News-Ticker zur Corona-Pandemie

Vier neue Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn - keine Neuinfektionen in Traunstein

Ein Corona-Patient wird in einer Klinik behandelt
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Symbolbild: Behandlung eines Corona-Patienten in einer Klinik

Oberbayern/Welt - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sechs Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (31. Juli) im News-Ticker:

  • Infizierte Personen: Rosenheim 2865, Traunstein 1316, Berchtesgadener Land 355, Mühldorf 515, Altötting 620
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9141 Todesopfer in Deutschland (2622 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Update, 21.44 Uhr - Vier neue Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn - keine Neuinfektionen in Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 24. Juli vier neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 31. Juli Uhr).


Dabei handelt es sich um einen Erwachsenen in der Altersgruppe über 60 Jahre und drei Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 515 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 483 wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 3,5. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 5 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit drei aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei 1,13.

Am Freitag sind beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1316 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1225 Personen (zwei mehr als gestern).

Update, 17.00 Uhr - Kampf gegen Corona: In Zukunft bis zu 4.000 Testungen täglich an bayerischen Universitätsklinika möglich

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Die bayerischen Universitätsklinika in Augsburg, Erlangen, München, Regensburg und Würzburg stocken ihre Kapazitäten für COVID19-Tests weiter auf: Zeitnah sollen täglich bis zu 4.500 Testungen möglich sein. Die Planungen laufen, die Voraussetzungen werden geschaffen. Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte heute in München: „Mit der massiven Erhöhung der Testkapazitäten helfen unsere Universitätsklinika maßgeblich mit, Infektionen schnell zu erkennen und Ansteckungen zu vermeiden. Gerade für das Personal in unseren Universitätsklinika und Krankenhäusern ist es höchst relevant, sich schnell und unkompliziert testen zu lassen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen tagtäglich an vorderster Front und tun ihr Möglichstes, dass Erkrankte wieder gesund werden können. Ich sehe es daher als unsere Verantwortung an, sie besonders zu schützen. Tests sind dabei enorm wichtig.“ Mit der Ausweitung der Testungen bis zum Herbst bewiesen die Universitätsklinika einmal mehr, dass sie als Krankenhäuser der höchsten Versorgungsstufe bei der Bekämpfung des neuartigen COVID19-Virus eine herausragende Bedeutung haben, so Sibler. „Sowohl in der Forschung als auch in der Versorgung sind sie die Speerspitze im Kampf gegen Corona.“

Corona: Testen, behandeln, forschen

Die bayerischen Universitätsklinika setzen alles daran, um der Corona-Pandemie zu begegnen: Seit dem Frühjahr haben sie ihre Testkapazitäten kontinuierlich erhöht. Sie werden überwiegend für die Testung des Personals der Universitätsklinika sowie von Krankenhäusern eingesetzt. Unmittelbar nach Ausbruch der Pandemie hatte der Freistaat zudem die Universitätsklinika angewiesen, die Kapazitäten für die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu erhöhen.

Die Universitätsklinika und das Deutsche Herzzentrum hatten das umgehend umgesetzt. Staatsregierung und Universitätsklinika stehen darüber hinaus in täglichem Austausch, etwa zur Zahl der verfügbaren Betten. „Ich bin sehr dankbar, dass unsere Medizinerinnen und Mediziner und das gesamte Personal in den Kliniken alles tun, um diese herausfordernde Situation zu bewältigen“, so der Minister.

Darüber hinaus führen die Universitätsklinika und die Medizinischen Fakultäten Studien etwa zur Ansteckungsgefahr durch SARS-CoV-2 bei Kindern, zur Ausbreitung des Virus in bestimmten Regionen oder zu Therapiemöglichkeiten durch und sind damit entscheidende wissenschaftliche Begleiter der Corona-Pandemie.

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst

Update, 15.12 Uhr - Abi-Fahrt als Grund für zwei neue Corona-Fälle im Kreis Altötting?

