News-Ticker zur Corona-Pandemie

Steigende Zahlen, Appelle und Demos: Lage verschärft sich - RKI-Gebäude mit Brandsätzen attackiert

Polizisten tragen einen Teilnehmer der Demonstration gegen die Corona-Auflagen auf dem Alexanderplatz in Berlin weg.
+
Polizisten tragen einen Teilnehmer der Demonstration gegen die Corona-Auflagen auf dem Alexanderplatz in Berlin weg.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag (25. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 151,1, Landkreis Rosenheim 118,6, Landkreis Traunstein 98,1, Landkreis Berchtesgadener Land 250,2, Landkreis Mühldorf 121,7, Landkreis Altötting 41,2 (Quelle/Stand: RKI, 25. Oktober, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 926, Landkreis Rosenheim 3210, Traunstein 1737, Berchtesgadener Land 959, Mühldorf 947, Altötting 816 (Quelle/Stand: RKI, 25. Oktober, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 202, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 25. Oktober, 0 Uhr)
  • Mindestens 10.032 Todesfälle in Deutschland (2726 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:


Update, 20 Uhr - Steigende Zahlen, Appelle und Demos - Corona-Lage verschärft sich

Mit eindringlichen Appellen an die Bevölkerung haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der selbst infizierte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erneut um Mithilfe bei der Eindämmung der Corona-Pandemie gebeten. „Bitte helfen Sie weiter mit und hören Sie nicht auf diejenigen, die verharmlosen und beschwichtigen. Es ist ernst“, sagte Spahn in einem am Sonntag auf seiner Facebookseite veröffentlichten Video (Update 14.44 Uhr). Merkel hatte einen Tag zuvor in ihrem Videopodcast ihren Appell aus der Vorwoche wiederholt und die Menschen darum gebeten, auf Reisen und Kontakte zu verzichten. Angesichts dramatisch wachsender Corona-Zahlen wackelt auch der Anfang Dezember geplante CDU-Parteitag, bei dem ein Nachfolger von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gewählt werden soll.

Aus Protest gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen gingen am Sonntag in Berlin Demonstranten auf die Straße. Die Polizei sprach von rund 2000 Menschen, die sich auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte versammelten. Eine für den späten Nachmittag geplante weitere Demonstration wurde von den Veranstaltern abgesagt. Dafür waren 10 000 Teilnehmer angemeldet worden. Auch ein Vorfall aus der Nacht zu Sonntag beschäftigte die Berliner Polizei: Unbekannte hatten ein Gebäude des Robert Koch-Instituts (RKI) nach Polizeiangaben mit Brandsätzen attackiert. Die Flammen konnten demnach gelöscht werden. Ermittelt werde in alle Richtungen, sagte eine Polizeisprecherin, auch eine politische Motivation werde geprüft. Das für Infektionskrankheiten zuständige Institut spielt in der Corona-Pandemie eine zentrale Rolle.

Die Corona-Infektionszahlen steigen unterdessen rasant: Am Sonntagmorgen meldete das RKI unter Berufung auf Zahlen der Gesundheitsämter 11 176 neue Infektionen innerhalb eines Tages. Am Tag zuvor waren es 14 714. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird und nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Merkel sagte in ihrem am Samstag veröffentlichten Videopodcast: „Das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren. Viel weniger Menschen treffen.“ Spahn sagte: „Wir wissen, was dieses Virus anrichten kann, gerade bei Menschen mit Vorerkrankungen und bei den Älteren, den Höchstbetagten“. Auch bei jüngeren könne es zu schweren und schwersten Verläufen kommen. „Deshalb geben Sie weiter aufeinander acht.“ Man brauche jetzt einen Kraftakt: „Mithelfen, konsequent sein, zusammenhalten“.

In der Wirtschaft wächst die Angst vor einem erneuten großflächigen Stillstand. Der Präsident des Groß- und Außenhandelsverbands BGA, Anton Börner, forderte daher „ein noch viel stärkeres Herunterfahren des öffentlichen Lebens“. Der Bild am Sonntag („BamS“) sagte er: „Je länger wir damit warten, umso größer wird der Schaden für die Gesundheit der Menschen und auch für die Wirtschaft. Lieber jetzt entschlossen handeln, auch wenn es schmerzhaft ist, damit uns nicht die Zeit davonrennt.“

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, warnte vor erneuten Verschiebungen von Arztterminen oder Operationen. „Die Ärzte sind für den Winter wesentlich besser gerüstet als zu Beginn der Pandemie. Es gibt für Patienten keinen Grund mehr, wie im März wegen Corona Krebsvorsorge-Termine oder wichtige Operationen zu verschieben“, sagte er in einem Gespräch mit der „BamS“, an dem auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach teilnahm. „Wir müssen uns an das Virus gewöhnen und dürfen dabei nicht vergessen, dass es neben Covid-19 auch noch andere Krankheiten gibt“, so der KBV-Chef, der auch vor Alarmismus warnte.

