News-Ticker zur Corona-Pandemie

Merkel will offenbar einen „Lockdown light“ - Nürnberg sagt weltberühmten Christkindlesmarkt ab

Angela Merkel
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (26. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 182,5, Landkreis Rosenheim 130,1, Landkreis Traunstein 105,5, Landkreis Berchtesgadener Land 237,0, Landkreis Mühldorf 147,6, Landkreis Altötting 44,8 (Quelle/Stand: RKI, 26. Oktober, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 951, Landkreis Rosenheim 3243, Traunstein 1759, Berchtesgadener Land 1001, Mühldorf 972, Altötting 827 (Quelle/Stand: RKI, 26. Oktober, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 202, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 26, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 26. Oktober, 0 Uhr)
  • Mindestens 10.056 Todesfälle in Deutschland (2726 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:


Update, 21.11 Uhr - Nürnberg sagt weltberühmten Christkindlesmarkt ab

Der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte die Stadt Nürnberg wegen der steigenden Corona-Fallzahlen am Montag mit. „Uns fällt diese Entscheidung sehr schwer. Der Christkindlesmarkt mit seiner großen Tradition gehört zu Nürnberg“, sagte Oberbürgermeister Marcus König (CSU). Auch in Augsburg sagte die Stadtverwaltung den Christkindlesmarkt ab.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bewegt sich auch in Nürnberg in Richtung des Schwellenwerts von 100 und mehr Infektionen innerhalb von sieben Tagen. Zurzeit liegt er nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums bei 76,01. „Es ist davon auszugehen, dass die Schwelle noch in nächster Zeit über 100 steigt und die Corona-Ampel des Ministeriums auf dunkelrot umspringt“, sagte König.

„Die Absage des Nürnberger Christkindlesmarktes ist eine traurige Nachricht“, kommentierte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der sich in den vergangenen Wochen für die Interessen von Marktkaufleuten und Schaustellern eingesetzt hatte.

Ursprünglich hatte die Stadt geplant, den traditionellen Christkindlesmarkt dezentraler und mit einem strengen Hygiene-Konzept stattfinden zu lassen. Doch angesichts der steigenden Zahlen halte die Stadt dieses nun für ein falsches Signal, sagte König.

Zusammen mit dem Dresdner Striezelmarkt ist der Nürnberger Christkindlesmarkt einer der ältesten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Traditionell eröffnet das Christkind ihn mit dem Prolog, dem meist Tausende Besucher auf dem Hauptmarkt lauschen. Welche Rolle das Nürnberger Christkind in diesem Jahr dennoch spielen könne, überlege die Stadt noch, hieß es.

In München ist noch nicht entschieden, ob die bei Touristen ebenfalls beliebten Weihnachtsmärkte auf dem Marienplatz, im Englischen Garten und anderen Plätzen der Stadt ausfallen.

Update, 19.45 Uhr - Merkel will bei Ländern für weitere Corona-Beschränkungen werben

Das Kanzleramt will nach „Bild“-Informationen bei der Bund-Länder-Runde am Mittwoch wegen der rasant zunehmenden Corona-Neuinfektionen für mögliche weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens werben.

Im Gegensatz zum Lockdown im Frühjahr sollten Schulen und Kitas dann jedoch weiter geöffnet bleiben, außer in Regionen mit katastrophal hohen Infektionszahlen, berichtete die „Bild“ am Montagabend. Auch der Einzelhandel solle mit neuen Einschränkungen offen bleiben. Laut „Bild“ will das Kanzleramt vor allem bei Gastronomie und Veranstaltungen hart vorgehen.

Wegen der angespannten Corona-Lage beraten Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bereits am Mittwoch in einer Video-Konferenz über das weitere Vorgehen. Es gehe darum, was Bund und Länder gemeinsam tun könnten, um möglichst schnell den Trend zu brechen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Allen sei bewusst, „dass dabei jeder Tag zählt“.

