News-Ticker zur Corona-Pandemie

Drei Bundesländer melden keine Neuinfektionen - Österreichs Bundespräsident übersieht Sperrstunde

Coronavirus - Baptisten-Gemeinde Frankfurt am Main
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Geschlossen ist das Bethaus einer Baptisten-Gemeinde. Mehrere Mitglieder der Gemeinde haben sich nach einem Gottesdienst mit dem Coronavirus infiziert.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings deutliche Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Sonntag, 24. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2748, Landkreis Traunstein 1292, Landkreis Berchtesgadener Land 303, Landkreis Mühldorf 497, Landkreis Altötting 595
  • Todesfälle: Rosenheim 203, Traunstein 85, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 25, Altötting 55
  • Mindestens 8247 Todesopfer in Deutschland (2391 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 19.45 Uhr - Keine Neuinfektionen in drei Bundesländern

Wie Focus Online berichtet, melden in Deutschland drei Bundesländer am Sonntag keine Neuinfektionen. Bei diesen handelt es sich um Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Die Zahl der Infizierten ist deutschlandweit damit zum Sonntag um 378 Fälle angestiegen.

Update, 17.05 Uhr – Österreichs Bundespräsident übersieht Sperrstunde

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer sind nach der Corona-Sperrstunde in einem Lokal in Wien von der Polizei kontrolliert worden. Er habe sich "verplaudert und leider die Zeit übersehen", sagte van der Bellen der "Kronen Zeitung". "Das tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler."

Wie die „Kronen Zeitung“ meldet, hätten van der Bellen und seine Frau noch Getränke auf dem Tisch gehabt, als das Restaurant gegen 0.20 Uhr kontrolliert wurden. Die aktuelle Gesetzeslage in Österreich sieht vor, dass die Wirte bis 23 Uhr geöffnet haben dürfen. Dem Inhaber droht ein Bußgeld von bis zu 30.000 Euro.

Update, 16.14 Uhr – Zwei Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit noch 154 aktive COVID-19-Fälle vor (Stand: 24. Mai, 15.30 Uhr). Das vermeldet das Landratsamt Traunstein. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt aktuell 10,73.

Heute sind beim Gesundheitsamt zwei Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1294 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mittlerweile mindestens 1055 Personen (vier mehr als gestern). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 13 COVID-19-Patienten behandelt, davon befindet sich ein Patient in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Update, 15.54 Uhr – Kein neuer Fall im Landkreis Mühldorf

Positive Nachrichten vermeldet soeben das Landratsamt Mühldorf, das keine Neuinfektion zu vermelden hat (Stand: 24. Mai, 14 Uhr). Damit bleib es bei 497 bestätigten Fällen, davon sind insgesamt 462 wieder genesen. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle liegt derzeit bei acht Personen, davon werden vier stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt bei 1,7.

Update, 15.43 Uhr – Mindestens 107 Infizierte nach Gottesdienst

Zunächst war am Samstag von mehr als 40 Infizierten die Rede gewesen. Nun berichtet die dpa, dass sich nach einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt mindestens 107 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Sonntag in Wiesbaden mit. Die Menschen lebten in Frankfurt und drei hessischen Landkreisen. Der Gottesdienst war bereits vor rund zwei Wochen.

Update, 15.12 Uhr – Linke zu positiven Fällen im Waldkraiburger Schlachthof: „Kein Zufall“

Gestern berichteten wir bereits von zwei positiven Fällen in einem Waldkraiburger Schlachthof. Dort wurden fast alle Mitarbeiter getestet. 434 Personen wurden dabei negativ getestet. Dennoch sei es laut „Die Linke“ kein Zufall, dass ausgerechnet dort Mitarbeiter am Coronavirus erkrankt sind. In einer Pressemitteilung des Kreisverbandes Altötting-Mühldorf heißt es nun, dass dort „Menschen als Arbeitssklaven behandelt“ werden.

Sie werden bis „zur Erschöpfung ausgebeutet und im engen Wohnraum kollektiv untergebracht, wo aber auch Arbeitsschutz und gewerkschaftliche Organisation dank Subunternehmen ein Fremdwort sind, dort breitet sich die Pandemie ungehindert weiter aus.“

„Die Linke fordert für die betroffenen Beschäftigten im Waldkraiburger Schlachthof konsequenten Schutz“, so in der Pressemeldung. Coronafälle würden nur da bestätigt werden, wo kontrolliert wird. Erst nach bundesweiten Schlagzeilen habe das Mühldorfer Landratsamt Coronatests angeordnet.

