News-Ticker zur Corona-Pandemie

Huml: "Contact Tracing Teams" von zentraler Bedeutung - Die Zahlen aus der Region

Coronavirus - Zwickau
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Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Mittwoch, 20. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2729, Landkreis Traunstein 1286, Landkreis Berchtesgadener Land 301, Landkreis Mühldorf 495, Landkreis Altötting 595
  • Todesfälle: Rosenheim 199, Traunstein 85, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 25, Altötting 55
  • Mindestens 8090 Todesopfer in Deutschland (2339 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update 19 Uhr - "Contact Tracing Teams" von zentraler Bedeutung

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Bayern schreitet der Ausbau sogenannter Contact Tracing Teams (CTT) gut voran. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Mittwoch in Erlangen hingewiesen. Huml betonte bei einem Besuch des staatlichen Gesundheitsamts Erlangen-Höchstadt: "Aktuell sind insgesamt über 2.500 zusätzliche Beschäftigte aus der gesamten Staatsverwaltung an den Gesundheitsämtern eingesetzt, um im Contact Tracing zu unterstützen. Das entspricht rund 500 Teams, die vor Ort bei der Ermittlung und Nachverfolgung von Kontaktpersonen sowie bei der Überwachung der Quarantäne mitarbeiten. Allein in Erlangen sind aktuell 50 Personen bzw. 10 Teams im Einsatz."

Die Ministerin unterstrich: "Mit unserer Containment- und Tracing-Strategie wollen wir die bestmögliche Eindämmung, Rückverfolgung und Unterbrechung von Coronavirus-Infektionsketten erreichen. Im Endausbau soll pro 20.000 Einwohner ein fünfköpfiges Team bereitstehen. Dann sollen bis zu 650 Teams über ganz Bayern verteilt zum Einsatz kommen. Insgesamt haben wir die Gesundheitsämter zuletzt personell um insgesamt 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestärkt."

Huml erläuterte: "In den CTTs sind vor allem Beamtenanwärter im Einsatz, die mit einer Schulung auf der Lernplattform des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf ihren Einsatz vorbereitet wurden. Es helfen aber auch weitere Unterstützungskräfte aus anderen Geschäftsbereichen der Staatsverwaltung mit. Ferner haben die Landkreise und Kommunen selbst Mitarbeiter abgestellt. Zusätzlich wurden rund 240 Medizinstudenten und mehr als 100 Ärzte an den Gesundheitsämtern eingesetzt. Über das Robert Koch-Institut wurden zudem 74 weitere Studenten als 'Containment Scouts' bereitgestellt."

Die Ministerin hob hervor: "Unsere Gesundheitsämter stehen derzeit im Zentrum des Geschehens. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die Umsetzung unserer Containment-Strategie geht – und das seit vielen Wochen!" Huml ergänzte: "Mit dem Einsatz zahlreicher Unterstützungskräfte aus allen Ressorts im öffentlichen Gesundheitsdienst hat der Freistaat in den vergangenen Wochen kurzfristig und flexibel auf die Herausforderung der Corona-Pandemie reagiert."

Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Contact Tracing Teams

Update, 17.55 Uhr - Keine neuen Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es keinen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 20. Mai 2020, 14.00 Uhr).

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 495 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 455 wieder genesen. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle liegt derzeit bei 13, davon werden 5 stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 0,9. Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich folgende Zahlen:

Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 

  • 43 Stationäre Corona-Positivfälle: 11 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 4 
  • Entlassene Corona-Patienten: 1

Update, 17.15 Uhr - Fünf neue Fälle im Landkreis Traunstein

im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit noch 165 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 6,21. Heute sind beim Gesundheitsamt fünf Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1286 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mittlerweile mindestens 1036 Personen (zwölf mehr als gestern).In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 14 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich drei Patienten in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Update, 16.30 Uhr - Verbot von Live-Musik in gastronomischen Betrieben 

Seit vergangenem Montag haben die Biergärten wieder offen, die Gaststuben folgen kommenden Montag. Einige gastronomische Betriebe im Landkreis Mühldorf beabsichtigen, in ihren Gaststuben und Biergärten Live-Musik anzubieten und machen teilweise auch in den sozialen Medien darauf aufmerksam. Das Landratsamt Mühldorf weist daher darauf hin, dass der Auftritt einer Musikgruppe nicht zulässig ist, da der Auftritt eine verbotene Veranstaltung nach der 4. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) darstellt.

