News-Ticker zur Corona-Pandemie

Rosenheimer Rennfahrer Martin Tomczyk hat Corona - 600 Mitarbeiter in Schongauer Klinik in Quarantäne

 Martin Tomczyk
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Der in Rosenheim geborene Profi-Rennfahrer Martin Tomczyk hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (27. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 217,1, Landkreis Rosenheim 144,6, Landkreis Traunstein 113,4, Landkreis Berchtesgadener Land 219,0, Landkreis Mühldorf 164,8, Landkreis Altötting 50,2 (Quelle/Stand: RKI, 27. Oktober, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 975, Landkreis Rosenheim 3311, Traunstein 1777, Berchtesgadener Land 1001, Mühldorf 1003, Altötting 836 (Quelle/Stand: RKI, 27. Oktober, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 204, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 26, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 27. Oktober, 0 Uhr)
  • Mindestens 10.098 Todesfälle in Deutschland (2726 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:


Update, 21.03 Uhr - Rosenheimer Rennfahrer Martin Tomczyk mit Corona infiziert

Der aus Rosenheim stammende Rennfahrer Martin Tomczyk ist mit dem Coronavirus infiziert worden. Auf seiner Rückreise von einem 24-Stunden-Rennen in Spa (Belgien) hat sich der 38-Jährige offenbar mit dem Virus infiziert, wie er selbst in einem Facebook-Video bekannt gab. Zwei Corona-Tests seien positiv, so Tomczyk. Aber er habe nur leichte Symptome, so der Rennfahrer.

Update, 20.36 Uhr - Klinik Schongau: 600 Mitarbeiter in Quarantäne

Nach mehreren Dutzend Corona-Fällen im Schongauer Krankenhaus müssen alle 600 Mitarbeiter für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Es gebe zudem einen Besuch- und Aufnahmestopp für das Krankenhaus, sagte Kliniksprecherin Susanne Heintzmann am Dienstagabend.

38 Kollegen seien positiv getestet, die restlichen seien negativ und könnten zur Arbeit kommen, um die Patienten weiter zu versorgen. Allerdings müssten sie zuhause bis zum 7. November Quarantäne einhalten, auch gegenüber Familienangehörigen und Freunden.

17 Patienten, die ursprünglich wegen anderer Krankheiten im Krankenhaus Schongau behandelt wurden, sind positiv getestet und werden auf der Isolierstation versorgt. Die Ursache ist unklar. Es kommen sowohl Mitarbeiter als auch Besucher in Frage.

Es gehe darum, das Krankenhaus infektionsfrei zu halten. Derzeit würden rund 90 Patienten behandelt, die Mehrzahl sei hochbetagt. Die Patienten müssten vor einer Infektion geschützt und das Infektionsrisiko für die Mitarbeiter reduziert werden.

Derzeit sei nicht klar, wo sich die 38 Infizierten angesteckt hätten. Man setze alles daran, den Krankenhausbetrieb bei steigenden Corona-Zahlen aufrechtzuerhalten, ohne beim Infektionsschutz Abstriche zu machen, sagte Heintzmann. Im Landkreis gibt es nur zwei Krankenhäuser, eines in Schongau und eines in Weilheim.

Die Maßnahmen seien mit dem Gesundheitsamt und dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) abgestimmt. Im Landkreis Weilheim-Schongau stieg der Inzidenzwert - die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - über 100. Voraussichtlich vom Donnerstag an werde es deshalb verschärfte Schutzmaßnahmen im Landkreis geben, teilte das Landratsamt mit.

Update, 18.35 Uhr - Zahlen der Neuinfizierten im Berchtesgadener Land weiterhin hoch

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 54 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 12 Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 1.078 (Meldestand: 27.10.2020, 10 Uhr).
 
Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt nach Berechnungen des Gesundheitsamts aktuell auf 295,5.

 Wichtiger Hinweis: Auf der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gibt es in der kartografischen Darstellung des 7-Tage-Inzidenzwertes für das Berchtesgadener Land technische Probleme. Der dort veröffentlichte Wert von 219,01 ist somit nicht tagesaktuell.