Wegen der aktuellen Entwicklung wird bei der nächsten Kreistagssitzung folgende Anfrage gestellt: „Das Landratsamt Mühldorf soll mitteilen, ob seine Ämter angesichts der Corona-Pandemie und Arbeitsschutzbestimmungen die Zustände in den Schlachthöfen und Massenunterkünften im Blick haben sowie effektiv kontrollieren.“

Update, 14.39 Uhr – 67 neue Fälle und acht Todesfälle in Bayern

46.505 Infektionen hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit inzwischen für Bayern dokumentiert (Stand: 24. Mai, 10 Uhr). Damit gab es innerhalb der letzten 24 Stunden nur 67 neue Fälle. Von der Gesamtzahl in Bayern gelten 41.740 als genesen. Die Todesfälle stiegen um acht auf eine Gesamtzahl von 2.391

Update, 13.50 Uhr - Polizei verhindert große Corona-Party

Die Polizei hat in Köln eine großangelegte Corona-Party verhindert. Zeugen hatten von etwa 100 Menschen berichtet, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Diese machten sich offenbar am Samstagabend von einer Straßenbahn-Haltestelle aus auf den Weg zu einem Feldweg am Autobahnkreuz Köln-West. In einem Waldstück wurde ein Zelt mit einer Musikanlage, Mischpult und einem Stromgenerator gefunden. Gegen den 23 Jahre alten "Veranstalter" und einige uneinsichtige "Gäste" wurden entsprechende Verfahren eingeleitet. Alle anderen erhielten Platzverweise.

Update, 12.45 Uhr - 500 Platzverweise in München

Am Freitag, 22. Mai, wurde die Münchner Polizei mehrmals wegen dicht gedrängter Personengruppe in Innenstadtbereich alarmiert. Gegen 21 Uhr befanden sich im Englischen Garten mehrere Personengruppen, die zum Teil aus 30 bis 40 Menschen bestanden und die vorgeschriebenen Mindestabstände nicht einhielten. Weil sich die betroffenen Personen zum Teil unkooperativ verhielten, mussten die Beamten hier bis zu 300 Platzverweise aussprechen. Die Karl-Theodor-Wiese wurde zudem komplett geräumt. 

Am Wedekindplatz hatten sich gegen 20.30 Uhr bis zu 250 Personen versammelt. Nach einer entsprechenden Belehrung gab es hier rund 50 Platzverweise. Ein größeres Personenaufkommen konnte auch am Königsplatz festgestellt werden. Dort saßen mehrere 100 Personen dicht gedrängt auf den Treppen der staatlichen Antikensammlung und hielten den vorgegebenen Abstand nicht ein. Hier musste die Polizei rund 150 Menschen der Örtlichkeit verweisen.

Update, 11.52 Uhr – Experten warnen vor erneutem Anstieg

Passend zu den bisher gemeldeten Lockerungen und die bevorstehende Urlaubszeit, erinnern Experten an das Risiko eines erneuten Anstiegs von Corona-Neuinfektionen. Aktuell sähen die Infektionszahlen zwar gut aus, sagte der Arzt und Gesundheitsforscher Max Geraedts von der Universität Marburg der dpa. Wenn Menschen jedoch wieder vielerorts eng zusammenkämen, könnte das dennoch ausreichen, „um wieder einen starken Anstieg loszutreten“.

Auch Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen erklärte: „Wenn man sich veranschaulicht, dass nur ein sehr geringer Bevölkerungsanteil bisher immun sein dürfte, so ist klar, dass das Virus sich schnell auch wieder ausbreiten kann, wenn die Bedingungen dafür stimmen.“Gleichzeitig verwies auch er darauf, dass die Infektionszahlen derzeit nicht nur in Deutschland, sondern auch in Reiseländern im Mittelmeerraum glücklicherweise rückläufig seien.

Update, 11.15 Uhr – Wann dürfen deutsche Touristen wieder in die Türkei?

Zwar will Außenminister Heiko Maas (SPD) die weltweite Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie noch vor den Sommerferien für alle EU-Länder aufheben. Doch was ist mit beliebten Urlaubsländern außerhalb der EU? Die türkische Regierung erwartet, dass die Bundesregierung ihre weltweite Reisewarnung noch vor den Sommerferien auch für die Türkei aufhebt. Das geht aus einem Bericht der Deutschen Presse Agentur (dpa) hervor. 

Das beliebte Urlaubszielsei ab Mitte Juni bereit, Touristen aus dem Ausland zu empfangen, sagte der türkische Botschafter in Berlin, Ali Kemal Aydin. Derzeit gilt eine weltweite Reisewarnung für Touristen bis zum 14. Juni. Danach will der SPD-Politiker sie für die Europäische Union aufheben und durch individuelle Reisehinweise ersetzen, in denen auf die jeweiligen Risiken aufmerksam gemacht wird. Wie mit Ländern außerhalb der EU verfahren wird, ist noch unklar. 

