News-Ticker zur Corona-Pandemie

Großveranstaltungen werden mit Ausnahmen bis Ende Oktober verboten

Sonne und Wolken in Köln
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Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts bereits deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Mittwoch, 17. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2796, Landkreis Traunstein 1326, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 500, Landkreis Altötting 601
  • Todesfälle: Rosenheim 215, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 58
  • Mindestens 8830 Todesopfer in Deutschland (2546 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wurde zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Neue Corona-Warn-App vorgestellt: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Aktuell stehen leider keine Grafiken zu den aktuellen Fallzahlen aus den Landkreisen der Region zur Verfügung. Der Grund hierfür ist, dass die zuständigen Gesundheitsämter nun teilweise von einer täglichen auf eine wochenweise Übermittlung der Fallzahlen umgestiegen sind. Die Redaktion wird die Grafik(en) demnächst auf eine wochenweise Darstellung umstellen und dann voraussichtlich immer freitags gesammelt für alle Landkreise veröffentlichen. Die Zahlen unter der Rubrik "Das Wichtigste in Kürze" werden weiterhin - sofern möglich - täglich aktualisiert.


Update, 19.45 Uhr - Großveranstaltungen werden mit Ausnahmen bis Ende Oktober verboten

Die Bundesländer wollen Großveranstaltungen grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober verbieten. Dies gelte für solche Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich sei. Das beschlossen Bund und Länder am Mittwoch in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

Update, 19.28 - Gratis-Gutscheine für alle Tittmoninger

Traunstein hat es vorgemacht, jetzt gibt auch Tittmoning Gutscheine an alle Bürger aus - jedoch für alle Betriebe, nicht nur die Gastronomie. Könnte die Hilfe dadurch verpuffen oder bei den Falschen landen?

Update, 18.38 - Schulen sollen nach Sommerferien wieder komplett öffnen können

Die Schulen sollen spätestens nach den Sommerferien in allen Ländern in den Regelbetrieb zurückkehren. Dies gelte, falls sich die Infektionslage in der Corona-Krise weiterhin gleichbleibend gut entwickle. Das beschlossen Bund und Länder bei einem Treffen am Mittwoch in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

Update, 18.35 Uhr - Söder: Bund und Länder tragen Corona-Regeln gemeinsam

Nach viel Streit sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Bund und Länder im Kampf gegen die Corona-Krise nun auf einem gemeinsamen, guten Kurs. Die Grundregeln und die Grundphilosophie würden von allen mitgetragen, sagte Söder am Mittwoch nach einer Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Er sprach von einem guten, gemeinschaftlichen Ergebnis. Die Konferenz sei auch von der Stimmung her konzentrierter und harmonischer gewesen als die vergangenen.

Söder betonte aber auch, Bund und Länder hätten in den vergangenen Monaten die richtigen Weichenstellungen im Kampf gegen das Coronavirus getroffen und damit wohl Zehntausende Leben gerettet. Es gebe aber nun keinen Anlass, leichtfertig zu sein und die Erfolge zu verspielen. "Erleichterung ja, aber mit Umsicht und Köpfchen", betonte er. Abstandhalten, Hygiene und Masken seien ganz entscheidend.

Bund und Länder hatten sich bei dem Treffen nach langem Streit im Umgang mit der Corona-Krise auf ein gemeinsames Vorgehen an den Schulen, in Sachen Maskenpflicht, Abstandsregeln und Großveranstaltungen verständigt.

Update, 18.19 Uhr - Mindestabstand und Hygieneregeln sollen vorerst weiter gelten - Guter Start für Corona-Warn-App

Einen Tag nach dem Beginn derCorona-Warn-App hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine positive erste Bilanz gezogen. Es sei "ein ganz guter Start, der natürlich noch verstetigt werden muss", sagte sie am Dienstag nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin. Die App sei "ein Meilenstein in der Corona-Bekämpfung". Merkel dankte allen Bürgern, die sich die App zur Nachverfolgung von Infektionsketten schon auf ihr Handy geladen haben.

