Grundrechte vs. Gesundheit: Das sagen die Veranstalter der Demo in Rosenheim

"Aktuell haben die Bürger scheinbar kein Mitspracherecht"

Corona-Demos spalten die Gesellschaft: Für Grundrechte die Gesundheit aufs Spiel setzen? Die Meinungen
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Auch in Rosenheim sahen sich viele Menschen gezwungen auf die Straßen zu gehen, um für ihre Grundrechte zu kämpfen.

Rosenheim - Die Grundrechts-Demonstrationen, die am Wochenende in ganz Bayern stattfanden haben heftige Debatten entfacht. Während viele Bürger um ihre Grundrechte auf den öffentlichen Straßen und Plätzen kämpfen wollen, halten andere diese Maßnahmen für egoistisch und unverantwortlich. Die Veranstalterin der Demonstration in Rosenheim äußert sich nun im Interview mit rosenheim24.de.

Die Welt, Europa, Deutschland und auch unsere Region leidet unter dem Coronavirus und seinen Folgen. Im Kampf gegen das gefährliche Virus ergriffen die Regierungen drastische Maßnahmen. In der ganzen Welt wurden Ausgangssperren verhängt, Reiseverbote ausgesprochen und Versammlungen untersagt. 


Diese Maßnahmen spalten derzeit die Gesellschaft. Die Einen sehen keine andere Möglichkeit als die von der Regierung beschlossenen Einschränkungen, um das Virus einzudämmen, die Anderen sehen sich dadurch in ihren Grundrechten beschnitten. Kritiker der Maßnahmen sind überzeugt, dass die Einschränkungen unverhältnismäßig, und in dieser Form nicht nötig seien, um dem Virus Herr zu werden. Viele gingen daher am vergangenen Samstag auf die Straße

Demo für Freiheit, Sicherheit und für das Grundgesetz in Rosenheim am 9. Mai - 1

 © Erika Rolle
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Corona-Demos in Rosenheim, Prien und Traunstein

Auch in unserer Region (in Prien am Chiemsee, Rosenheim und Traunstein) demonstrierten zahlreiche Menschen für ihre Grundrechte und teils auch gegen eine Impfpflicht und ernteten dafür Einiges an Kritik. In einer Leserumfrage, die Ihr weiter unten im Artikel findet, zeichnet sich das Meinungsbild unserer Leser ab. Über 11.000 Leser haben bereits abgestimmt (Stand 12. Mai, 10.40 Uhr).

rosenheim24.de hat Pia Mayer, die zusammen mit ihrem Freund Tobias Mitter die Demonstration mit dem Titel "Ein Zeichen für das Grundgesetz" in Rosenheim zu ihren Beweggründen, ihren Forderungen und der Kritik an der Demonstration befragt:

Die Veranstalter der Rosenheimer Demo im rosenheim24.de-Interview:

rosenheim24.de: Warum haben Sie die Demo ins Leben gerufen? 

Pia Mayer: Wir, und damit meine ich, mein Freund Tobias Mitter, und ich  haben die Demo ins Leben gerufen um für die Einhaltung unserer Grundrechte und gegen die Impfpflicht zu demonstrieren.

rosenheim24.de: Was sind genau Ihre Forderungen/Ihre Kritikpunkte weswegen Sie auf die Straße gehen? 

Pia Mayer: Unsere Forderung ist, dass die Demokratie in Deutschland wieder Einzug nimmt. Aktuell haben die Bürger scheinbar kein Mitspracherecht. Die Parteien sind dafür da, die Bürger zu vertreten. Jedoch scheint das im Moment nicht der Fall zu sein. Von der Regierung werden Beschlüsse getroffen, die 83 Millionen Menschen betreffen. Gelder des Mittelstandes, die von lediglich ca. 18 Millionen Menschen erwirtschaftet werden, werden ausgegeben, ohne dass man auch nur im geringsten demokratisch Mitentscheiden kann wofür.

rosenheim24.de: Gehören Sie irgendeiner Partei an oder haben Sie die Demo ganz neutral als Privatperson organisiert? 

