News-Ticker zur Corona-Pandemie

Sportunterricht an bayerischen Schulen wieder möglich – Landratsamt Berchtesgaden warnt: Corona ist noch nicht vorbei

Coronavirus - Bayern
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Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts bereits deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Freitag, 19. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2798, Landkreis Traunstein 1326, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 500, Landkreis Altötting 601
  • Todesfälle: Rosenheim 217, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 58
  • Mindestens 8856 Todesopfer in Deutschland (2556 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wurde zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Neue Corona-Warn-App vorgestellt: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Aktuell stehen leider keine Grafiken zu den aktuellen Fallzahlen aus den Landkreisen der Region zur Verfügung. Der Grund hierfür ist, dass die zuständigen Gesundheitsämter nun teilweise von einer täglichen auf eine wochenweise Übermittlung der Fallzahlen umgestiegen sind. Die Redaktion wird die Grafik(en) demnächst auf eine wochenweise Darstellung umstellen und dann voraussichtlich immer freitags gesammelt für alle Landkreise veröffentlichen. Die Zahlen unter der Rubrik "Das Wichtigste in Kürze" werden weiterhin - sofern möglich - täglich aktualisiert.


Update, 19.37 Uhr - Landratsamt Berchtesgaden warnt: Corona ist noch nicht vorbei

Der kontinuierliche Rückgang der Infektionen mit dem Coronavirus hat viele gemeinschaftliche Aktivitäten wieder gestattet, Inbetriebnahmen von Hotels, Gaststätten und sportlichen oder touristischen Einrichtungen ermöglicht. Der Dank gilt hier allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Einrichtungen, wie Gastro- und Hotelleriebetrieben, die durch vorbildliches Verhalten niedrige Infektionszahlen und eine beginnende Rückkehr in die Normalität erreichen ließen. Die aktuell neuen Corona-Fälle im Landkreis zeigen aber: Leichtsinniges oder unbedachtes Verhalten ist unbedingt zu vermeiden. Deshalb ergeht ein dringender Appell an die Vernunft der Bürger, die bestehenden Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln auch weiterhin einzuhalten, um einen erneuten Anstieg der Fallzahlen zu vermeiden.

In dieser Woche wurden zwar weitere Lockerungen der Maßnahmen angekündigt oder bereits umgesetzt, doch mit Blick auf das Wochenende wird darauf hingewiesen: Für die Gastronomie und für Hotels gelten weiterhin die bekannten Hygienevorgaben. Gerade Betreiber von Hotels und Gaststätten sind deshalb angehalten, die nach wie vor gültigen Hygienevorschriften zu beachten – der Schutz der Gesundheit hat unbedingt oberste Priorität. Dieser Hinweis ist auch deshalb wichtig, weil es Einzelfälle im Landkreis gibt, in denen die gesetzlichen Vorgaben nicht eingehalten wurden. Das Risiko von weiteren Infektionen sowie erneuten pandemiebedingten Schließungen wird in solchen Situationen in Kauf genommen. Einige Verstöße von Betreibern wurden bereits von Bürgern gemeldet, entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Diese Verfahren werden konsequent verfolgt.

Deshalb wird nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen: Bei vorsätzlichen Verstößen droht ein empfindliches Bußgeld von mindestens 5.000 Euro. Der Bußgeldregelsatz in Höhe von 5.000 Euro gilt dabei beim vorsätzlichen Erstverstoß, bei weiteren Folgeverstößen oder mehrmaligen Verstößen sind die Regelsätze jeweils zu verdoppeln. Bei mehreren selbstständigen Handlungen zählt jeder Verstoß für sich. Deshalb nochmals ein Appell an die Vernunft der Betreiber und Gäste, die bestehenden Regelungen einzuhalten, Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln wahrzunehmen und so an einer Vermeidung eines Anstiegs von Fallzahlen mitzuwirken.

