Bürgermeister von Aschau und Stephanskirchen beziehen Stellung nach Lawinenunglück

Auer: Erneuter Schmerz für Familie O. "maßlose Ungerechtigkeit"

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Kals/Stephanskirchen - Bei einer Lawinenkatastrophe am Freitag am Großglockner starb Michael O. aus Stephanskirchen. Nun haben sich die Bürgermeister von Aschau und Stephanskirchen mit Stellungnahmen an die Redaktion gewendet:

Update, Dienstag, 9.45 Uhr: Stellungnahme des Aschauer Bürgermeisters Peter Solnar

"Die Gemeinde kondolierte bereits den Angehörigen. Die Familie W. ist mir persönlich bekannt. Herr W. war ein außerordentlich engagierter Gemeindebürger im örtlichen Vereinsleben."

Die Erstmeldung, Montag 15.50 Uhr:

In der Region ist die Anteilnahme nach der Lawinenkatastrophe am Freitag groß. In dem Schneebrett starben Michael O. (26) aus Stephanskirchen und Dominik W. (25) aus Aschau im Chiemgau. Sie waren bekannte Rennfahrer und auch als Trainer im Skiverband Inngau aktiv. Michael O. hätte am Dienstag Geburtstag gehabt, er wäre 27 Jahre alt geworden. Zudem hätte er bei der Sportgala am Freitag, 27. Januar, in der Gabor Halle als Stadtmeister geehrt werden sollen.

Für die Mutter von Michael O. ist es schon der zweite schwere Schicksalsschlag in ihrem Leben. Wie der SC Rosenheim auf seiner Homepage schreibt, muss sie nach dem frühen Tod ihres Mannes Thilo nun auch noch um ihren Sohn trauern. Dasselbe gilt für Schwester Veronika, die genau wie Bruder Michael letzten Winter noch Stadtmeisterin im Ski Alpin geworden war. 

Stellungnahme des Stephanskirchener Bürgermeisters Rainer Auer:

"Meine Familie ist mit den O.s seit vielen Jahren gut bekannt. Wir haben seit langem großen Respekt vor der Art, wie Marlene ihr Schicksal seit dem frühen Tod von Thilo gemeistert hat. Sie ist eine großartige, bewundernswerte Frau. Umso mehr erschüttert uns die maßlose Ungerechtigkeit, mit der der Familie nun ein zweites Mal solcher Schmerz zufügt wird. Es ist sehr schwer, hier die richtigen Worte zu finden.

Ich hoffe, dass es der Familie ein wenig Trost verschafft, dass so ungewöhnlich viele Freunde und Verwandte mit ihr mitfühlen. Und dass es so viele sind, die sich trotz tiefer Trauer daran aufrichten, dass wir zumindest Marlene und Vroni weiter an unserer Seite haben werden."

Hinweis der Redaktion: Aus Rücksichtnahme auf die Angehörigen der Verunglückten haben wir die Kommentarfunktion unter diesem Artikel gesperrt.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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