News-Ticker zur Corona-Pandemie

R-Wert steigt wieder deutlich über 1 - Tschechien öffnet Grenze für deutsche Touristen ab 15. Juni

Grenzübergängen zu Tschechien nach Komplettschließung
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Grenzübergängen zu Tschechien nach Komplettschließung

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings deutliche Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Montag, 1. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2779, Landkreis Traunstein 1318, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 499, Landkreis Altötting 598
  • Todesfälle: Rosenheim 209, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 25, Altötting 57
  • Mindestens 8511 Todesopfer in Deutschland (2468 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 21.17 Uhr - Tschechien öffnet Grenze für deutsche Touristen ab 15. Juni

Tschechien öffnet seine Grenze ab dem 15. Juni wieder für Touristen aus Deutschland. Das beschloss das Kabinett am Montag in Prag, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech bekanntgab. Der EU-Mitgliedstaat hatte Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie einen weitgehenden Einreisestopp verhängt.

Grundlage ist nun ein neues Ampel-Modell, das Länder nach Risikogruppen einteilt. Grünes Licht bekommen neben Deutschland und allen anderen Nachbarstaaten Tschechiens unter anderem auch die Schweiz und Kroatien. Damit entfallen auch die bisherigen Einschränkungen für grenzüberschreitende Berufspendler.

Ausländer aus rot und orange gekennzeichneten Ländern müssen bei der Einreise nach Tschechien einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen. Dazu zählen unter anderem Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden.

Deutsche stellen traditionell die größte Gruppe unter den ausländischen Besuchern Tschechiens. Im vorigen Jahr wurden mehr als zwei Millionen Übernachtungsgäste aus der Bundesrepublik gezählt. Beliebt ist vor allem Prag mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten wie der Karlsbrücke.

Um den Tourismus wieder anzukurbeln, hat die Stadt an der Moldau nun ein Gutscheinmodell beschlossen: Wer mindestens zwei Nächte in einem Hotel bleibt, erhält Punkte, die unter anderem in den städtischen Museen, dem zoologischen und dem botanischen Garten eingelöst werden können.

In Tschechien waren bis Montag 9286 bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. 321 Menschen starben.

Update, 18.10 Uhr - R-Wert steigt wieder deutlich über 1

Die Reproduktionszahl (kurz: R-Wert) ist am Pfingstmontag laut aktuellem Lagebericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) im Vergleich zum Vortag (1,04) deutlich gestiegen. Sie lag - Stand vom 1. Juni - bei 1,20. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als eine weitere Person ansteckt.

Die Zahl der Neuinfektionen verharrt in Deutschland dennoch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter haben dem RKI 333 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Bislang starben demnach bundesweit 8511 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um elf. Etwa 165.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 600 mehr als einen Tag zuvor.

Update, 17.22 Uhr - Huml nimmt seelische Gesundheit in Zeiten der Corona-Pandemie in den Fokus

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will die Menschen im Freistaat dafür sensibilisieren, während der Corona-Pandemie auf ihre psychische Gesundheit zu achten. Huml betonte am Pfingstmontag: "Jeden Einzelnen von uns stellt die Corona-Pandemie vor ganz persönliche Herausforderungen. Corona hat unser Leben stark verändert. Die meiste Zeit zu Hause zu verbringen, eventuell nicht mehr zur Arbeit gehen zu können und nur noch eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten zu haben, war und ist für alle Menschen eine neue, zum Teil psychisch sehr belastende Situation.

Huml fügte hinzu: "Gerade Menschen mit psychischen Störungen können durch die momentane Ausnahmesituation besonders gefordert sein. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir diesen Menschen verstärkt Hilfe und Unterstützung anbieten."

Die Ministerin betonte: "Der Bayerischen Staatsregierung ist es seit Jahren ein wichtiges Anliegen, psychische Erkrankungen aus der Tabuzone zu holen und Menschen in psychischen Krisen frühzeitig zu helfen. Dafür gibt es bereits jetzt eine Reihe von Angeboten. Von zentraler Bedeutung ist die landesweite Einführung von Krisendiensten für Menschen in psychischen Notlagen, die im Rahmen des Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes vorgesehen ist.