In Garching gibt es zwei neue Positiv-Fälle des neuartigen Corona-Virus. Wie die PnP berichtet, waren die Abiturientin und der Abiturient auf einer selbst organisierten kleinen Abifahrt, welche nach Novalja ging. Die Stadt auf der kroatischen Insel Pag ist ein beliebtes Ziel für Abiturienten.

Vom Gesundheitsamt wurden bisher 15 Kontaktpersonen mit engem Kontakt zu den Infizierte ermittelt. Ihre Testergebnisse stehen noch aus. Die beiden betroffenen Abiturienten meldeten sich nach der Abi-Fahrt freiwillig zum Testen bei ihren Hausärzten.

Update, 13.45 Uhr - Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinde

Es sind so viele Neu-Infektionen mit dem Coronavirus in Stadt und Kreis Rosenheim wie seit Mitte Mai nicht mehr. 21 neue Coronavirus-Fälle meldet das Rosenheimer Gesundheitsamt in ihrem wöchentlichen Coronabericht. Die meisten Fälle pro Einwohner hat eine Gemeinde im östlichen Landkreis.

Die aktuellen Gemeindezahlen findet Ihr hier.

Update, 13.08 Uhr - Kein neuer Corona-Fall im Berchtesgadener Land 

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern keinen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt somit bei 355 (Meldestand: 31.07.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 6,6.
 

Von den insgesamt 355 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind mittlerweile 317 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (1 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Aktuell befinden sich noch 13 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (1 weniger im Vergleich zum Vortag).
 

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich noch 13 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (33 weniger im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 1.032 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (38 mehr im Vergleich zu gestern). Allerdings sind seit gestern fünf neue direkte Kontaktpersonen ermittelt worden. In den Kliniken im Berchtesgadener Land wird nur noch ein Covid-19-Patient stationär behandelt. 

Update, 12.22 Uhr - Bayern führt Maskenpflicht an Schulen ein

Für das neue Schuljahr führt Bayern eine Maskenpflicht an Schulen ein. Sie werde bis zum Platz im Klassenzimmer gelten - auch in Grundschulen, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Bisher habe nur ein entsprechendes Gebot bestanden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional auch eine Maskenpflicht im Unterricht möglich.

Die Maskenplicht ist Teil eines Vier-Stufen-Systems, das der Freistaat zum Schulstart im September einführen wird. Es richtet sich nach dem Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen. Ziel nach den Sommerferien sei der Regelbetrieb unter besonderen Hygienebedingungen, sagte Piazolo. Die Schulen starten am 8. September.

Bei hohen Infektionszahlen in einer Region könne in den dortigen Schulen auch eine Rückkehr zum Distanzunterricht von zu Hause aus nötig sein - die vierte Stufe. In den Stufen zwei und drei des Systems werden schrittweise zuerst eine Maskenpflicht im Unterricht und dann auch wieder verschärfte Mindestabstände gelten.

Bis mindestens Ende Januar 2021 seien mehrtägige Klassenfahrten untersagt. Für alle Lehrkräfte werde zudem das Angebot einer freiwilligen Reihentestung bestehen. Eine Pflicht dazu wird aber laut Piazolo nicht eingeführt.

Update, 12.15 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Rosenheim

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 23.07.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 21 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Die tägliche Zahl der Neuerkrankten schwankte dabei zwischen null und sieben Fällen, so das Rosenheimer Landratsamt in dem wöchtlichen Coronabericht. Zu einem großen Teil handelte es sich dabei um familiäre Häufungen. Bisher sind insgesamt 2865 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2326, Stadt: 538).

Mittlerweile wurde bei mindestens 2614 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 151 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Aktuell werden in Stadt und Landkreis Rosenheim drei COVID-19-Patienten stationär behandelt. 

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 31.07.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 11,05, für den Landkreis Rosenheim bei 4,98.

