Meridian-Züge systematisch ausgebremst?

Auch Bayerische Eisenbahn-Gesellschaft schießt gegen DB

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Ein Meridian-Zug im Rosenheimer Bahnhof.
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Landkreis - Erneut kommt es auf den Strecken von Rosenheim nach Prien und von Rosenheim nach München wegen Bauarbeiter der DB-Netz zu erheblichen Verspätungen, sogar zu Schienenersatzverkehr. Die Betreiber des Meridian erheben schwere Vorwürfe gegenüber der DB. Nun schießt auch die BEG nach:

Update 14.15 Uhr: BEG unterstützt Meridian-Betreiber

Die Betreiber des Meridian sind sauer auf die Deutsche Bahn. Sie wirft der Bahn vor, Meridian-Züge mit ihrem Baustellenmanagement systematisch ausgebremst zu haben und daher schuld an den massiven Verspätungen in der Region wäre. 

Nun findet auch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) klare Worte für die Deutsche Bahn, wie der BR berichtet: "Die Tatsache, dass es aufgrund von Bauarbeiten auf der Strecke München – Rosenheim – Salzburg wie bereits im Vorjahr erneut zu erheblichen Einschränkungen (u. a. Zugausfälle, Verspätungen) für die Züge des Meridian kommt, ist auch für die BEG nicht akzeptabel." 

Auch der BEG reicht die bisher eher magere Erklärung der Deutschen Bahn (siehe Erstmeldung unten) nicht aus: "Wir hatten die DB Netz daher bereits mehrfach schriftlich aufgefordert, kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Betriebsabläufe zu ergreifen. Darüber hinaus haben wir für zukünftige (Groß-)Baumaßnahmen die Bereitstellung einer verbesserten Bauinfrastruktur (z. B. Einbau von Bauweichen) gefordert, um die Auswirkungen auf den Zugbetrieb zu minimieren. Dass bei der aktuellen dreimonatigen Baumaßnahme auf einer derart hoch frequentierten Strecke über einen 16 Kilometer langen eingleisigen Abschnitt keine Überleitstellen und entsprechende Signaltechnik vorhanden sind, trifft bei uns auf völliges Unverständnis."

Erstmeldung 9.28 Uhr: Meridian-Züge systematisch ausgebremst?

Diverse Bauarbeiten der DB Netz AG führen zwischen 17. und 25. Juni beim Meridian erneut zu Fahrplanänderungen. Betroffen sind die Strecke zwischen München und Salzburg und der Abschnitt zwischen München Hauptbahnhof und München Ost. Aber auch das Stück zwischen Rosenheim und Prien musste in den letzten Wochen und Monaten immer wieder gesperrt werden. Zwar setzt das Team von Meridian Busse ein, doch kommt es immer wieder zu zahlreichen Verspätungen.

Verspätete Fernzüge bevorzugt?

Die Betreiber des Meridian erheben nun schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Bahn, wie der BR berichtet: Die Deutsche Bahn bremse Meridian-Züge beim Baustellenmanagement systematisch aus. Fernzüge der Bahn selbst und auch der österreichischen Bundesbahn würden bevorzugt. Dadurch komme es immer wieder vor, dass ein eigentlich pünktlicher Zug des Meridian zwischen Rosenheim und München auf Anweisung der DB bis zu 20 Minuten auf einen verspäteten Fernzug warten müsse.

Task Force eingerichtet

Die DB reagierte auf diese Vorwürfe offenbar mit einer sehr allgemeinen Stellungnahme: Auf der Strecke München-Rosenheim-Salzburg seien Bauarbeiten eine große Herausforderung, so eine Sprecherin gegenüber dem BR. Diese Strecke sei hoch frequentiert und es gebe keine angemessenen Umleitungen. Man führe deshalb intensive Gespräche mit allem Beteiligten, außerdem habe man eigens eine Task Force eingerichtet.

mh

Quelle: rosenheim24.de

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