News-Ticker zur Corona-Pandemie

Jens Spahn hat Corona - Aktuelle Zahlen aus der Region

Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet 
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Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet 

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr seit knapp neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (21. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 74,0, Landkreis Rosenheim 74,2, Landkreis Traunstein 41,7, Landkreis Berchtesgadener Land 262,4, Landkreis Mühldorf 120,8, Landkreis Altötting 20,6 (Quelle/Stand: RKI, 21. Oktober, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 839, Landkreis Rosenheim 2959, Traunstein 1588, Berchtesgadener Land 813, Mühldorf 847, Altötting 784 (Quelle/Stand: RKI, 21. Oktober, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 202, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 21. Oktober, 0 Uhr)
  • Mindestens 9875 Todesfälle in Deutschland (2720 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:


Update, 22 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Landkreis Traunstein - Reihentestung in der Asylunterkunft Grassau

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 168 aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 46,81.

Seit der letzten Pressemitteilung am 20.10.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 40 Neuinfektionen eingegangen. Die Fälle kommen aus den Kontaktpersonennachverfolgungen bekannter positiver Fälle sowie aus dem privaten und familiären Umfeld. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich bei drei Personen um Reiserückkehrer, dabei sind zwei aus einem Risikogebiet. Weitere Ermittlungen und Kontaktaufnahmen werden aktuell durch das Gesundheitsamt Traunstein durchgeführt.

Es liegen somit insgesamt 1628 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1372 Personen (eine Person mehr seit der Meldung vom 20.10.20). Derzeit werden fünf COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt.

Asylunterkunft Grassau: Ein Bewohner positiv getestet

Anfang der Woche wurde in der Asylunterkunft Grassau erneut eine Reihentestung durchgeführt. Dabei wurde ein Bewohner positiv getestet. Der Bewohner ist von der Regierung von Oberbayern in eine andere Einrichtung verlegt worden.

Für die verbleibenden Bewohner wurde die Quarantänemaßnahme entsprechend um 14 Tage verlängert. Die Betreuung, Verpflegung und medizinische Versorgung wird durch die Regierung von Oberbayern sichergestellt.

Update, 21.51 Uhr - 16 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn - 8 neue Fälle im Kreis Altötting

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 20. Oktober 16 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 21. Oktober 2020, 08:00 Uhr).

Davon ist 1 Fall dem Infektionsgeschehen am Putenschlachthof in Ampfing zuzuordnen. 1 positiv getestetes Kind besucht eine Kombi-Klasse an der Grundschule Neumarkt Standort Egglkofen, die entsprechende Klasse befindet sich in Quarantäne.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 121,7. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 157 aktive Fälle, davon werden 4 Personen stationär behandelt.

Das Landratsamt Altötting meldet 8 neue Fälle (792 insgesamt).

Update, 19.06 Uhr - Deutscher Kitaverband kritisiert Kita-Schließungen: „Kitas dürfen nicht dem Aktionismus geopfert werden.“

Die Bundesvorsitzende des Deutschen Kitaverbands, Waltraud Weegmann, kritisiert die Kitaschließungen im Rahmen des Lockdowns im Berchtesgadener Land: „Wie Familienministerien Franziska Giffey und Gesundheitsminister Jens Spahn am Freitag bestätigten, geht von Kindern bis zehn Jahre kein Infektionsrisiko aus. Deshalb dürfen Kitas, Horte und Tagespflegestellen auch bei einem regionalen Lockdown nicht geschlossen werden. Wir fragen uns, wann diese Erkenntnis endlich Einzug in die tatsächlichen Entscheidungen der Verantwortlichen hält. Kinder dürfen nicht weiterhin dem Aktionismus geopfert werden. In der Allgemeinverfügung heißt es, beruflichen Tätigkeiten dürfe weiterhin nachgegangen werden. Wenn Eltern arbeiten gehen sollen, muss auch die Kita-Betreuung stattfinden. Die Familien können nicht beides schultern, was auch bei der Politik seit dem Frühjahr angekommen sein müsste.“