Pia Mayer: Nein wir gehören keiner Partei an. Die Demo wurde privat als Bürger organisiert, basierend auf unserer Meinung.

rosenheim24.de: Wie sehen sie den Verlauf der Demo rückblickend?

Pia Mayer: Die Demo war äußerst friedlich, was unser Ziel war. Wir wollten durch Präsenz ein Zeichen setzen. Auch seitens der Polizei kam nur positive Rückmeldung. Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf. Der kritische Absatz zur Impfpflicht in der Erweiterung des Infektionsschutzgesetzes wurde erstmal gestrichen. Allerdings wird nun vermutet, dass dies über die EU durchgeführt werden soll. Deshalb werden wir weiter demonstrieren, sowohl online als auch vor Ort.

rosenheim24.de: Es gab ja viel Kritik, dass Auflagen wie Mindestabstand und Teilnehmerzahl nicht eingehalten wurden. Was sagen Sie den Kritikern?

Pia Mayer: Das Ganze war sowohl für mich als auch für die Polizei vor Ort Neuland und alle Beteiligten haben ihr bestmögliches versucht, um alle Rahmenbedingungen einzuhalten. Dafür möchte ich nochmal meinen Dank äußern. Im Bezug auf die 50 angemeldeten Demonstranten wurden alle Vorgaben eingehalten. Der Mindestabstand bei den 50 offiziellen Demonstranten wurde eingehalten und das Tragen eines Mundschutzes wurde zwar empfohlen jedoch war dies nicht verpflichtend und entsprach keiner offiziellen Auflage. Ich persönlich finde es schade, dass die Medien durch Generalisierungen wie "Die Demo sei aus dem Ruder gelaufen" scheinbar absichtlich ein nicht der Tatsache entsprechendes Bild erzeugen. Ja, es waren mehr als 50 Personen auf dem Platz und die Demo ist friedlich, in ständiger Rücksprache mit der Polizei von statten gegangen. Die hohe Anzahl an Interessierten sollte nicht als Anlass genommen werden die gesamte Demo als "Aus dem Ruder gelaufen" zu deklarieren. Darüber hinaus wurde uns von der Stadt Rosenheim kurzfristig eine Sondergenehmigung für die zusätzlichen Menschen ausgestellt. Die Auflagen, bis auf die Teilnehmerzahl, wurden eingehalten. Uns ist bewusst, dass Verbesserungpotential für kommende Demos vorliegt. Selbstverständlich sollten diese meiner Meinung nach auch bei zukünftigen Demos umgesetzt werden.

rosenheim24.de: Ist eine Demonstration Ihrer Meinung nach das richtige Mittel in Zeiten von Corona? Das wurde ja auch oft kritisiert. 

Pia Mayer: Es gibt verschiedene Arten seine Meinung kund zu tun - jeder hat hier seine eigene Ansicht. Schlussendlich setzt man sich am Ende für das gleiche Ziel ein, es führen nur unterschiedliche Wege dort hin. Für mich besteht bei Beantwortung dieser Frage die Grundsatzfrage, wie gefährlich das Virus wirklich ist. Es gibt Interviews von Ärzten, Rechtsmedizinern und durch eigene Gespräche mit Krankenhausmitarbeitern ist meine Meinung, dass die Menschen unnötig in Hysterie versetzt werden. Grundsätzlich scheint es sehr schwierig zu sein eine absolute Wahrheit über den Virus zu finden. Das widerum führt zu unterschiedlichen Standpunkten weshalb auch hier die Meinungen über richtige Mittel so stark auseinander gehen. Ich persönlich stehe der Berichterstattung skeptisch gegenüber. Vor diesem Hintergrund ist eine Demo eines der richtigen Mittel in diesen Zeiten. Natürlich unterstütze ich auch online Demonstrationen und zusätzlich vor Ort regional als Person und Bürger einzustehen untermauert meine Haltung!

rosenheim24.de: Sind weitere Demos geplant? 

Pia Mayer: Von uns als Organisatoren sind erstmal keine Demos geplant. Allerdings hört man bereits, dass wohl von anderen Veranstaltern weitere Demos am kommenden Samstag geplant sind. Mehr als das, weiß ich jedoch auch nicht.

jb

Quelle: rosenheim24.de

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