Bislang steht dieses niedrigschwellige psychosoziale Hilfeangebot bereits in den Bezirken Oberbayern und Mittelfranken zur Verfügung. Ab Juli 2021 sollen die Krisendienste bayernweit und rund um die Uhr erreichbar sein."

In jedem Bezirk besteht der Krisendienst dabei aus einer Leitstelle sowie mobilen Einsatzteams. Die Kosten für den Betrieb der sieben Leitstellen werden auf jährlich bis zu 8,5 Millionen Euro geschätzt und zusätzlich zu den Aufbaukosten vom Freistaat getragen, während die Kosten der mobilen Krisenteams von den Bezirken übernommen werden.

Update, 16.42 Uhr - Knapp 2.500 Todesopfer in Bayern

In Bayern sind inzwischen 47 269 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2468 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 43 000 Menschen. 

Update, 15.44 Uhr - Keine Neuinfektionen im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 149 aktive Coronavirus-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 15,25. Am Pfingstmontag sind beim Gesundheitsamt keine Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1318 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. 

Als genesen gelten weiterhin mindestens 1082 Personen. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt neun Covid-19-Patienten behandelt, davon befindet sich drei Patienten mehr in intensivmedizinischer Betreuung.

Klinikpatienten im Landkreis Traunstein.

Update, 14.58 Uhr - Party ohne Corona-Maske: Rumäniens Premier bezahlte Strafe

Rumäniens Ministerpräsident Ludovic Orban und vier Minister haben Bußgelder bezahlt, weil sie bei einer Geburtstagsfeier des Premiers in dessen Büro keine Corona-Masken getragen hatten. Ein Foto von dieser Szene war öffentlich geworden.

Wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax am Montag berichtete, bezahlte Orban 2500 Lei (rund 500 Euro) wegen des fehlenden Mund- und Nasenschutzes und 500 Lei, weil er bei der informellen Party auch eine Zigarette geraucht hatte. Eine Strafe in gleicher Höhe musste Außenminister Bogdan Aurescu bezahlen, der sich dabei eine Zigarre gegönnt hatte. Rauchen ist in Rumäniens öffentlichen geschlossenen Räumen seit Jahren verboten. Wegen Corona ist derzeit dort auch ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben.

Wirtschaftsminister Virgil Popescu und Transportminister Lucian Bode kamen mit geringeren Bußgeldern davon, weil sie ohne Masken, aber auch ohne Tabak mitgefeiert hatten. Vize-Ministerpräsidentin Raluca Turcan wurde die geringste Bußgeldsumme von 1000 Lei auferlegt, weil sie bei der Feier ihre Maske zwar dabei hatte, aber nur am Hals trug, also nicht vorschriftsmäßig vor Mund und Nase.

In Rumänien sind bis Montag 1270 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben. 19 398 hatten sich seit Ausbruch der Pandemie nachweislich infiziert.

Update, 13.49 Uhr - Corona-Pfingsten lässt Urlauber und Ausflügler zaudern

Corona-Pfingsten lässt Urlauber und Ausflügler in Bayern weiter zaudern. Nur sehr zögerlich zog es die Menschen am Wochenende und zum Start in die Pfingstferien an die Seen und in die Berge. Von einem Ansturm, der nach den wochenlangen Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise teilweise erwartet wurde, konnte nicht die Rede sein, obwohl sich der Wettergott nach einem kühlen Start im Verlauf des langen Wochenendes gnädig zeigte. Über weiten Teilen des Freistaates spannte sich spätestens am Montag ein weiß-blauer Himmel.

Mit der Wetterbesserung am Montag wollten dann doch mehr Ausflügler auf ihre Kosten kommen. Auf der Bundesstraße 318 Richtung Tegernsee staute sich zeitweise der Verkehr. Am See waren Spazierwege gut besucht, Menschen sonnten sich in Cafés, andere nutzten das schöne Wetter für eine Bootsfahrt.

