News-Ticker zur Corona-Pandemie

GEW Bayern stellt To-Do-Liste für das Kultusministerium zum neuen Schuljahr auf

Coronavirus - Wiederaufnahme des Schulbetriebs NRW
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Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts bereits deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Dienstag, 16. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2796, Landkreis Traunstein 1326, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 500, Landkreis Altötting 601
  • Todesfälle: Rosenheim 215, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 58
  • Mindestens 8800 Todesopfer in Deutschland (2540 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wurde zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Neue Corona-Warn-App vorgestellt: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Aktuell stehen leider keine Grafiken zu den aktuellen Fallzahlen aus den Landkreisen der Region zur Verfügung. Der Grund hierfür ist, dass die zuständigen Gesundheitsämter nun teilweise von einer täglichen auf eine wochenweise Übermittlung der Fallzahlen umgestiegen sind. Die Redaktion wird die Grafik(en) demnächst auf eine wochenweise Darstellung umstellen und dann voraussichtlich immer freitags gesammelt für alle Landkreise veröffentlichen. Die Zahlen unter der Rubrik "Das Wichtigste in Kürze" werden weiterhin - sofern möglich - täglich aktualisiert.


Mitte August haben wir bei den Landratsämtern der Region noch einmal nachgefragt, wie viele Verstöße es gegen die Corona-Auflagen bisher gegeben hat.

Update, 20.09 Uhr - GEW Bayern stellt To-Do-Liste für das Kultusministerium zum neuen Schuljahr auf

Bis zum Beginn des neuen Schuljahres sind es noch knapp drei Monate, nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern also höchste Zeit für die Staatsregierung und den Landtag, die Weichen für einen bestmöglich geordneten Start des Unterrichts im Schuljahr 2020/21 zu stellen.

Die GEW Bayern setzt daher diese „Hausaufgaben für die Staatsregierung“ auf die To-Do-Liste. Folgende sollen nach Forderung der GEW umgesetzt werden:

  • Ausstattung aller Lehrer*innen und Schüler*innen mit digitalen Endgeräten. Die Lernmittelfreiheit muss dahingehend ausgeweitet werden, dass alle Schüler*innen und Lehrer*innen in den Phasen des „Lernens zuhause“ auf digitalem Weg zuverlässig und unter Gewährleistung des Datenschutzes in Verbindung bleiben können. Das bedeutet auch, dass alle Schüler*innen mit einer funktionierenden Internetverbindung ausgestattet werden müssen.
  • Die Präsenzphasen müssen auch dazu genutzt werden, den Umgang mit Online-Plattformen und Tools für Videokonferenzen zu üben. Der Kontakt zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen muss auch während des „Lernens zuhause“ sichergestellt sein. Kein*e Schüler*in und keine Lehrkraft darf außen vor bleiben.
  • Der Infektionsschutz erfordert eine zuverlässige Reduzierung der Klassengrößen und eine Ausstattung der Schulen mit Desinfektionsmitteln und Mund-Nase-Masken bzw. Plexiglasgesichtsschildern.
  • Eine engmaschige, regelmäßige Testung auf den Coronavirus muss für alle Beschäftigten im Schulbereich sicher gestellt sein. Dazu bildet die Verordnung des Bundesgesundheitsministers von Ende Mai die Grundlage. Sie ermöglicht präventive Reihentests auch ohne Symptome. Auch in Schulen sollte gelten, dass auch unabhängig vom Auftreten von Covid-19 getestet werden kann.
  • Es müssen für jede Schule Betriebsärzt*innen und Fachkräfte für Arbeitssicherheit bereitstehen, die die Schulleitungen bei der Realisierung von Maßnahmen des Infektionsschutzes beratend unterstützen – auch persönlich vor Ort.

Schließlich erneuert die GEW deutlich ihre Forderung für die kommenden Sommerferien: Keine Beteiligung von Lehrkräften an einer Notbetreuung in den Ferien! Lehrer*innen sind dafür da, Schule und Unterricht zu planen, zu organisieren, durchzuführen und nachzubereiten. Darüber hinaus müssen sie den Kontakt zu den Eltern und außerschulischen Einrichtungen pflegen. Dazu wird auch die unterrichtsfreie Zeit benötigt. Und nicht zuletzt: Auch Lehrer*innen haben ein Recht auf Urlaub!

