News-Ticker zur Corona-Pandemie

7-Tage-Inzidenz im Landkreis Rosenheim steigt unaufhaltsam - Kreis Traunstein reißt Signalwert

Corona-Maske liegt in Fußgängerzone am Boden.
+
Bayern überschreitet kritische Corona-Marke.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr seit knapp neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (20. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 83,4, Landkreis Rosenheim 73,09, Landkreis Traunstein 36,7, Landkreis Berchtesgadener Land 236,0, Landkreis Mühldorf 120, Landkreis Altötting 17,9
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 837, Landkreis Rosenheim 2935, Traunstein 1588, Berchtesgadener Land 769, Mühldorf 836, Altötting 784
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 201, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle: RKI)
  • Mindestens 9836 Todesfälle in Deutschland (2714 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:


Update, 19.45 Uhr - 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Rosenheim steigt weiter

Der 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Rosenheim ist am Dienstag, 20. Oktober, auf 83,4 gesunken (Vortag: 88,1). Der Wert für den Landkreis ist hingegen um zehn auf 73,09 gestiegen (Vortag: 63,9). 

Dem Gesundheitsamt wurden für den Landkreis 30 Neuinfektionen gemeldet, für die Stadt nur zwei. Insgesamt wurden im Landkreis seit Pandemie-Beginn 2935 Personen und in der Stadt 837 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 

Am Dienstag wurde zudem in den Rosenheimer Berufsschulen I und II, in der Franziska-Hager-Mittelschule Prien und im Kindergarten “Stadtmäuse” Rosenheim jeweils eine Person positiv auf auf Sars-CoV-2 getestet. Alle engen Kontaktpersonen wurden laut Landratsamt in Quarantäne gestellt. Um wie viele Betroffene es sich hierbei handelt, wurde nicht kommuniziert. 

Sowohl der Landkreis als auch die Stadt Rosenheim haben nochmals die Maßnahmen verschärft und am Dienstag neue Allgemeinverfügungen veröffentlicht. So muss zum Beispiel ab Mittwoch in der Fußgängerzone Maske getragen werden.

Update, 19.24 Uhr - Vier weitere Fälle im Kreis Altötting

Im Landkreis Altötting sind vier weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dabei handelt es sich laut Landratsamt um eine 50-jährige Person aus Mehring, eine 49-jährige Person aus Neuötting, eine 27-jährige Person aus Burghausen und um eine 62-jährige Person aus Burghausen. Insgesamt zählt das Landratsamt seit Pandemie-Beginn 784 Infektionen im Landkreis.

Update, 19.04 Uhr - Kreis Traunstein reißt Signalwert: Schüler in Grundschule Tacherting und FOS-BOS Traunstein positiv getestet

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Traunstein liegt bei 36,7. Der Signalwert von 35 wurde überschritten. Damit gelten im Landkreis Traunstein gemäß der „Corona-Ampel“ des Freistaats Bayern und der Allgemeinverfügung des Landratsamtes Traunstein ab 21. Oktober (0 Uhr) neue Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

Am Dienstag sind beim Staatlichen Gesundheitsamt Traunstein 12 Neuinfektionen eingegangen. Die Fälle kommen laut Angaben der Behörden aus den Kontaktpersonennachverfolgungen bekannter positiver Fälle sowie aus dem privaten und familiären Umfeld. Es liegen somit insgesamt 1588 bestätigte Fälle - 129 aktive Fälle - vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. 

Als genesen gelten mindestens 1371 Personen. Derzeit werden drei COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt.

In der Grundschule Tacherting wurde eine Schülerin aus dem Landkreis Traunstein positiv getestet. In der betreffenden Klasse der Grundschule wurden hierdurch für insgesamt 21 Schülerinnen und Schüler sowie für zwei Lehrkräfte entsprechende Quarantänemaßnahmen angeordnet. Reihentestungen werden durch das Gesundheitsamt organisiert.