Landrat Bernhard Kern appelliert nochmals an die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, die sogenannten AHA-Regeln (Abstand – Hygiene – Alltagsmaske) auch weiterhin einzuhalten. „Nur dadurch können wir einem weiteren Anstieg der Neuinfektionen in unserem Landkreis entgegenwirken“, so Landrat Kern.

Von den insgesamt 1.078 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 682 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 370 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 18.14 Uhr - 33 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn 

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 26. Oktober 33 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 27. Oktober 2020, 8 Uhr).

Davon sind fünf Fälle dem Infektionsgeschehen am Putenschlachthof Ampfing zuzuordnen. Ein positiv getestetes Kind besucht eine Gruppe des Kindergartens Mariä Himmelfahrt in Aschau a. Inn. Die Gruppe befindet sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 210 aktive Fälle, davon werden elf Personen stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 155,35.

Update, 17.45 - 30 gemeldete Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Mm Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 298 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 113,4.

Seit der letzten Pressemitteilung am 26.10.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 30 Neuinfektionen eingegangen. Die ermittelten Fälle kommen aus den Kontaktpersonennachverfolgungen bekannter positiver Fälle sowie aus dem privaten, familiären und beruflichen Umfeld. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich bei zwei positiven Fällen um Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Ermittlungen und Kontaktaufnahmen werden durch das Gesundheitsamt Traunstein durchgeführt.

Es liegen somit insgesamt 1807 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden . Als Genesen gelten mindestens 1421 Personen (vier Personen mehr seit der Meldung vom 26.10.20).

Derzeit werden 18 COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein behandelt, davon 14 auf der Normalstation und vier auf der Intensivstation.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 16.31 Uhr - Streit wegen fehlender Maske eskaliert: 17-Jähriger schlägt auf Senior in München ein

Bereits am Freitag, den 23. Oktober, kam es gegen 14.10 Uhr zu einer gefährlichen Körperverletzung am U-Bahnhof Friedenheimer Straße. Wie das Polizeipräsidium München berichtet, telefonierte ein 17-jähriger Schüler am Bahnsteig, ohne dabei den Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Ein 64-jähriger Münchner ging daraufhin zu dem Schüler, schlug ihm mit der Hand in Nacken und sagte, dass er seine Maske aufziehen solle. Daraufhin drehte sich der 17-Jährige um und schlug dem Mann mit beiden Fäusten gegen den Kopf und ins Gesicht, woraufhin der 64-Jährige zu Boden ging und mit dem Kopf aufschlug. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu.

Zunächst flüchtete der 17-Jährige vom Tatort, zwei Passanten leisteten unterdessen Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab. Kurz nach dem Eintreffen der Polizei kehrte der Schüler an den Tatort zurück und stellte sich den Beamten, woraufhin er vorläufig festgenommen wurde. Nach der Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurde er anschließend wieder entlassen. Der 64-Jährige wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen den Schüler wird wegen gefährlicher Körperverletzung, gegen den 64-jährigen wegen Körperverletzung ermittelt.

Update, 15.06 Uhr - Gericht in Bayern weist Antrag zur Befreiung von Maskenpflicht im Unterricht ab

Grundschüler in Stadt und Landkreis Würzburg müssen nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts weiter eine Maske im Unterricht tragen. Das habe eine Kammer am Montag entschieden, teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ein Mann hatte zuvor einen Eilantrag auf Befreiung der Grundschüler von der Pflicht zu einer Mund-Nasen-Bedeckung gestellt. Die Maßnahme sei unverhältnismäßig und für die Kinder eine absolute Belastung. Zudem sei es in Bayern möglich, Ausnahmen für Grundschulen zu vereinbaren, so der Antragsteller.

Die Kammer sah das anders. Erstens habe der Mann nicht dargelegt, ob er als Schüler oder Lehrer von der Maskenpflicht betroffen sei oder den Antrag für ein eigenes Kind gestellt habe. Zudem habe er nicht glaubhaft gemacht, dass es einen triftigen Grund für eine Ausnahme von der Infektionsschutzverordnung gibt.

Nach Angaben des Landratsamtes sind die Coronavirus-Ausbrüche in Stadt und Landkreis Würzburg nicht auf ein klar abgrenzbares Ausbruchsgeschehen zurückzuführen. Grundschulen seien ebenso betroffen wie Pflegeeinrichtungen und Kitas, so das Gericht unter Verweis auf das Landratsamt. 