Pressemeldung GEW Bayern

Update, 19.28 - Hunderte Milliarden für den Wiederaufbau: Leyen präsentiert Plan

Mit einem milliardenschweren Wiederaufbauplan will EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die europäische Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder in Schwung bringen und modernisieren. Erstmals sollen dafür Hunderte Milliarden Euro als gemeinsame Schulden für den EU-Haushalt aufgenommen werden. Die Details stellt von der Leyen am Mittwochnachmittag (13.30 Uhr) in einer Rede im Europaparlament vor.

Wegen des zeitweiligen Stillstands während der Pandemie wird die Wirtschaft in der Europäischen Union nach einer offiziellen Prognose dieses Jahr um 7,4 Prozent schrumpfen. Einige Länder wie Italien, Spanien und Griechenland sind besonders hart getroffen. Die EU-Staaten haben bereits ein gemeinsames Sicherheitsnetz mit Kredithilfen von bis zu 540 Milliarden Euro gespannt. Der Wiederaufbauplan ist nun der nächste Schritt.

Wirtschaftsexperten begrüßen die Bemühungen um ein groß angelegtes Programm. Die EU stehe vor der tiefsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte Guntram Wolff von der Brüsseler Denkfabrik Bruegel der Deutschen Presse-Agentur. «Es besteht die Gefahr einer lang anhaltenden Krise und die Gefahr, dass der Binnenmarkt und der wirtschaftliche Erfolg der EU untergraben werden.»

Wolff würdigte auch, dass Deutschland seine Position verändert habe und ein kreditfinanziertes Wiederaufbauprogramm mittragen wolle. Das sei ein «signifikanter Schritt» und eine «Position, die realistischer ist und angemessener ist gegenüber der Größe der Herausforderung».

Vorige Woche hatten Deutschland und Frankreich vorgeschlagen, die EU-Kommission solle mit Hilfe von Garantien der EU-Staaten 500 Milliarden Euro Kredit aufnehmen und als Zuwendungen an Krisenstaaten und -branchen vergeben. Die deutsche Position wird besonders aufmerksam beobachtet, weil die Bundesrepublik die stärkste Volkswirtschaft und der größte Nettozahler der EU ist.

Darüber hinaus übernimmt Deutschland zum 1. Juli für sechs Monate den Vorsitz der EU-Länder. Damit kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel eine besondere Rolle bei der Bewältigung der Krise zu. Ihre Schwerpunkte will sie am Mittwoch in einer Videokonferenz mit der Spitze des EU-Parlaments und in einer Rede bei der Konrad-Adenauer-Stiftung beschreiben.

Update, 18.36 Uhr - Eine Neuinfektion im Raum Rosenheim

Am 15. Juni wurde dem Gesundheitsamt ein neuer Fall für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2.797 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2.283, Stadt: 514). Mittlerweile wurde bei mindestens 2.132 Personen eine Genesung dokumentiert. 216 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben.

15 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich zwei Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten sieben Tage) liegt mit Stand 15. Juni (10 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 1,58, für den Landkreis Rosenheim bei 1,92.

Update, 17.28 Uhr - Seit drei Wochen keine Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit beinahe drei Wochen keinen weiteren bestätigten Sars-CoV-2-Fall im Landkreis gegeben hat. 

Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle bleibt somit weiterhin auf 306. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt daher gleichbleibend bei 0.

Von den insgesamt 306 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-

Fällen sind 282 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Es befin- det sich seit gut zwei Wochen kein SARS-CoV-2-Infizierter in medizinischer Behandlung. Die

Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt un- verändert bei 24.

Update, 17.06 Uhr - Corona-Zahlen für den Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 98 aktive Corona-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 2,26. 

Am Dienstag sind beim Staatlichen Gesundheitsamt erneut keine Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1326 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1141 Personen. 