Die Türkei ist nach Spanien und Italien die Nummer drei unter den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen. „Es ist offensichtlich, dass wir im Gegensatz zu vielen anderen Ländern die Covid-19-Krise erfolgreich überwinden“, sagte Aydin der dpa. Zudem habe die Türkei die nötigen Vorkehrungen für sicheren Tourismus früher definiert. Er halte es deswegen für „sehr unwahrscheinlich“, dass die Reisewarnung nicht aufgehoben werde.

Update, 10.49 Uhr: Künstlerhilfsprogramm: Rund 3.000 Anträge in den ersten 48 Stunden

Insgesamt sieht die Bayerische Regierung eine Unterstützung in Höhe von 140 Millionen für freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern vor, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Dabei ist die Nachfrage stark, wie das Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in einer Pressemeldung mitteilt: In den ersten 48 Stunden sind bereits rund 3.000 Anträge eingegangen.

Der Antrag auf Soforthilfe kann seit Dienstagnachmittag unter kuenstlerhilfe-corona.bayern im Netz gestellt werden. Begleitet wird die Antragsstellung mit Hinweisen und Antworten auf wesentliche Fragen zum Programm auf der Homepage des Kunstministeriums, die fortlaufend aktualisiert wird.

Vom Schriftsteller bis zur Game-Designerin, von der Puppenspielerin bis zum Tänzer: Künstlerinnen und Künstler sollen über drei Monate monatlich bis zu 1.000 Euro erhalten, wenn ihre fortlaufenden Einnahmen zur Sicherstellung des Lebensunterhalts aufgrund der Corona-Pandemie nicht ausreichen. Antragsberechtigt sind freischaffende Künstlerinnen und Künstler mit Hauptwohnsitz in Bayern, die eine künstlerische oder publizistische Tätigkeit erwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend ausüben. 

"Kunst und Kultur sind für uns lebenswichtig. Deshalb wollen wir von Seiten des Freistaats auch in der Krise ein verlässlicher Partner sein. Bayern ist sich als Kulturstaat seiner besonderen Verantwortung für unsere Kulturschaffenden bewusst", so Kunstminister Bernd Sibler. Ihm sei bewusst, dass die Kunst- und Kulturszene nicht nur Soforthilfen benötigen würde, sondern auch mittelfristig verstärkt unterstützt werden müssen. Mit den Hilfsprogrammen sei dies gewährleistet. Kunst und Kultur hätten in Bayern eine gute Perspektive.

Update, 10.06 Uhr: Öffnung der Innenbereiche nicht die Rettung der Gastronomie

Eine Woche nach Öffnung der Biergärten und Außenbereiche, dürfen Wirte ab dem 25. Mai ihre Gäste im Innenbereich begrüßen. Zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr abends darf geöffnet sein. Die Auflagen sind genauso streng: Eine begrenzte Anzahl an Gästen, Einhaltung des Mindestabstandes und die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes.

Das ist aber noch lange nicht die Rettung vieler Betriebe. Wie viele Restaurants die Auflagen umsetzen können, bleibt abzuwarten. Zudem erläutert Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern: „Mit Öffnung der Betriebe ist die Gefahr von Insolvenzen keineswegs gebannt. Im Gegenteil: Nach Wochen ohne Umsätze gilt es jetzt unter erschwerten Bedingungen, mit weniger Gästen und zugleich durch verschärfte Hygieneauflagen bedingt höherer Kostenbelastung gleichzeitig gute Gastgeber zu sein und dabei zusätzlich noch den angehäuften Berg an Überbrückungskrediten und gestundeten Beiträgen abzubauen.“

Tische und Stühle müssen desinfiziert werden, Toiletten ebenfalls mehrmals am Tag, die Speisekarten sogar nach jedem Gast, schreibt der Hotel- und Gaststätten-Verband an seine Mitglieder. Gewechselt müssten nach jedem Gast auch Blumen, Deko und Sitzkissen – oder es wird darauf verzichtet.

Das Personal muss nur eine Maske tragen, sollte der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden können. Für Gäste dagegen zählt keine Maskenpflicht, jedoch sollten diese auf dem Weg zur Toilette oder beim Betreten oder Verlassen des Lokals getragen werden.

Unter Einhaltung der allgemeinen Corona-Regelungen gibt es keine Obergrenze, wie viele Gäste an einem Tisch sitzen dürfen. Nach aktueller Rechtslage können jedoch nur zwei Hausstände an einem Tisch ohne Einhaltung des Mindestabstandes Platz nehmen. Verpflichtend ist jedoch, dass alle Gäste ihre Kontaktdaten hinterlassen, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Update, 9.42 Uhr: Weitere Lockerungen ab Montag

Ein weiterer Schritt zurück zur Normalität: Ab Montag, 25. Mai, gibt es erneut Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Beispielsweise dürfen Restaurants mit Auflagen die Innenbereiche öffnen. Auch Kitas erweitern die Notbetreuung. Im Laufe der Woche fallen weitere Einschränkungen.