Update, 15.41 Uhr - Keine neuen Fälle im Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 595 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. 514 Landkreisbürger sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 55 Personen sind an der Erkrankung verstorben.

Update, 15.10 Uhr - Inzwischen 88 Infizierte im Schlachthof Straubing-Bogen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen rund um den Schlachthof Wiesenhof in Bogen ist auf 88 gestiegen. Drei von 82 Nachtests infolge einer Reihenuntersuchung seien positiv gewesen, teilte das Landratsamt Straubing-Bogen am Mittwoch mit. 

Zudem seien bei zwei bisher negativ getesteten Personen mittlerweile Symptome aufgetreten. Bei ihnen ist eine Infektion mit Sars-CoV-2 den Angaben nach nun bestätigt. Alle fünf wohnen im Landkreis. Der Betrieb in der Firma läuft indes weiter.

Update, 14.43 Uhr - Ein neuer Corona-Infektionsfall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es einen neuen bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis Berchtesgadener Land gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle erhöht sich somit auf 301 (Meldestand: 20.05.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für den Landkreis ist im Vergleich zum Vortag auf 2,8 gestiegen.

Die insgesamt 301 bestätigten Corona-Fälle verteilen sich auf folgende Altersgruppen:

Altersgruppen

Männlich

Weiblich

Gesamt

0-18 Jahre

15

5

20

19-65 Jahre

84

89

173

>65 Jahre

51

57

108

Gesamt

150

151

301

Derzeit werden weiterhin nur noch 17 COVID-19-Patienten in den Kliniken im Berchtesgadener Land stationär behandelt. Weiterhin nur zwei Patienten befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung (unverändert im Vergleich zur Meldung von gestern).

Update, 13.58 Uhr - Drei weitere Todesfälle in Rosenheim

Am 19.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt zwei neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2729 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2222, Stadt: 507). Mittlerweile wurde bei mindestens 1821 Personen eine Genesung dokumentiert, so das Rosenheimer Landratsamt im aktuellen Lagebericht.

199 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 132 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 128 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 24 Patienten auf einer Intensivstation. 
 

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 20.05.2020 (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 12,63, für den Landkreis Rosenheim bei 13,41.

Update, 13.31 Uhr - Kabinett beschließt schärfere Regeln für Fleischbranche

Die Arbeitsschutzvorschriften in der Fleischindustrie sollen verschärft werden. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch Eckpunkte eines "Arbeitsschutzprogramms für die Fleischwirtschaft" beschlossen. Geplant sind demnach verschiedene gesetzliche Regelungen, wie ein Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in der Fleischindustrie ab dem kommendem Jahr und höhere Bußgelder bei Verstößen gegen Arbeitszeitvorschriften.

Das Schlachten und die Verarbeitung von Fleisch in Betrieben der Fleischwirtschaft soll demnach ab 1. Januar 2021 nur noch von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern des eigenen Betriebes zulässig sein. "Damit wären Werkvertragsgestaltungen und Arbeitnehmerüberlassungen nicht mehr möglich", heißt es.

Ausnahmen soll es für Betriebe des Fleischerhandwerks geben. Bei Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz sind zudem künftig Bußgelder von bis zu 30.000 Euro vorgesehen, statt wie bisher maximal 15.000 Euro. Arbeitszeiten müssen künftig digital erfasst werden, und Fleischbetriebe sollen häufiger kontrolliert werden.

Nach einer Häufung von Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben stehen die Arbeitsbedingungen mit Subunternehmern und Sammelunterkünften mit vielen osteuropäischen Beschäftigten stark in der Kritik. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte angekündigt in der Branche "aufzuräumen". Bei einem Werkvertrag vergeben Unternehmen bestimmte Aufträge und Tätigkeiten an andere Firmen, die sich um die komplette Ausführung kümmern. Gewerkschaften befürworten ein Verbot, die Fleischwirtschaft reagiert mit scharfer Kritik.

