Getöteter wohl ein "dicker Fisch" in Drogenszene

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Burghausen - In der Herderstraße hat gegen 18 Uhr ein Zivilpolizist im Rahmen einer Festnahme einen Mann erschossen. Jetzt kam heraus: Der Mann soll gute Kontakte in die Drogenszene gehabt haben.

UPDATE Montag, 12 Uhr:

Wie bereits berichtet kam es am Freitag, 25. Juli 2014, im Zusammenhang mit der Festnahme eines mit Haftbefehl gesuchten 33-jährigen Mannes zu einem Schusswaffengebrauch durch einen Polizeibeamten. Der 33jährige wurde dabei tödlich getroffen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein und das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) haben noch vor Ort die Ermittlungen übernommen. 

Die bisher durchgeführten Ermittlungen ergaben, dass der Zivilfahnder bei der Festnahmeaktion im Hinterhof eines Wohnblocks in Burghausen zuerst einen Warnschuss abgab und danach einmal auf den flüchtenden 33jährigen schoss. Nach ersten Angaben des Polizeibeamten zielte er auf die Beine, traf jedoch den Flüchtenden am Hinterkopf und verletzte ihn so schwer, dass er noch am Einsatzort verstarb. 

Die in München durchgeführte Obduktion wurde am Wochenende abgeschlossen. Das Gutachten hierzu liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor. Die Aufgabe des Sachgebietes Interne Ermittlungen Südbayern des LKA ist es nun, alle eingesetzten Polizeibeamten und mögliche Zeugen zu vernehmen. Außerdem wird durch Experten ein Schussgutachten erstellt. 

Gegen den bereits einschlägig vorbestraften 33-Jährigen bestand ein Haftbefehl des Amtsgerichtes Traunstein wegen eines Verbrechens des Handels mit Betäubungsmittel in nicht geringer Menge. 

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat gegen den Polizeibeamten ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Weitere Auskünfte können zum jetzigen Zeitpunkt nicht erteilt werden.

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Traunstein und des Bayerischen Landeskriminalamts

UPDATE Samstag, 17.40 Uhr:

Insgesamt zehn Stunden hat in der vergangenen Nacht die Spurensicherung in Anspruch genommen. Der tödliche Schuss fiel um kurz vor 18 Uhr, anschließend waren bis 4 Uhr morgens Spezialisten des Landeskriminalamtes am Tatort in der Herderstraße. Unterstützt werden diese Ermittler von der Staatsanwaltschaft Traunstein und der Kripo. "Da wir selbst beteiligt sind, werden die Ermittlungen von einer neutralen Stelle geführt. Wir wollen den Vorfall transparent halten", kündigte Polizeisprecher Dieter Bezold gegenüber der Heimatzeitung an.

UPDATE Samstag, 12.15 Uhr:

Im Zusammenhang mit der Festnahme eines mit Haftbefehl gesuchten 33-jährigen Mannes kam es am Freitagabend, 25. Juli 2014, in Burghausen zu einem Schusswaffen- gebrauch durch einen Polizeibeamten. Der 33-Jährige wurde dabei tödlich getroffen. Vertreter der Staatsanwaltschaft Traunstein und Beamte der Zentralen Ermittlungsstelle beim Landeskriminalamt (LKA) übernahmen vor Ort die Untersuchungen.

Zivilfahnder wollten um kurz vor 18 Uhr in der Herderstraße einen 33 Jahre alten Mann aus Burghausen festnehmen. Dieser wurde wegen eines Verbrechens nach dem Betäubungsmittelgesetz seit längeremmit Haftbefehl gesucht. Bei der Festnahmeaktion im Hinterhof des Wohnblocks kam es zur Schussabgabe durch einen Beamten. Der 33-Jährige wurde getroffen und so schwer verletzt, dass er noch am Einsatzort verstarb. Auch ein von den Polizisten sofort alarmierter Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen.