Gegen die Gerichtsentscheidung ist Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) möglich. 

Dieser hatte am Montag den Eilantrag zweier Grundschülerinnen aus Unterfranken auf Befreiung von der Maskenpflicht an der Schule abgelehnt. Sie hatten ärztliche Atteste vorgelegt, in denen es ohne weitere Begründung hieß, sie könnten „aus gesundheitlichen Gründen“ die Masken nicht tragen. Weil die Grundschule die Atteste nicht akzeptierte, zog die Mutter vor Gericht: Ein beim Verwaltungsgericht Würzburg gestellter Antrag wurde jedoch abgelehnt, die Beschwerde vor dem VGH scheiterte ebenfalls.

Update, 13.40 Uhr - Sibler: „Wir haben einen harten Winter vor uns“

Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) stellte klar: „Wir wissen, dass wir einen harten Winter vor uns haben.“ Deswegen sei es gerade jetzt besonders wichtig, dass man der Kulturszene einen entsprechenden Schutzschirm bietet. Das Ganze hat ein Volumen von insgesamt 370 Millionen Euro. Es wird ein Solo-Selbstständigen-Programm für Künstler aufgelegt, zudem wird das gut angelaufene „Spielstätten-Programm“ verlängert und ausgeweitet.

Die Hilfsprogramme für die Laienmusik und für Kinos werden bis Sommer 2021 verlängert. Darüber hinaus wird ein „Stipendium-Programm“ für junge, aufstrebende Künstler geschaffen (5000 Stipendien à 5000 Euro). Den ganzen Entscheidungen seinen „konstruktive und intensive Gespräche“ vorausgegangen, betonte der Minister.

Update, 13.32 Uhr - Piazolo: „Stufenplan bietet keinen Automatismus an Hotspots“

Schulen und Kindergärten sollen gegebenenfalls als letztes geschlossen und als erstes wieder geöffnet werden“, diesen Satz von Ministerpräsident Söder betonte auch Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) zu Beginn seiner Ausführungen. Wegen großartiger Arbeit und als Zeichen der Wertschätzung habe sich die Staatsregierung auf eine sogenannte „Corona-Prämie“ in Höhe von 500 Euro für Schulleiter und einen Teil der Lehrkräfte (rund 14.000) verständigt, hieß es. Die große Herausforderung sei gewesen, Bildungsanspruch und Gesundheitsschutz in Zeiten einer Pandemie in Einklang zu bringen.

Zudem ging Piazolo auch noch einmal auf den „Stufenplan“ für die bayerischen Schulen ein. Der Minister betonte, dass der (inzwischen mehrfach überarbeitete) Plan zwar gewisse Richtlinien, aber keinen „Automatismus“ biete. Hier müssten die lokalen Behörden an besonders betroffenen Hotspots gegebenenfalls gesondert nachsteuern. Dabei könne es Unterschiede geben, für die Piazolo um Verständnis warb. Piazolo erklärte außerdem, dass er heuer erneut ein „sehr schwieriges Schuljahr“ erwartet. „Höchste Flexibilität“ sei deswegen das Gebot der Stunde und es sei enorm wichtig, dass man allen Schülern „faire Bedingungen“ biete. „Nicht alles ist in Corona-Zeiten möglich, aber wir versuchen alles, was machbar ist, möglich zu machen“, schloss Piazolo.

Update, 13.22 Uhr - Huml: „Wichtig, dass wir in Hotspots entschieden reagieren“

„Es fällt keinem Landrat leicht, solche Entscheidungen zu treffen. Es ist aber wichtig, dass wir in Hotspots entschieden reagieren“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU), die sich von der ersten Tendenz im Berchtesgadener Land - hier ist die Inzidenz in den letzten beiden Tagen leicht gesunken - durchaus positiv gestimmt zeigte. Am wichtigsten sei in allen Fällen jedoch Geduld und Akzeptanz bei den Menschen vor Ort, ansonsten würden alle Maßnahmen nicht wirken können.

