Gemeinsam Paddeln gegen die Salzach-Sanierung

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Burghausen - "Das einzig Nachhaltige an der Wasserkraft sind ökologische Schäden": Diesen Tenor vertraten Kanuverband, Naturschutz- und Fischereiverbände bei einer Demo an der Salzach.

Die imposante Zahl von ca. 80 Paddlern begleiteten die Plätte "HEDWIGA", die mit zahlreichen Ehrengästen besetzt war auf dem Weg von Tittmoning nach Burghausen zur Kundgebung unter dem Motto "Für die Salzach als Naturfluss" auf dem Stadtplatz in Burghausen. Eingeladen zu diesem Treffen hatten der Bayerische Kanu-Verband e.V. und sein Dachverband, der Deutsche Kanu-Verband. Dieser Veranstaltung angeschlossen haben sich österreichische und bayerische Naturschutz-Verbände und Fischerei-Verbände.

Sebastian Schönauer, zweiter Vorsitzender des Bundes Naturschutz Bayern, forderte in seiner Rede am Stadtplatz: "Die Salzach muss wieder frei sein". Dr. Josef Paukner von der Arbeitsgemeinschaft "Bayerische Fluss-Allianzen" ließ unter großem Beifall die zahlreich erschienen Gäste aus ganz Deutschland wissen: "Die Wasserkraft ist nicht öko und nicht bio. Das einzig Nachhaltige an ihr sind die ökologischen Schäden". Auch Dr. Christian Magerl, Umweltausschuss-Vorsitzender im Bayerischen Landtag ist der Meinung, dass eine Energiewende durchaus ohne zusätzliche Flussverbauungen möglich ist. Ebenso gab Herr Otto Marchner, Vizepräsident Breitensport im Bayerischen Landessport-Verband, zu verstehen, dass seine Organisation die Naturschutz- Verbände und den Bayerischen Kanu-Verband e.V. in ihrem Einsatz für die "Salzach als Naturfluss" weiterhin unterstützen wird.

Willi Ruff, Vizepräsident des Landesfischereiverbandes Bayern gibt zu bedenken: "Nur in der Natur können wir unsere Akkus aufladen". Dem stimmte auch Hermann Thiebes, Vizepräsident des Deutschen Kanu-Verbandes zu. Er machte den Kanusportlern Mut, den Kraftwerksbefürwortern zu widersprechen. Die breite Bevölkerung sei nicht bereit, die Salzach auf den letzten 60 Kilometern ihres Weges bis zur Mündung wegen einer minimalen Stromausbeute "kaputt zu sanieren".

Wie in einem Vortrag am Vorabend der Demo zu hören war, ist durchaus die Möglichkeit gegeben, mit einer Aufweitung der Ufer und großzügigem Entfernen der bestehenden Uferverbauungen dem Fluss so viel Platz zu geben, dass das Geschiebe die Flusssohle entsprechend wieder festigt und vor allen Dingen, die Hochwassergefahr erheblich verringern und die Pegel durchaus um ca. 30-40% niedriger zu halten. Den Anwohnern beiderseits der Salzach könnte man hier einiges Leid ersparen.

Demonstration gegen Wasserkraft an der Salzach

Pressemitteilung Bayerischer Kanu-Verband e.V

Quelle: innsalzach24.de

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