Kinder gehören bisher zu den Verlierern der Pandemie. Sie wurden und sind durch Schließungen von Kitas und Schulen in ihrem Alltag und ihren Entwicklungsmöglichkeiten so stark eingeschränkt wie kaum eine andere Bevölkerungsgruppe. Nun wissen wir jedoch: Sie sind nicht nur keine Treiber der Infektion, sie verbreiten sie sogar gar nicht. Deshalb werden in Irland während des neu ausgerufenen Lockdowns Kitas explizit von den Schließungen ausgeschlossen. Unser Ziel muss es – wie Gesundheitsminister Jens Spahn gesagt hat – sein, ‚dort, wo die Infektionen sind, einzugreifen‘ und das sind nicht die Kitas. Kinder brauchen ihre Freiräume und dauerhaften Zugang zu Bildung. Kinder brauchen Kinder! Das Wohl des Kindes muss bei politischen Entscheidungen im Vordergrund stehen“, appelliert Weegmann, die mit ihrem Träger selbst über 40 Kitas in drei Bundesländern betreibt.

Weiter fordert sie: „Wir brauchen ein klares politisches Bekenntnis dazu, Kitas künftig von coronabedingten Schließungen auszunehmen. Denn dies entspräche den aktuellen medizinischen Erkenntnissen. Gleichzeitig würden wir unsere Kinder damit vor den vielfältigen negativen psychologischen Folgen schützen, die die Corona-Maßnahmen auf sie haben – zum Beispiel weil sie weniger Nähe und Herzlichkeit in ihrem Alltag erfahren. Wir dürfen auch nicht weiter zulassen, dass Kinder das subtile Gefühl entwickeln, einer ungreifbaren Bedrohung ausgesetzt zu sein, und sich dies in ihrem Lebensgefühl manifestiert.“

„Wir fordern, den Fokus der gesamtgesellschaftlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID19 darauf auszurichten, dass Erwachsene das Virus nicht weiterverbreiten. Entsprechend sollten sich auch im Kitabereich die präventiven Maßnahmen auf die Erwachsenen – Erzieher und Eltern – konzentrieren, um den Kindern größtmögliche Freiräume zu lassen. Da uns die Pandemie noch lange begleiten wird, haben wir einen Stufenplan entwickelt, der den Einrichtungen je nach lokalem Infektionsgeschehen konkrete Schritte empfiehlt“, erklärt Weegmann.

Ausführliche Informationen zum Stufenplan: https://www.deutscher-kitaverband.de/positionspapier-corona-blindflug-bei-kitas-beenden/

Pressemitteilung Deutscher Kitaverband

Update, 17.08 Uhr - Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, bislang hätten sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt, hieß es weiter.

Update, 16.55 Uhr - Polizei löst Corona-Party am Chiemsee Südufer auf

Am Mittwochnachmittag, 21. Oktober, erhielt die Polizeiinspektion Grassau eine Mitteilung, dass am Chiemsee Südufer eine Strandparty stattfinden soll. Dort würde angeblich ohne jegliche Einhaltung von Abstände oder Tragen von Schutzmasken gefeiert.

„Aufgrund der aktuellen Infektionsentwicklung und der erhöhten Presse- und Medienberichterstattungen gingen die Einsatzkräfte zunächst von einem Fehlalarm aus und konnten vor Ort ihren Augen kaum glauben“, heißt es in der Pressemeldung der Polizei. Die Feierlichkeit fand tatsächlich statt. „Eine Gruppe von mehr als 30 - durchwegs bereits älteren - Personen feierte eng zusammengerückt auf Bierbänken. Sie hatten weder Schutzmasken auf, noch irgendein Unrechtsbewusstsein bzw. Angst um ihre Gesundheit.“

Auf Ansprache der Polizeibeamten zeigten sich die Anwesenden laut Bericht ohne Ausnahme durchwegs freundlich und verständnisvoll der Kontrolle und lösten im Anschluss auch ohne Widerwillen ihre Feierlichkeit auf. Trotz aller Kooperation bei der Kontrolle müssen nun alle Beteiligten mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige gemäß dem Infektionsschutzgesetz rechnen.

