Wechsel in der Projektleitung

Brenner-Nordzulauf: Projektleiter zieht nach fünf Jahren Bilanz 

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Torsten Gruber, DB-Projektleiter des Brenner-Nordzulaufs wird im Herbst die DB verlassen

Rosenheim - Auf seiner letzten Pressekonferenz als Projektleiter des Brenner-Nordzulaufs zog Torsten Gruber in Rosenheim Bilanz seines fünfjährigen Wirkens an der Spitze des Bahnprojektes.

"Infomieren, zuhören und aufklären" - diese drei Begriffe zogen sich wie ein roter Faden durch seine Arbeit, denn die Kommunikation und der Dialog nahmen weitaus mehr Raum ein, als etwa die technischen Aspekte oder die Planungsaufgaben. Gruber: "Am Anfang stand der Dialog, der Aufbau der verschiedenen Foren und Gremien und heute haben wir fünf Grobtrassen, von denen vier Vorschläge aus der Region enthalten - für mich ein Beleg, dass der Dialog funktioniert und erfolgreich ist." 

Nach dem Dialogstart 2015 folgte im Jahr darauf mit fortschreitender Planung die Erkenntnis, dass die Planungsräume erweitert werden müssen, um eine möglichst verträgliche Trasse zu finden. 2017 führten Gruber und sein Projektteam deswegen einen Neustart durch - nun inklusive der Gemeinden rund um Rosenheim. Ein Jahr später entstanden die ersten Grobtrassen und mit ihnen viele Ideen aus der Region. 2019 ist nun geprägt von der Reduktion auf nur mehr fünf Grobtrassen und damit einhergehend die Verringerung der Betroffenheiten. 

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Gruber schätzt, dass er in den fünf Jahren rund 900 Gespräche mit Mandatsträgern, Lokalpolitikern und Vertretern in den Dialoggremien geführt hat: "Anfangs dachte ich die Region zu kennen, denn ich bin in Aschau aufgewachsen. Aber ich durfte lernen, dass es deutlich mehr Vielfalt gibt, bei den Ansichten der Menschen, bei den Beweggründen, in den einzelnen Gemeinden aber auch bei Umwelt und Natur. Ich werde nun vieles mitnehmen aus der Region und bei meinen künftigen Aufgaben sicherlich anwenden können."

Pressemitteilung Deutsche Bahn AG

Nach vier Jahren im Projekt wird Torsten Gruber auf eigenen Wunsch den Staffelstab weitergeben und den DB-Konzern verlassen. Ihm folgt Matthias Neumaier nach. Er leitet seit 2013 das Bahn-Ausbauprojekt "Elektrifizierung München-Lindau (ABS 48)".

Quelle: rosenheim24.de

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