Und auch in der FOS-BOS Traunstein wurde ein Schüler positiv getestet. In der FOS-BOS wurden hierdurch für insgesamt 21 Schülerinnen und Schüler entsprechende Quarantänemaßnahmen angeordnet. Die Schülerinnen und Schüler stammen aus den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land und Rosenheim. Reihentestungen werden durch die jeweiligen Heimatgesundheitsämter durchgeführt.

Update, 17.49 Uhr - Bayern reißt insgesamt die kritische 50-er Marke

In Bayern infizieren sich nachweislich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus - der Freistaat liegt mittlerweile über dem bundesweit vereinbarten Warnwert von 50. Genau 51,72 Infizierte je 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag in Erlangen.

In allen Regierungsbezirken steigen die Zahlen. Oberbayern liegt mit dem sogenannten Inzidenz-Wert von 64 vorne, gefolgt von Schwaben (59,81) und Niederbayern (56,02). Unter der wichtigen 50er-Warnstufe liegen Unterfranken (45,01), die Oberpfalz (38,04), Mittelfranken (37,57) und Oberfranken (24,12).

Spitzenreiter ist weiter der Landkreis Berchtesgadener Land mit 236,01 registrierten Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100 000 Einwohner. Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg folgt mit 123,07, Weiden mit 116,98, Schweinfurt mit 104,82. Für den Landkreis Rottal-Inn wurde ein Wert von 134,15 angegeben, für den Landkreis Mühldorf am Inn 102,7.

Im gesamten Freistaat sind bisher 80 966 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden (Stand: Dienstag, 08.00 Uhr). 2719 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten, sind in Bayern gestorben. Als genesen galten rund 67 380 Menschen.

Update, 15.42 Uhr - 7-Tage-Inzidenz in Kreis Mühldorf steigt auf 120

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 19. Oktober 24 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 20. Oktober 8 Uhr). Davon sind 20 Fälle dem Infektionsgeschehen am Putenschlachthof in Ampfing zuzuordnen.

Die jetzt zu veranlassenden, weitergehenden Maßnahmen werden derzeit mit der Regierung von Oberbayern, dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der betroffenen Firma abgestimmt. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 120. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 144 aktive Fälle, davon werden vier Personen stationär behandelt.

Pressemeldung LRA Mühldorf

Update, 15:22 Uhr - Live: PK in Berchtesgadener Land zu aktueller Lage

Landrat Bernhard Kern, das Staatliche Gesundheitsamt und das Schulamt Berchtesgadener Land informieren in einer Pressekonferenz zur aktuellen Situation. Hier findet Ihr den Live-Ticker von vor Ort.

Update, 15.15 Uhr - Freilassing: Bitte Kinder zu Hause betreuen

Corona hat unseren Landkreis wieder fest im Griff. Für die nächsten zwei Wochen gelten wieder strikte Maßnahmen und Ausgangsbeschränkungen. Auch Schulen und Kindergärten bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Es gilt der dringende Appell der Stadt Freilassing:

Liebe Eltern, bitte versuchen Sie wenn möglich, Ihre Kinder zuhause zu betreuen! Auch wenn es schwierig ist: Nur, wenn wir alle am selben Strang ziehen und die sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken, bekommen wir das Infektionsgeschehen schnell wieder in den Griff.

Die Stadt Freilassing richtet eine Notbetreuung für die Kinder der städtischen Kindertageseinrichtungen und für die Schulen ein. Diese begrenzten Plätze sind für Eltern, die nachweislich keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder zu betreuen.

Kindergarten und Kinderkrippe: Notgruppen in jeder Einrichtung

In jeder städtischen Kindertageseinrichtung sind Notgruppen eingerichtet, sodass die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung betreut werden können. Die Kindergartenleitungen haben die entsprechenden Vorrichtungen bereits getroffen. Die Notwendigkeit der Betreuung muss gegenüber den Kindergartenleitungen begründet werden. Diese begrenzten Plätze sind nur für Eltern, die nachweislich keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder zu betreuen.