Update, 17.56 Uhr - Corona-Ampel im Landkreis Mühldorf springt auf dunkelrot

Die Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis steigt rasant an. Heute (26.10.2020 Stand 8 Uhr) belief sich die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner wie in der täglichen Statusmeldung bereits veröffentlicht auf 147,6. Ohne Infektionsgeschehen am Putenschlachthof Ampfing liegt diese bei 91,5. Mit den im Laufe des heutigen Tages bekannt gewordenen weiteren Neuinfektionen wird die 7-Tages-Inzidenz morgen insgesamt über 150 liegen und auch ohne das Infektionsgeschehen am Putenschlachthof Ampfing den Inzidenz-Wert von 100 überschreiten.

Daher hat der Corona-Krisenstab des Landratsamtes heute beschlossen, die verschärften Regeln bei Überschreitung der neuen 100er-Grenze bei der 7-TagesInzidenz anzuwenden. Der Landkreis hat heute eine geänderte Allgemeinverfügung veröffentlicht, so dass die Neuregelungen am 27.10. in Kraft treten. 

Update, 17.20 Uhr - Lehrkraft an FOS Altötting positiv auf Corona getestet - 165 Personen in Quarantäne

Eine Lehrkraft der FOS Altötting wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Insgesamt wurden 165 Personen als Kontaktperson der Kategorie I ermittelt. Diese Personen, die sich bereits in häuslicher Quarantäne befinden, werden übermorgen im Testzentrum am Hallenbad abgestrichen.

Update, 16.55 Uhr - Das sind die aktuellen Fallzahlen im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 53 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich acht Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 1.024 (Meldestand: 26. Oktober, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 236,95.

Von den insgesamt 1.024 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 620 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 378 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis. Seit gestern gab es keinen weiteren Covid-19-Todesfall im Landkreis, so dass die Gesamtzahl der Covid-19-Todesfälle bei 26 bleibt.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 572 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Insgesamt 1.947 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

In der vergangenen Woche (KW 43) wurden im kommunalen Testzentrum BGL in Bayerisch Gmain insgesamt 2.521 Personen abgestrichen.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 18 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis stationär behandelt. Davon werden zwei Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 16.30 Uhr - 97 Neuinfektionen im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 279 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 105,5. Seit der letzten Pressemitteilung am 23. Oktober sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 97 Neuinfektionen eingegangen.

Die ermittelten Fälle kommen aus den Kontaktpersonennachverfolgungen bekannter positiver Fälle sowie aus dem privaten, familiären und beruflichen Umfeld. Ermittlungen und Kontaktaufnahmen werden durch das Gesundheitsamt Traunstein durchgeführt.

Es liegen somit insgesamt 1777 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1410 Personen (29 Personen mehr seit der Meldung vom 23. Oktober).

Update, 16.10 Uhr - Weitere Corona-Fälle an Schulen im Raum Rosenheim

Über das Wochenende sind dem Gesundheitsamt Rosenheim wieder einige Corona-Fälle an Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim mitgeteilt worden. Jeweils ein positives Testergebnis gab es am Förderzentrum Prien, am Privaten Förderzentrum Aschau, der Mädchenrealschule Rosenheim, Karolinen Gymnasium Rosenheim, Grundschule Rohrdorf, Realschule Bruckmühl und am Ignaz-Günther Gymnasium Rosenheim.

Jeweils zwei Testergebnisse fielen an der Staatlichen Berufsschule II in Rosenheim und dem Finsterwalder Gymnasium in Rosenheim positiv aus. Nach Angaben des Landratsamtes wurden alle Kontaktpersonen der Kategorie I unter Quarantäne gestellt. Wegen der positiven Ergebnisse am Finsterwalder Gymnasium wurde die dortige Jahrgangsstufe Q11 aus organisatorischen Gründen bis auf weiteres wieder auf Digitalunterricht umgestellt.