Pressemeldung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 18.31 Uhr - Sportunterricht an bayerischen Schulen wieder möglich

Kultusminister Michael Piazolo informierte darüber, dass an den bayerischen Schulen wieder Sportunterricht möglich ist. „Ich freue mich sehr, dass wir damit das wichtige Anliegen vieler Schüler und Eltern erfüllen können. Sportunterricht ist ein essentieller Bestandteil der Schule. Es ist gut, dass er jetzt wieder möglich ist,“ so der selbst sehr sportbegeisterte Kultusminister Michael Piazolo. „Der Schulsport hat in unserem Schulwesen einen hohen Stellenwert. Neben dem klassischen Schulsport sensibilisieren wir im Unterricht auch allgemein für mehr Bewegung und integrieren diese in den Schulunterricht. Zusammen mit den Vereinen und den Eltern erfüllen wir damit auch eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Das Kultusministerium hat heute den Schulen einen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege abgestimmten neuen Hygieneplan übermittelt. Der Minister betont entsprechend den Gesundheitsschutz. Wie im Vereinssport müssen im Sportunterricht an den Schulen bestimmte Hygieneauflagen beachtet werden. Dazu gehören das Abstandsgebot und die Kontaktfreiheit. „An den bayerischen Schulen sollen sich Schüler, Lehrkräfte und alle anderen Beschäftigten sicher fühlen. Hygieneauflagen sind daher sehr wichtig“, so Piazolo abschließend.

Update, 17.23 Uhr - Letzter bestätigter CoVid-Patient verlässt das InnKlinikum Mühldorf

Seit Freitag, 19. Juni 2020, wird im InnKlinikum Mühldorf kein einziger an CoVid-19 erkrankter Patient mehr behandelt. Nachdem der zweite Kontroll-Abstrich ebenfalls negativ war, konnte der letzte Covid-19-Patient das InnKlinikum Mühldorf jetzt gesund verlassen. Dr. Thomas Parnitzke, pandemiebeauftragter Arzt des InnKlinikum Mühldorf, freute sich zusammen mit dem Pflegepersonal der Intensivstation über diesen Erfolg.

Update, 16.27 Uhr - Keine neuen Fälle in Landkreisen Mühldorf und Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 67 aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 1,13. Am Freitag sind beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1328 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1174 Personen (eine mehr als gestern). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt drei COVID-19-Patienten behandelt, davon befindet sich ein Patient in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 12. Juni keine neuen bestätigten Corona-Fälle (Stand: 19. Juni, 12 Uhr).

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 500 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 471 wieder genesen. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle liegt derzeit bei 2, davon wird 1 stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 0,0. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27.

Update, 15.40 Uhr - Gericht kippt Corona-Sperrstunde Biergärten und Restaurants

Erneute juristische Schlappe für die Staatsregierung: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die derzeit noch geltende vorgezogene Sperrstunde ab 22.00 Uhr für Bayerns Gastronomie wegen der Corona-Pandemie gekippt. Die Richter bewerteten die nur eingeschränkt gestattete Abgabe von Speisen und Getränken sowohl in den Innenräumen von Gaststätten als auch auf Freischankflächen nur in der Zeit von 6 bis 22 Uhr "als nicht rechtskonform", wie das Gericht am Freitag in München mitteilte.

Der Senat begründete seine Entscheidung damit, dass die Öffnung von Gastronomiebetrieben seit dem 29. Mai 2020 bislang nicht zu einem nennenswerten Anstieg der Infektionszahlen mit dem Corona-Virus geführt habe. Daher erweise sich die zeitliche Betriebsbeschränkung als unverhältnismäßig. Ein Gastwirt aus Unterfranken hatte die zeitliche Beschränkung der Bewirtung im Rahmen eines Normenkontroll-Eilverfahrens angefochten.

Das Gericht akzeptierte auch nicht die Befürchtung der Staatsregierung, es könne alkoholbedingt zur Missachtung von Abstands- und Hygieneregeln und deshalb zu mehr Infektionen kommen. Dies hätte auch durch das Verbot des Ausschanks alkoholischer Getränke ab einer bestimmten Uhrzeit und ohne generelle Sperrstunde geregelt werden können, urteilten die Richter. Auch das Bedürfnis, die Auswirkungen der Öffnung der Gastronomie auf das Infektionsgeschehen zu beobachten, rechtfertige angesichts der weitgehenden Lockerungen im öffentlichen Leben die Beschränkung nicht.

Erst am Dienstag hatte sich das bayerische Kabinett dafür entschieden, die Sperrstunde ab diesem Montag auf 23.00 Uhr zu verlängern. Ob sich an dem Plan nun durch den Gerichtsentscheid etwas ändern wird, bleibt abzuwarten. Das Gesundheitsministerium erklärte am Freitagnachmittag auf Anfrage, derzeit werde noch geprüft, wie die Regierung mit der Entscheidung umgehen werde.