Grundschulkinder: Organisation läuft über Schulleitung

Für die Grundschüler wird eine Notbetreuung ermöglicht. Auch hier sind die begrenzten Plätze nur für Eltern, die nachweislich keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder zu betreuen. Die Schulleitung entscheidet über die Betreuung der Kinder. Die Organisation der Betreuung läuft aktuell bereits über die gewohnten Kommunikationsplattformen zwischen Schulleitung und den Eltern. Bitte haben Sie für die getroffenen Regelungen Verständnis und bleiben Sie gesund!

Pressemeldung Stadt Freilassing

Update, 15 Uhr - Abgesagte Events und geschlossene Einrichtungen im BGL

Wegen der enorm hohen Corona-Zahlen trat am Dienstag, 20. Oktober, um 14 Uhr im Landkreis Berchtesgadener Land ein regionaler Lockdown in Kraft. Deswegen müssen in der Region zahlreiche Veranstaltungen abgesagt werden. Eine Liste mit allen abgesagten Events und geschlossenen Einrichtungen findet Ihr hier.

Update, 14.40 Uhr - Huml: „Maßnahmen einschneidend, aber richtig“

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat die Ausgangsbeschränkungen im Kreis Berchtesgadener Land als richtigen Weg bezeichnet: „Schnell steigende Corona-Zahlen ohne offensichtliche klare Infektionsherde erfordern ein schnelles Durchgreifen.“ Die Beschränkungen, die am Dienstag um 14 Uhr in Kraft treten, gelten vorerst für zwei Wochen.

„Die Maßnahmen sind zwar ohne Frage einschneidend“, sagte Huml. Aber angesichts der hohen Infektionszahlen müsse die Notbremse gezogen werden, ließ die Ministerin am Dienstagmorgen dazu mitteilen. Der Landkreis Berchtesgadener Land liegt in Sachen 7-Tage-Inzidenz bundesweit derzeit auf Platz eins.

Update, 14.12 Uhr - Allgemeinverfügung für Berchtesgadener Land gilt seit 14 Uhr

Um der zunehmend eskalierenden Lage im Berchtesgadener Land Herr zu werden, wurde am Dienstag eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese gilt seit 14 Uhr. Darin behandelt werden eine allgemeine Ausgangsbeschränkung, ein Veranstaltungsverbot, Betriebsuntersagungen, Besuchsverbote, Schulen und KiTas, Maskenpflicht, Bußgelder und so weiter. Hier könnt Ihr sie im Wortlaut nachlesen. Schon wenige Minuten nach 14 Uhr fuhren laut Informationen vor Ort erste Polizeifahrzeuge in der Fußgängerzone Streife.

Update, 13.42 Uhr - 40 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit der letzten Meldung 40 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis aufgetreten sind. Davon befanden sich vier Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 769 (Stand: 20. Oktober, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt allerdings aufgrund der Berechnungsgrundlagen auf 236,01. Aktuell gibt es 260 Corona-Infizierte im Landkreis.

Zudem sind nun auch das Wohnstift „Mozart“ Ainring, das Haus Hohenfried in Bayerisch Gmain sowie das Gymnasium Berchtesgaden von Corona-Fällen betroffen. Das Landratsamt sprach in diesem Zusammenhang von „Quarantäne-Maßnahmen mit unterschiedlichem Wirkungsgrad“. In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit neun Corona-Patienten stationär behandelt (niemand auf der Intensivstation).

Update, 13.15 Uhr - Hunderte Feriengäste müssen BGL verlassen

Die strikten Ausgangsbeschränkungen im Landkreis Berchtesgadener Land haben am Dienstag auch hunderte Feriengäste zur Abreise gezwungen. Die Berchtesgadener Land Tourismus schätzte die Zahl der Gäste, die in der Bergidylle rund um Watzmann und Königssee teils die Herbstferien verbringen wollten, auf knapp 2500. Der Sommer sei zwar für manche Beherbergungsbetriebe sogar besser gelaufen als das Vorjahr, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presseagentur (dpa). Aber: „Teilweise sind noch nicht mal die Schäden aus dem Frühjahr kompensiert.“ Der Lockdown hatte damals Hoteliers und Gastgebern schwere Einbußen gebracht.