Zudem hat sich die Staatsregierung auch mit Schutzimpfungen und der weiteren Corona-Test-Strategie beschäftigt. Huml war es wichtig zu betonen, dass es sich dabei ausdrücklich um eine freiwillige Impfung handeln würde. Bis es allerdings so weit ist, seien noch einige „logistische Herausforderungen“ zu bewältigen.

Update, 13.19 Uhr - Söder erwartet „entscheidende Etappe“ bei Ministerpräsidenten-Konferenz

In Berlin bei der Ministerpräsidenten-Konferenz erwartet Söder erneut sehr schwierige Gespräche. „Es hilft alles nichts. Wir müssen die Welt nehmen, wie sie ist. Es gibt jedoch nur eine Möglichkeit auf Corona zu reagieren: Am Ball bleiben - und zwar jeden Tag rund um die Uhr“, sagte Söder, der aber klare Entscheidungen forderte.

„Es ist morgen eine ganz entscheidende Etappe, auf die es ankommt. Wir müssen uns dort bewähren und dieser aktuellen Situation Rechnung tragen. Im November wird nun entschieden, wie wir den ganzen Winter durchkommen“, so Söder, der abschließend nochmals betonte, dass es wichtig sei „lieber gleich und richtig, als spät und halbherzig zu reagieren“.

Update, 13.14 Uhr - Söder: „Maximale Flexibilität im Schulbetrieb“

„Wir müssen das tun, was notwendig ist. Wir wollen keinen zweiten Lockdown wie im Frühjahr. Schulen und Kitas sollen so lange wie möglich geöffnet bleiben“, betonte der Ministerpräsident die Marschrichtung der Staatsregierung, der im Zusammenhang mit Schulunterricht aber auch von „maximaler Flexibilität“ bei der Anpassung an das Pandemie-Geschehen sprach.

Zudem will die Staatsregierung 100 Millionen Euro für eine bayerische Impfstoff-Strategie investieren. Mobile Impfteams sollen beispielsweise in Alten- und Pflegeheimen gehen, zudem sollen lokale Impfzentren aufgebaut werden. Darüber hinaus haben CSU und Freie Wähler ein 370 Millionen Euro schweres Hilfspaket für den Kulturbereich geschnürt.

Update, 13.09 Uhr - Söder hält Lockdown im Berchtesgadener Land für richtig

Auch Söder hält den Lockdown in den Kreisen Berchtesgadener Land und Rottal-Inn für richtig. Andernfalls wäre eine „völlig unkontrollierte Entwicklung“ zu erwarten gewesen, so der Ministerpräsident, der bereits für Donnerstag die nächste Kabinettssitzung angekündigte

„Wir haben nicht mehr viele Möglichkeiten, einheitlich, national zu steuern“, sagte Söder im Hinblick auf die morgige Ministerpräsidenten-Konferenz mit Kanzlerin Merkel. Er verdeutlicht nochmals die Wichtigkeit von einheitlichen Regeln für ganz Deutschland. „Wir müssen eine Trendumkehr erreichen und die Zahlen grundlegend runter bringen“, sagte Söder, der lieber „schneller und konsequent“, als „verzögert und verlängert“ reagieren möchte. Entscheidendes Ziel sei, die Kontakte massiv zu reduzieren und so das Virus einzudämmen.

Update, 13.04 Uhr - Söder: „Corona-Lage in Deutschland und Bayern weiter sehr ernst“

„Die Corona-Lage in Deutschland ist weiterhin sehr ernst. Die Zahlen steigen weiter an - auch in Bayern“, stellte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gleich zu Beginn der Pressekonferenz der Staatsregierung klar. In den letzten Tagen gab es im Freistaat täglich stabil über 2000 Neuinfektionen. Im Vergleich zum Vortag wurden in Bayern außerdem zwölf weitere Todesopfer gemeldet.

Insgesamt sei die Zeitverzögerung zwischen Ansteckung, Ausbreitung und Wirkungsweise nun größer als bei der „ersten Welle“ im Frühjahr, weil der Staat und die Menschen jetzt besser auf die Pandemie vorbereiten sind. „Wir müssen aber extrem aufpassen, dass wir keine Situation wie in anderen Ländern Europas bekommen“, sagte Söder. Der größte Schaden für die Wirtschaft wäre eine verschleppte Situation, betonte der Ministerpräsident.