In diesem Zusammenhang appelliert die Polizei nachdrücklich an alle, „dass derartige Feierlichkeiten aktuell nicht mehr zulässig sind und vor allem nicht nur die eigene Gesundheit gefährden, sondern viel mehr ein Akt der Unsolidarität sind.“

Update, 15.53 Uhr - Corona-Fälle in sechs Schulen im Kreis Rosenheim: Hunderte Schüler in Quarantäne

An insgesamt sechs Schulen in Stadt und Land Rosenheim wurde jeweils mindestens eine Person positiv auf das Coronavirus getestet. In der Franziska-Lechner-Grundschule Wasserburg, der Grund- und Mittelschule Neubeuern, der Grundschule Prinzregentenstraße Rosenheim, dem Ignaz-Günther-Gymnasium Rosenheim und in der Astrid-Lindgren-Grundschule Rosenheim wurde bei je einer Person Sars-CoV-2 nachgewiesen.

In der FOS/BOS Rosenheim liegen sogar von drei Personen positive Testergebnisse vor. Alle engen Kontaktpersonen der jeweils positiv getesteten Personen wurden unter Quarantäne gestellt.

Insgesamt wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim bis 20. Oktober, 24 Uhr, 23 Neuinfektionen im Landkreis und zwei Neuinfektionen in der Stadt gemeldet. Der 7-Tages-Inzidenz im Landkreis liegt bei 73,85 und in der Stadt bei 73,96.

Update, 14.43 Uhr - 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land klettert weiter

Der 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land steigt weiter. Laut dem Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land liegt dieser Wert bei 262,4 (Stand: 21. Oktober 10 Uhr).

Seit Dienstag gibt es 39 weitere bestätigte Sars-CoV-2-Fälle. Davon befanden sich drei Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 808. Von den insgesamt 808 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 494 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 289 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis. 

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 662 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Insgesamt 1.529 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit zwölf Covid-19-Patienten aus dem Landkreis stationär behandelt. Davon wird ein Patient intensivmedizinisch betreut.

Regierungserklärung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder:

Update, 14.06 Uhr - Söder will Testpflicht für Berufspendler aus Hotspots im Ausland

Das Modell aus dem Landkreis Cham, in dem Berufspendler einmal die Woche einen Test ablegen, solle auf Bayern ausgeweitet werden. Wer sich binnen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat und nach Deutschland zum Arbeiten pendelt, soll künftig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen müssen.

Grenzregionen seien derzeit besonders betroffen. An den Grenzen zu Österreich und Tschechien seien viele Menschen besonders besorgt. „Unser Ziel ist, dass die Grenzen offen bleiben. Wer das aber will, muss dort mehr Stabilität und Sicherheit vermitteln“, sagt Söder.

Söder beschließt seine Regierungserklärung mit einem Appell: „Machen wir mit. Bringen wir uns ein. Es ist jetzt die Zeit, dass jeder sein Bestes gibt. Die Welt geht von Corona nicht unter. Wir müssen uns ihr nur stellen.“ Klar sei aber: Umso länger gezögert werde, desto schwieriger werde es. „Lassen Sie uns den Weg weiter gemeinsam angehen.“

Update, 13.59 Uhr - Söder: „Alle wollen die Schulen offen haben“

Söder geht abschließend noch einmal konkreter auf den Bereich Schule und Kita ein. „Alle wollen die Schulen offen haben. Deshalb hat das für die Staatsregierung eine Top-Priorität. Schule ist nie perfekt und kann alle Wünsche abdecken. Aber es läuft nicht schlecht - in ganz Deutschland.“ Kaum Schulen seien betroffen. „Wenn mehr Distanzunterricht ist, dann müssen die Lehrpläne und Prüfungen angepasst werden. Wir müssen diese Dinge in der Schulbürokratie flexibel anpassen.“

Söder nimmt nun die Lehrer gezielt in Schutz. „Wir werden Leistungsprämien für Direktoren ausloben“, so der Ministerpräsident. Und auch Lehrer, die besondere Digitalisierungs-Konzepte vorlegen, sollten belohnt werden.