Update, 12.53 Uhr - Audi verlängert Kurzarbeit in Ingolstadt bis Ende Mai

Audi verlängert die Kurzarbeit am Standort Ingolstadt abermals bis zum 30. Juni. Das teilte der Autobauer am Dienstagabend seinen Mitarbeitern mit. „Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie halten weiter an“, heißt es in der internen Mitteilung. Auch im Juni komme es durch Nachfragerückgänge und Lieferengpässe zu Arbeitsausfällen. 

Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass Schritt für Schritt die Produktion wieder hochgefahren und der Umfang der Kurzarbeit deshalb geringer werde. „In den nächsten Wochen werden sukzessive mehr Beschäftigte an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.“ Am Audi-Standort Neckarsulm wurde die Kurzarbeit zuletzt bis zum 31. Mai verlängert.

Update, 12.06 Uhr - Kochel befürchtet Kollaps durch Ausflügler 

Trotz der geplanten Grenzöffnung zu Österreich werden viele Menschen in Deutschland Urlaub machen, so Thomas Holz (CSU), Bürgermeister von Kochel am See. „Den Berg rauf und Berg runter“ herrschte Dauerstau, beschreibt er die Situation am letzten Wochenende.

Schon jetzt seien die Tagesausflüglern in seiner Gemeinde rücksichtlos und würden die Regeln nicht befolgen. Um die Regeln besser durchzusetzen, fordert Holz das bayerische Innenministerium auf, seine Gemeinde durch mehr Polizei zu unterstützen: „Mit einer Streife allein ist das nicht abzudecken“, sagt er.

Hans Schandl, Bürger der kleinen Gemeinde Jachenau, hat sich ebenso über das Ausfluschaos geärgert. Er hält sogar "Eintrittskarten" in die Naherholungsgebiete für sinnvoll.

Blick auf den Walchensee

Update, 11.34 Uhr - Frau aus Berchtesgadener Land in Salzburg in Quarantäne

Nach 17 Tagen ohne Neuinfektionen wurden aus Salzburg nun erstmals wieder drei neue Coronafälle gemeldet. Darunter ist auch eine Frau aus dem Berchtesgadener Land, die eigentlich zu einer Routineoperation ins Landeskrankenhaus Salzburg gekommen und dort automatisch auf Corona getestet worden war. Das Ergebnis fiel positiv aus, weswegen die Dame im abgeschirmten Covid-19-Bettenhaus untergebracht wurde. Allerdings würde die Frau lediglich milde Symptome zeigen, wie ein Sprecher des Landes Salzburg erklärte.

Die beiden anderen Fälle betrafen das Pinz- bzw. Tennengau. Zudem meldete das Landeskrankenhaus einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Corona. Damit erhöht sich die Zahl der Toten in Stadt und Land Salzburg auf 38.

Update, 10.46 Uhr - Ticketverkäufer CTS Eventim in den roten Zahlen

Die Corona-Pandemie hat das Geschäft des Veranstalters und Tickethändlers CTS Eventim im ersten Quartal stillgelegt. Umsatz und Gewinn brachen ein, wie der Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Vor Steuern stand daher ein Minus von 1,6 Millionen Euro zu Buche. Ein Jahr zuvor hatte CTS Eventim vor Steuern noch 41,6 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.

Der Umsatz verringerte sich in den ersten drei Monaten des Jahres um rund 35 Prozent auf 184,6 Millionen Euro. Der operative Gewinn (normalisiertes Ebitda) sank um etwa 76 Prozent und lag zwischen Januar und März bei 13,5 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge schrumpfte von 20,2 Prozent auf 7,3 Prozent. Pro Aktie bleibt ein Gewinn von genau einem Cent hängen, 27 Cent weniger als ein Jahr zuvor.

Seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr hatte der Tickethändler bereits Anfang April kassiert. Zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung will sich das Management erst wieder äußern, sobald eine solide Prognose möglich sei, hieß es am Mittwoch. Das Unternehmen setzt nun auf eine in Deutschland, Österreich und Italien beschlossene Lösung, wonach Veranstalter verkaufte Tickets nicht zurücknehmen müssen, sondern Gutscheine ausgeben können.

Auch interessant: Absage des Sommerfestivals in Rosenheim - Das müssen Ticketinhaber jetzt wissen

Update, 10.11 Uhr - Tausende Gerichtsprozesse in Bayern verschoben

Seit Beginn der Corona-Krise sind in Bayern Tausende Gerichtsverfahren verschoben worden. Das geht aus der Antwort des bayerischen Justizministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor. Allein an den Sozialgerichten im Freistaat konnten den Angaben zufolge geschätzte 2850 Verhandlungstermine nicht wie geplant stattfinden, im Zuständigkeitsbereich des Landesarbeitsgerichtes Nürnberg waren es weitere 2000.

Gerichte waren zuletzt angehalten, nur noch die nötigsten Verhandlungen durchzuführen, um die Infektionsgefahr im Gerichtssaal so gering wie möglich zu halten. Wie viele Zivil- und Strafprozesse an ordentlichen Gerichten ausfielen, konnte das Justizministerium nicht beantworten. Auch zu Prozessen an weiteren Arbeitsgerichten oder an Finanzgerichten wurden keine Angaben gemacht.

Update, 9.35 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Tirol

Von Dienstag 18.30 Uhr bis Mittwoch 8.30 Uhr gab es in Tirol zwei weitere positive Testergebnisse. Beide Personen sind im Bezirk Innsbruck-Land wohnhaft. Somit sind aktuell 38 Personen mit dem Coronavirus infiziert, 3393 Personen sind wieder genesen. 

Insgesamt sind bisher in Tirol 107 Personen aufgrund einer Corona-Erkrankung verstorben.

Update, 9.08 Uhr - Freistaat kaufte Beatmungsgeräte für über 60 Millionen Euro

Zur Behandlung von Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19 sind die Krankenhäuser in Bayern mittlerweile deutlich besser mit Beatmungsgeräten ausgestattet als vor der Coronavirus-Pandemie. Das Gesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben bislang 1825 Beatmungsgeräte aus dem In- und Ausland beschafft. Zudem besorgten Krankenhäuser 1100 Geräte.

“Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 62,4 Millionen Euro”, hieß es in einer Mitteilung. Die zuständige Ministerin Melanie Huml (CSU) erklärte: “Schwere Erkrankungsfälle unter den Covid-19-Patienten können häufig nur mit künstlicher Luftzufuhr gerettet werden.” Auch bei Schutzmaterial sei der Freistaat inzwischen auf gutem Stand, sagte Huml. Die Behörden hätten Schutzausrüstung und Medizinprodukte im Wert von rund 434 Millionen Euro bestellt. Vieles davon ist bereits eingetroffen.

Gesundheitsministerin Melanie Huml

Update, 8.26 Uhr - Jetzt knapp über 176.000 Infektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Mittwochmorgen wieder die neuesten Fallzahlen vorgelegt. Demnach wurden in Deutschland bislang (Stand: 20. Mai, 0 Uhr) knapp über 176.000 Infektionen registriert. 8090 Personen sind bundesweit an den Folgen einer Coronainfektion gestorben. Der Freistaat Bayern ist weiterhin das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland (45.766 Fälle, 2339 Tote).

