News-Ticker zur Corona-Pandemie

Unternehmen aus Neuss darf Corona-Impfstoff an Menschen testen

Impfstoff wird vorbereitet.
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Bei dem Impfstoff wird ein abgeschwächtes Virus benutzt.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (8. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3082, Traunstein 1407, Berchtesgadener Land 397, Mühldorf 618, Altötting 733
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9329 Todesfälle in Deutschland (2642 in Bayern)
  • Neue Testzentren in Rosenheim, Mühldorf und Bayerisch Gmain ab 1. September
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:


Hier geht‘s zum anschließenden Ticker vom Mittwoch.

Update, 20.30 Uhr - Unternehmen aus Neuss darf Corona-Impfstoff an Menschen testen

Im Kampf gegen das Coronavirus darf der Arzneimittelentwickler Janssen aus Neuss bei Düsseldorf einen möglichen Impfstoff in Deutschland am Menschen testen. Die klinische Prüfung sei genehmigt worden, teilte das Paul-Ehrlich-Institut am Dienstag mit. Bei der Phase-II-Studie solle an einer größeren Zahl von Probanden untersucht werden, ob der Impfstoff wirksam, sicher und verträglich ist.

Bei dem Impfstoffkandidaten von Janssen handele es sich um einen Vektor-Impfstoff, bei dem ein abgeschwächtes Virus genutzt werde, damit der Körper eine Immunantwort auf das Virus Sars-CoV-2 produziere, teilte das Paul-Ehrlich-Institut mit. Weltweit laufen inzwischen Dutzende klinische Studien zu Corona-Impfstoff-Kandidaten.

Update, 19.45 Uhr - Antisemitische Vorfälle bei 48 Corona-Demos in Bayern

Bei Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen ist es in Bayern zu etlichen antisemitischen Vorfällen gekommen. Allein von Ende April bis Ende Juli hat es bei 48 solcher Kundgebungen und Demonstrationen antisemitische Äußerungen gegeben, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) hervorgeht. Demnach hefteten sich Teilnehmer gelbe Sterne mit Aufschriften wie «nicht geimpft» an oder behaupteten, ein Immunitätsausweis wäre der «Judenstern 2.0».

Unabhängig von den Versammlungen hatten in demselben Zeitraum elf antisemitische Vorfälle in Bayern einen Bezug zur Corona-Krise, wie in dem Bericht weiter ausgeführt wird. Ein jüdischer Spaziergänger sei beispielsweise beschimpft worden, «die Juden» seien für das Coronavirus verantwortlich. Außerdem seien Aufkleber verbreitet worden, auf dem der Virologe Christian Drosten mit dem nationalsozialistischen Arzt und Kriegsverbrecher Josef Mengele gleichgesetzt wurde.

Bundesweit kam es laut Bericht von Mitte März bis Mitte Juni bei 123 Corona-Demonstrationen zu antisemitischen Vorfällen. Der RIAS-Bundesverband erfasst antisemitische Vorfälle mittels eines Online-Melderegisters. Er wurde 2018 in Berlin gegründet. Die Meldestelle geht davon aus, dass es gerade in Bezug auf Antisemitismus bei Protesten eine hohe Dunkelziffer geben dürfte.

Update, 18.26 Uhr - Die aktuellen Zahlen für die Landkreise Altötting und Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 7. September, drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 08. September 2020, 8 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 28,5. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 29 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Aus dem Landkreis Altötting werden zwei Neuerkrankungen gemeldet. Wie das Landratsamt mitteilt, handelt es sich dabei um eine 38-jährige Person aus Burghausen sowie eine 33-jährige Person aus Altötting. Bei beiden Personen handelt es sich um Reiserückkehrer.

Update, 16.10 Uhr - NRW-Oberverwaltungsgericht kippt Sexverbot in Bordellen

Bordellbetreiber und Prostituierte können ihre Dienstleistungen in der Corona-Krise vorläufig wieder anbieten. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschieden. Die vom Land erlassene Coronaschutzverordnung ist damit im Bezug auf das Verbot von sexuellen Dienstleistungen in und außerhalb von Prostitutionsstätten und Bordellen außer Vollzug gesetzt. 

Die vollständige Untersagung aller sexuellen Dienstleistungen sei derzeit nicht mehr verhältnismäßig, heißt es in der Begründung des OVG. Geklagt hatte der Betreiber eines Erotik-Massagestudios aus Köln. 