Update, 11.35 Uhr - Erstmals Urlauber auf Mallorca wegen Corona-Infektion in Quarantäne

Erstmals seit der Wiedereröffnung der Balearen-Inseln mit Mallorca für den internationalen Tourismus sind Urlauber nach Behördenangaben positiv auf das Coronavirus getestet und in Quarantäne geschickt worden. Über die Herkunft oder die Nationalität der Betroffenen teilte die regionale Gesundheitsbehörde am Freitag auf Anfrage zunächst nichts weiter mit. Die Zeitung „Diario de Mallorca“ schrieb, es handele sich insgesamt um zehn Urlauber mit nur leichten oder gar keinen Krankheitssymptomen. Die Gesundheitsbehörde bestätigte die von der Zeitung genannte Zahl zunächst nicht. Bei einigen der in einem Hotel untergebrachten Menschen könne es sich auch um Familienangehörige handeln, die nicht infiziert seien.

Die Urlauber seien in dem von der Regionalregierung eigens für Quarantäne-Maßnahmen angemieteten Hotel Morlans Garden in der Stadt Peguera knapp 25 Kilometer westlich von Palma de Mallorca untergebracht worden. Die Regionalregierung übernehme alle Kosten für Unterbringung und Verpflegung, aber nicht möglicherweise anfallende Kosten für eine medizinische Behandlung.

Update, 11.20 Uhr - Drei spanische Regionen nun auf Liste der Corona-Risikogebiete

Die spanischen Urlaubs-Regionen Aragón, Katalonien und Navarra gelten für das Corona-Krisenmanagement in Deutschland nun auch als Risikogebiete. Das geht aus einer Aktualisierung der entsprechenden Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitag hervor. In den drei Gebieten in Spanien wurde laut Bundesgesundheitsministerium die Schwelle von mehr als 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. In der EU steht bisher schon Luxemburg auf der Liste, die auch für deutsche Touristen wichtig ist.

Für Reiserückkehrer aus offiziell eingestuften Risikogebieten soll in der kommenden Woche eine Corona-Testpflicht kommen - über freiwillige Tests hinaus, die für alle Einreisenden aus dem Ausland kostenfrei möglich sein sollen. Wegen des starken Anstiegs der Infektionen rät das Auswärtige Amt (AA) bereits seit Dienstag von touristischen Reisen in die drei spanischen Regionen ab. Das erfolgte unabhängig von der RKI-Bewertung.

Von einer formellen Reisewarnung für die drei Gebiete hat das Ministerium bisher abgesehen. Das kann sich aber noch ändern. Auf der Internetseite des AA heißt es dazu: „Überschreitet ein Land die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen, können Reisewarnungen wieder ausgesprochen werden.“ Das trifft laut RKI jetzt für die drei spanischen Regionen zu. Eine Reisewarnung würde Urlaubern die kostenlose Stornierung von Buchungen ermöglichen. Das Abraten von Reisen ist quasi eine Alarmstufe darunter.

Update, 10.16 Uhr - Fallzahlen bleiben hoch: 870 neue Corona-Infektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 870 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit bleiben die täglichen Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 208.698 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 31.7., 0.00 Uhr).

Am Donnerstag hatte die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bei 902 gelegen und einen neuen Höchststand für Juli markiert. Aufgrund der steigenden Fallzahlen fürchtet das RKI eine Trendumkehr in Deutschland. Grund dafür sei Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9141. Bis Donnerstagmorgen hatten 191.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Aufgrund einer technischen Störung lagen am Freitagmorgen zunächst keine aktualisierten Zahlen vor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 30.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,02 (Vortag: 1,14). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 30.7., 0.00 Uhr, bei 1,17 (Vortag: 1,13). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update, 9.32 Uhr - Seehofer: EU soll Einreiseregeln für unverheiratete Paare lockern

Bundesinnenminister Horst Seehofer will sich bei der EU-Kommission für Lockerungen von coronabedingten Einreiseverboten für unverheiratete Paare einsetzen. „Ich bin dafür und setze mich dafür ein, dass wir die Einreiseverbote für unverheiratete Paare zeitnah lockern“, sagte der CSU-Politiker der „Passauer Neuen Presse“ (Freitag). „Aber das sollte europaweit geschehen und dafür ist in erster Linie die Europäische Kommission zuständig.“ Man solle das in den nächsten Wochen auf europäischer Ebene lösen, damit die Mitgliedstaaten es nicht national regeln müssten.

