 109.800 Menschen die Infektion bereis überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 40.900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1.584 Toten., Nordrhein-Westfalen mit mehr als 31.400 Fällen und mindestens 1.084 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 30.700 bestätigten Fällen und mindestens 1.237 Toten. 

mw/dp

Quelle: rosenheim24.de

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