Das Land habe mittlerweile weitgehende Lockerungen in nahezu allen gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen zugelassen. Aus diesem Grund sei nicht ersichtlich, warum dies nicht auch für sexuelle Dienstleistungen gelten solle. Ähnlich wie beim Sex werde auch beim Sport oder im Fitnessstudio heftig geatmet und vermehrt virushaltiges Aerosol verteilt. Auch sei nicht ersichtlich, warum die Gefahr bei sexuellen Dienstleistungen höher als bei privaten Feiern mit bis zu 150 Personen sein soll.

Update, 15.38 Uhr - Neuer Corona-Fall in Berchtesgadener Land kam aus Risikogebiet

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Montag zwei weitere bestätigte Corona-Fälle im Landkreis gibt. Bei einer Person handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 397. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 4,7.

Von den insgesamt 397 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten Fällen sind 366 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es sechs SARS-CoV-2-Infizierte (2 mehr im Vergleich zum Vortag).

Aktuell befinden sich 24 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Insgesamt 1.095 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

Update, 15 Uhr - 40 aktive Corona-Fälle im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 40 aktive Corona-Fälle vor. 

Seit dem 7. September sind beim Staatlichen Gesundheitsamt zwei Neuinfektionen eingegangen. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in einem Fall um eine Reiserückkehrerin - aus keinem Risikogebiet.

Es liegen somit insgesamt 1407 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1279 Personen (zwei mehr im Vergleich zum Vortag). Derzeit wird ein COVID-19-Patient im Klinikum Traunstein auf Normalstation behandelt.

Update, 13.40 Uhr - Altersgruppe von 15 bis 34 derzeit besonders stark betroffen

Auch Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betonte noch einmal, wie wichtig es war und ist, die zahlreichen Reiserückkehrer umfangreich zu testen. Denn den neuesten Zahlen zufolge ist es vor allem die Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen gewesen, die besonders hohe Infektionszahlen verzeichnet hätte. Huml begründete dies mit hoher Reisetätigkeit und „ausschweifendem Freizeitverhalten“.

Auch für die Schulen sei zum Start ein gutes Angebot entwickelt worden, um allen Beteiligten die bestmögliche Sicherheit zu bieten. Bislang hätten sich rund 55 Prozent aller Lehrer in Bayern sowie 60 Prozent des nicht lehrenden Personals für einen freiwilligen Test zum Schulstart entschieden. Zudem skizzierte Huml noch einmal die Verbesserungen an der Corona-Teststrategie, die nach den zahlreichen Pannen seitens der Staatsregierung vorgenommen worden seien.

Update, 13.26 Uhr - Testzentren an Autobahnen schließen zum 30.9.

Joachim Herrmann, Staatsminister des Inneren, Sport und Ernährung teilte mit, dass die Testzentren an Autobahnen und an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg bis zum 30. September geschlossen werden sollen. Die freiwerdenden Testkapazitäten sollen nach dem Kabinettsbeschluss vom Dienstag punktuell für Testzentren in Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung stehen. Die Teststationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen hingegen bleiben.

Pressekonferenz der Staatsregierung:

Update, 13.18 Uhr - Diskos bleiben zu - Söder: „Infektionsbomben“

Auch bezüglich der Gastronomie gibt es Neuigkeiten. Reine Schankwirtschaften, also Bars und Kneipen, dürfen nun analog zu den Regeln für die Speisegastronomie wieder öffnen. Diskos und Clubs bleiben hingegen weiter geschlossen. „Das könnten Infektionsbomben werden“, sagte Söder. Hier seien „Vorsicht und Vernunft besonders schwer umzusetzen“.

Zudem bekommen die lokalen Behörden neuen Handlungsspielraum. An lokalen „Hotspots“, also an zum Beispiel an Orten, die den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschreiten, könnten die Gesundheitsämter zum Beispiel abendliche Alkoholverbote verhängen. „Es wäre naiv zu glauben, dass Corona vorbei ist“, machte Söder abschließend deutlich.

Update, 13.12 Uhr - Amateurfußball ab 19. September wieder erlaubt

Wie kann das gesellschaftliche Leben in Bayern in den nächsten Wochen und Monaten weitergehen? Auch darüber hat sich die Staatsregierung Gedanken gemacht. Es sei ein „schwieriger Balance-Akt“, sagte der Ministerpräsident. Wichtig sei es, Maßnahmen gezielt lokal einzusetzen (z.B. an Hotspots). In den nächsten zehn Tagen sollen die Infektionszahlen weiter gesenkt werden.