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt fünf COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich zwei Patienten in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Die exakte Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis Traunstein findet Ihr hier im Überblick.

Update, 16 Uhr - "Corona-Monitoring lokal" in Bad Feilnbach

An der Studie „Corona-Monitoring lokal“ des Robert Koch-Instituts sollen sich 8.000 Erwachsene aus vier besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Orten beteiligen. Erst vor wenigen Tagen beendete das RKI seine Untersuchungen in Kupferzell in Baden-Württemberg. Als zweite Gemeinde in Deutschland wurde Bad Feilnbach ausgewählt

Wie das Landratsamt Rosenheim mitteilt, wird ab der kommenden Woche ein Team des RKI vor Ort sein. Mit der Studie wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des RKI herausfinden, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen das neuartige Corona-Virus gebildet haben. 

Weiterhin soll erforscht werden, wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist, welche Menschen häufiger von der Erkrankung COVID-19 betroffen sind und wie oft die Erkrankung so schwer verläuft, dass Menschen im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden müssen.

Update, 15.18 Uhr - Österreichs Kanzler will "Phase der Eigenverantwortung" einläuten

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will in der Corona-Krise zeitnah in eine "Phase der Eigenverantwortung" eintreten. In dieser soll es dann weniger, aber dafür sehr klare Regeln im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus geben, sagte der 33-Jährige am Mittwoch in Wien. Details will der konservative Politiker am Freitag bekannt geben. Ziel sei es, dass "so viel Freiheit und Hausverstand wie nur irgendwie möglich" wieder in den Alltag einkehren können. Das Gesundheits- sowie das Innenministerium arbeiten laut Kurz derzeit an einem Konzept.

Österreich ist in den vergangenen Wochen bereits viele Schritte in Richtung des Alltags vor der Corona-Krise gegangen. Seit fast zwei Wochen dürfen Gastronomen ihre Betriebe wieder öffnen, am Freitag folgen Hotels und alle weiteren Beherbergungsbetriebe sowie Freizeiteinrichtungen. Kulturveranstaltungen sind dann mit bis zu 100 Besuchern wieder erlaubt.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist durch die Lockerungen bisher nicht gestiegen. In den vergangenen Tagen lag sie stets unter 50. Rund 700 Menschen sind laut Gesundheitsministerium aktuell in Österreich an Covid-19 erkrankt.

Update, 14.10 Uhr - Die neuen Regeln im Überblick

Das sind die neuen Corona-Regeln im Überblick:

  • Katastrophenfall in Bayern wird ab Mittwoch, 17. Juni, 0 Uhr, aufgehoben 
  • Kontaktbeschränkung wird weiter gelockert: Ab Mittwoch sind Treffen von zehn Personen aus verschiedenen Haushalten im öffentlichen Raum erlaubt 
  • Maskenpflicht bleibt in Bayern bis auf weiteres bestehen 
  • Gastronomie: Sperrstunde wird ab Montag, 22. Juni, auf 23 Uhr verlängert (bisher 22 Uhr) 
  • „Kleinere“ Veranstaltungen werden ab Montag, 22. Juni, wieder erlaubt: 50 Personen sind dann in Innenbereichen, 100 Personen in Außenbereichen zugelassen 
  • Verbot von Großveranstaltungen soll über den 31. August hinaus verlängert werden 
  • Schule: bayerische Schulen sollen ab September den Regelbetrieb wieder aufnehmen 
  • Handel: Verkäuferinnen müssen künftig keine Maske mehr tragen - sofern ein Plexiglas-Schutz vorhanden ist 
  • Zukünftig nur noch zehn Quadratmeter Verkaufsfläche pro Kunde (bislang 20) 
  • Tourismus: Hotels (und Campingplätze) dürfen ab 22. Juni ihre Wellnessbereiche wieder öffnen 
  • Gruppenreisen, auch in Bussen, werden unter Einhaltung der Maskenpflicht wieder erlaubt 
  • Kultur und Kunst: Teilnehmerzahlen werden - mit fest zugewiesenen Sitzplätzen - im Inneren auf 100 Personen, in Außenbereichen auf 200 Personen erhöht (ab 22. Juni). Auch Chöre dürfen dann wieder proben