Seit ihrem Start am Dienstagmorgen wurde die App über sieben Millionen Mal heruntergeladen und installiert, hatte Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) am Mittwochnachmittag auf Twitter mitgeteilt.

Merkel betonte, der Mindestabstand von 1,5 Metern müsse weiter eingehalten werden, auch die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens gelte weiter. Derzeit seien Ausbruchsgeschehen gerade dort festzustellen, wo die Abstandsregeln nicht eingehalten würden. "So lange es kein Medikament gibt, so lange es keinen Impfstoff gibt, müssen wir mit der Pandemie leben", sagte die Kanzlerin.

Update, 17.38 Uhr - Jetzt live: Nach Corona-Gipfel im Kanzleramt - Angela Merkel gibt Pressekonferenz

Nach den Gesprächen mit den Ministerpräsidenten tritt Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die Presse. OVB24 berichtet live! 

Update, 17.20 Uhr - Corona-Neuausbruch in NRW - Tausende in Quarantäne

Wegen des Corona-Ausbruchs ist der Schlachtbetrieb bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gestoppt. Der Kreis machte auch alle Schulen und Kitas bis zu den Sommerferien dicht. 7000 Tönnies-Mitarbeiter sollen in Quarantäne. Der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer (CDU), sagte am Mittwoch bei einer Pressekonferenz, er habe die Schließung verfügt.

Adenauer sagte, die kreisweite Schließung von Schulen und Kitas sei ein "probates Mittel", um die Ausweitung des Virus zu stoppen. Er wisse, dass Eltern "jetzt sauer sind", da die Schule teilweise gerade erst wieder angefangen habe. Es sei ein milderes Mittel als ein kompletter Shutdown des Kreises.

Zur Ursache des Corona-Ausbruchs sagten Vertreter des Unternehmens, dass Mitarbeiter im Heimaturlaub das Coronavirus eingeschleppt haben könnten. Viele der häufig aus Rumänien und Bulgarien stammenden Beschäftigten hätten die langen Wochenenden für einen Heimaturlaub genutzt, erklärte Gereon Schulze Althoff, Leiter des Pandemiestabs bei der Firma Tönnies.

"Wenn ein oder zwei oder auch fünf eine Infektion mitbringen und die dann zum falschen Moment am falschen Platz sind und diese Infektion verbreiten, kann das dazu führen, dass man damit einen Herd ausgebildet hat", sagte Schulze Althoff weiter. Allerdings sei es noch zu früh für eine abschließende Bewertung. Die Reiserückkehrer seien allenfalls einer von mehreren Faktoren. Außerdem zeige sich, dass gerade die gekühlten Räume die Verbreitung begünstigen könnten.

Update, 16.40 Uhr - Demos am Traunsteiner Stadtplatz wieder erlaubt 

Wie das Landratsamt Traunstein mitteilt, liegen im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein derzeit 79 aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 1,69. Am Mittwoch, den 17. Juni, sind beim Staatlichen Gesundheitsamt erneut keine Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1326 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1160 Personen (19 mehr als gestern). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt zwei COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich beide Patienten in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein

Das Demonstrationsverbot auf dem Traunsteiner Stadtplatz wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Das Landratsamt hat in Abstimmung mit der Stadt Traunstein beschlossen, dass derartige Versammlungen angesichts der positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens wieder möglich sind. Gleichzeitig betonen Landratsamt und Stadt, dass eine Demonstration am Stadtplatz nur stattfinden kann, wenn die Versammlung spätestens 48 Stunden vorher beim Landratsamt angemeldet wird und die notwendigen Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. 

Eine zentrale Sicherheitsbestimmung lautet, dass immer jeweils nur eine Demonstration stattfinden darf, an der zudem nicht mehr als 100 Personen teilnehmen. Weiterhin ist zwischen allen Teilnehmern grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu wahren und jeder Körperkontakt mit Versammlungsteilnehmern oder Dritten zu vermeiden. „Uns ist es wichtig, das Gleichgewicht zwischen Freiheit und Sicherheit der Bürger zu wahren“, betonen Landrat Siegfried Walch und Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer. Die in den letzten Wochen genutzten Plätze wie beispielweise der Stadtpark oder der Salinenpark stehen weiterhin für Demonstrationen zur Verfügung.

