Neue Feuerwache in Gendorf

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Ebenfalls Bestandteil der neuen Feuerwache: diese moderne Einsatzleitzentrale für Werkfeuerwehr und Werkschutz.
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Burgkirchen - Infraserv präsentierte am Donnerstag erstmals die neue Feuerwache des Industrieparks Werk Gendorf. Die Wache löst ihre Vorgängerin aus den vierziger Jahren ab.

Dr. Bernhard Langhammer, Geschäftsführer der Firma Infraserv, und Martin Siebert, Leiter der Werksicherheit von Infraserv, war der Stolz auf die neue Feuerwache des Industrieparks Werk Gendorf deutlich anzumerken. Und tatsächlich ist vieles für Infraserv sehr zufriedenstellend gelaufen in den letzten 21 Monaten. So blieb der Bau der Feuerwache nicht nur im Zeitplan eben jener 21 Monate, sondern auch im Kostenrahmen. Die zunächst angesetzte Summe von rund zehn Millionen Euro - wie Langhammer erklärte, eine der größten Investitionen von Infraserv überhaupt - wurde nicht überschritten. Einzelne Kostensteigerungen auf der einen Seite konnten mit Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. So seien etwa die Werkstätten funktional gehalten, erläuterte Siebert bei der Präsentation der Wache am Donnerstag.

"Wir haben 70 Jahre Erfahrung einfließen lassen"

Offiziell eingeweiht wird die neue Feuerwache am Samstag, 20. September, im Rahmen des Tags der offenen Tür des Industrieparks (9.30 bis 16 Uhr). Ab 13 Uhr ist die neue Wache für Besucher geöffnet.

Mit der neuen Feuerwache sieht sich Infraserv nun voll auf der Höhe der Zeit. Nach Einschätzung Langhammers hat die neue Wache der Gendorfer Werksfeuerwehr gar den höchsten Standard aller betrieblichen Feuerwehren in ganz Bayern. "Wir haben hier 70 Jahre Erfahrung einfließen lassen", so der Infraserv-Geschäftsführer. Mehr als sieben Jahrzehnte nutzte die Feuerwehr die alte Wache aus der Gründungszeit des Industrieparks. Alle in der Vergangenheit gesammelten Ideen und Verbesserungsvorschläge konnte Infraserv nun in den Bau der neuen Wache einfließen lassen.

Siebert betonte, dass die alte Wache jedoch keinesfalls in schlechtem Zustand war. "Grundsätzlich haben wir immer versucht, in der alten Feuerwache zu investieren", so Siebert. Allerdings seien die Möglichkeiten in so einem alten Gebäude begrenzt.

Warum war der Neubau erforderlich?

Für einen Neubau sprach gleich eine ganze Reihe Argumente. So ist die Werksfeuerwehr mit dem Industriepark gewachsen - personell und was die Ausstattung betrifft. Diese Entwicklung sprengte irgendwann den Rahmen der alten Wache, zuletzt waren die Einsatzgeräte deshalb an verschiedenen Standorten untergebracht. Außerdem lag die alte Wache inzwischen in unmittelbarer Nähe von Störfallbetrieben. Ausreichende Abstände waren so nicht mehr gewährleistet. Hinzu kommt, dass eine Sanierung der alten Feuerwache in zwei bis fünf Jahren fünf Millionen Euro gekostet hätte.

Die neue Wache beherbergt nun alle Geräte in einem Gebäude und der neue Standort im Westen des Industrieparks gewährt ausreichenden Abstand zu Störfallbetrieben. Außerdem ist die Wache mit einer modernen Einsatzleitzentrale für Werkfeuerwehr und Werkschutz ausgestattet und ein Notstromaggregat gewährleistet eine ausreichende Energieversorgung im Falle eines Stromausfalls.

Ein Rundgang durch die Feuerwache in Bildern:

Die neue Feuerwache in Gendorf - Teil I

Die neue Feuerwache in Gendorf - Teil II

Woraus besteht die neue Feuerwache?

Neben Fahrzeughallen und Lager, der Einsatzleitzentrale, dem Stabsraum, Büroräumen und Dekontaminationsbereichen besteht die Feuerwache aus mehreren Übungsanlagen, darunter ein 27 Meter hoher Übungsturm und eine Atemschutzübungsstrecke. Außerdem ist ein großer Sozialbereich Teil der Feuerwache - immerhin arbeiten die Feuerwehrler in einem 24-Stunden-Schichtdienst. Zum Sozialbereich gehören Ruheräume, Aufenthaltsräume, eine Küche, ein Fitnessraum und mehrere Gästezimmer.

Wehr muss in fünf Minuten vor Ort einsatzbereit sein

Bei der Standortfrage für die neue Wache war auch die sogenannte Hilfsfrist von Bedeutung. Innerhalb von fünf Minuten muss eine Werksfeuerwehr nicht nur vor Ort, sondern dort auch einsatzbereit sein. Der Standort der neuen Wache wurde so gewählt, dass diese Hilfsfrist auch nach zukünftigen Erweiterungen eingehalten wird. Wäre dies nicht der Fall, bräuchte der Industriepark eine zweite Wache.

Bei der Werksfeuerwehr arbeiten derzeit 45 Einsatzkräfte Vollzeit im Schichtdienst. Der abwehrende und der vorbeugende Brandschutz sind jedoch nur zwei von vielen Aufgaben der Gendorfer Feuerwehr. So erfüllt die Werksfeuerwehr etliche Dienstleistungen, darunter verschiedene Wartungsarbeiten. Die Mitarbeiter der Werksfeuerwehr inspizieren zum Beispiel Löscheinrichtungen, Atemschutzgeräte - auch die der Betriebe des Industrieparks - und Geräte der öffentlichen Feuerwehren, wie etwa deren Feuerwehrschläuche. In der neuen Feuerwache werden sogar Fahrräder repariert und es gibt eine Werkstatt, in der Planen hergestellt werden.

Quelle: innsalzach24.de

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