BTI gegen die Mückenplage am Chiemsee

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Chiemsee - Um die Mückenplage am Chiemsee einzudämmen, wollen die dortigen Gemeinden BTI ausbringen. In diesem Jahr war das bisher nicht möglich.

An vielen stellen des Chiemsees ist die Mückenplage kaum zu ertragen. Bereits vor mehreren Tagen berichteten uns User aus der Region, dass es stellenweise nicht mehr möglich sei, sich im Freien aufzuhalten. Die Zahl der Mücken ist durch das Hochwasser extrem gestiegen.

Das Hochwasser hat jedoch nicht nur gute Lebensbedingungen für die Mücken geschaffen. Es hat darüber hinaus auch verhindert, dass im Gegensatz zu früheren Jahren das biologische Insektizid BTI ausgebracht wird. Die Zahl der Mücken wurde also nicht künstlich reguliert.

Laut einem Bericht des OVB planen die Gemeinden am Chiemsee nun aber, das Mittel doch noch zu verteilen. Am Wochenende sollen 18 Mückenfallen ausgewertet werden. Wenn sich herausstellt, dass die Mückenlarven schlüpfen, soll das BTI mit dem Hubschrauber verteilt werden. Das Mittel  funktioniert nämlich nur, solange die Larven noch fressen. Sobald sie verpuppt sind, bringt der Einsatz nichts mehr.

BTI steht für Bacillus thuringiensis israelensis. Dieses Bakterium produziert das eigentliche Insektizid, nämlich Proteine, die für verschiedene Insektenarten giftig sind. Am Chiemsee wurde das Mittel erstmals 1997 eingesetzt.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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