Update, 12.43 Uhr - Söder-Pressekonferenz in Kürze live

Um 13 Uhr folgt die Pressekonferenz der bayerischen Staatsregierung. Dann informieren Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Wissenschaftsminister Bernd Sibler (alle CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) über die Ergebnisse der Kabinettssitzung am Vormittag.

So bald der Stream online ist, berichtet rosenheim24.de selbstverständlich live!

Update, 12.41 Uhr - Bund plant offenbar „Lockdown light“

Der Bund will die Corona-Auflagen deutschlandweit offenbar noch einmal deutlich verschärfen. Hinter vorgehaltener Hand wird laut Bild-Zeitung offenbar sogar ein „Lockdown light“ diskutiert. Wegen des massiven Anstiegs der Zahlen tagt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereits am Mittwoch, 28. Oktober, wieder mit den Ministerpräsidenten. Eigentlich war die Video-Konferenz erst für Freitag angesetzt.

Laut dem Bericht sollen Schulen und Kitas - außer in Regionen mit extrem hohen Infektionszahlen - geöffnet bleiben. Auch der Einzelhandel soll weiter öffnen dürfen, wenn auch mit weiteren Einschränkungen. Durchgreifen will Merkel offenbar in der Gastronomie und bei Veranstaltungen: Restaurants und Bars sollen demnach wieder schließen müssen, Veranstaltungen verboten werden. Zudem berichtete der Fernsehsender n-tv davon, dass auch die sozialen Kontakte noch schärfer begrenzt werden könnten.

Update, 12.15 Uhr - Maskenverweigerer (17) prügelt Münchner (64) krankenhausreif

Bereits am vergangenen Freitagnachmittag, 23. Oktober, gab es gehörig Ärger im Münchner Stadtteil Laim. Am Bahnsteig des U-Bahnhofes Friedenheimer Straße telefonierte ein 17-jähriger Schüler mit seinem Handy - ohne dabei eine Maske zu tragen. Daraufhin trat ein Münchner (64) laut Polizei an den 17-Jährigen heran, schlug ihm mit der Hand in den Nacken und sagte, dass er doch eine Maske aufziehen solle.

Die „Revanche“ des Schülers hatte es in sich: Der 17-Jährige drehte sich nun zu dem Mann um und schlug ihm mit beiden Fäusten gegen den Kopf und ins Gesicht. Der 64-Jährige stürzte daraufhin zu Boden und schlug mit dem Kopf auf. Er wurde dadurch schwer verletzt. Der 17-Jährige flüchtete nach Polizeiangaben zunächst, kehrte dann aber zum Tatort zurück und stellte sich den inzwischen eingetroffenen Beamten. Der 64-Jährige wurde vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert.

Update, 11.41 Uhr - Lage in Nachbarlandkreisen spitzt sich zu

Corona-Ampel für Ober- und Niederbayern (Stand: 27. Oktober).

Nicht nur die Zahlen in der Region, auch in den Nachbar-Landkreisen steigen die Neuinfektionen unaufhörlich. Seit Dienstag, 0 Uhr, sind laut RKI-Daten auch die Landkreise Miesbach und Landshut dunkelrot. Während die Fälle im Landkreis Miesbach in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner mit 116,0 noch “moderat” angestiegen sind, sprang Landshut auf einen Inzidenz-Wert von 164,8. 

In beiden Landkreisen werden wohl heute noch Allgemeinverfügungen mit strengeren Regeln gemäß der Corona-Ampel erlassen. Auch in München spitzt sich die Lage weiter zu. Sowohl in der Stadt (114,4) als auch im Landkreis München (116,1) zeigt die Corona-Ampel dunkelrot. Auch der Landkreis Ebersberg (97,5) „kratzt“ nun an der 100er-Marke.

Update, 11.28 Uhr - Polizei löst große Fetisch-Party in Berlin auf

Am Wochenende hat in Berlin eine Fetisch-Party ein wahrlich „unbefriedigendes Ende“ für die rund 600 Teilnehmer genommen. Die Veranstaltung wurde von der Polizei im Stadtteil Mitte gegen 21.30 Uhr aufgelöst, nachdem den Beamten zu Ohren gekommen war, dass sich viele Gäste nicht um Abstandsregeln oder Maskenpflicht scherten. Zudem hielten sich ohnehin viel zu viele Personen an dem Veranstaltungsort an der „Alten Münze“ auf.

