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Töginger wendet sich direkt an die Stadt

Blindgänger: Unverständnis auf beiden Seiten

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Töging - Der mutmaßliche Blindgänger schlägt hohe Wellen. In einem offenen Brief ans Rathaus fordert ein Töginger, die Bürger über eine Bombensuche abstimmen zu lassen.

Die Entscheidung der Stadt Töging, nicht nach einem möglichen Blindgänger auf einem Grundstück im Ortsteil Hubmühle zu suchen, stößt in Teilen der Bevölkerung offenbar auf Unverständnis. In einem offenen Brief, der unserer Redaktion vorliegt, hat sich der Töginger Andreas Willeitner ans Rathaus gewandt. In erster Linie mit Verweis auf die Explosion eines Blindgängers in Euskirchen konstatiert Willeitner, man fühle sich "doch etwas unsicher und unwohl".

Der Töginger fordert, die Bürger über die Bombensuche abstimmen zu lassen, "weil ich denke, die Entfernung der Bombe ist im Interesse einiger oder eventuell sogar der meisten Mitbürger unserer Stadt".

Krebes: "Ich bin ohne Sorge"

Bürgermeister Horst Krebes zeigte auf Anfrage unserer Redaktion kein Verständnis für die Bedenken des Tögingers. Eine Suche nach dem mutmaßlichen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sei "völlig unnötig", so Krebes. "Ich sehe keine Notwendigkeit." Wie schon zuvor der Hauptamtsleiter der Stadt Werner Huber betont Krebes, es sei gut möglich, dass sich auf dem Grundstück gar keine Fliegerbombe mehr befindet. Grund für diese Vermutung ist, dass Kommandos der Wehrmacht Blindgänger regelmäßig entfernt haben. So konstatiert der Bürgermeister: "Ich bin ohne Sorge."

Zudem befindet sich das Grundstück in Privatbesitz. "Das ist alleine die Sache des Grundstückbesitzers", erklärt Krebes. "Der Grundstücksbesitzer hat gesagt, das geht niemanden was an." Wie das Bayerische Innenministerium in einer Bekanntmachung zum Thema Abwehr von Gefahren durch Kampfmittel bereits im Jahr 2010 deutlich machte, sind Grundstückseigentümer für die Beseitigung konkreter Gefahren verantwortlich. Weil auf dem Gelände in Hubmühle aber nicht gebaut werden soll und noch nicht einmal feststeht, ob sich dort überhaupt ein Blindgänger befindet, liegt keine konkrete Gefahr vor. Dies hat bereits gestern Hauptamtsleiter Werner Huber deutlich gemacht.

Theoretisch ist es allerdings möglich, auch im Falle "noch nicht aufgefundener Kampfmittel sicherheitsrechtlich einzuschreiten", schreibt das Innenministerium. Darüber könnten die örtlichen Sicherheitsbehörden unter Berücksichtigung der grundstücksbezogenen Gegebenheiten und insbesondere der Bodeneingriffe - wenn also beispielsweise gebaut werden soll - entscheiden.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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