Update, 16.08 - Forscher wollen Corona-Medikament gefunden haben

Der Entzündungshemmer Dexamethason könnte die Sterberate bei schweren Covid-19-Verläufen senken. Darauf weisen vorläufige Ergebnisse einer klinischen Studie hin, die noch nicht veröffentlicht sind und bisher nicht von anderen Experten begutachtet wurden. Bei Patienten, die künstlich beatmet wurden und das Medikament bekamen, sank die Sterberate um ein Drittel, wie die federführenden Wissenschaftler von der Universität Oxford in einer Pressemitteilung berichten. "Dexamethason ist das erste Medikament, von dem gezeigt wurde, dass es das Überleben bei Covid-19 verbessert", erklärte Peter Horby, einer der Leiter der "Recovery"-Studie. "Dexamethason ist kostengünstig, verfügbar und kann sofort eingesetzt werden, um weltweit Leben zu retten." Dexamethason wird seit mehr als 50 Jahren in der Medizin eingesetzt. Der Wirkstoff ist in einer Vielzahl von Medikamenten enthalten, die das Immunsystem unterdrücken, um allergische und entzündliche Prozesse zu stoppen.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die vorläufigen Ergebnisse einer britischen Studie zu einem Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 als Durchbruch begrüßt. Bei dem Entzündungshemmer Dexamethason handle es sich um das erste Mittel, das die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten verringere, die auf Sauerstoff oder Beatmungsgeräte angewiesen seien, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus einer Mitteilung vom Dienstagabend zufolge.

Experten warnen indes nicht nur vor verfrühter Euphorie, da die vollständigen Daten zur Studie noch nicht vorliegen. Sie warnen auch davor, dieses Medikament vorbeugend einzunehmen.

Update, 14.55 Uhr - Corona-Ausbruch mit hunderten Infizierten: Kreis Gütersloh schließt Schulen und Kitas!

Nach einem Corona-Ausbruch beim Schlachtereibetrieb Tönnies schließt der Kreis Gütersloh alle Schulen und Kitas bis zu den Sommerferien. Durch diesen Schritt solle eine Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung vermieden werden, sagte eine Sprecherin des Kreises am Mittwoch. 

Unter den Tönnies-Beschäftigten seien zahlreiche Mütter und Väter mit schulpflichtigen Kindern. Die Schließung von Schulen, Kitas und bei der Tagesbetreuung im gesamten Kreisgebiet gelte ab Donnerstag und bis zum Beginn der Sommerferien in NRW am 29. Juni. Zuvor hatten mehrere lokale Medien berichtet.

Update, 13.46 Uhr - Corona-App hat bereits fast 6,5 Millionen Downloads

Die neue Corona-Warn-App wurde nach ihrem Launch in der Nacht auf Dienstag bislang bereits 6.453.606 Mal (Stand: 17. Juni, 12 Uhr) heruntergeladen. Diese Zahl gab das Bundesgesundheitsministerium nun bekannt. "Das sind weit über sechs Millionen Gründe, warum das Corona-Virus künftig weniger Chancen hat. (...) Dieser starke Start sollte noch mehr Bürger motivieren, mitzumachen. Denn Corona eindämmen, das ist ein Teamspiel", betonte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Die Warn-App ist seit Dienstagmorgen in den App-Stores von Apple und Google verfügbar. Sie soll die Nachverfolgung für die zuständigen Behörden bei Corona-Infektionen erleichtern. Die Kosten für das Projekt werden bis Ende 2021 mit insgesamt 69 Millionen Euro beziffert.

Update, 12.44 Uhr - NRW: Corona-Ausbruch mit 400 Neuinfizierten in Tönnies-Fleischfabrik

Schocknachricht für den Kreis Gütersloh in NRW: 1000 Mitarbeiter des Fleischriesen Tönnies wurden am Dienstag durch den Kreis getestet. Das Ergebnis der ersten 500 Tests am Mittwochmorgen: 400 davon sind positiv. Die übrigen 500 Ergebnisse stehen noch aus. Es ist davon auszugehen, dass auch hier zahlreiche positive Ergebnisse folgen.