Pressekonferenz von Söder und Aiwanger:

Update, 13.49 Uhr - Aiwanger fordert Lösung für Clubs und Bars

"In den nächsten Tagen bis 14 Tagen muss hier eine Lösung her", forderte Wirtschaftsminister Aiwanger. Man müsse hier ein tragfähiges Konzept entwickeln. Allerdings gäbe es in Bars und Clubs die Problematik mit Stehplätzen, welche es in den „normalen“ Restaurants und Lokalen nicht gäbe. Aiwanger kann sich hier eine Art „Zugangsbeschränkung“ vorstellen. Wie diese genau ausgestaltet werden kann, müsse noch erarbeitet werden, hieß es. Auch auf einen konkreten Öffnungstermin wollte sich die Staatsregierung nicht festlegen.

Auch Söder betonte, dass ihm eine „seriöse Lösung“ wichtig sei. Er persönlich sei hier aber sehr vorsichtig, weil durch Alkoholkonsum zu vorgerückter Stunde die Vorsicht im Hinblick auf Abstands- und Hygieneregeln bei vielen Beteiligten sinken könne.

Update, 13.43 Uhr - Maskenpflicht bleibt wohl noch länger

Die Maskenpflicht wird in Bayern wohl noch längere Zeit bestehen bleiben. Auf die Frage, ob man einen ähnlichen Weg wie in Österreich einschlagen könne - dort wurde die Pflicht bereits weitestgehend abgeschafft - hatte Söder eine klare Antwort: „Ein klares Nein - hierzu gibt es auch weitestgehend Einigkeit unter den Bundesländern.“ In allen Bereichen, wo man natürlicherweise keinen Abstand halten könne, wird das Tragen der Maske weiterhin obligatorisch sein, sagte der Ministerpräsident.

Update, 13.29 Uhr - Hotels dürfen Wellnessbereiche wieder öffnen

Auch Wellness ist nun bald wieder möglich. Aiwanger sagte, dass entsprechende Bereiche in bayerischen Hotels ab Montag wieder geöffnet werden dürfen. Dies gilt beispielsweise für Saunen und Hallenbäder. Dampfbäder müssen weiterhin geschlossen bleiben. Ab 22. Juni sind außerdem wieder Busreisen, inklusive Gruppenfahrten, erlaubt. Es besteht bei derartigen Reisen weiterhin Maskenpflicht, allerdings dürfen die Unternehmer alle Plätze im Bus besetzen.

„Insgesamt hoffen wir, dass Wirtschaft und Industrie nun wieder richtig Fuß fassen können“, sagte der Wirtschaftsminister und sprach in diesem Zusammenhang auch die Senkung der Mehrwertsteuer zum 1. Juli diesen Jahres an.

Update, 13.23 Uhr - Perspektive für Clubs und Bars soll folgen

Das Fazit des Ministerpräsidenten fiel eindeutig aus: „Wir haben weitere Erleichterungen beschlossen - schrittweise und mit Vorsicht. Wir müssen immer genau hinsehen, ob weitere Schritte irgendwelche negativen Folgen haben, was bisher zum Glück nicht der Fall war.“ Die Staatsregierung sei stets bestrebt, den „hohen Vertrauensschuss“ seitens der Bevölkerung bestmöglich zu rechtfertigen und zu gestalten.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) bezeichnete die weiteren Lockerungen als „wichtigen Schritt“ und als ein positives Signal für die Wirtschaft. Zudem müssten sich die Menschen in Zukunft nun weniger Gedanken machen, wenn beispielsweise „drei Menschen gemeinsam am Gartenzaun stehen“ würden, so Aiwanger. 

Zu der Problematik der Schankwirtschaften (Bars, Clubs) will die Staatsregierung in den nächsten Tagen eine Perspektive offerieren. Details hierzu sollen in den nächsten Tagen besprochen werden.

