Terror: Polizeipräsenz auch in der Region

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Air-Berlin-Flugzeug auf dem Flughafen München Archivbild).

Rosenheim - Durch die aktuelle Terrorbedrohung ist die Bundespolizei auch in der Region in Einsatzbereitschaft. Es kommt überall zu einer höheren Präsenz.

Die Maßnahmen werden flächendeckend umgesetzt, somit kommt es überall zu einer erhöhten Präsenz, so Klaus Papenfuß, der Sprecher der Bundespolizeidirektion in München im Charivari-Interview. Es sei aber nicht immer für den Reisen beobachtbar, da die Maßnahmen flexibel und nicht nur über Stärke und Anzahl der eingesetzten Beamten zu definieren seien.

Neben den Beamten in Uniform werden auch zivile Einsatzkräfte unterwegs sein - besonders an Plätzen, an denen viele Menschen unterwegs sind, zum Beispiel an Bahnhöfen. Das gesamte Einsatzkonzept der Einsatzkräfte bleibt aber aus taktischen Gründen geheim.

Helmut M. aus Wien fuhr nach langer Wartezeit am Münchner Flughafen in ein Erdinger Hotel.

Gegen 1.30 Uhr landeten die rund 300 Passagiere aus dem namibischen Windhuk in München. Da war der Nervenkrimi mit siebenstündiger Verspätung zu Ende. Begonnen hatte er in Namibia: Dort waren die Passagiere bereits an Bord des Airbus von LTU/Air Berlin gegangen, als es in Windhuk beim Abflug hieß: Alle müssen mit Handgepäck wieder aussteigen. Ein Gepäckstück war übergeblieben. Jeder Fluggast musste sein Gepäck identifizieren und ein Sprengstoffspürhund suchte alle Stücke ab. Da der Hund nicht fündig wurde, wurde das ganze Flugzeug abgesucht. Erst dann durfte der Flieger den Heimflug nach München antreten.

Das Bundeskriminalamt (BKA) bestätigt den Vorfall. Beim Durchleuten des verdächtigen Gepäckstücks wurden "Batterien, die über Kabel mit einem Zünder und einer laufenden Uhr verbunden waren, sichtbar", teilte die Behörde mit.

Wolfgang H. aus Krefeld wartet im Terminal 1 bis sein Anschlussflug nach Dortmund ging. "Ich habe in den letzten 15 Stunden am Flughafen nur eine kleine Schale Reis von der Fluggesellschaft bekommen und mit Getränken wurde auch gespart."

Ob es sich um einen zündfähigen Sprengsatz handelt, kann das BKA erst nach kriminaltechnischen Untersuchungen sagen. Keine Auskunft gibt es auch dazu, ob tatsächlich Sprengstoff in der Maschine gefunden wurde. Nach ersten Medienberichten soll das aber nicht der Fall gewesen sein.

Terroralarm am Münchner Flughafen

Nach dem Fund wurde die Passagiere sowie das gesamte Gepäck und das Luftfahrzeug vor Abflug einer nochmaligen Kontrolle unterzogen. Auch in München wurden Fluggäste und Gepäck nocheinmal kontrolliert.

Quelle: rosenheim24.de

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