„Das ist der Hammer", zeigt sich Landrat Sven-Georg Adenauer im Gespräch mit dem Haller Kreisblatt fassungslos über die Nachricht, die ihn am Mittwochvormittag erreichte. Erst am Dienstag hatte er Clemens Tönnies ins Kreishaus einbestellt, um mit ihm Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung zu besprechen. Adenauer geht davon aus, dass bei den ausstehenden 500 Tests ähnliche Ergebnisse zu erwarten sind. Seit 10 Uhr tagt im Kreishaus der Krisenstab.

Bei dem großangelegten Corona-Reihentest durch die Gesundheitsbehörden nach einem Ausbruch in einer Fleischfabrik im Kreis Coesfeld im Mai waren bei Tönnies zunächst nur wenige Fälle festgestellt worden. Nach Unternehmensangaben war allerdings bei späteren Tests ein Infektionsherd festgestellt worden. Obwohl alle Kontaktpersonen vorsorglich in Quarantäne geschickt worden seien, habe es weitere Infektionen in dem Schweinefleisch-Zerlegebetrieb gegeben.

Update, 11.21 Uhr - CureVac erhält Genehmigung für klinische Corona-Impfstoffstudie

Das Tübinger Unternehmen CureVac darf mit der klinischen Prüfung seines Impfstoffkandidaten gegen Corona beginnen. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen erteilte dem Unternehmen die Zulassung, den Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen, wie das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel am Mittwoch mitteilte. Ende April hatte bereits das Mainzer Unternehmen Biontech die Genehmigung erhalten, seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen.

CureVac arbeitet an sogenannten mRNA-Impfstoffen. mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. Für ihren Impfstoff haben die CureVac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein Protein des Coronavirus Sars-CoV-2 versehen. Die menschlichen Zellen bilden nach der Impfung dieses Protein, was der Körper als fremd erkennt. Er bildet Antikörper und andere Abwehrzellen dagegen. Die vor einer klinischen Studie nötigen Voruntersuchungen seien erfolgreich verlaufen, teilte das Unternehmen auf seiner Webseite mit.

Am Montag hatte das Wirtschaftsministerium bekanntgegeben, sich mit 300 Millionen Euro an dem Unternehmen zu beteiligen und rund 23 Prozent der Anteile zu übernehmen. Man wolle es so auch gegen eine mögliche Übernahme aus dem Ausland absichern. Auf Geschäftsentscheidungen wolle der Staat keinen Einfluss nehmen.

Update, 11.01 Uhr - Großveranstaltungen sollen bis mindestens Ende Oktober verboten bleiben

Wegen der Corona-Krise bleiben Großveranstaltungen in Deutschland wohl bis mindestens Ende Oktober verboten. Das berichtet RTL/NTV unter Berufung auf ein Beschlusspapier, das Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten entwickelt habe.

Die Ministerpräsidenten der Länder beraten an diesem Mittwoch (15 Uhr) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Umsetzung des von der Großen Koalition beschlossenen Konjunkturprogramms und über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Zum ersten Mal seit einem Vierteljahr treffen sich die Länderchefs und Merkel persönlich im Kanzleramt. 

Auch diesmal geht es wieder um Corona, aber die Beratungen drehen sich nicht mehr so sehr um den Umgang mit der Pandemie sondern mehr um die Bewältigung der Folgen. Steuerliche Entlastung von Alleinerziehenden, Staatliche Notfallreserve für medizinisches Material, Überbrückungshilfen stehen beispielsweise auf der Tagesordnung.

Update, 10.29 Uhr - Corona-Ausbruch in Leer: 73-Jähriger stirbt nach Ansteckung im Restaurant

Nach dem Ausbruch des Coronavirus nach einer Eröffnung des Restaurants “Alte Scheune” in Leer in Niedersachen hat es das erste Todesopfer gegeben. Wie eine Sprecherin bestätigte, handelt es sich um einen 73 Jahre alten Mann. Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll er der Vater des Betreibers sein. 