Update, 13.16 Uhr - Weitere Erleichterungen für den Handel

Auch für den Handel gibt es weitere Lockerungen. Die Maskenpflicht bleibt bestehen, allerdings sind ab Montag nur noch zehn Quadratmeter Verkaufsfläche pro Kunde vorzusehen. Die bisherige Regelung sah 20 Quadratmeter vor. Die Regelung soll beispielsweise auch in Tier- und/oder Freizeitparks angewandt werden. Zudem müssen Verkäufer nicht mehr zwingend einen Mundschutz tragen; künftig reicht es, wenn sie hinter einer Plexiglasscheibe sitzen.

Im kulturellen Bereich will die Staatsregierung ebenfalls weitere Erleichterungen schaffen. Unter anderem sollen ab kommenden Montag, 22. Juni, auch Chöre - unter strengen Hygieneauflagen - ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen.

Update, 13.11 Uhr - Regelbetrieb in Schulen und Kitas ab September

Ab September sollen alle Kinder wieder einem geregelten Schul- bzw. Kita-Alltag nachgehen. Allerdings bleiben hierbei gewisse Hygieneregeln bestehen.

*Weitere Infos hierzu folgen!*

Update, 13.06 Uhr - Katastrophenfall wird aufgehoben

Folgende Änderungen wird es in Bayern geben: Der Katastrophenfall wird mit Wirkung am Mittwoch, 17. Juni, 0 Uhr, aufgehoben. Die allgemeinen Abstandsregeln werden beibehalten.

Ab morgen dürfen sich außerdem maximal zehn Personen aus verschiedenen Haushalten treffen. Söder mahnte dabei aber zur „Eigenverantwortung“. 

Auch Veranstaltungen sollen Stück für Stück nun wieder erlaubt werden. Ab Montag, 22. Juni, werden Feiern mit 50 Personen in Innenräumen und mit 100 Personen in Außenbereichen wieder erlaubt. Dies gilt zum Beispiel für Familienfeiern, Beerdigungen oder Betriebsversammlungen. Die Sperrstunde in Lokalen wird von 22 Uhr auf 23 Uhr verlängert.

Öffentliche Veranstaltungen (wie zum Beispiel ein Bierfest) bleiben aber untersagt, weil hier Infektionsketten einfach nicht genau nachvollzogen werden könnten, hieß es. Großveranstaltungen sind bis mindestens 31. August verboten. Dieses Verbot soll aber demnächst verlängert werden, betonte der Ministerpräsident.

Update, 13.04 Uhr - Söder: „Hoffe, dass Ballermann kein zweites Ischgl wird"

Ministerpräsident Markus Söder hat soeben bei einer Pressekonferenz weitere Corona-Lockerungen für Bayern verkündet. Dies ließen die aktuellen Zahlen zu, die im Freistaat weiterhin stabil seien. Allerdings sei die Pandemie so lange nicht überstanden, bis es ein Medikament oder einen Impfstoff dagegen gäbe, warnte der CSU-Politiker. 

„Ich bitte eindringlich darum, nicht durch Leichtsinn Sicherheit zu verspielen“, sagte Söder und sprach dabei auch die von vielen befürchtete zweite Welle an. Auch bei Reisen mahnte der Landeschef zur Vorsicht: „Ich hoffe, dass der Ballermann kein zweites Ischgl wird!“

Update, 12.38 Uhr - Söder-PK in Kürze live

In Kürze (13 Uhr) werden Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) vor die Presse treten und über die Entscheidungen des bayerischen Kabinetts bezüglich weiterer Corona-Lockerungen berichten.

So bald der Stream online geht, berichtet rosenheim24.de natürlich live!

Update, 12.33 Uhr - Nicht nur "Freude" auf Mallorca

Der Start eines Testprojekts mit deutschen Touristen eine knappe Woche vor der offiziellen Wiederöffnung der spanischen Grenzen löst auf Mallorca nicht nur Freude aus. Viele Mallorquiner hätten große Angst davor, dass es auf der Insel wegen der Besucher zu einem Wiederaufflammen der Coronavirus-Krise komme, sagte Biel Barceló, der Präsident der Bürgerinitiative "Ciutat de s'Arenal": "Ich spreche hier mit vielen darüber. Einige brauchen Einnahmen und freuen sich, dass der Tourismus nach drei Monaten wieder langsam in Gang kommt, klar. Aber die Sorge ist weit verbreitet. Die Neuansteckungsraten sind in Deutschland aktuell höher als bei uns auf den Balearen."