Update, 15.55 Uhr - LRA Altötting mit Allgemeinverfügung ab Dienstag

Aufgrund steigender Infektionszahlen und des Überschreitens des 7-Tages-Inzidenzwerts von 35 hat der Landkreis Altötting zwei Allgemeinverfügungen erlassen, die die Regelungen der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ergänzen. Diese Allgemeinverfügungen treten ab 27. Oktober, 0 Uhr in Kraft. Die Regelungen findet Ihr hier.

Update, 15.10 Uhr - 7-Tage-Inzidenz in Mühldorf auf 147,6 gestiegen

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 25. Oktober 25 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 26. Oktober, 8 Uhr).

Davon sind drei Fälle dem Infektionsgeschehen am Putenschlachthof Ampfing zuzuordnen.

Unter den positiv bestätigten Fällen befinden sich drei Schüler des Gymnasiums Waldkraiburg, so dass sich dort insgesamt zwei Klassen und die Q12 in Quarantäne befinden. Ein positiv getestetes Kind besucht die Grundschule Mühldorf, insgesamt zwei positive Kinder besuchen eine Klasse an der Grundschule Goetheplatz in Waldkraiburg und dort ein weiteres positives Kind eine Hort-Gruppe. Die entsprechenden Klassen bzw. die Hort-Gruppe befinden sich in Quarantäne. An den Kitas St. Christophorus Waldkraiburg und Mühldorf an der Tachinger See-Straße befindet sich jeweils eine Gruppe aufgrund eines positiv getesteten Kindes in Quarantäne, an der Kita am Kalander Waldkraiburg befindet sich eine Krippen-Gruppe aufgrund einer positiv getesteten Erzieherin in Quarantäne.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 187 aktive Fälle, davon werden zehn Personen stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt ohne das Infektionsgeschehen am Putenschlachthof bei 91,5. Insgesamt liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 147,6.

Der Corona-Krisenstab im Landratsamt berät derzeit über weitere nötige Maßnahmen.

Noch ein wichtiger Hinweis:

Das Gesundheitsamt vereinbart mit unmittelbaren Kontaktpersonen (KP1) eines positiven Falls direkt einen Termin für einen Test und bittet deshalb, nicht eigenständig am Testzentrum am Volksfestplatz Mühldorf vorstellig zu werden.

Pressemeldung LRA Mühldorf

Update, 14.50 Uhr - Lockdown im Berchtesgadener Land - Das sind die Hotspots

Durch einen Inzidenzwert von über 200 sah sich die Politik zum Handeln gezwungen - ein teilweiser Lockdown wurde über den Landkreis verhängt. Aktuelle Zahlen zeigen, dass das Infektionsgeschehen nicht überall im Kreis gleich verläuft. In manchen Kommunen gibt es gar keine Neuinfizierten, andere schießen dagegen in die Höhe. Eine Übersicht über die kommunalen Unterschiede und Hotspots findet Ihr hier.

Update, 14.35 Uhr - Kanzlerin und Minister beraten Mittwoch weiteres Vorgehen

Am Mittwoch werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in Sachen Corona beraten. Ab 13 Uhr soll dafür eine Videoschaltung stattfinden. Anlass sei, dass sich die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche beinahe verdoppelt haben, so der BR.

Update, 13.56 Uhr - Corona-Grenzwert von 100 überschritten: Beschränkungen in Rosenheim werden verschärft

Die kreisfreie Stadt Rosenheim hat den Corona-Grenzwert von 100 bei der 7-Tage-Inzidenz überschritten. Aktuell liegt er bei 182,5.

Die Stadt weist deshalb darauf hin, dass seit Samstag, 24. Oktober im Stadtgebiet daher die verschärften Regelungen der Bayerischen Staatsregierung gelten, wonach die Besucherzahlen bei Sportveranstaltungen, Vereinssitzungen, Tagungen, Kongressen oder vergleichbaren Veranstaltungen auf maximal 50 Personen beschränkt werden. Gleichzeitig tritt für die Gastronomie eine Sperrzeit von 21 Uhr bis 6 Uhr in Kraft.