Am 15. Mai hatten rund 50 geladene Gäste zur internen Wiedereröffnung das Lokal aufgesucht. Danach kam es zu 39 Infektionen, 280 Personen mussten in Quarantäne. Weitere Personen, die auf der Feier waren, sollen sich in kritischem Zustand befinden. Aktuell sind laut Angaben des NDR noch drei Personen infiziert.

Corona-Ausbruch in Restaurant in Leer/Niedersachsen

Update, 9.55 Uhr - Tierpark Hellabrunn steht vor Pleite

Der Tierpark Hellabrunn in München steht wegen Corona vor der Pleite! Zoo-Chef Rasem Baban klagte gegenüber der Bild-Zeitung: "Wenn wir jetzt nicht mehr Besucher reinlassen dürfen, muss ich Ende September Insolvenz anmelden." Der Tierpark-Boss fordert dringend eine deutlich höhere Gästezahl.

Zwar gibt es ab kommenden Montag, 22. Juni, weitere Erleichterungen für Tier- und Freizeitparks - dann müssen nur noch zehn Quadratmeter statt bisher 20 Quadratmeter pro Besucher vorgesehen werden - dennoch reicht das nicht. Um finanziell überleben zu können, braucht der Zoo rund 8600 Besucher täglich. Mit der neuen Verordnung wären dann 4400 Menschen gleichzeitig erlaubt. "Wir bitten um fünf Quadratmeter pro Besucher. Das reicht an der frischen Luft doch absolut aus, die meisten sind eh Familien, die keinen Abstand halten müssen", so Baban.

Update, 9.15 Uhr - RKI legt neueste Zahlen vor

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat auch am Mittwochvormittag wieder die neuesten Fallzahlen vorgelegt (Stand: 17. Juni, 0 Uhr). Demnach wurden in Deutschland bislang insgesamt 187.184 Corona-Infektionen registriert, was einen Anstieg um 345 Fälle im Vergleich zum Vortag bedeutet. In Bayern gab es bislang 47.710 Infektionen und 2546 Todesfälle (8830 in ganz Deutschland).

Bundesland

Fälle

+/- zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

35.177

+27

145

1,3

1.811

Bayern

47.710

+20

235

1,8

2.546

Berlin

7.402

+33

296

7,9

209

Branden­burg

3.362

+28

43

1,7

163

Bremen

1.607

+14

59

8,6

49

Hamburg

5.149

+2

26

1,4

257

Hessen

10.386

+15

118

1,9

496

M.-Vor­pommern

786

+2

9

0,6

20

Nieder­sachsen

12.968

+18

263

3,3

615

Nord­rhein-West­falen

39.573

+158

692

3,9

1.655

Rhein­land-Pfalz

6.856

+10

33

0,8

233

Saarland

2.773

0

8

0,8

168

Sachsen

5.350

+1

11

0,3

221

Sachsen-Anhalt

1.775

+4

47

2,1

57

Schles­wig-Holstein

3.122

0

9

0,3

152

Thüringen

3.188

+13

71

3,3

178

Gesamt

187.184

+345

2.065

2,5

8.830

Update, 8.07 Uhr - Neun neue Fälle in München

In München wurden jetzt (Stand: 16. Juni, 13.30 Uhr) neun neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.593 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.096 Personen, die bereits genesen sind, sowie 211 Todesfälle. Weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag wurden glücklicherweise nicht bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 2,99, die Reproduktionszahl liegt bei 0,72 (Stand: 15. Juni).

Update, 7.01 Uhr - Behörden gehen gegen Corona-Betrüger vor

Die bayerischen Staatsanwaltschaften haben schon mindestens 771 Ermittlungsverfahren wegen Corona-Betrugs eingeleitet. Das teilte das Justizministerium mit. Justizminister Georg Eisenreich (CSU) will am Mittwochvormittag (11 Uhr) zusammen mit der Staatsanwaltschaft München I über die kriminellen Maschen informieren. Schon Mitte Mai hatte das Ministerium mitgeteilt, dass bayerische Behörden in mehreren Dutzend Fällen gegen Corona-Betrüger ermitteln. So verfolgte die Zentralstelle "Cybercrime Bayern" etwa zwei Dutzend Fälle von Erpressung mit perfiden Schreiben, in denen mit der Veröffentlichung sensibler persönlicher Daten gedroht wird und zusätzlich damit, die ganze Familie mit dem Coronavirus anzustecken.

