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Brenner-Nordzulauf

Bisher breite Ablehnung: Am Freitag endet die Frist zum Raumordnungsverfahren

Widerstand gegen Brenner-Nordzulauf im Inntal
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Widerstand gegen Bahnneubau im Inntal

Landkreis Rosenheim - Für das wohl umstrittenste Bauprojekt in der Region, den Brenner-Nordzulauf, endet am kommenden Freitag die Frist für das Raumordnungsverfahren. Die Gemeinden und Städte arbeiten eifrig an ihren Stellungnahmen.

Am Freitag, den 29. April hat die Regierung von Oberbayern das Raumordnungsverfahren für das Projekt Brenner-Nordzulauf eingeleitet. Noch bis zum 24. Juli 2020 kann jeder eine Stellungnahme dazu einreichen. Fünf Grobtrassen mit zum Teil mehreren Untervarianten werden in den kommenden Monaten auf ihre überörtliche Raumverträglichkeit geprüft.

Gemeinden und Städte feilen an Stellungnahmen

Es lässt sich vorab nicht abschätzen, wie viele Einwände insgesamt bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden. Sicher beteiligen sich alle betroffenen Kommunen im Landkreis Rosenheim. In den Gemeinderatssitzungen wird schon fleißig an den Formulierungen der Stellungnahmen gefeilt. Die Stadt Rosenheim und der Landkreis Rosenheim haben in diversen Sitzungen beschlossen, die fünf Trassenvorschläge in ihrer bisherigen Form abzulehnen

Hier verlaufen die fünf Grobtrassen im Landkreis Rosenheim

Website „brennerwiderstand.de“ gibt Tipps für Einwendungen bis zum 24. Juli 2020

Auch die vielen Bürgerinitiativen haben im Vorfeld Hilfestellung bei der Formulierung der Stellungnahme gegeben. Verlärmung, Verlust von Erholungsqualität, Zerstörung von Natur und Landschaft, Bedrohung für Trinkwassergebiete, Flächenverbrauch von landwirtschaftlicher Nutzfläche und Beeinträchtigung des Tourismus in der Region sind nur einige Argumente der Gegner. 

Die Regierung von Oberbayern wird alle fünf Trassenvorschläge der Deutschen Bahn auf ihre Raumverträglichkeit hin prüfen. Die Bedarfsfrage klärt die Regierung aber nicht. Das Raumordnungsverfahren muss innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein.

Eure Meinung ist gefragt

Was ist ein Raumordnungsverfahren? 

Das Raumordnungsverfahren ist ein Instrument der Landesplanung und dient dazu, die Raumverträglichkeit eines konkreten Vorhabens (z. B. eines Einzelhandelsgroßprojekts, einer Leitungstrasse zur Energieversorgung oder eines Freizeitgroßprojekts) aus überörtlicher Sicht zu prüfen. Zweck ist es, im Sinne einer „helfenden Planung“ frühzeitig Nutzungskonflikte eines konkreten Vorhabens zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Konflikte können sich insbesondere aufgrund von Größe, Wahl des Standortes und Auswirkungen des Projektes vor allem auf Wirtschaft, Siedlung, Verkehr, Natur und Landschaft ergeben.

jb

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