Bundesland

Fälle

+ zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.115

+81

308

1.672

Bayern

45.766

+127

350

2.339

Berlin

6.507

+29

174

186

Brandenburg

3.193

+8

127

151

Bremen

1.256

+19

184

38

Hamburg

5.042

+0

274

236

Hessen

9.483

+115

151

446

M.-Vor­pommern

755

+3

47

20

Niedersachsen

11.288

+81

141

557

Nordrhein-West­falen

36.766

+281

205

1.537

Rhein­land-Pfalz

6.529

+9

160

222

Saarland

2.703

+4

273

154

Sachsen

5.150

+17

126

198

Sachsen-Anhalt

1.680

+1

76

54

Schles­wig-Holstein

3.014

+12

104

131

Thüringen

2.760

+10

129

149

Gesamt

176.007

+797

212

8.090

Update, 7.56 Uhr - Zwei weitere Tote und 12 neue Fälle in München 

In München wurden jetzt (Stand: 19. Mai, 13.30 Uhr) zwölf neue Coronafälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.669 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.474 Personen, die bereits genesen sind, sowie 205 Todesfälle. Damit stieg die Zahl der Toten im Vergleich zum Vortag um zwei Personen.

Update, 7.24 Uhr - Politiker fordern generelle Bestrafung von Freiern

Die 16 Bundestagsabgeordneten, die - ursprünglich wegen Corona - in einem Brief an die Ministerpräsidenten der Länder ein Verbot von Prostitution in Deutschland gefordert haben, haben jetzt noch einmal nachgelegt. Die Parlamentarier fordern sogar, in Zukunft Freier generell mit Geldstrafen oder Gefängnis zu bestrafen, wenn sie sich auf sexuelle Dienstleistungen gegen Entgelt einlassen. Als Begründung wurde in dem Schreiben, das der Bild-Zeitung vorliegt, das "hohe Ausmaß an sexuellen Übergriffen und massive physische und psychische Verletzungen durch täglich vielfach erzwungene Penetration" bei den betroffenen Frauen genannt. 

"Wenn die Talkshow-taugliche 'Sexarbeiterin aus Leidenschaft' über Prostitution als ganz normalen Job spricht, ist das ein Schlag ins Gesicht tausender, zum Teil sehr junger Frauen, die sich in einem menschenverachtendem System verkaufen - oft mit falschen Versprechungen gelockt und mit Gewalt gefügig gemacht", zitiert die Zeitung in diesem Zusammenhang beispielsweise den CDU-Politiker Hermann Gröhe. Gegner wiederum warnten, dass die Frauen mit einem Verbot in Illegalität abgedrängt würden.

Update, 6.39 Uhr - Trotz Corona: Abiturprüfungen beginnen in Bayern 

Die bayerischen Abiturienten haben es heuer alles andere als einfach. Die Coronakrise hat die Vorbereitung auf die Prüfungen quasi "vernichtet", dann wurden auch noch die Prüfungsaufgaben im Fach Deutsch gestohlen. Dennoch soll es am Mittwochmorgen losgehen. Dann starten die 35.000 Gymnasiasten mit dem Abitur. Den Anfang macht das Fach Deutsch. In der nächsten Woche folgen dann die Arbeiten in Mathematik (26. Mai) und im dritten Prüfungsfach (29. Mai). 

Im Deutsch-Abi müssen die Prüflinge übrigens die Ersatzaufgaben lösen, nachdem Einbrecher in den vergangenen Tagen aus dem Tresor des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums in Bamberg die "Original-Aufgaben" gestohlen hatten. Die Polizei ermittelt. Zudem sind die "Corona-Regeln" streng: Für jeden Schüler sind vier Quadratmeter Platz vorzusehen. Der Abstand zum Nachbarn muss mindestens zwei Meter betragen. Zudem wurden sogenannte Laufwege getrennt und Desinfektionsmittel aufgestellt. Vielerorts finden die Prüfungen in Turnhallen statt.

Reproduktionszahl sinkt auf 0,86

Bundesweit sind bis zum späten Dienstagabend (News-Ticker Mittwoch, 19. Mai) über 175.600 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand: mehr als 175.100 Infektionen). Mindestens 8054 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand: mindestens 7974). Das geht aus der neuesten Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 0,86 (Stand: 19. Mai). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Seit vergangenen Donnerstag gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,81 (Stand: 19. Mai). Er zeigt das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen.

Nach Angaben des RKI haben in Deutschland rund 155.700 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 45.900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2331 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 36.400 Fällen und mindestens 1524 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 34.000 bestätigten Fällen und mindestens 1673 Toten.

mh/mw/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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