Update, 13.44 Uhr - Söder: „Müssen die Corona-Ampel erweitern - bis auf dunkelrot“

„Wir wollen keinen flächendeckenden Lockdown wie im Frühjahr“, so Söder. Die Maske sei verhältnismäßig, sie sei ein echtes Präventionsmittel. „Mehr Maske erlaubt mehr Freiheit.“ Zur Maske ergänzt Söder: „Sie ist eine kleine Maßnahme mit großer Wirkung.“ Bei einer Inzidenz von über 50 gebe es eine klare Empfehlung von Masken auch in Grundschulen. „Komplette Schulschließungen auf Dauer wollen wir in Bayern nicht.“

„Die Zahl roter Gebiete wächst. Die Ampel müssen wir ergänzen um Dunkelrot“, sagt Söder. „Wir müssen Kontakte reduzieren, um die Welle zu brechen.“ Über 100 heißt: Veranstaltungen werden auf 50 Personen begrenzt. Auch die Sperrstunde muss auf 21 Uhr angepasst werden.“ Weiter mahnt er: „Der Lockdown ist nicht gewollt. Aber er kann die Ultima Ratio sein.“ Daher befindet der Ministerpräsident: lieber früher reagieren als zu spät. 

Update, 13.37 Uhr - Söder: „Mehr Maske erlaubt mehr Normalität“

Laut Söder wolle man bei der Strategie der Eindämmung bleiben. Ihm sei klar, dass die Beschränkungen die Freiheit von jedem einzelnen einschränken würden. „Ja, es sind Einschränkungen da“, sagt Söder. Aber sie bestünden in aller Regel vor den höchsten Justizinstanzen. „Sie dienen dem Schutz von uns allen. Daher glaube ich, dass sie verhältnismäßig sind.“

Es habe kein Drehbuch für die erste Welle gegeben, nun gebe es auch keines für die zweite Welle. Man müssen flexibel auf die Entwicklungen reagieren. „Wir Bayern hatten von Beginn an eine klare Linie. Wir haben in den letzten Monaten hervorragend zusammengearbeitet“, lobt Söder die eigene Staatsregierung. Gleichzeitig gesteht er: „Es gab auch Fehler.“ Dennoch sei er dankbar für die große Mehrheit in der Bevölkerung, die die aktuellen Regeln stütze. „Mehr Maske erlaubt mehr Normalität“, so Söder.

Update, 13.25 Uhr - Söder: „Wir dürfen uns nicht wegducken“

In Paris, Holland, Tschechien sehe man, wie schnell die Situation auch in den Krankenhäusern kippen könne. „Vergessen wir nie eine wichtige Zahl: Wir brauchen immer zehn Tage um zu sehen, wie sich die Infektionszahlen ausbreiten und wie Maßnahmen wirken“, mahnt der Ministerpräsident. „Der eigentliche Charaktertest kommt in den nächsten Wochen und Monaten. Wir dürfen uns nicht wegducken und wir dürfen auch nicht klagen.“

Söder geht auf die Möglichkeiten ein, die nun zur Verfügung stehen würden: Entweder man unterbreche die Ausbreitung oder setze auf Durchseuchung der Bevölkerung. Die Durchseuchung mit Ziel der Herdenimmunität halte Söder für unverantwortlich: „Dies würde unzählige unschuldige Todesopfer fordern. Für das Freizeitverhalten vieler bin ich nicht bereit, das Leben einiger zu verantworten. Wir sind ein Sozialstaat und kein Ego-Land. Bisher haben wir das gut gemacht. Ich wünsche mir, dass das auch in Zukunft so bleibt.“

Update, 13.10 - Söder: „Wir sind einem Lockdown näher als viele glauben“

Zu Beginn seiner dritten Regierungserklärung geht Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf die steigenden Fallzahlen ein. Deutschland sei aktuell umzingelt von Risikogebieten und auch in hierzulande seien die Zahlen alarmierend. Söder wird deutlich: „Wir sind einem Lockdown näher als viele glauben, zumindest einem Teil-Lockdown.“ Er appelliert erneut an die Vernunft der Bevölkerung, sei sich aber sicher, dass die Krise überwindbar sei.

