Altstadtbahnhof Wasserburg

Brandstiftung im Altstadtbahnhof: Urteil!

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Wasserburg - Er sorgte dafür, dass der Altstadtbahnhof in Flammen aufging. Danach entzog er sich fast 17 Jahre der Justiz. Am Donnerstag wurde der 42-Jährige nun endlich verurteilt:

Am 11. Dezember 1997, gegen 3.45 Uhr, wurde der Wasserburger Altstadtbahnhof von einer Explosion erschüttert. Ein Gebetsraum der muslimischen Gemeinde, ein türkisches Bistro und der Bahnhofskiosk waren betroffen. Die Kripo ging von Brandlegung aus. 

Fast 17 Jahre lang konnte sich der 42-jährige Türke, dem der Anschlag zur Last gelegt wird, der Justiz entziehen. Zum einen, weil er selbst flüchtete. Zum anderen, weil das Verfahren in Deutschland im jahr 2003 verfrüht eingestellt wurde, da die Türkei die Strafverfolgung übernehmen wollte.

Am Donnerstag wurde ihm im Traunsteiner Landgericht nun endlich der Prozess gemacht. Sein Anwalt, Sewarion Kirkitadse, räumte in Namen seines Mandanten alle Punkte der Anklageschrift ein. So wurde der türkische Kraftwagenfahrer zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten wegen "versuchter schwerer Brandstiftung in mittelbarer Täterschaft" verurteilt. Zu Grunde liegt die Tatsache, dass er die Brandstiftung nicht selbst ausführte, sondern sie an einen 47-jährigen Türken delegierte.

Dieser verschüttete Benzin im gesamten Gebäude, zündete es an und löste so eine Explosion aus. Als er im Nachhinein von dem Gebetsraum, in dem ab und zu Gäste nächtigten, erfuhr, sei er schockiert gewesen, wie die OVB Heimatzeitungen berichten. Der Brandleger, der mittlerweile in der Türkei lebt, wurde bereits 1998 vom Landgericht Traunstein zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Über das Motiv der Tat und die Tat selbst, hat der Angeklagte am Donnerstag jedoch weiter geschwiegen.

Den vollständigen Bericht lesen Sie auf ovb-online.de oder in der gedruckten Heimatzeitung!

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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