Des Weiteren bleiben die bereits bestehenden Regeln der aktuellen Allgemeinverfügung bestehen.

rosenheim24.de informiert über die neue Allgemeinverfügung in einem Extra-Artikel!

Update, 13.37 Uhr - Österreichs Kanzler Kurz denkt an zweiten Lockdown

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat einen zweiten Lockdown in den Raum gestellt. Sollte es nicht gelingen, den aktuell starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen zu stoppen, dann wäre das die Ultima Ratio, sagte Kurz am Montag in Wien. “Wir haben ein massiv steigendes, exponentielles Wachstum. Das ist eine extreme Herausforderung. Die Lage ist, auch für jene, die es immer noch nicht glauben wollen, sehr, sehr ernst”, betonte Kurz. Kriterium dafür sei die Lage in den Kliniken. “Kein Land der Welt wird es zulassen, dass die Intensivmedizin überfordert wird,” so Kurz. In Österreich ist der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems gesetzliche Voraussetzung für einen Lockdown.

Jüngst hatte sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober noch sehr zuversichtlich gezeigt, dass die bisher eingeleiteten Maßnahmen ausreichen würden, die Entwicklung unter Kontrolle zu bringen. Dazu zählt seit Sonntag eine Obergrenze von sechs Personen bei privaten Feiern in Innenräumen und von zwölf Menschen im Freien. Zuletzt waren in Österreich praktisch täglich Rekordwerte bei den Neuinfektionen verzeichnet worden. Die Entwicklung ist aktuell deutlich schlechter als in Deutschland.

Update, 12.46 Uhr - Landkreis Traunstein verschärft Regeln noch einmal

Der Landkreis Traunstein hat - Stand: 26. Oktober, 0 Uhr - nun auch den Inzidenz-Wert von 100 überschritten. Deswegen hat der Landkreis Traunstein nun seine Allgemeinverfügung vom 21. Oktober entsprechend der bayerischen Corona-Ampel angepasst bzw. verschärft.

Ab Dienstag, 27. Oktober, 0 Uhr, gelten deswegen einige neue Regeln. Die Sperrstunde in der Gastronomie wird auf 21 Uhr vorgezogen. Zudem darf an Tankstellen etc. dann auch kein Alkohol mehr verkauft werden. Veranstaltungen werden außerdem auf maximal 50 Personen begrenzt. Zu diesen Veranstaltungen zählen Vereins- und Parteisitzungen, Sportveranstaltungen (Zuschauer), Tagungen oder kulturelle Veranstaltungen.

chiemgau24.de informiert über die neue Allgemeinverfügung in einem Extra-Artikel!

Update, 12.26 Uhr - 7-Tage-Inzidenz über 200: Auch Augsburg droht zweiter Lockdown

Bayerns drittgrößte Stadt hat bei dem Sieben-Tage-Wert die Marke von 200 Corona-Neuinfektionen überschritten. Wie die Stadt Augsburg am Montag berichtete, hat es in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner 205,4 Neuinfektionen gegeben. Bis Mitte der Woche will die Stadtverwaltung beobachten, ob die bereits ergriffenen Schutzmaßnahmen Wirkung zeigen. „Dann wird - in Abstimmung mit der Regierung von Schwaben und der Staatsregierung - entschieden, wie es weitergeht“, teilte die Stadt mit. Auch ein zweiter Lockdown ist nach den Angaben der Kommune möglich.

Die rund 300.000 Einwohner große Stadt hatte bereits strengere Vorschriften erlassen, um die seit Wochen steigende Zahl an Neuinfektionen einzudämmen. So gilt in Schulen in allen Jahrgangsstufen eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Es dürfen sich nur noch Menschen aus zwei Haushalten oder maximal fünf Personen treffen, dies gilt auch für Familienfeiern. Im Augsburger Zentrum gilt zudem auch im Freien eine Maskenpflicht.

Update, 11.19 Uhr - Faktischer Lockdown im Kreis Rottal-Inn beschlossen

Der bundesweite “Spitzenreiter” in Punkto 7-Tage-Inzidenz von Montag (26. Oktober) hat sich nun für drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus entschieden. Ab Dienstag gilt ein faktischer Lockdown im Landkreis.