Update, 18.03 Uhr- Alarmstufe „dunkelrot“: 20 Städte und Kreise in Bayern über kritischer Corona-Stufe - ganz Oberbayern bald bei 100

Der Covid-19-Erreger breitet sich rasch aus: Mittlerweile überschreiten 20 bayerische Städte und Kreise inklusive der Landeshauptstadt München den Schwellenwert von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das sind nach den am Sonntag veröffentlichten neuen Daten des Landesamts für Gesundheit (LGL) neun Kommunen mehr als vor dem Wochenende, nahezu eine Verdopplung. Abgesehen davon wurde am Wochenende noch eine weitere Schwelle überschritten: Das LGL meldete 90 194 Infektionen seit Beginn der Epidemie und damit erstmals über 90 000. Innerhalb von zwei Tagen sind damit 3717 neue Ansteckungen hinzugekommen.

Die 20 Städte und Kreise sind auf der Corona-Ampel der Staatsregierung „dunkelrot“, für die Bürger gelten verschärfte Einschränkungen ihres Alltagslebens. Bei Sportveranstaltungen und kulturellen Veranstaltungen sind maximal 50 Besucher zugelassen; Ausnahmen gelten für Gottesdienste, Demonstrationen und Hochschulen. Die Sperrstunde für Lokale verschiebt sich um eine Stunde nach vorne und gilt ab 21 Uhr, ab derselben Uhrzeit herrscht Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.

Auffällig ist vor allem die Entwicklung im Süden. Neben München sind am Wochenende in Oberbayern unter anderem Ingolstadt sowie die Kreise Rosenheim und Neuburg-Schrobenhausen hinzugekommen, in Schwaben die Landkreise Augsburg und Donau-Ries, außerdem Memmingen, Kempten und Kaufbeuren. Beide Regierungsbezirke steuern mit Sieben-Tage-Inzidenzen von 98,3 in Schwaben und 93,3 in Oberbayern auf die 100er-Marke zu.

Am schnellsten verbreitet sich das Virus nach wie vor im Berchtesgadener Land, wo derzeit drastische Einschränkungen gelten - sogar die Wanderparkplätze sind gesperrt. Allerdings breitet sich das Virus dort mittlerweile etwas langsamer aus, der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag laut Robert Koch-Institut bei 250, am Vortag waren es noch 282 gewesen.

Das Gesundheitssystem ist aber aktuell nicht überlastet. Bayernweit wurden nach Zahlen des Intensivregisters 123 Corona-Patienten stationär im Krankenhaus behandelt, 1215 Intensivbetten waren frei. Allerdings steigt mittlerweile auch die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen wieder.

Update, 16.15 Uhr - Tumulte bei Demo auf Alexanderplatz in Berlin

Bei einer Corona-Demo in Berlin am Sonntag ist es zu Tumulten gekommen: Etwa 3000 Menschen kamen nach Informationen der Bil auf den Alexanderplatz, nachdem die Veranstalter 2500 Teilnehmer angekündigt hatten. Es gab die Pflicht, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, worauf die Polizei mit Durchsagen hinwies.

Das hatten viele Demonstranten ignoriert: „Es wurde weitgehend weder der Mindestabstand noch die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung eingehalten“, twitterte die Polizei. „Als sie dann trotzdem versuchten, den Demozug über die Karl-Marx-Allee zum Besarinenplatz zu starten, stellten sich ihnen etwa 20 Polizisten entgegen – vergeblich. Es kam zu Rangeleien und Festnahmen. Mehr Einsatzkräfte trafen ein und die Menge verstreute sich“, berichtet bild.de

Der Protestzug sollte bis zu einem ehemaligen Kino führen, in dem ursprünglich der „World Health Summit“ geplant war. Die Veranstaltung findet wegen steigender Infektionszahlen inzwischen aber online statt. Unter anderem sollten der Virologe Christian Drosten und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprechen

Update, 14.44 Uhr - Erkrankter Spahn meldet sich mit Video aus Quarantäne: „Hören Sie nicht auf diejenigen, die verharmlosen“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich erstmals seit seinem positiven Corona-Test per Video zu Wort gemeldet und an die Bevölkerung appelliert, bei der Eindämmung des Virus mitzuhelfen. Der 40-Jährige postete die Aufnahme am Sonntag auf seiner Facebookseite. Vor hellgrauer Wand neben einem Blumenstrauß in weißem Hemd und blauer Strickjacke bedankt sich der Gesundheitsminister nach einem kurzen „Hallo, hier ist Jens Spahn“ zunächst für die vielen Genesungswünsche, die ihn erreicht hätten. „Mir geht‘s soweit den Umständen entsprechend ganz gut. Die Erkältungssymptome sind bisher jedenfalls, toi toi toi, nicht stärker geworden.“

In dem knapp 3-minütigen Clip erklärt Spahn, dass seine engeren Mitarbeiter im Ministerium bisher alle negativ getestet worden seien und von zu Hause aus arbeiteten. Er bedankt sich zudem bei den Gesundheitsämtern für ihre Arbeit. Fast 15 000 Neuinfektionen an nur einem Tag, das sei besorgniserregend. Angesichts der steigenden Zahlen „auch auf den Intensivstationen“ appelliert Spahn in dem Video an die Bevölkerung, die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten. „Bitte helfen Sie weiter mit und hören Sie nicht auf diejenigen, die verharmlosen und beschwichtigen. Es ist ernst. Wir wissen, was dieses Virus anrichten kann, gerade bei Menschen mit Vorerkrankungen und bei den Älteren, den Höchstbetagten.“

Auch bei jüngeren könne es zu schweren und schwersten Verläufen kommen. „Deshalb geben Sie weiter aufeinander acht.“ Man brauche jetzt einen Kraftakt: „Mithelfen, konsequent sein, Zusammenhalten“. Gemeinsames Ziel sei es, die Kurve abzuflachen und das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Spahn war am Mittwoch als erster Bundesminister positiv auf Corona getestet worden.

Update, 13.41 Uhr - 19 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land hat seit der letzten Meldung in seinem Zuständigkeitsbereich insgesamt 19 neue Corona-Fälle registriert. Davon befanden sich zwei Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 971 (Quelle: Gesundheitsamt BGL; Stand: 25.10.2020, 10 Uhr).

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z.B. eine häusliche Quarantäne. In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit zehn Covid-19-Patienten aus dem Landkreis stationär behandelt. Bei zwei Personen ist dabei eine intensivmedizinische Versorgung notwendig.

Update, 13.05 Uhr - Söder: „Spannende Wochen vor uns“

Wir haben spannende und herausfordernde Wochen vor uns“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in seiner (inzwischen nahezu wöchentlichen) Video-Ansprache auf Facebook im Hinblick auf den weiteren Kampf gegen die Corona-Pandemie. Er wolle keine Panik und Angst verbreiten, allerdings mache es keinen Sinn, einen falschen und naiven Optimismus an den Tag zu legen, betonte der Landeschef.

Die Staatsregierung werde deswegen bei ihrem Kurs der Vorsicht und Umsicht bleiben - nur so sei die Situation weiterhin beherrschbar. Die wichtigsten Regeln aus Söders Sicht: Weniger Alkohol, weniger Feiern, weniger Kontakte und einfach mehr Maske.

Update, 12.26 Uhr - Polizei beendet verbotene Partys in Shisha-Bars

Am Samstag, 24. Oktober, fielen einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Neufahrn bei München (Landkreis Freising) im Rahmen der Überprüfung der Einhaltung aktueller Corona-Regeln zwei Shisha-Bars in Neufahrn auf, in welchen nach 22 Uhr noch reger Betrieb herrschte. Der weitere Betrieb wurde untersagt. Die Gaststätteninhaber erwartet nun jeweils eine Anzeige wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 11.25 Uhr - Deutliche Verschärfung der Regeln in Österreich

Die Corona-Regeln in Österreich sind seit Sonntag, 25. Oktober, 0 Uhr, noch einmal deutlich verschärft worden. Bei Veranstaltungen im Freien sind jetzt nur noch maximal 12 Erwachsene erlaubt, indoor sind es sechs. Einzig bei Begräbnissen sind bis zu 100 Personen erlaubt. Ausnahmen gelten für Veranstaltungen, bei denen den Besuchern Sitzplätze fest zugewiesen werden können (1500 outdoor, 1000 indoor).