Derweil betonten die Richter, dass ihre Entscheidung nicht die weiter bestehende Schließung von Bars, Clubs, Diskotheken, Bordellen und sonstigen Vergnügungsstätten durch die Entscheidung berühre. Auch die anderweitig vorgegebenen Sperrzeiten, etwa zum Schutz der Nachbarschaft oder nach der Bayerischen Biergartenverordnung, seien weiterhin zu beachten.

Update, 15.30 Uhr - Tausende Masken in Bad Reichenhall sichergestellt

Pressemitteilung im Wortlaut:

Am Zollamt Bad Reichenhall - Autobahn wurde bei einer Einfuhrkontrolle eines türkischen Lkw, der mit einer Sammelsendung für mehrere Empfänger in der EU unterwegs war, nicht angemeldete Waren gefunden.

Bei der Prüfung der Zollanmeldung fiel der Abfertigungsbeamtin eine Empfangsfirma auf, deren Ladung in Darmstadt enden sollte und schaute sich diese Teilladung genauer an.

Vorerst wurden nur stichprobenweise zwei von insgesamt neun Kartons der Palette geöffnet, hierbei stellte die Zollbeamtin beim Öffnen orange T-Shirts unterschiedlicher Größen fest. Als sie weiter die T-Shirts zählen wollte, tauchten mittig der Schachtel weiße "Mehrweg-Mund-Nasen-Masken" auf. Der Inhalt wurde so gepackt, dass die T-Shirts die Masken von allen Seiten des Kartons verdeckten und diese auf den ersten Blick nicht erkennbar waren.

Daraufhin wurden alle Kartons dieser Palette geöffnet und auch hier zeigte sich der Zollbeamtin das gleiche Bild.

Letztendlich wurden von den ursprünglich angemeldeten 534 T-Shirts nur 278 T-Shirts gezählt, dafür aber noch 4.500 Atemschutzmasken.

Da für die Masken zum Zeitpunkt des Versandes in der Türkei eine Ausfuhrbeschränkung bestand, war den Zöllnern schnell klar, dass die Masken wohl vor der türkischen Ausfuhrkontrolle versteckt wurden.

Durch die Nichtanmeldung der versteckten Masken wurden sie jedoch widerrechtlich in die Europäische Union verbracht, was neben den entstandenen Einfuhrabgaben ein Bußgeld nach sich ziehen wird. Eine Sicherheitsleistung für die Abgaben und die zu erwartende Geldbuße in Höhe von 1.300 Euro wurde noch an Ort und Stelle hinterlegt.

Pressemitteilung des Hauptzollamts Rosenheim

Update, 13.42 Uhr - Nach leichtem Anstieg: Keine Neuerkrankungen im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern keine weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gegeben hat. Am Donnerstag waren ja drei Neuerkrankungen gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle bleibt somit auf 309 (Meldestand: 19. Juni, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt daher bei 2,8.

Von den insgesamt 309 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind nach wie vor 282 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Es befinden sich somit insgesamt 3 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt unverändert bei 24.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen wie z. B. eine häusliche Quarantäne ein. Gegenwärtig befinden sich 17 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (11 mehr im Vergleich zum Vortag). Insgesamt 871 unmittelbare Kontaktpersonen sind seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

Update, 12.30 Uhr - Ein neuer Fall in Rosenheim

Am 18.06.2020 wurde dem Gesundheitsamt ein neuer Fall für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2798 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2284, Stadt: 514). Mittlerweile wurde bei mindestens 2203 Personen eine Genesung dokumentiert. 

217 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 146 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 13 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich zwei Patienten auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 19.06.2020 (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 3,16, für den Landkreis Rosenheim bei 1,53.

Update, 11.41 Uhr - Abwasserstudie zeigt: Virus erreichte Italien schon im Dezember

Das Coronavirus ist in Italien offenbar schon viel länger aktiv als bislang angenommen. Genetische Spuren des Erregers Sars-CoV-2 seien in Abwässern der beiden norditalienischen Großstädte Mailand und Turin vom Dezember sowie in Abwässern aus Bologna vom Januar nachgewiesen worden, heißt es in einer Stellungnahme von Italiens nationalem Gesundheitsinstitut ISS, in die die Nachrichtenagentur AFP am Freitag Einsicht hatte.