Rund um den Chiemsee war von einem Ansturm nichts zu spüren. "Wir haben ja auch kein Badewetter", sagte ein Sprecher der dortigen Tourismusbranche. Besucher genossen zwar die Außengastronomie, ansonsten aber blieb es sehr ruhig. "Es war eben ein normaler Tag", sagte der Sprecher. Überschaubar auch das Besucheraufkommen im Berchtesgadener Land: Parkplätze waren zum Teil nicht mal halbvoll. Auf den Straßen Bayerns war es auch am Montag "unter dem Strich sehr ruhig", wie die Polizei Oberbayern mitteilte. "Kein Vergleich zum letzten Jahr."

Update, 13.01 Uhr - Corona-Demonstrationen in Bayern mit mäßiger Beteiligung

In vielen Städten Bayerns haben auch am Samstag Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Maßnahmen demonstriert. Eine der größten Versammlungen fand in München statt, wo auf der Theresienwiese am Nachmittag unter dem Motto "Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung" laut Polizei rund 700 Menschen demonstrierten. Auf Plakaten hieß es "Grundgesetz wiederherstellen" und "Direkte Demokratie". Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 800 Beamten im Einsatz.

Laut einer Polizeisprecherin war das Versammlungsgeschehen ruhig, auch die Abstandsgebote wurden eingehalten. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts durften an der Veranstaltung in der Landeshauptstadt höchstens 1000 Menschen teilnehmen. Die Richter hatten - wie schon in der Woche zuvor - einen Eilantrag des Veranstalters abgelehnt, der gefordert hatte, 10.000 Menschen zuzulassen.

Inzwischen wurde bekannt, dass die Stadt München in ihrem Auflagenbescheid für die Kundgebung die Verwendung des gelben "Judensterns" verboten hat. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk (BR) darüber berichtet. Bei der Demonstration sei allerdings kein Verstoß gegen die Auflage registriert worden, sagte der Polizeisprecher.

Insgesamt scheint in Zusammenhang mit den weiteren Lockerungen auch die Protestwelle gegen die Einschränkungen allmählich abzuflauen. Die bei Anmeldung der Veranstaltungen angekündigten Teilnehmerzahlen wurden vielerorts nicht erreicht. 

Update, 12.09 Uhr - Umfrage: Jeder Zweite würde sich gegen Corona impfen lassen

Jeder zweite Deutsche würde sich nach einer Umfrage gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gäbe. Jeder Vierte würde dies vielleicht tun, wie aus der repräsentativen Online-Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Jeder Fünfte der 2056 Befragten lehnt eine Impfung ab. Männer würden sich eher impfen lassen als Frauen.

Derzeit ist noch kein Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar. Erste zugelassene Impfstoffe dürften nach Einschätzung der meisten Experten frühestens im kommendem Jahr für den Masseneinsatz bereitstehen. Im Rahmen großer klinischer Studien könnten schon zuvor Impfungen bestimmter Bevölkerungsgruppen erfolgen. Möglich ist allerdings auch, dass noch Jahre vergehen, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, der guten Schutz bietet.

In der Frage nach einer Impfpflicht gegen das Coronavirus sind die Deutschen gespalten: Während 44 Prozent der Befragten dafür plädierten, sind 40 Prozent dagegen.

In der Corona-Krise kursieren Spekulationen über eine mögliche Impfpflicht. Die Bundesregierung hat indes wiederholt betont, dass sie eine künftige Corona-Schutzimpfung nicht zur Pflicht machen werde.

Update, 11.17 Uhr - Riesen-Party am Sonntag auf dem Berliner Landwehrkanal

Die Corona-Krise ist nicht vorbei, die Abstandsregeln gelten noch immer - doch das schöne Wetter schien am Sonntag dafür zu sorgen, dass viele die Sicherheitsgebote vergaßen. Vor allem in Berlin-Kreuzberg: Hier tummelten sich unzählige Menschen bei einem Boots-Rave auf dem Landwehrkanal. Mit der Aktion, die zu einer riesigen Party wurde, sollte gegen das Sterben der Rave-Kultur protestiert werden. Sicherheitsabstände, Kontaktverbote? Fehlanzeige.