Für die nächste Zeit gebe es nicht viele Stornierungen - denn die meisten Gäste hätten sich ohnehin mit langfristigen Planungen zurückgehalten. Wie sich die hohen Zahlen und die Ausgangsbeschränkungen dauerhaft auswirkten, hänge nicht zuletzt davon ab, „wie lange das dauert und wie groß der Imageschaden ist.

„Rückreisewelle“ in Bischofswiesen am Dienstag, 20. Oktober.

Update, 13.07 Uhr - Herrmann: „Corona-Lage stark besorgniserregend“

Die bayerische Staatsregierung hat sich am Vormittag bei ihrer Kabinettssitzung neben der Hochschulreform erneut mit der Corona-Pandemie beschäftigt. Die Lage im Freistaat Bayern sei „stark besorgniserregend“. Insgesamt seien in den letzten 24 Stunden im Freistaat 1166 neue Corona-Fälle und sieben weitere Todesfälle registriert worden, sagte der Leiter der Staatskanzlei, Florian Herrmann.

Die Entscheidungen, die im Landkreis Berchtesgadener Land wegen der hohen 7-Tage-Inzidenz von den lokalen Behörden gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und der Regierung von Oberbayern getroffen worden seien, würden von der Staatsregierung ausdrücklich begrüßt. Wegen der sehr hohen Zahlen hätte man hier ein deutliches Zeichen setzen müssen. Die Maßnahmen hält Herrmann deswegen für „richtig und zielführend“. Weiterführende Informationen zum Lockdown im Berchtesgadener Land soll es dann am Nachmittag um 15 Uhr bei einer weiteren Pressekonferenz in Bad Reichenhall geben.

Pressekonferenz der Staatsregierung:

Update, 11.57 Uhr - Shopping-Tage in Bad Reichenhall abgesagt

Die Shopping-Tage in Bad Reichenhall unter dem Motto „Einkaufen.Genießen.Gewinnen“ wurden jetzt abgesagt. Die vom 26. bis 31. Oktober 2020 geplante Einkaufswoche mit Service-Extras kann aufgrund der derzeit geltenden strengen Corona-Beschränkungen nicht stattfinden. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – das Stadtmarketing wird die Woche sicher nachholen“, hieß es dazu in einer Pressemitteilung der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH.

Auch das Schwimmbad „Rupertustherme“ in Bad Reichenhall wird bis auf weiteres geschlossen. Dies teilte der Betreiber auf Facebook mit.

Update, 11.28 Uhr - Allgemeinverfügung soll in Kürze veröffentlicht werden

Der „Lockdown“ im Berchtesgadener Land wird um 14 Uhr in Kraft treten. BGLand24.de hat im Laufe des Vormittags verschiedene Anfragen bezüglich der neuen Allgemeinverfügung erhalten. Laut Landratsamt Berchtesgadener Land soll diese in Kürze - nach Abnahme durch das bayerische Gesundheitsministerium - im Wortlaut veröffentlicht werden.

Update, 11.24 Uhr - Shisha-Bar in Freilassing wehrt sich gegen Vorwürfe

Am Montag gab es Gerüchte, wonach eine „Party“ der Auslöser für die außer Kontrolle geratenen Corona-Zahlen im Landkreis Berchtesgadener Land gewesen sein könnte. Auch Ministerpräsident Markus Söder hatte das Wort „Party“ in diesem Zusammenhang in den Mund genommen. Welche Veranstaltung genau gemeint war, blieb jedoch offen. Schnell wurde im Anschluss jedoch von einer Shisha-Bar in Freilassing gesprochen, deren Betreiber sich nun ausdrücklich gegen die Vorwürfe zur Wehr setzt und den Schilderungen der Polizei widerspricht.