Es sei aktuell wichtig, nicht nur die tagesaktuellen Zahlen zu betrachten. Bayern stünde kurz davor, das die Fallzahlen exponentiell wachsen würden. Dies gelte es zu verhindern. Deswegen seine „klare Botschaft“: „Bitte nicht auf die leichte Schulter nehmen!“ Deutschland stünden noch schwierige Wintermonate bevor. Obwohl es „erst“ Herbst sei, sei der Anstieg schon jetzt besorgniserregend.

Update, 12.48 Uhr - Söder erwägt neuen Grenzwert 100 - Drohen neue Einschnitte?

Die Corona-Zahlen steigen wieder deutlich - nicht nur in Bayern, sondern bundesweit. Offenbar erwägt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen neuen Corona-Grenzwert bei der Marke 100. In einer Regierungserklärung um 13 Uhr will er seinen neuen Kurs erläutern.

rosenheim24.de überträgt die Regierungserklärung wie gewohnt live.

Update, 12.13 Uhr - “Maskenverweigerer” in Rosenheim nennt hartnäckig falsche Namen

Ein hartnäckiger “Maskenverweigerer” hat am Dienstagabend, 22. Oktober, in der Grubholzer Straße in Rosenheim für einen Polizeieinsatz gesorgt. Mitarbeiter einer Spielhalle hatten gegen 22.30 Uhr die Beamten verständigt, dass sich dort ein Mann aufhalten würde, der keine Maske tragen wolle. Als die Polizei eintraf, war der Mann zunächst verschwunden. Kurz darauf schlich er sich nach Polizeiangaben jedoch in die Spielhalle zurück und weigerte sich erneut, die Hygienevorschriften einzuhalten.

Beim zweiten Eintreffen der Beamten verhielt sich der Betroffene unkooperativ und verweigerte eine Namensangabe. Die Polizisten nahmen den Mann daraufhin zur Dienststelle mit, um seine Personalien feststellen zu können. Doch auch hier nannte er frei erfundene Namen und so musste der Mann weiter in der Dienststelle bleiben. Nach rund zwei Stunden fiel ihm “plötzlich” sein richtiger Name ein. Es handelte sich um einen 23-jährigen Mann aus Leipzig. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet sowie Bußgeldverfahren nach den Hygienevorschriften und wegen falscher Namensangabe.

Update, 11.38 Uhr - Sieben Anzeigen gegen “Maskenverweigerer” im Innsalzach-Raum

Am Dienstag, 20. Oktober, führten Beamte der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein (OED) Kontrollen in Mühldorf, Waldkraiburg, Altötting und Neuötting durch.

Trotz den allseits bekannten, gesetzlichen Regelungen zur Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung mussten dabei sieben Fälle zur Anzeige gebracht werden. Die betreffenden Personen hielten sich ohne Mund-und-Nasen-Schutz an Bahnhöfen und Bushaltestellen auf. Alle Personen erwartet nun ein Bußgeldverfahren mit einer Strafe von bis zu 250 Euro.

Update, 10.50 Uhr - Söder erwägt ab neuem Corona-Grenzwert 100 zusätzliche Gegenmaßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zieht einen neuen Corona-Grenzwert mit zusätzlichen Beschränkungen in Betracht. In einer CSU-Fraktionssitzung am Mittwoch nannte er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen neuen Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Man müsse bei diesem Wert beginnen, weitere Maßnahmen in Betracht zu ziehen, Richtlinien vorzugeben, sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Details ließ er zunächst offen. Am Nachmittag will er eine Regierungserklärung im Landtag zur Corona-Krise abgeben.

Nach der bisherigen bayerischen Corona-Ampel gilt ab einem Wert von 35 Stufe Gelb - dann greifen in den betroffenen Regionen automatisch eine verschärfte Maskenpflicht, striktere Kontaktbeschränklungen und eine Sperrstunde in der Gastronomie. Bei einem Wert von 50 schaltet die Ampel auf Rot, dann gelten regional noch einmal schärfere Kontaktbeschränkungen und Restaurants müssen noch früher schließen.

Zuletzt hatten aber immer mehr Regionen in Bayern und auch in Deutschland den 50er-Wert teils deutlich überschritten. Viele Regionen liegen klar über 100, Spitzenreiter war zuletzt der Landkreis Berchtesgadener Land mit konstant und weit über 200.