Beamte der Kriminalpolizei übernahmen noch am Abend mit einem Vertreter der Staatsanwaltschaft Traunstein vor Ort die Ermittlungen zum Ablauf der Vorgänge in der Herderstraße. Die Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs ist Gegenstand der Ermittlungen durch das Bayerische Landeskriminalamt.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE Samstag, 11 Uhr:

Bei dem Getöteten soll es sich um einen Bodybuilder gehandelt haben, der enge Verbindungen in die Drogenszene hatte und laut Medienberichten dort „ein dicker Fisch“ gewesen sein soll. Unbestätigten Informationen zufolge sollte der vorbestrafte Mann, der erst vor kurzem aus einer Haftanstalt entlassen worden sein soll, bereits mehrmals in seiner Wohnung festgenommen werden, was jedoch nicht gelang. Am Freitag sollen dann Zivilbeamte den Mann zufällig bei einer Streifenfahrt erkannt haben. Anschließend eskalierte die Situation. Möglicherweise ist der Mann mit einer Eisenstange auf die Beamten losgegangen. Nach Medieninformationen wurden zwei solche Stangen am Tatort gefunden.

UPDATE 21.35 Uhr:

Nach Informationen vor Ort soll der Mann mehrere Straftaten begangen haben, weshalb er schließlich am Freitag gegen 18 Uhr verhaftet werden sollte. Von einer Gefahr durch Waffen gingen die Beamten aber offenbar nicht aus. Deswegen wollten auch Zivilfahnder und nicht das SEK (Sondereinsatzkommando) die Festnahme vollziehen. 

UPDATE 21.05 Uhr:

Jetzt gibt es erste Details zum Hergang: Laut einem Polizeisprecher wollten Zivilpolizisten gegen 18 Uhr einen Haftbefehl gegen einen 33-jährigen Mann vollstrecken. Im Zuge dieser Festnahme seien dann Schüsse gefallen. Mindestens einer davon hat den deutschen Staatsangehörigen getroffen. Der Mann verstarb noch an Ort und Stelle.

UPDATE 20.45 Uhr:

Die Hintergründe der Tat liegen weiterhin im Dunklen. Wie verschiedene Medien berichten, sollen Zeugen mindestens zwei Schüsse gehört haben. Ob nur einer oder beide davon das Opfer getroffen haben, ist aktuell noch völlig unklar. Direkte Augenzeugen gibt es aber wohl keine. Direkt nach der Tat gingen Polizisten von Wohnung zu Wohnung, um eventuelle Zeugen zu befragen. In unmittelbarer Nähe des Tatorts soll sich außerdem ein Kinderspielplatz befinden.

UPDATE 20.40 Uhr:

Wie ein Polizeisprecher vor Ort sagte, werden in Kürze das Landeskriminalamt und eine sogenannte Spezialeinheit für Beamtendelikte die weiteren Ermittlungen übernehmen. So bald diese Experten aus München am Tatort eingetroffen sind, werden die lokalen Kräfte die Einsatzstelle räumen. Mit einer Veröffentlichung erster Ermittlungsergebnisse sei aber erst vermutlich am Samstag zu rechnen.

Fotos vom Tatort:

Schießerei in Herderstraße

Schießerei in Burghausen

Festnahme missglückt: Mann erschossen!

UPDATE 20.20 Uhr:

Informationen vor Ort zufolge soll sich der Vorfall im Hinterhof eines Wohngebäudes ereignet haben. Der Tatort wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt.

Die Erstmeldung:

Am Freitag um kurz vor 18.00 Uhr kam es in der Herderstraße in Burghausen im Zusammenhang mit der Festnahme eines Mannes zu einem Schusswaffengebrauch eines Polizeibeamten, bei welcher der Mann getroffen wurde und verstarb. Das teilte die Polizei in einer Vorausmeldung mit.

Auf Nachfrage von innsalzach24.de konnte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, noch keine weiteren Angaben zum Hergang des Vorgangs machen. Er kündigte eine Pressemeldung an.

redro24/PP Obb. Süd/mw

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © Timebreak21

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