Der Berliner Senat hatte vergangene Woche beschlossen, dass bereits ab Samstag (30. Mai) in der Stadt wieder Demonstrationen im Freien ohne Beschränkung der Teilnehmerzahl erlaubt sein sollen. Allerdings sollten trotzdem die Abstandsregeln eingehalten werden – was am Sonntag ignoriert wurde.

Die Reproduktionszahl – die die Anzahl der Personen angibt, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden – stieg in Berlin am Sonntag auf 1,41. Damit lag der Wert über der kritischen Schwelle. Bei geringen Fallzahlen sei die Reproduktionszahl allerdings schwankungsanfällig, hieß es von der Senatsverwaltung.

Update, 10.32 Uhr - Huml will während Corona auf psychische Gesundheit achten

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml appelliert an die Menschen im Freistaat, während der Corona-Pandemie auf ihre psychische Gesundheit zu achten. "Corona hat unser Leben stark verändert. Die meiste Zeit zu Hause zu verbringen, eventuell nicht mehr zur Arbeit gehen zu können und nur noch eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten zu haben, war und ist für alle Menschen eine neue, zum Teil psychisch sehr belastende Situation", sagte die CSU-Politikerin in einer Mitteilung. 

Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen könnten sich Beschwerden während der Krise verstärken. Die Kampagne des Gesundheitsministeriums "Bitte stör mich - Aktiv gegen Depressionen" werde darum aktuell auf das Thema Corona ausgeweitet.

Update, 9.13 Uhr - Aktuelle Zahlen des RKI

In Deutschland gibt es nach laut den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) rund 7400 aktive Corona-Fälle.

Das RKI meldet 333 Neuinfektionen, damit steigt die Gesamtzahl auf 181.815. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 11 auf 8511 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 165.900.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag bei 1,04 (Datenstand 31.5. 0 Uhr; Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa eine weitere Personen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage- Inzi-denz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.784

+66

282

2,5

1.752

Bayern

47.004

+87

606

4,6

2.451

Berlin

6.816

+16

168

4,5

198

Branden­burg

3.273

+2

34

1,4

155

Bremen

1.398

0

87

12,7

42

Hamburg

5.089

+2

9

0,5

253

Hessen

10.047

+14

269

4,3

480

Mecklenburg-Vor­pommern

761

0

3

0,2

20

Niedersachsen

12.043

+51

415

5,2

593

Nord­rhein-West­falen

38.046

+46

719

4,0

1.598

Rhein­land-Pfalz

6.703

+9

106

2,6

230

Saarland

2.724

0

20

2,0

163

Sachsen

5.309

+5

67

1,6

214

Sachsen-Anhalt

1.706

+1

12

0,5

55

Schles­wig-Holstein

3.097

+3

30

1,0

145

Thüringen

3.015

+31

142

6,6

162

Gesamt

181.815

+333

2.969

3,6

8.511

Update, 8.21 Uhr - R-Zahl in München wieder über 1

In München wurden am Sonntag, 31. Mai (Stand 13.30 Uhr), 21 neue Corona-Fälle bestätigt. Am Tag zuvor waren es 18 neue bestätigte Infektionen. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.889 getestete Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.820 Personen, die bereits genesen sind, sowie 213 Todesfälle.

Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,14 (Stand 27. Mai) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 114 Menschen neu anstecken. Je weiter die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu verzeichnen. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen.

Corona-Pfingsten lässt Urlauber und Ausflügler wohl zögern

Trotz deutschlandweiter Lockerungen der Corona-Beschränkungen ist der große Ansturm von Urlaubern und Ausflüglern an Pfingsten erst einmal ausgeblieben. In Bayern, wo am Samstag wie auch in Baden-Württemberg zweiwöchige Schulferien begonnen haben, zog es die Menschen auch am Sonntag nur sehr zögerlich an die Seen und in die Berge. Die Strände und Strandorte waren in Schleswig-Holstein zum Beispiel nicht überfüllt - anders dagegen in Binz auf der Ostseeinsel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern.