Im Bereich Sport und Kultur hätten sich die bisherigen Entscheidungen bewährt. Deswegen könne die Staatsregierung jetzt den nächsten Schritt einleiten. Amateursport wird demnach ab 19. September wieder zugelassen - es gelten ab diesem Zeitpunkt die gleichen Regeln wie bislang im Kulturbereich. Das bedeutet: Auch Amateurfußball ist ab diesem Zeitpunkt wieder erlaubt! Bis zu 400 Zuschauer sind dann wieder erlaubt. „Wo es ein hohes Infektionsgeschehen herrscht, kann es zu Einschränkungen kommen. Und wo kein Abstand möglich ist, muss die Maske her. Aber gerade am Fußballplatz gehen wir davon aus, dass dies nicht nötig sein wird“, sagte Söder dazu.

Update, 13.08 Uhr - Söder verteidigt bayerische Test-Strategie

Söder verteidigte außerdem die (kostenlose) Corona-Test-Strategie des Freistaats an Autobahn-Raststätten, Bahnhöfen und Flughäfen vehement. „Die bisherige Teststrategie war bislang ein guter Service für die bayerischen Bürger“, so Söder. Insgesamt 1,5 Prozent aller durchgeführten Tests (rund 6000) seien positiv gewesen. „Ohne dieses ganze Maßnahmenpaket hätte ein neuer Hotspot entstehen können“, sagte der Ministerpräsident.

Als nächster Schritt in dem Konzept sollen die sogenannten „Reisezentren“ - abgesehen von den Flughäfen - in den nächsten Wochen sukzessive auf die kommunalen Testzentren verlagert werden. Weiterhin soll gezielt getestet werden. Wichtig war Söder außerdem zu betonen, dass die Corona-Tests für bayerische Bürger weiterhin kostenlos sind.

Update, 13.03 Uhr - Söder: „Urlaub hat sich als Risiko herausgestellt“

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fasste die Ergebnisse der Kabinettssitzung zusammen. Als wichtigstes Thema stand natürlich wieder die Bekämpfung der Corona-Pandemie auf der Tagesordnung. „Der Urlaub hat sich dabei als das Risiko herausgestellt, das wir befürchtet haben“, so Söder. Reiserückkehrer und Urlauber hätten für einen „Rückschlag beim Infektionsgeschehen“ gesorgt. Deswegen gelte es jetzt umso mehr, in den nächsten Woche „eine kluge Balance zu gewährleisten.“ Das Ziel müsse sein, keinen zweiten flächendeckenden Lockdown zu bekommen, betonte der Ministerpräsident.

Update, 12.31 Uhr - Pressekonferenz ab 13 Uhr live

Um 13 Uhr beginnt die Pressekonferenz von Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Innenminister Joachim Herrmann (alle CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Dabei will die Staatsregierung über die Ergebnisse der Kabinettssitzung am Vormittag informieren.

Update, 12.23 Uhr - Beratungen über Amateurfussball

Der bayerische Amateur-Fußball darf nun offenbar doch auf einen baldigen Neustart des Ligabetriebs hoffen. Die Staatsregierung wollte sich nach einem Bericht des Münchner Merkurs noch an diesem Dienstag mit einem möglichen Ende der Wettkampf-Zwangspause wegen der Corona-Pandemie beschäftigen. Zuletzt hatten die Amateurvereine den Druck auf die Politik erhöht. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) drohte mit einer Klage und holte sich dafür in einer Umfrage die Unterstützung der Clubs im Freistaat. Auch beinschuss.de berichtete bereits darüber.

Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger hatte für eine Lockerung ausgesprochen: „Es wäre jetzt ein Sieg von Corona, wenn der bayerische Amateurfußball, wenn die bayerischen Breitensportvereine wegen Corona plattgemacht werden.“ Man wolle noch „in dieser Woche“ mit dem Koalitionspartner CSU verhandeln, hieß es. Auch über eine (teilweise) Rückkehr von Zuschauern soll gesprochen werden. Die Amateurfußballer hoffen auf einen Saisonstart Ende nächster Woche.