„Wir halten uns an das Hygienekonzept und haben sogar gratis Masken ausgegeben. Außerdem haben wir die Gästelisten sehr wohl, wurden aber gar nicht danach gefragt. Durch die Liste wissen wir auch, dass 90 Prozent unserer Gäste aus Salzburg kommen. (...) In ganz Freilassing wird davon geredet, dass es eine Halligalli-Party war und wegen uns die Kinder bald nicht mehr in die Schule gehen können. Und das stimmt einfach nicht“, sagte der 30-Jährige jetzt gegenüber der Passauer Neuen Presse (PNP).

Update, 10.29 Uhr - Söder: „Anders geht es nicht“ - PK um 13 Uhr

Am Vormittag befasst sich die Staatsregierung bei ihrer nächsten Kabinettssitzung erneut mit der angespannten Corona-Situation in Bayern. Insgesamt wurden kritische Corona-Werte zuletzt in mehr als der Hälfte des Freistaats überschritten. 57 Landkreise und kreisfreie Städte lagen über der Marke von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, 29 davon sogar über der 50er-Marke (Stand: 19. Oktober).

Deutschlandweit Spitzenreiter war am Montag der Landkreis Berchtesgadener Land, der eine 7-Tage-Inzidenz von über 252 aufwies. Deswegen hatte Ministerpräsident Söder (CSU) bereits am Montag massive Einschränkungen angekündigt und dabei auch von einem „Lockdown“ gesprochen. „Anders geht es nicht. (...) Die Kontakte der Infizierten könnten dort nicht mehr verfolgt werden. Also müssen Kontakte fundamental beschränkt werden“, sagte der CSU-Chef. 

Nach der Kabinettssitzung soll es um 13 Uhr wieder eine Pressekonferenz geben. rosenheim24.de berichtet natürlich wieder live!

Update, 9.28 Uhr - Dehoga befürchtet „verheerende Auswirkungen“ für BGL

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) befürchtet nach der Verhängung eines erneuten Lockdowns folgenschwere Konsequenzen für den Tourismus im Berchtesgadener Land. „Dieser erneute Zusammenbruch der Tourismusbranche wird verheerende Auswirkungen auf die gastronomische Infrastruktur des Landkreises Berchtesgadener Land haben. Viele Betriebe haben trotz des einigermaßen guten Sommers keine Substanz für eine weitere wochenlange Schließung. Ich verstehe nicht, dass für Übernachtungsbetriebe, die sehr gut mit den Sicherheitsmaßnahmen umgehen und die Infektionsgefahr eindämmen, erneut die Schließung vorgeschrieben wird. Das grenzt an staatliche Willkür“, kritisierte der Vorsitzende der Kreisstelle Berchtesgadener Land, Johannes W. Hofmann, die Maßnahmen scharf.

Hofmann sprach zugleich davon, dass er persönlich zutiefst von der Eigenmächtigkeit der politisch Verantwortlichen enttäuscht sei: „Es sollte den Entscheidungsträgern bewusst sein, dass sie anhand des Umgangs mit den Bürgern dieses Landes einen riesigen Vertrauensverlust provozieren.

Update, 9.02 Uhr - Am Nachmittag erneut PK im Berchtesgadener Land

Wegen der hohen Corona-Zahlen im Landkreis Berchtesgadener Land hat das Landratsamt für den Nachmittag zu einem weiteren Pressegespräch eingeladen. Ab 15 Uhr wollen Landrat Bernhard Kern (CSU) und Vertreter des Staatlichen Gesundheits- und des Schulamtes über die aktuelle Situation und die Anpassungen der Allgemeinverfügung informieren.

BGLand24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich live!