Die „Alte Münze“, ein altes Münzprägewerk am Ufer der Spree, ist eine Veranstaltungslocation, in der Märkte, Workshops und Partys stattfinden. Dort hat es schon in der Vergangenheit regelmäßig Fetisch-Partys gegeben. Der Betreiber der betroffenen Lokalität erhielt mehrere Anzeigen, da er laut Ordnungsamt „vorsätzlich“ und „massiv“ gegen die Corona-Regeln verstoßen habe.

Update, 10.45 Uhr - Stadt Rosenheim schließt „Lockdown-Maßnahmen“ nicht mehr aus

Die Stadt Rosenheim hat bei der 7-Tage-Inzidenz nun auch die 200er-Marke deutlich überschritten. Mit Stand 27. Oktober, 0 Uhr, lag der Wert bei 217,1. Ob es nun weitere Maßnahmen gibt, wie zum Beispiel einen Lockdown, ist derzeit aber noch offen. „Die Stadtspitze steht in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden“, sagte ein Sprecher der Stadt.

Derzeit gelten in Rosenheim die bayernweiten Corona-Maßnahmen für Städte und Landkreise, in denen die Corona-Ampel auf dunkelrot gesprungen ist. Doch was kommt danach? „Der nächste Schritt wären dann in der Tat Lockdown-Maßnahmen wie in Rottal-Inn oder im Berchtesgadener Land“, so der Sprecher gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Gleichzeitig wurde jedoch bekräftigt: „Wir haben da aber noch nichts in aktueller Planung.“ Er könne allerdings nicht ausschließen, dass sich daran in den kommenden Tagen oder sogar im Laufe des Tages noch etwas ändere, hieß es weiter. Konkrete Infektionsherde gebe es in der Stadt nicht. Vielmehr war von einem „diffusen Infektionsgeschehen“ die Rede.

rosenheim24.de hat zur Situation in der Stadt einen Extra-Artikel verfasst!

Update, 9.55 Uhr - Stadt Burghausen definiert Plätze für Maskenpflicht

Die Stadt Burghausen hat bereits auf die aktualisierte Allgemeinverfügung für den Landkreis Altötting - die ab Mittwoch, 0 Uhr, gilt - reagiert. In einer Pressemitteilung definierte die Stadt die Bereiche bzw. Straßenzüge, die von der Ausweitung der Maskenpflicht betroffen sein werden. Insgesamt handelt es sich um sieben Örtlichkeiten - und zwar die Burganlage, den Motorikpark, Messeplatz und Messehalle, Bürgerhaus und Bürgerplatz, Stadtplatz, Bahnhof / ZOB und Am Bichl.

Update, 9.43 Uhr - Positiv getestete Flüchtlinge in Oberaudorf untergebracht

In Oberaudorf (Landkreis Rosenheim) sind derzeit drei Familien (insgesamt zehn Personen) in einer offiziellen Quarantäne-Unterkunft für positiv getestete Personen aus Asylbewerberunterkünften untergebracht. Dabei handelt es sich um drei corona-positiv getestete Personen sowie insgesamt sieben weitere Menschen, die als Kontaktpersonen der Kategorie I gelten. Dies hat das Landratsamt Rosenheim nun auf eine entsprechende Anfrage von rosenheim24.de bestätigt.

Die zehn Personen waren zuvor in der Asylbewerberunterkunft in Raubling untergebracht. „Aufgrund eines positiven Falles in der Unterkunft wurden alle Bewohner der Einrichtung im Rahmen einer Reihentestung von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes abgestrichen. Insgesamt elf Personen wurden dabei positiv getestet. Alle positiv Getesteten wurden aus der Einrichtung in Raubling abverlegt, um eine weitere Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Sie befinden sich in Quarantäneunterkünften“, hieß es in der Stellungnahme des Landratsamtes. Auch die Asylbewerberunterkunft in der Nähe des Raublinger Gymnasiums steht derzeit unter Quarantäne.