Update, 10.04 Uhr - Söder gibt um 13 Uhr Regierungserklärung ab

Angesichts der immer weiter steigenden Corona-Zahlen in Bayern will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwochmittag eine Regierungserklärung im Landtag abgeben. Im Zentrum steht die weitere Strategie im Kampf gegen das Coronavirus - insbesondere in Hotspots, wo Warnwerte deutlich überschritten werden. Söder will dem Vernehmen nach aber auch an die Verantwortung und Vernunft jedes einzelnen appellieren, mitzuziehen, extrem vorsichtig zu sein und geltende Anti-Corona-Maßnahmen strikt einzuhalten.

Zudem hat Söder seine Forderung nach mehr nationalen Regeln im Kampf gegen die Corona-Krise bekräftigt. Im ZDF-Morgenmagazin forderte der CSU-Chef, das Infektionsschutzgesetz an das aktuelle Pandemiegeschehen anzupassen. „Es ist auch wichtig, dass wir nicht nur unterschiedliche regionale Konzepte haben, sondern auch mehr einheitliche Linie haben. Wir spüren, dass das ständig nachgesteuert werden muss“, sagte Söder. Er glaube ein „grundlegender Durchgriff“, der in einem nationalen Pandemieplan erfolge, würde auch vor Ort helfen.

62 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern überschritten zuletzt die Marke von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, 36 davon liegen oder lagen sogar über der noch kritischeren 50er-Marke. Laut bayerischer Corona-Ampel gelten bei Überschreiten des entsprechenden Wertes verschärfte Corona-Regeln in der betroffenen Stadt/Kommune.

rosenheim24.de überträgt die Regierungserklärung von Ministerpräsident Söder ab 13 Uhr selbstverständlich wieder live!

Update, 9.08 Uhr - Herrenchiemsee-Lauf nun doch abgesagt

Das Landratsamt Rosenheim hat die Genehmigung zur Durchführung des Herrenchiemsee-Laufs am 24. und 25. Oktober 2020 zurückgezogen. Als Grund für diesen kurzfristigen Widerruf werden die steigenden Infektionszahlen im Landkreis Rosenheim und ganz Bayern angeführt.

Wir bedauern sehr, dass der Herrenchiemsee-Lauf nicht stattfinden kann. Wir sind davon überzeugt, dass das entwickelte Hygienekonzept eine sichere Teilnahme für alle ermöglicht hätte. Die Absage fällt uns schwer, jedoch hat die Gesundheit der Teilnehmer, Helfer und Mitarbeiter unsere oberste Priorität“, sagte Gernot Weigl, Geschäftsführer der München Marathon GmbH, die den Lauf veranstaltet.

Update, 8.22 Uhr - 7-Tage-Inzidenz im BGL wieder angestiegen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Berchtesgadener Land ist im Vergleich zu Dienstag (236) wieder deutlich angestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete mit Stand 21. Oktober, 0 Uhr, einen Wert von 262,4. Auch der Landkreis Traunstein kommt der „magischen Grenze“ von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen immer näher. Der Wert stieg von 36,7 auf 41,7. Erst am Vortag hatte der Landkreis den Frühwarnwert von 35 Infektionen je 100.000 Einwohner gerissen.

Auch in den Landkreisen Mühldorf (120 auf 120,8), Altötting (17,9 auf 20,6) und Rosenheim (73,1 auf 74,2) gibt es erneut leicht erhöhte Inzidenzen. Zudem gab es im Landkreis Rosenheim einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Corona (jetzt 202 Tote). In der Stadt Rosenheim fiel die 7-Tage-Inzidenz dagegen von 83,4 auf 74,0.

Update, 8.01 Uhr - Traunsteins Landrat Walch mit eindringlicher Warnung

Auch die Corona-Lage im Landkreis Traunstein wird immer besorgniserregender. Innerhalb der letzten 24 Stunden stieg die 7-Tage-Inzidenz von 36,7 (Stand 20. Oktober, 0 Uhr) auf nun 41,7 (Stand 21. Oktober, 0 Uhr). Landrat Siegfried Walch hat sich am Montagabend in einem Facebook-Video über die aktuelle Lage informiert und spricht zunächst die Lage im Nachbarlandkreis Berchtesgadener Land an: “Genau das, was wir versucht haben zu verhindern, ist bei unseren Nachbarn bereits Realität geworden - faktisch ein zweiter Lockdown”.