Allgemein war für das Wochenende erwartet worden, dass die Menschen nach den wochenlangen Beschränkungen durch die Corona-Krise wieder zu den Ausflugszielen strömen werden.

Die Bahn sprach von einem entspannten Pfingstverkehr ohne besondere Vorkommnisse. Die Züge in Deutschland seien nicht stark ausgelastet, sagte eine Sprecherin am Sonntag.

Auch auf den Straßen gab es keine größeren Probleme. "Es ist ein ziemliches Aufkommen, aber es ist ruhig und flüssig", sagte etwa eine Sprecherin der Autobahnpolizei Ahlhorn an der A1 in Niedersachsen. Ein Sprecher der Autobahnpolizei Garbsen, zuständig für A2 und A7 im Raum Hannover, sagte, das Verkehrsaufkommen sei im Großen und Ganzen normal. Weil das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen nicht gelte, seien mehr Lastwagen unterwegs und damit gebe es auch etwas mehr Verkehr.

Während an der Ostseeküste für Tagesgäste über Pfingsten keine speziellen Einschränkungen gelten, herrschen an der Nordseeküste strengere Vorschriften. Für die nordfriesischen Inseln und Halligen der Nordsee sowie für St. Peter-Ording galt über Pfingsten bis 1. Juni 20 Uhr ein Betretungsverbot für Tagesgäste. In St. Peter Ording wurden deswegen zwei Kontrollstellen an der Bundesstraße 202 und der Landstraße 305 und eingerichtet.

"Wir haben am Sonntag rund 800 Autos kontrolliert, davon mussten wir rund 200 zurückschicken", sagte der Amtsdirektor des Amtes Eiderstedt der Deutschen-Presse-Agentur. Am Samstag waren an beiden Stellen sogar fast 1500 Fahrzeuge bei der Anreise nach St. Peter Ording überprüft worden. 126 Fahrzeuge hätten zum Umkehren aufgefordert werden müssen. "Insgesamt verliefen die Kontrollen sachlich und ruhig ohne Zwischenfälle, die Menschen waren einsichtig. Manche sagten sogar "Gut, dass ihr kontrolliert"."

Auf der Ostseeinsel Rügen in Mecklenburg-Voprommern sorgte am Sonntag lebhafter Nordostwind für Freude bei Wellenreitern und Kitesurfern. In der Nähe der vollen Seebrücke in Binz warteten die Surfer auf die höchsten Wellen. Auch Spaziergänger und Sonnenbader bevölkerten bei Temperaturen um 15 Grad den Strand. In der Fischräucherei Kuse in Binz herrschte einem Mitarbeiter zufolge reger Betrieb. Auf der Terrasse saßen die Gäste windgeschützt hinter Glas. Um das Abstandsgebot einzuhalten, ist die Zahl der Tische reduziert worden.

Ruhig verlief der Pfingstreiseverkehr am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main. Hier waren für Sonntag 255 Starts und Landungen mit insgesamt rund 14.600 Passagieren geplant, wie eine Sprecherin der Betreibergesellschaft Fraport mitteilte. Wegen der Reisebeschränkungen hat der größte Airport seinen Betrieb heruntergefahren, eines der beiden Terminals ist gesperrt. An einem durchschnittlichen Tag des Vorjahres gab es rund 1400 Flugbewegungen.

Während zum Start in die Ferien am Samstag in Bayern kaum Ausflugsverkehr zu verzeichnen war, konnten sich die Betreiber von Gastronomie, Seil- und Bergbahnen sowie von Parkplätzen am Sonntag zumindest etwas mehr freuen - auch wenn bei weiß-blauem Himmel nicht von einem Ansturm die Rede sein konnte. Seit Samstag dürfen Hotels und andere Beherbergungsbetriebe in Bayern wieder touristische Übernachtungen anbieten.

mh/mz/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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