Viele unverheiratete Paare aus unterschiedlichen Staaten können sich wegen der Corona-Beschränkungen seit Monaten nicht sehen. Auch die SPD-Bundestagsfraktion hatte sich deshalb in dieser Woche an Seehofer gewandt.

Update, 8.17 Uhr - Rosenheimer Gesundheitsamt sucht Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Viele beliebte Urlaubsziele der Deutschen stehen in der Liste der Corona-Virus-Risikogebiete des Robert Koch-Instituts. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim fordert die Reisenden auf, diese Liste zu beachten. In einem Merkblatt weist die Gesundheitsbehörde zudem auf die Regelungen der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung hin. 

Sie regelt unter anderem, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten für 14 Tage in häusliche Quarantäne müssen. Dieser Zeitraum lässt sich verkürzen, zum Beispiel wenn sich Urlauber in den letzten 48 Stunden vor der Rückkehr noch im Urlaubsland oder unmittelbar nach der Einreise am Grenzübergang, am Flughafen oder beim Hausarzt testen lassen. Die häusliche Quarantäne ist dann nur bis zum Vorliegen eines negativen Ergebnisses notwendig. 

Die Rosenheimer Gesundheitsbehörde fordert alle Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Rosenheim auf, sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet umgehend per E-Mail unter gesundheitsamt@lra-rosenheim.de zu melden. Um mögliche Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können, ist dem Gesundheitsamt die telefonische Erreichbarkeit besonders wichtig. 

Zu den Risikogebieten gehören derzeit etliche europäische Staaten wie Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo oder Serbien. Darüber hinaus listet das Robert Koch-Institut auch zahlreiche beliebte Reiseländer auf wie Ägypten, Türkei oder USA auf. Das Merkblatt zu den Regelungen der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung ist auf der Startseite von www.landkreis-rosenheim.de im Aushang „COVID-19“ zu finden. 

Update, 7.31 Uhr - Deutsche wollen härtere Strafen bei Verstößen     

Rund zwei der Drittel der Bundesbürger (65 Prozent) befürworten einer Umfrage zufolge härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. 32 Prozent seien dagegen, zum Beispiel Verstöße gegen die Maskenpflicht oder das Nicht-Einhalten bestehender Abstandsregeln härter zu bestrafen, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für das Nachrichtenmagazin „Focus“ ergab. 3 Prozent enthielten sich.

Vor allem Anhänger der Union sind für eine Strafverschärfung (78 Prozent), dahinter folgen Sympathisanten der SPD (74 Prozent), der Grünen (64 Prozent) und der FDP (63 Prozent). Bei den Linken-Anhängern plädierten nur 38 Prozent der Menschen für eine Strafverschärfung, bei der AfD sind es 27 Prozent.

Innenminister Herrmann gegen Corona-Tests unter Zwang

Verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer sollten nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) keinesfalls mit Gewalt durchgesetzt werden. „Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ist hier in jedem Fall zu beachten“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). „Eine Testung mittels körperlichen Zwangs dürfte nach unserer Auffassung nicht verhältnismäßig sein und kommt daher für uns grundsätzlich nicht infrage.“

Welche weiteren Maßnahmen gegen Menschen möglich wären, die sich einem Test verweigerten, könne erst nach Vorliegen der Anordnung des Bundesgesundheitsministeriums entschieden werden. Der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, hatte zuvor gesagt: „Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang.“ Die Entscheidung müsse aber auf Landesebene getroffen werden.

Speziell für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten mit hohen Corona-Fallzahlen soll eine Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland kommen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Anordnung dafür angekündigt, die in der nächsten Woche in Kraft treten soll. Die Kosten für die kostenlosen Tests soll voraussichtlich der Staat tragen. Der Bund soll dafür den Zuschuss an die gesetzliche Krankenversicherung erhöhen.

mh/dpa

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