Offiziell festgestellt worden war der Coronavirus-Ausbruch in Italien erst Mitte Februar. Für die ISS-Studie wurden 40 Abwasserproben untersucht, die zwischen Oktober 2019 und Februar 2020 genommen wurden. Die Ergebnisse wurden von zwei unterschiedlichen Laboren mit unterschiedlichen Methoden bestätigt.

Update, 10.58 Uhr - BMW will 6000 Stellen abbauen

34.000 BMW-Beschäftigte waren in Kurzarbeit. Doch das reichte offenbar nicht. Wie das „Handelsblatt“ jetzt berichtet, sollen 6000 Jobs bei dem Autobauer komplett wegfallen. Management und Betriebsrat haben sich laut dem Bericht auf den Personalabbau geeinigt. Hinzu kommt laut „Handelsblatt“ der weitgehende Wegfall von Leiharbeitern und Werkverträgen.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es angeblich nicht geben. Offene Stellen werden nicht wiederbesetzt. Die Masse soll laut „Handelsblatt“ über Aufhebungsverträge erreicht werden. „Die Altersteilzeit für die Jahrgänge ab 1963 und älter wird ausgeweitet. Sabbaticals und Fortbildungen werden gefördert, ein späteres Rückkehrrecht wird garantiert“, heißt es. Die Betriebsvereinbarung soll noch an diesem Freitag unterzeichnet werden.

Weltweit gibt es 126.000 Arbeitsplätze bei BMW. Der Konzern betreibt in Deutschland u.a. Werke in München, Berlin, Leipzig und Regensburg. Ob alle oder welche Standorte betroffen sein werden, ist bisher nicht bekannt.

Update, 10.09 Uhr - Ergebnisse der Tübinger Impfstoff-Studie noch im Sommer erwartet

Der Leiter der ersten klinischen Studie mit dem Corona-Impfstoff der Firma Curevac an der Uniklinik Tübingen rechnet bereits in zwei Monaten mit ersten Ergebnissen. "Das wird ziemlich fix gehen", sagte Professor Peter Kremsner, Direktor des Instituts für Tropenmedizin, an dem der Wirkstoff getestet wird. Die Probandenuntersuchungen seien am Donnerstag angelaufen, aber die erste Impfung stehe noch aus.

Der erste Proband sei ein junger Mensch. "Er wird dann erst mal 24 Stunden bei uns in der Abteilung überwacht", sagte Kremsner. Das Ziel der ersten Phase der Studie sei es, etwas über die Verträglichkeit und die Immunabwehr zu erfahren. Nach und nach sollen mehr als 100 gesunde Freiwillige im Alter zwischen 18 und 60 Jahren an der Studie teilnehmen.

Update, 9.07 Uhr -  RKI: Rund 5200 aktive Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) rund 5200 aktive Corona-Fälle. Das RKI meldet 770 Neuinfektionen, damit steigt die Gesamtzahl auf 188.534. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 16 auf 8872 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 174.400, rund 400 mehr als am Vortag.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

35.236

+18

135

1,2

1.821

Bayern

47.799

+52

215

1,6

2.562

Berlin

7.603

+128

370

9,9

211

Branden­burg

3.374

+9

44

1,8

163

Bremen

1.626

+7

53

7,8

49

Hamburg

5.156

+2

17

0,9

259

Hessen

10.503

+63

188

3,0

499

Meck­lenburg-

Vor­pommern

791

+4

11

0,7

20

Nieder­sachsen

13.097

+34

277

3,5

618

Nord­rhein-West­falen

40.156

+379

1.069

6,0

1.660

Rhein­land-Pfalz

6.883

+9

53

1,3

234

Saarland

2.774

+1

8

0,8

168

Sachsen

5.382

+23

39

1,0

221

Sachsen-Anhalt

1.818

+16

84

3,8

57

Schles­wig-Holstein

3.131

+9

13

0,4

152

Thüringen

3.205

+16

49

2,3

178

Gesamt

188.534

+770

2.625

3,2

8.872

Update, 7.50 Uhr - Jetzt mindestens 730 Infizierte nach Corona-Ausbruch bei Tönnies

Nach einem Corona-Ausbruch beim Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gibt es jetzt 730 registrierte Neuinfektionen. Das sagte ein Sprecher des Kreises Gütersloh am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Am Vorabend lag dieser Wert noch bei 657. Ausgewertet wurden 1106 Ergebnisse eines von den Behörden angeordneten Reihentests, der am Donnerstag fortgesetzt wurde. Im Tönnies-Stammwerk in Rheda-Wiedenbrück müssen in den nächsten Tagen noch rund 5300 Mitarbeiter getestet werden.