Neu ist außerdem, dass ab der Sperrstunde im Umkreis von 50 Metern von Gastronomiebetrieben kein Alkohol mehr getrunken werden darf. Außerdem sind nur noch maximal sechs Erwachsene als Gruppen in Restaurants/Lokalen an einem Tisch erlaubt. Zudem ist auch im Freien wieder mindestens ein Meter Abstand einzuhalten, mit Ausnahmen von Personen, die im selben Haushalt leben. Ein Mund-Nasen-Schutz ist in sämtlichen geschlossenen Räumlichkeiten zu tragen, damit auch in Fußgänger-Passagen. Gleiches gilt in sämtlichen Verkehrsmitteln sowie an Haltestellen und auf Bahnhöfen. Ursprünglich hätten die Regeln eigentlich bereits am Freitag, 0 Uhr, in Kraft treten sollen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz betonte, dass die Bürger in den kommenden Monaten noch sehr viel Kraft brauchen würden. „Die Situation wird sich erst entspannen, wenn es einen Impfstoff gibt“, schrieb der ÖVP-Politiker auf seiner Facebook-Seite.

Update, 10.50 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 35 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Mühldorf hat nun für Stadt und Landkreis Mühldorf 35 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 25. Oktober, 0 Uhr). Damit steigt die Gesamtzahl auf bislang 947 Fälle. Von den 35 neuen Fällen seien 17 dem Infektionsgeschehen am Putenschlachthof in Ampfing zuzuordnen, hieß es dazu in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis bei 127,7. Derzeit gibt es im Landkreis 205 aktive Corona-Fälle. Acht Personen davon werden stationär in einem Krankenhaus behandelt.

Update, 9.35 Uhr - Strengere Regeln in München ab Montag

Auch in der Landeshauptstadt München ist die 100er-Marke bei der 7-Tage-Inzidenz nun überschritten. Demnach lag der Wert mit Stand Sonntag, 0 Uhr, bei 100,6. Damit hat auch in München die Corona-Ampel nun auf die Stufe „Dunkelrot“ geschalten. Am Samstag hatte die 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage) noch bei 98,3 gelegen.

Laut unserem Partnerportal tz.de gelten deswegen ab Montag, 26. Oktober, 0 Uhr, strengere Regeln in der Landeshauptstadt. So wird die Sperrstunde in der Gastronomie auf 21 Uhr statt wie bislang auf 22 Uhr vorgezogen. Auch gilt dann stadtweit ein Verbot, Alkohol zu verkaufen oder in der Öffentlichkeit zu konsumieren. Bei Veranstaltungen aller Art werden ab diesem Zeitpunkt zudem nur noch maximal 50 Personen zugelassen.

Update, 8.12 Uhr - Jetzt auch Kreis Traunstein kurz vor „Dunkelrot“

Die aktuellen Corona-Fallzahlen (Stand: 25. Oktober).

Obwohl am Wochenende nicht immer von allen Behörden Daten übermittelt werden, sind die Fallzahlen beziehungsweise die 7-Tage-Inzidenzen in der Region Südostbayern von Samstag auf Sonntag größtenteils noch einmal gestiegen. Brenzlig wird es langsam im Landkreis Traunstein, der laut den neuesten Daten des Robert-Koch-Institutes (RKI) eine Inzidenz von 98,1 (Vortag: 68,8) aufwies und damit knapp an der 100er-Marke kratzt. Dann würde die bayerische Corona-Ampel auch für den Landkreis Traunstein auf „Dunkelrot“ schalten.

„Dunkelrot“ ist die Ampel bereits in vier anderen Kreisen bzw. Städten: Während der Wert im besonders stark betroffenen Berchtesgadener Land von 256,8 auf 250,2 leicht sank, meldete das RKI für Stadt und Landkreis Rosenheim sowie für den Landkreis Mühldorf einen weiteren Anstieg. In der Stadt Rosenheim beträgt die Inzidenz nun 151,1 (Vortag: 132,2) und im Landkreis 118,6 (Vortag: 103,3). Im Landkreis Mühldorf stieg der Wert von 107,9 auf 121,7. Lediglich der Landkreis Altötting (41,2) bleibt noch unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen der letzten sieben Tage. Der Mittelwert für die Region betrug 130,2 (Datenstand: 25. Oktober, 0 Uhr).

RKI meldet über 11.000 neue Corona-Fälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet (News-Ticker Samstag, 24. Oktober). An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429.181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert (Stand: 25. Oktober, 0 Uhr). Vor genau einer Woche waren es noch 5587 Neuinfektionen an einem Tag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.032.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht bei 1,36 (Stand: 24. Oktober; Vortag: 1,23). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,38 (Stand: 24. Oktober; Vortag: 1,30). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mw/mz/dpa

Kommentare