Im Internet hätten Cyber-Kriminelle in der Corona-Pandemie neue Betrugsmaschen entwickelt. Als weitere Beispiele nannte das Ministerium außerdem "Corona-Fake-Shops", die gefälschte Medikamente, nicht-existente Impfstoffe, Schutzmasken oder Hygieneartikel anbieten, die anderswo vergriffen sind. Die bestellte Ware wird dann entweder gar nicht oder in schlechter Qualität geliefert.

Diese Corona-Regeln gelten ab sofort

Am Dienstag, 16. Juni (News-Ticker Dienstag, 16. Juni) hat die bayerische Staatsregierung weitere umfangreiche Lockerungen bei den Corona-Regeln bekannt gegeben. "Wir haben weitere Erleichterungen beschlossen - schrittweise und mit Vorsicht. Wir müssen immer genau hinsehen, ob weitere Schritte irgendwelche negativen Folgen haben, was bisher zum Glück nicht der Fall war", sagte Ministerpräsident Markus Söder. Der CSU-Politiker mahnte auch bei Reisen zu Vorsicht. Er hoffe inständig, dass "der Ballermann kein zweites Ischgl" werde.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) begrüßte die Maßnahmen und wertete diese als positives Signal. "Insgesamt hoffen wir, dass Wirtschaft und Industrie nun wieder richtig Fuß fassen können", so Aiwanger.

Das sind die neuen Corona-Regeln im Überblick:

  • Katastrophenfall: In Bayern seit Mittwoch, 17. Juni, 0 Uhr, aufgehoben
  • Kontaktbeschränkung: Weitere Lockerungen - ab Mittwoch, 17. Juni, sind Treffen von zehn Personen aus verschiedenen Haushalten im öffentlichen Raum erlaubt
  • Maskenpflicht: bleibt in Bayern bis auf weiteres bestehen. Weiterhin gültig sind auch die Abstands- und Hygieneregeln.
  • Gastronomie: Sperrstunde wird ab Montag, 22. Juni, auf 23 Uhr verlängert (bisher 22 Uhr) 
  • "Kleinere" Veranstaltungen - ab Montag, 22. Juni, wieder erlaubt: 50 Personen sind dann in Innenbereichen, 100 Personen in Außenbereichen zugelassen 
  • Großveranstaltungen: bis einschl. 31. August verboten - Verbot soll demnächst wohl verlängert werden
  • Schule: bayerische Schulen sollen ab September den Regelbetrieb wieder aufnehmen 
  • Handel: Verkäuferinnen müssen künftig keine Maske mehr tragen - sofern ein Plexiglas-Schutz vorhanden ist. Zukünftig nur noch zehn Quadratmeter Verkaufsfläche pro Kunde (bislang 20) 
  • Tourismus: Hotels (und Campingplätze) dürfen ab 22. Juni ihre Wellnessbereiche wieder öffnen. Gruppenreisen, auch in Bussen, werden unter Einhaltung der Maskenpflicht wieder erlaubt 
  • Kultur und Kunst: Teilnehmerzahlen werden - mit fest zugewiesenen Sitzplätzen - im Inneren auf 100 Personen, in Außenbereichen auf 200 Personen erhöht (ab 22. Juni). Auch Chöre dürfen dann wieder proben.
  • Religion: An Gottesdiensten dürfen ab kommender Woche mehr Menschen teilnehmen. Dann gilt nur noch ein Mindestabstand von 1,5 Metern (bislang zwei Meter)
  • Sport: Die bislang geltende Obergrenze von 20 Personen für Indoor- und Outdoor-Sport wird aufgehoben. Künftig ist die Teilnehmergrenze von den örtlichen Gegebenheiten (z.B. Belüftung) abhängig

mw/mh/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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