Die sogenannte 7-Tages-Inzidenz stieg im Kreis Gütersloh nach Angaben einer Sprecherin auf den Wert von 213. Dieser Wert zeigt an, wieviele Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner gemeldet wurden. Der Wert darf nicht über 50 steigen, ansonsten müssen Lockerungen im Kreis wieder aufgehoben werden. Bund und Länder haben allerdings vereinbart, dass diese Zahl keine Rolle spielt, wenn es sich um einen lokal eingrenzbaren Infektionsherd, wie bei Tönnies, handelt.

Update, 6.51 Uhr - DAV: Lage auf Berghütten entspannt sich

Seit 17. Juni gilt: Auf allen Hütten in Bayern dürfen bis zu zehn Personen aus unterschiedlichen Hausständen - ohne Mindestabstand - in einem Schlaflager oder Zimmer übernachten und gemeinsam die sanitären Einrichtungen nutzen. "Dieser Schritt in Richtung einer neuen Normalität ist wirklich wichtig", sagt DAV-Präsident Josef Klenner. "Jetzt können viele Hütten wieder öffnen und ihre Funktion als Schutzhütten erfüllen."

Auch können größere Gruppen wieder gemeinsam am Tisch sitzen. Allerdings müssen sie zusammen reserviert haben oder eine gemeinsame Tour unternehmen. Durch die weitere Normalisierung des Hüttenbetriebs erwartet der Präsident auch eine Entspannung für die Natur: "Uns haben in den letzten Wochen viele beunruhigende Nachrichten erreicht, dass Bergwiesen zu weitläufigen Picknickplätzen umgewandelt werden und mehr und mehr Leute verbotenerweise mit Zelt in die Berge ziehen. Die Öffnung der Grenzen und die weitere Erhöhung der Hütten-Kapazitäten wird diesen Nutzungsdruck reduzieren, davon bin ich überzeugt", so der Präsident. Die Übernachtung auf einer Hütte sei immer noch die umweltverträglichste Möglichkeit, eine Nacht in den Bergen zu verbringen.

Huml: 48 Kreise und kreisfreie Städte ohne neue Corona-Infektionen

48 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit einer Woche ohne nachgewiesene neue Coronavirus-Infektionen. "Durch unsere zielgerichteten Maßnahmen und das verantwortungsvolle Handeln der großen Mehrheit der bayerischen Bevölkerung ist es uns gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus im Freistaat entscheidend einzudämmen und zu verlangsamen", erklärte Ministerin Melanie Huml (CSU) dazu am Donnerstag in München. Die strikte Strategie, Infektionsketten so schnell wie möglich zu erkennen und zu durchbrechen, solle konsequent fortgesetzt werden. "Jetzt geht es darum, die erzielten Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus nicht zu verspielen."

Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen sind im Freistaat bislang 47.741 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2554 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten, wie die Behörde am Donnerstag (Stand 10 Uhr) im Internet mitteilte. Die geschätzte Zahl der mittlerweile Genesenen lag demnach bei 44.410 Personen.

Dem LGL zufolge wiesen 37 Landkreise und 11 kreisfreie Städte eine sogenannte 7-Tage-Null-Inzidenz auf (Stand 18. Juni). Darunter sind den Angaben zufolge die Städte Aschaffenburg, Bayreuth, Erlangen, Straubing und Kempten sowie die Landkreise Starnberg, Neu-Ulm, Kitzingen, Hof und Neumarkt in der Oberpfalz.

Wichtig zur Einordnung ist, dass aktuelle Infektionen erst zeitlich verzögert den Behörden gemeldet werden können. Außerdem wird nicht jede Infektion erkannt, weil manche Menschen keine Symptome oder andere Hinweise auf eine Ansteckung haben und nicht getestet werden.

Wenn nun schrittweise Erleichterungen zugelassen würden, müssten die Menschen mehr Verantwortung übernehmen, sagte Huml weiter. "Ganz wichtig ist deshalb, dass die erforderlichen Abstandsregelungen und Hygienekonzepte sowie die Maskenpflicht eingehalten werden."

mh/dp/fgr/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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