Den angekündigten Kontrollmaßnahmen vertraue man außerdem nicht unbedingt. "Angeblich will man die Touristen jeden Tag anrufen und fragen, ob sie Symptome haben, ich weiß nicht..." Und nicht zuletzt seien bekanntlich die meisten Besucher aus Deutschland sehr party- und trinkfreudig, ein vorsichtiges Verhalten könne man eher nicht erwarten, meinte Barceló ebenso ironisch wie hörbar beunruhigt.

Pressekonferenz zur neuen Corona-Warn-App:

Update, 11.07 Uhr - RKI: "App nur ein Baustein bei Bekämpfung"

Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), sagte, dass es sich bei der App um „ein lernendes System“ handelt und sehr gut bei der Unterbrechung von Infektionsketten helfen könne - vor allem in Zeiten, in der die Mobilität der Menschen wieder ansteigt. In den kommenden Wochen und Monaten solle die App in Zusammenarbeit mit den Partnern Telekom und SAP weiterhin kontinuierlich verbessert werden.

Nichts desto trotz sei die App nur ein Baustein in der Pandemie-Bekämpfung. Genauso wichtig und essentiell sei es, die bestehenden Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht im Alltag weiterhin konsequent einzuhalten, sagte Dr. Wieler.

Abschließend sprachen Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, und Dr. Jürgen Müller, Vorstandsmitglied bei SAP, unter anderem über technische Details bei der Entwicklung. Besonders wichtig war es allen Beteiligten zu betonen, dass alle Daten ausschließlich auf deutschen Servern und Cloud gespeichert würden. Man habe alles getan, um jeglichen Bedenken beim Datenschutz entgegenzuwirken, hieß es.

Update, 10.51 Uhr - "Sicherheit und Qualität auf höchstem Niveau"

Innenminister Horst Seehofer (CSU) hält die Einführung der App in der Kürze der Zeit für einen „großen Erfolg“. Es war ihm wichtig zu betonen, dass „Sicherheit und Qualität auf höchstem Niveau“ seien und auch „alle Anforderungen des Datenschutzes“ erfüllt würden.

Die Ministerin für Verbraucherschutz Christine Lambrecht (SPD) sprach von „sensiblen rechtlichen Fragen“, die bei der Entwicklung der App aufgekommen seien. Die Politikerin betonte dabei das Prinzip der „doppelten Freiwilligkeit“ bei der Nutzung, wodurch alle Anforderungen erfüllt seien. Eine eigene gesetzliche Regelung sei deswegen aus ihrer Sicht nicht erforderlich.

Update, 10.45 Uhr - Spahn: "App ist sicher und handhabbar"

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach von viel Arbeit bei der Entwicklung, schließlich habe man höchste Anforderungen an den Dateischutz gestellt. Die Applikation wahre zu jeder Zeit die Anonymität des Nutzers, sei jedoch „kein Allheilmittel und kein Freifahrtsschein, aber ein wichtiges Werkzeug zur Eindämmung der Pandemie“. In einer Zeit, in der nun die Kontakte im öffentlichen Raum wieder steigen, mache die App bei der Verfolgung von Infektionsketten einen „entscheidenden qualitativen Unterschied“.

Ein durch die App verursachter „Fehlalarm“ könne zwar nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden, allerdings gäbe es auch bei der manuellen Kontaktverfolgung durch die Gesundheitsämter keine absolute Genauigkeit. „Die App ist sicher und handhabbar“, betonte der Minister abschließend.