Update, 8.10 Uhr - „Maskenverweigerer“ zwischen Traunstein und Freilassing

Bereits am vergangenen Donnerstag, 15. Oktober, waren einige sogenannte „Maskenverweigerer“ in Zügen auf der Strecke Traunstein - Freilassing anzutreffen. Wie die Beamten des Einsatzzuges Traunstein (OED Traunstein) mitteilten, gab es in verschiedenen Zügen insgesamt sechs Anzeigen gegen Personen, die während der Fahrt nicht wie vorgeschrieben einen Mund-Nasen-Schutz trugen. Jeden der sechs Passagiere erwartet nur ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro.

Update, 7.19 Uhr - Landkreis Traunstein überschreitet Frühwarnwert

7-Tage-Inzidenz in der Region (20. Oktober).

Laut den neuesten Daten des Robert-Koch-Institutes (Stand: 20. Oktober, 0 Uhr) hat nun auch der Landkreis Traunstein den Frühwarnwert von 35 Neu-Infektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Die 7-Tage-Inzidenz lag dort bei 36,7. Laut den Beschlüssen beim Bund-Länder-Gipfel letzte Woche müssten im Landkreis nun eigentlich die Maskenpflicht auf öffentliche Plätze ausgeweitet und private Feiern im öffentlichen und privaten Raum auf zehn Personen begrenzt werden. Eine offizielle Stellungnahme hierzu liegt bislang nicht vor.

Auch im Landkreis Rosenheim stieg die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um zehn Prozentpunkte deutlich. Der Landkreis weist nun einen Wert von 73,9 auf. Laut RKI-Daten wurde außerdem ein weiterer Todesfall gemeldet (jetzt 201). Auch im Bereich der Stadt Rosenheim gab es über das Wochenende einen weiteren Todesfall (laut RKI jetzt 23 Tote). Für den Landkreis Rosenheim gilt seit Überschreiten der 50er-Marke bereits eine verschärfte Allgemeinverfügung.

Update, 6.41 Uhr - Diese Regeln gelten ab 14 Uhr im Berchtesgadener Land

Am Dienstagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) eine leicht gesunkene 7-Tage-Inzidenz für den deutschlandweit größten Corona-Hotspot, den Landkreis Berchtesgadener Land. Dort sank der Wert auf 236,0. Dennoch treten am Dienstag, 20. Oktober, um 14 Uhr umfangreiche Corona-Maßnahmen in Kraft, die am Montagabend unter anderem von Landrat Bernhard Kern (CSU) und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) auf einer Pressekonferenz vorgestellt wurden. Ministerpräsident Söder (CSU) hatte zuvor sogar das Wort „Lockdown“ benutzt.

Die wichtigsten Regelungen im BGL im Überblick:

  • Öffentliches Leben wird heruntergefahren (regionaler Lockdown), Kontakte sollen vermieden werden
  • Menschen dürfen die eigene Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen (Arbeit, Einkaufen)
  • Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten werden geschlossen
  • Auch Beherbungsbetriebe (Hotels, Gaststätten) müssen schließen. Lokale dürfen Essen nur noch „To Go“ verkaufen
  • Besuchsverbot in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Altenheimen
  • Maskenpflicht im öffentlichen Raum wird ausgeweitet - an folgenden Orten: Freilassing, Bad Reichenhall und Berchtesgaden in den Fußgängerzonen und in der Seestraße in Schönau/Königssee von Parkplatz bis Seelände (jeweils von 6 Uhr bis 23 Uhr)
  • Freizeiteinrichtungen schließen ebenfalls, Veranstaltungen (außer Gottesdiensten) sind untersagt
  • Regelungen gelten vorerst für zwei Wochen

Fast 6700 neue Corona-Fälle in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) jetzt 6868 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand: 20. Oktober, 0 Uhr). Der Wert liegt damit deutlich über den 4122 gemeldeten Fällen vom Dienstag vergangener Woche (News-Ticker Montag, 19. Oktober). Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 373.167 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9836. Das waren 47 mehr als am Vortag. Rund 298.300 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht bei 1,35 (Stand: 19. Oktober; Vortag: 1,44). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 13 bis 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,25 (Vortag: 1,35). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

Kommentare