Die Bürger dürfen somit ab morgen das Haus nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Außerdem schließen alle Schulen, Kindergärten und -tageseinrichtungen sowie die Gastronomie. Weiterhin darf man seine Speisen abholen. Die Allgemeinverfügung für den faktischen Lockdown wird derzeit noch erstellt, sie soll laut Landratsamt ab Dienstag, 0 Uhr, zehn Tage lang gelten.

Update, 10.59 Uhr - Trotz Quarantäne betrunken Unfall verursacht

Gewaltig Ärger hat nun ein junger Mann aus Bischofswiesen (Landkreis Berchtesgadener Land) am Hals: Der 24-Jährige verursachte am Samstagabend, 24. Oktober, auf der B20 in Bischofswiesen einen Unfall, als er stark betrunken und mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in die Leitplanken knallte. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von weit über 1,1 Promille, wie die Polizei nun mitteilte.

Doch dies war längst noch nicht alles: Prekärer - auch für die Einsatzkräfte - wurde es, als sich herausstellte, dass sich der 24-Jährige wegen einer Infektion mit dem Coronavirus eigentlich in Quarantäne befinden sollte. Der Mann erhielt Anzeigen wegen Trunkenheit im Verkehr und Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Ihm drohen nun mindestens 2000 Euro Bußgeld.

Update, 10.31 Uhr - Merkel deutlich: „So kann es nicht weitergehen!“

Deutschland steht bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer schwierigen Phase. „Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor“, sagte die CDU-Politikerin laut Bild-Zeitung in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer. Außerdem sollen Sätze wie „Die Lage ist bedrohlich“ und „Es zählt jeder Tag“ ausgesprochen worden sein.

Die Kanzlerin geht von weiter stark steigenden Infektionszahlen aus und rechnet damit, dass mindestens bis Februar auch draußen keine größeren Veranstaltungen mehr möglich sein werden, hieß es weiter. Über die nächste Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), die am Freitag unter Vorsitz Berlins geplant ist, zeigte sich Merkel laut dem Bericht besorgt. Sie habe „kein so gutes Gefühl“, sagte die Kanzlerin demnach. „So kann es nicht weitergehen“, so Merkel.

Update, 10.02 Uhr - Corona-Fälle in Mühldorf an Kindergarten und Schule

Im Städtischen Kindergarten IV an der Tachinger-See-Straße in Mühldorf gibt es seit Sonntag, 25. Oktober, einen bestätigten Corona-Fall. Es handelt sich dabei um ein Kindergartenkind. Dies teilte das Landratsamt Mühldorf nun mit.

Das Gesundheitsamt Mühldorf hat die betroffene Gruppe und das entsprechende Personal umgehend in häusliche Quarantäne geschickt. Das Geschwisterkind, welches die Grundschule Mühldorf-Altmühldorf besucht, wurde ebenfalls positiv auf Covid-19 getestet. Auch die betroffene Grundschulklasse befindet sich in häuslicher Quarantäne. Die weiteren Maßnahmen und das weitere Vorgehen werden im Laufe des Tages durch das Gesundheitsamt festgelegt.

Update, 8.52 Uhr - Polizei löst Feier nach Fußballspiel auf

Am Samstagabend, 24. Oktober, gab es gehörigen Corona-Ärger im Illertisser Stadtteil Buch (Landkreis Neu-Ulm). Dort musste die Polizei vor einem Vereinsheim eine lautstarke Party nach einem Fußballspiel auflösen. Als die Beamten gegen 22.10 Uhr nach der entsprechenden Alarmierung am „Tatort“ eintrafen, fanden sie dort insgesamt 23 Personen vor, welche laut Polizei dort Biertischgarnituren aufgestellt hatten und bei lauter Musik Alkohol konsumierten.