Hier ein kurzer Überblick:

  • Innenbereiche von Restaurants dürfen zwischen 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends geöffnet haben
  • Vorschulkinder und deren Geschwisterkinder dürfen wieder in den Kindergarten
  • Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und auch Campingplätze in Bayern ab dem 30. Mai wieder Gäste empfangen
  • Freizeiteinrichtungen wie Freizeitparks öffnen ab 30. Mai
  • Auch touristische Bus- und Bahnreisen, Fahrten mit Seilbahnen sowie die Fluss- und Seenschifffahrt sollen ab Samstag wieder möglich sein
  • Ebenso Stadtführungen oder in Höhlen/Bergwerken dürfen pünktlich zum Beginn der Pfingstferien wieder angeboten werden

Bars und Lokale, die auf den Getränkeausschank ausgerichtete sind, müssen weiterhin geschlossen bleiben. Ebenso bleiben Freibäder, Tanzschulen und Fitnessstudios weiterhin zu.

Update, 8.42 Uhr - RKI meldet neueste Fallzahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat auch am Sonntagmorgen (Stand: 24. Mai, 0 Uhr) wieder die neuesten Fallzahlen für Deutschland vorgelegt. Demnach lagen bis dato 178.281 registrierte Infektionen in der Bundesrepublik vor. Es gab 8247 Todesfälle. Der Freistaat Bayern ist weiterhin das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland (über 46.000 Fälle, 2377 Tote).

Bundesland

Fälle

+/- zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.399

+54

311

1.697

Bayern

46.206

+74

353

2.377

Berlin

6.637

+23

177

191

Brandenburg

3.214

+1

128

154

Bremen

1.299

+3

190

41

Hamburg

5.066

+3

275

241

Hessen

9.762

+92

156

460

M.-Vor­pommern

760

-3

47

20

Niedersachsen

11.578

+57

145

572

Nordrhein-West­falen

37.223

+84

208

1.563

Rhein­land-Pfalz

6.590

+8

161

227

Saarland

2.713

+4

274

157

Sachsen

5.221

+2

128

204

Sachsen-Anhalt

1.694

+2

77

54

Schles­wig-Holstein

3.062

+0

106

137

Thüringen

2.857

+27

133

152

Gesamt

178.281

+431

214

8.247

Update, 8.09 Uhr - Vorwürfe nach Corona-Ausbruch in Restaurant

Am Samstag war zunächst von sieben Personen die Rede, die sich nach einem Restaurantbesuch im niedersächsischen Leer mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Zahl wurde nun nach oben korrigiert. Inzwischen spricht der Landkreis Leer von "elf infizierten Personen", darunter sei auch der Wirt des betroffenen Lokals im Moormerland.

Am 15. Mai sollen die bekannten zehn Betroffenen in dem Lokal gewesen sein, eine weitere Person aus einem anderen Landkreis soll sich in der Folge ebenso angesteckt haben. Zudem gestaltete sich die Kontaktnachverfolgung für das zuständige Gesundheitsamt sehr schwierig. "Insgesamt wurde bislang in rund 70 Fällen eine häusliche Quarantäne angeordnet", so die Behörde. Das ZDF spricht sogar von 106 Personen, die sich in Isolation befinden sollen.

Zudem haben Zeugen beim Landkreis Vorwürfe gegen das Restaurant erhoben, wonach nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein soll. Nach dem Auftreten der Fälle am 15. Mai sei das Lokal außerdem am 16., 17. und 20. Mai geöffnet gewesen. "Gästelisten für diese drei Tage wurden dem Landkreis Leer aber erst auf Nachfrage am Freitag, 22. Mai, übermittelt (...) Beim Gesundheitsamt haben sich inzwischen auch Personen gemeldet, die eigenen Angaben zufolge nach dem 15. Mai im Restaurant waren, aber nicht auf den Gästelisten standen."

Reproduktionszahl erneut leicht gesunken

Bundesweit sind bis zum späten Samstagabend (News-Ticker Samstag, 23. Mai) mehr als 178.100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand: mehr als 177.600 Infektionen). Mindestens 8229 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand: 8197). Das geht aus der neuesten Auswertung der Deutschen Presseagentur (dpa) hervor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 0,83 (Stand: 23. Mai). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag lag der Wert bei 0,85. Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Stand: 23. Mai) bei 0,89. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen. Etwa 159.900 Menschen gelten in Deutschland als bereits wieder genesen.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 46.400 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2377 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 37.100 Fällen und mindestens 1554 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 34.300 bestätigten Fällen und mindestens 1696 Toten.

mw/jz/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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