Update, 10.38 Uhr - Kanzleramtschef Braun betont Freiwilligkeit

Soeben hat die Pressekonferenz der Bundesregierung zur Einführung der neuen Corona-Warn-App begonnen. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) begrüßt die Einführung der Corona-Warn-App ausdrücklich. Er sprach bei der Entwicklung „von einer großen Leistung“, in den letzten Wochen sei Tag und Nacht daran gearbeitet worden. Braun dankte allen Beteiligten und betonte ausdrücklich, dass es sich bei der App um ein freiwilliges Angebot der Bundesregierung handele. Man habe dabei von Anfang an auf Transparenz gesetzt und viel Mühe investiert, die von verschiedenen Seiten getätigten Eingaben zu bearbeiten und entsprechend umzusetzen.

Update, 10.10 Uhr - Ab Montag wieder Feiern mit 100 Personen?

Am Mittag will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Öffentlichkeit über mögliche weitere Corona-Lockerungen im Freistaat informieren. Für 13 Uhr wurde eine entsprechende Pressekonferenz angesetzt. Im Vorfeld sickern nun immer mehr Details durch: Demnach steht auch größeren privaten Feiern und Veranstaltungen in Bayern bald nichts mehr im Wege: Ab Montag, 22. Juni, sollen in Gaststätten wieder Hochzeits- und andere Feiern stattfinden dürfen - mit bis zu 50 Personen in Innenräumen oder 100 Personen im Freien

Gaststätten und Biergärten sollen nach Angaben aus Koalitionskreisen künftig bis 23 Uhr statt wie bisher nur bis 22 Uhr offen bleiben dürfen. Wellness-Bereiche in Hotels sollen wieder öffnen dürfen und Busreisen im Freistaat wieder zugelassen werden.

Update, 9.25 Uhr - 378 neue Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat nun wieder die neuesten Corona-Fallzahlen vorgelegt (Stand: 16. Juni, 0 Uhr). Demnach gibt es in Deutschland bislang insgesamt 186.839 registrierte Infektionen, was einem Anstieg um 378 Fälle im Vergleich zum Vortag entspricht. 8800 Menschen sind in der Bundesrepublik bislang an Corona gestorben. Der Freistaat Bayern ist weiterhin das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland

BundeslandFälle+/- zum VortagFälle in den letzten 7 Tagen7-Tage-InzidenzTodesfälle
Baden-Württem­berg35.150+601481,31.808
Bayern47.690+482531,92.540
Berlin7.369+473188,5208
Branden­burg3.334+5311,2163
Bremen1.593+1608,848
Hamburg5.147+3251,4255
Hessen10.371+471191,9495
M.-Vor­pommern784+2100,620
Nieder­sachsen12.950+413234,0614
Nord­rhein-West­falen39.415+1086543,61.648
Rhein­land-Pfalz6.846+5391,0231
Saarland2.7731151,5168
Sachsen5.349+2170,4220
Sachsen-Anhalt1.771+3512,357
Schles­wig-Holstein3.122+180,3151
Thüringen3.175+4713,3174
Gesamt186.839+3782.1422,68.800

Update, 8.17 Uhr - 12 neue Fälle in München

In München wurden jetzt (Stand: 15. Juni, 13.30 Uhr) 12 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.584 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.086 Personen, die bereits genesen sind, sowie 211 Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 2,85. Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,76 (Stand: 11. Juni).

Update, 7.27 Uhr - Warn-App ist online - Vorstellung um 10.30 Uhr

Nach langem Warten und vielen Verzögerungen steht die Corona-Warn-App nun in den App-Stores zum Download bereit. Die Bundesregierung will die App am heutigen Dienstag gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) und den beteiligten Unternehmen vorstellen.

An der Präsentation werden neben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch Innenminister Horst Seehofer (CSU), Justizministerin Christine Lambrecht (SPD), die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung Dorothee Bär (CSU) und Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) teilnehmen. Nach letzten erfolgreichen Tests war am Sonntag die Entscheidung gefallen, die App am Dienstag vorzustellen und freizuschalten. 

rosenheim24.de überträgt die Pressekonferenz ab 10.30 Uhr live.