Update, 11.01 Uhr - 7-Tage-Inzidenz in Rosenheim nun deutlich über 60

Die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Rosenheim ist weiter angestiegen. Der Wert hat laut Homepage des Robert-Koch-Institutes nun 64,7 erreicht. Der Wert liegt deutlich über dem Frühwarnwert von 35 und dem Grenzwert von 50, nachdem die zuständigen Behörden eigentlich die Corona-Maßnahmen wieder verschärfen müssten.

Insgesamt liegen drei Städte im Freistaat - mit Stand Montag - über dem Grenzwert. Spitzenreiter ist die Stadt Memmingen mit einer 7-Tage-Inzidenz (auf 100.000 Einwohner gerechnet) von 68,44. Dahinter liegt Rosenheim, auf Platz drei folgt Landshut mit einem Wert von 55,25.

Update, 9.21 Uhr - Pannenserie beschäftigt am Vormittag Kabinett

Die Pannenserie bei den Corona-Tests an Raststationen und Flughäfen beschäftigt am Dienstagvormittag auch das bayerische Kabinett. Dieses Thema ist nämlich einer der Schwerpunkte bei der wöchentlichen Sitzung der bayerischen Staatsregierung. Trotz allem möchte der Freistaat nämlich an seiner Test-Strategie festhalten. Weiterhin soll man sich im Freistaat auch ohne Symptome jederzeit auf das neuartige Coronavirus testen lassen können - unter anderem in den kommunalen Testzentren.

Was in Sachen Corona sonst noch beschlossen wurde/wird, darüber informieren im Anschluss (ab etwa 13 Uhr) Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann (alle CSU) bei einer Pressekonferenz.

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 8.27 Uhr - Landshut führt Maskenpflicht auch an Grundschulen ein

Landshut ist eine der Städte in Bayern, die bei der Zahl der Neuinfektionen den Grenzwert von 50 (auf 100.000 Einwohner gerechnet) überschritten hat. Deswegen hat die niederbayerische Stadt weiterführende Maßnahmen ergriffen. Zum Schulstart müssen nun auch Grundschüler eine Maske tragen. Dies teilte die Stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Widmann (Freie Wähler) dem Bayerischen Rundfunk mit.

Diese Anordnung gilt demnach vorerst für die erste Schulwoche. An weiterführenden Schulen gilt ohnehin die Pflicht zum Tagen eines Mund-Nasen-Schutzes - und zwar mindestens an den ersten neun Schultagen. Diese Maßnahme hatte letzte Woche die bayerische Staatsregierung beschlossen.

Update, 7.19 Uhr - Fast 1500 neue Fälle in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1499 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens 252.298 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 8. September, 0 Uhr). Bis Dienstagmorgen galten etwa 226.500 Menschen als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9329. Seit dem Vortag wurden vier weitere Todesfälle gemeldet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) bei 1,12 (Stand: 7. September; Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Stand: 7. September; Vortag: 0,97). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Schulstart für 1,7 Millionen Schüler - trotz Corona

Knapp 1,7 Millionen Schülerinnen und Schüler starten am Dienstag, 8. September, in ein neues Schuljahr (News-Ticker Montag, 7. September). Das gestaltet sich dieses Jahr allerdings aus bekannten Gründen anders als bisher: Ab der fünften Klasse müssen die Lernenden im Unterricht einen Mundschutz tragen. Das ist das erste Mal in der Geschichte des Freistaats der Fall.

Die Mundschutz-Pflicht ist vorerst nur für die ersten neun Schultage angesetzt. Doch einige andere Regelungen zur Bekämpfung des Corona-Virus werden in den rund 6200 bayerischen Schulen wohl längere Zeit gelten.

Eine drohende Rückkehr zum teils digitalen „Lernen auf Distanz“ ist auch noch nicht aus der Welt. Denn tauchen wieder Infektionen mit dem COVID-19 Erreger in der Schule auf oder steigt der Warnwert der 7-Tages-Inzidenz wieder auf mehr als 50 auf 100.000 Einwohner pro Woche an, sind erneut stärkere Regelungen geplant.

Wird der Wert von 50 überschritten oder treten Infektionen auf, kommt zu der Maskenpflicht im Unterricht der Mindestabstand von 1,5 Meter wieder hinzu. Durch die räumlichen Begrenzungen vieler Schulen, kann das dann zu führen, dass Klassen wieder geteilt und wechselweise vor Ort und zu Hause unterrichtet werden.

mda/mw/dpa

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