Bruckmühler rast in Tankstellen-Shop

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Die Unfallstelle nach der Verzweiflungstat des 19-Jährigen. Zum Glück waren keine Kunden im Laden.

Bruckmühl/Hall - Zunächst sah es wie eine spektakuläre Flucht vor der Polizei aus. Nun entpuppte sich der Tankstellen-Unfall vom Sonntag als Verzweiflungstat, die andere gefährdete:

Der Motorradfahrer war der österreichischen Polizei auf der A12 aufgefallen, nicht weit entfernt von der Grenze. Noch bevor die Beamten den Oberbayern kontrollieren konnten, flüchtete er - mit bis zu 220 km/h. Kurz vor Hall in Tirol ließ der 19-Jährige seine Verfolger aufholen, beschleunigte dann wieder und fuhr in Richtung einer nahen Tankstelle.

Vor den Augen der Polizisten und anderer Zeugen raste er ungebremst zwischen den Zapfsäulen hindurch auf den Tankstellen-Shop zu.

Das Motorrad krachte durch die Scheiben, direkt neben der Kasse und schleuderte in den Laden. Der Fahrer und seine Ducati kamen erst an der Mauer der Rückseite des Verkaufsraums zum Liegen.

Verzweiflungstat: Bruckmühler rast in Tankstelle

Der 51-jährige Pächter, der hinter der Kasse stand, wurde schwer verletzt. Der 19-Jährige schwebt in Lebensgefahr.Eine Angstellte erlitt einen schweren Schock, zwei weitere blieben unverletzt.

"Wie durch ein Wunder", so sagte ein Polizeisprecher, stand zu diesem Zeitpunkt kein Kunde im Laden. Die Tankstelle sei gerade am Wochenende sehr gut besucht.

Mit Motorrad des Vaters unterwegs

Nach bisherigen Ermittlungen war der Bruckmühler in der Nacht auf Sonntag in einen Verkehrsunfall mit Personenschaden unter Alkoholeinfluss und Fahrerflucht verwickelt. Offenbar war der junge Mann trotz Verbots mit dem Motorrad seines Vaters weggefahren. Die Flucht in die Tankstelle war möglicherweise eine Verzweiflungstat.

cal/lby/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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