Die Feier wurde von der Polizei vorzeitig beendet, da die Corona-Ampel im Landkreis Neu-Ulm derzeit „Rot“ zeigt. Dementsprechend sind private Feiern aufgrund behördlicher Vorgaben dort derzeit auf maximal fünf Personen bzw. zwei Haushalte begrenzt. Alle Beteiligten erhielten eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 7.41 Uhr - 7-Tage-Inzidenzen in Region steigen weiter

Corona-Zahlen in Südostbayern (Stand: 26. Oktober).

In der Region gibt es inzwischen nur noch einen Landkreis, der auf der Corona-Ampel nicht die Stufe „Dunkelrot“ zeigt. Und zwar den Landkreis Altötting, der laut neuesten RKI-Daten eine 7-Tage-Inzidenz von 44,8 aufwies. Im Vergleich zum Vortag stieg die Inzidenz jedoch auch in dieser Region leicht.

Deutlich erhöhte Inzidenzen zeigten auch die Landkreise Rosenheim (von 118,6 auf 130,1) und Mühldorf (von 121,7 auf 141,5). In der Stadt Rosenheim stieg der Wert sogar von 151,1 auf 182,5. Einen leicht fallenden Wert präsentierte dagegen das besonders stark betroffene Berchtesgadener Land, wo die Inzidenz von 250,2 auf 237,0 fiel. Deutschlandweit „Spitzenreiter“ ist übrigens nun der unserer Region benachbarte Landkreis Rottal-Inn (Niederbayern) mit einer 7-Tage-Inzidenz von 260,1.

Update, 7.11 Uhr - Jetzt auch Stufe „Dunkelrot“ im Landkreis Traunstein

Die Corona-Zahlen in der Region sind weiter gestiegen. Am Montagmorgen (Stand: 26. Oktober, 0 Uhr) hat laut Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) nun auch der Landkreis Traunstein die 100er-Marke bei der 7-Tage-Inzidenz (Neu-Infektionen je 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage) überschritten. Der Wert betrug 105,5. Damit schaltet auch in diesem Landkreis die Corona-Ampel auf „Dunkelrot“.

*Weitere Informationen zu den Zahlen bzw. zu anderen Landkreisen folgen!*

Die Corona-Zahlen in der Region (Stand: 26. Oktober).

Update, 6.50 Uhr - Bayern warnt Österreicher vor Einkaufsbummel

In Bayern gibt es Befürchtungen, dass am Montag, 26. Oktober, trotz der Corona-Krise viele Österreicher ihren Nationalfeiertag zu einem Einkaufsbummel im Freistaat nutzen könnten. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) wies darauf hin, dass es keine Quarantäne-Ausnahmen zum Zweck des Einkaufens gebe: „Auch wenn wir unsere österreichischen Nachbarn unter normalen Umständen gerne bei uns haben - ein grenzüberschreitender Reiseverkehr nur für den Einkaufsbummel ist bei der derzeitigen Corona-Infektionslage keine gute Idee und daneben nicht erlaubt.“ 

Die täglich steigenden Zahlen seien besorgniserregend. Kontakte jeglicher Art sollten so weit wie möglich vermieden werden. Die Quarantänepflicht gelte für jeden, der aus einem ausländischen Risikogebiet nach Bayern einreise, unterstrich Huml. „Ich bitte alle den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Es ist jetzt nicht die Zeit des Reisens und Treffens. Wir wollen eine Ausbreitung des Virus so weit es irgend geht vermeiden“, so lautete der Appell der Ministerin.

RKI meldet „nur“ knapp 8700 neue Corona-Fälle

Die Gesundheitsämter haben diesmal nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) „nur“ 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet (Stand: 26. Oktober, 0 Uhr). Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird (News-Ticker Sonntag, 26. Oktober). Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 437.866 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 24 auf insgesamt 10.056. Als bereits wieder genesen gelten rund 321.000 Menschen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht bei 1,45 (Stand: 25. Oktober; Vortag: 1,36). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,39 (Stand: 25. Oktober; Vortag: 1,38). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

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