Update, 6.31 Uhr - Corona-Warn-App steht zum Download bereit

Nach wochenlangen Vorbereitungen geht die offizielle deutsche "Corona-Warn-App" für den Kampf gegen das Coronavirus an den Start. Die Bundesregierung stellt die neue Anwendung am Dienstag (10.30 Uhr) in Berlin vor. In den App-Stores von Google und Apple stand die Anwendung bereits in der Nacht zur Verfügung. Das Herunterladen soll für alle Bürger freiwillig sein, um mit Hilfe von Smartphones das Nachverfolgen von Infektionen zu erleichtern. Die Regierung wirbt für eine breite Nutzung und verspricht hohen Datenschutz. Forderungen nach einem Gesetz lehnte sie ab. Die Ärzte unterstützen die neue App.

Nutzer konnten die App bereits in der Nacht zum Dienstag auf ihr Smartphone herunterladen. Im App-Store von Google war sie bereits um kurz nach 2 Uhr morgens verfügbar, bei Apple dauerte es etwas länger. Nutzer klagten in sozialen Medien über Verzögerungen bei der Verfügbarkeit der App sowie über Probleme beim Herunterladen. In weniger als einer Stunde schienen die Startschwierigkeiten dann überwunden.

Alle weiteren Informationen über die Warn-App findet Ihr hier.

Kreise: Koalition will Anti-Corona-Kontaktbeschränkungen lockern

Die Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern sollen weiter gelockert werden: Künftig sollen sich im öffentlichen Raum wieder bis zu zehn Personen treffen dürfen - bislang sind solche Treffen auf Angehörige zweier Haushalte beschränkt. Darauf und auf eine ganze Reihe weiterer Lockerungen verständigte sich der Koalitionsausschuss von CSU und Freien Wählern am späten Montagabend in München, wie die Deutsche Presse-Agentur anschließend aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Nach drei Monaten soll demnach auch der Katastrophenfall beendet werden. Diesen hatte die Staatsregierung Mitte März ausgerufen, um sich im Kampf gegen die damals rasche Ausbreitung des Coronavirus Steuerungs-, Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten zu sichern.

Formal sollen alle Schritte in einer Kabinettssitzung am Dienstag beschlossen werden. Ministerpräsident Markus Söder, Staatskanzleichef Florian Herrmann (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wollen anschließend über die Details informieren. An der Maskenpflicht solle allerdings nicht gerüttelt werden, hieß es.

Inhaltlich waren CSU und Freie Wähler nach mehrstündigen Beratungen am Montagabend auf einer Linie. Für heftige Missstimmung sorgte am Ende nach übereinstimmenden Schilderungen von Teilnehmern allerdings Söders Vize, Wirtschaftsminister Aiwanger - wegen eines pünktlich zu Koalitionsausschuss und Kabinettssitzung veröffentlichten Interviews der Mittelbayerischen Zeitung. In dem Interview klagte Aiwanger über einen Vertrauensbruch in der Koalition und über "gezielte Gemeinheiten aus der CSU, mit dem Ziel, mich zu beschädigen". "Für mich ist das ein gewisser Vertrauensbruch. Das vergiftet das Klima", sagte Aiwanger, der wegen eines teuren Einkaufs unter anderem von 90 000 Wischmopps Kritik und Spott auf sich gezogen hatte und sich zudem wegen teils schleppender Corona-Soforthilfen erklären musste.

Dem Vernehmen nach war es auch Söder selbst, der in der Sitzung des Koalitionsausschusses seinen Unmut über das Interview zum Ausdruck brachte. Aber auch bei anderen Teilnehmern der Sitzung seien Inhalt und Zeitpunkt der Äußerungen auf Unverständnis gestoßen, hieß es.

Wegen des inzwischen starken Rückgangs der Infektionszahlen lockert Bayern seit einiger Zeit schrittweise seine anfangs sehr strikten Anti-Corona-Maßnahmen. Unter anderem beginnt nun auch für die letzten Schüler im Freistaat wieder der Präsenzunterricht an den Schulen. Mit der Erlaubnis, dass sich nun wieder bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen, folgt auch Bayerns Koalition nun einem gemeinsamen Bund-Länder-Beschluss und dem Beispiel anderer Länder. Dennoch steht Bayern stärker auf der Bremse als andere.

mh/mz/fgr/dpa

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