Update, 9.19 Uhr - Landkreis Altötting verschärft Corona-Regeln

Seit 0 Uhr zeigt die Corona-Ampel im Landkreis Altötting nun auch die Stufe „Rot“ an. Die 7-Tage-Inzidenz war auf 50,2 gestiegen. Das Landratsamt hat darauf bereits reagiert und hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Diese gilt ab Mittwoch, 28. Oktober, 0 Uhr. So dürfen sich dann nur noch fünf Personen oder zwei Hausstände bei Kontakten oder privaten Feiern im öffentlichen Raum treffen. Zudem wird die Maskenpflicht ausgeweitet und die Sperrstunde in der Gastronomie auf 22 Uhr vorgezogen.

innsalzach24.de informiert über die neuen Corona-Regeln in einem Extra-Artikel.

Update, 8.27 Uhr - Lockdown im Landkreis Rottal-Inn seit 0 Uhr in Kraft

Landkreis Rottal-Inn.

Seit Dienstag, 0 Uhr, gilt im Landkreis Rottal-Inn faktisch ein (erneuter) Lockdown. Die Menschen dürfen beispielsweise ihre Wohnung jetzt nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen und Kindergärten werden geschlossen, ebenso Einrichtungen, die ausschließlich der Freizeitgestaltung dienen. Auch für Restaurants gelten starke Einschränkungen. Veranstaltungen wurden abgesagt.

Die Maßnahmen wurden getroffen, nachdem der niederbayerische Landkreis zu Beginn der Woche deutschlandweit den höchsten Wert bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz aufgewiesen hatte. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bezeichnete die Entscheidungen als „notwendig, um Infektketten durchbrechen zu können.“ Dazu sei es nötig, dass man sich weniger begegne und Kontakte beschränke. „Ich bin mir bewusst, dass es für die Bevölkerung immer Einschnitte sind. (...) Das Virus kann nur gemeinsam in die Schranken gewiesen werden“, betonte Huml. Am Dienstag betrug die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis übrigens 239,5.

Update, 7.32 Uhr - Kabinett tagt - Söder-Pressekonferenz am Mittag

Am Vormittag tagt in München in der Staatskanzlei einmal mehr das bayerische Kabinett. Im Mittelpunkt der Sitzung steht erneut das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Im Anschluss wird es wieder eine entsprechende Pressekonferenz geben. Ab 13 Uhr informieren Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Wissenschaftsminister Bernd Sibler (alle CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) über die Ergebnisse der Beratungen.

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 6.39 Uhr - Corona-Ampel in Altötting schaltet auf „Rot“ - Rosenheim über 200

Corona-Zahlen in Südostbayern (Stand: 27. Oktober).

Nun hat die Corona-Ampel auch im letzten Landkreis unserer Region auf „Rot“ geschalten. Laut neuesten RKI-Daten liegt jetzt auch der Landkreis Altötting über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage. Mit Stand 27. Oktober, 0 Uhr, wurde ein Wert von 50,2 gemeldet. Damit müssten laut Corona-Ampel weitere Einschränkungen in Kraft treten. Offiziell bestätigt ist dies von Seiten des Landratsamtes jedoch bislang nicht.

Während im Berchtesgadener Land, wo derzeit ein Lockdown gilt, die 7-Tage-Inzidenz von 237,0 auf 219,0 sank, sind die Werte in den anderen Kreisen/Städten der Region zum Teil erneut kräftig gestiegen. Besonders prekär scheint die Lage in der Stadt Rosenheim, wo der Wert nun über die 200er-Marke kletterte (217,1). Im Landkreis Rosenheim stieg die Zahl auf 144,6 (von 130,1), im Landkreis Traunstein von 105,5, auf 113,4 und im Landkreis Mühldorf von 141,5 auf 164,8. Der Mittelwert der Inzidenzen in der Region übersprang damit erstmals die Marke von 150 und lag um 0 Uhr bei 151,5.

Behörden melden über 11.000 neue Fälle und 42 weitere Tote

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nun 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet (Stand: 27. Oktober, 0 Uhr). Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 6868 gelegen. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden (News-Ticker Montag, 26. Oktober).

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 449.275 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 42 auf insgesamt 10.098. Rund 326.700 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag laut RKI-Lagebericht bei 1,37 (Stand: 26. Oktober; Vortag: 1,45). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,30. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

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