Im Angesicht der nun auch steigenden Zahlen im Kreis Traunstein betont Walch: “Wir müssen jetzt frühzeitig versuchen, noch einigermaßen die Situation zu beherrschen, weil es uns ansonsten völlig davonläuft.” Auch wenn man eine Maske aufsetze, sei wirtschaftliches Leben möglich. Alternativ stünde auch dem Kreis Traunstein eine Situation wie im Berchtesgadener Land bevor. Die Zahlen der 7-Tage-Inzidenz würde aktuell schnell und exponentiell steigen, darum sei es jetzt notwendig, frühzeitig zu reagieren und vernünftig zu bleiben. Er appelliert eindringlich: “Bitte bleiben wir diszipliniert, das ist im Sinne von uns allen.

Update, 7.12 Uhr - Landrat Kern widerspricht Staatsregierung

Die Ursache für den massiven Anstieg der Corona-Zahlen im Landkreis Berchtesgadener Land ist weiter offen. Es handele sich um „ein diffuses Geschehen“, sagte Landrat Bernhard Kern (CSU). Eine konkrete Ursache sei nicht feststellbar - es gehe auch nicht um eine private Feier. Damit widersprach Kern auch vehement Aussagen der bayerischen Staatsregierung. Vor Journalisten sagte er: „Es ist nicht zurückzuführen auf eine einzelne Feierlichkeit, die im Landkreis stattgefunden hat.“

Es sei nun dennoch das Gebot der Stunde, sich an die Regeln der seit Dienstag gültigen Allgemeinverfügung zu halten. Dazu gehöre, dass man auch „Feierlichkeiten speziell im Privatbereich unterlassen muss“. Kern kündigte an, am Mittwoch sollten Soldaten der Bundeswehr eintreffen, um das Landratsamt bei der Nachverfolgung der Infektionsketten zu unterstützen. Das Wichtigste sei nun, dass die Bevölkerung die Einschränkungen mittrage. Er hoffe, damit bald wieder einstellige Zahlen bei der 7-Tage-Inzidenz zu erreichen, hieß es.

Update, 6.45 Uhr - Gnabry positiv getestet: FC-Bayern-Spiel in Gefahr?

Die große Vorfreude des FC Bayern auf den Start in die neue Champions-League-Saison war nach dem positiven Corona-Test von Serge Gnabry erst einmal verflogen. Zwei Monate nach dem Triumph in der Königsklasse müssen die Münchner vor ihrem Duell am Mittwoch (21 Uhr) gegen Atlético Madrid erst einmal einige Sorgen verarbeiten. 

Denn erst nach weiteren Tests am Mittwochmorgen wird Trainer Hansi Flick wissen, wen er für das Duell einplanen kann. Nur wer negativ getestet ist, kann in den Bus steigen und am Abend in die Allianz Arena fahren. Laut UEFA-Reglement müssen den Münchnern mindestens 13 gesunde Spieler, darunter ein Torhüter, zur Verfügung stehen, um das Spiel stattfinden lassen zu können. Wie der FC Bayern mitteilte, gehe es dem infizierten Gnabry gut und er befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Behörden melden fast 7600 neue Corona-Fälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 7595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand: 21. Oktober, 0 Uhr). Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden (News-Ticker Dienstag, 20. Oktober).

„Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten. Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert“, schrieb das Robert-Koch-Institut in seinem aktuellen Lagebericht. Dazu zählt das RKI unter anderem Abstands- und Hygieneregeln auch im Freien, Lüften von Innenräumen und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Insgesamt haben sich seit Pandemie-Beginn in Deutschland mindestens 380.762 mit Corona infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9875. Das waren 39 mehr als am Vortag. Rund 302.000 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 1,25 (Stand: 20. Oktober; Vortag: 1,35). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 12 bis 13 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,23 (Stand: 20. Oktober; Vortag: 1,25). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

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