"Bekannte Sportler sollten eine Vorbildfunktion übernehmen"

Für Werbung: Schweinsteiger muss herbe Kritik einstecken

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Bastian Schweinsteiger bei seinem Abschiedsspiel FC Bayern München - Chicago Fire.
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Berlin/Chicago - Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. hat eine Aufklärungskampagne mit Bastian Schweinsteiger zu fairen Regeln beim Automatenspiel gestartet. Für dieses Engagement erntet der ehemalige DFB-Kapitän nun heftige Kritik. 

Wir spielen fair! Das ist die Botschaft der am 17. Oktober gestarteten Aufklärungskampagne des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW). Mit ihr setzt sich der DAW für ein geregeltes Automatenspiel in legalen Spielhallen, die sich an Recht und Gesetz halten, ein. Im Zentrum der Kampagne: Fünf Regeln für ein faires Spiel. Botschafter der Aufklärungskampagne ist der bekannte Fußballer Bastian Schweinsteiger, schreibt die deutsche Automatenwirtschaft in einer Pressemitteilung. 

Schweinsteiger hat sich bereit erklärt das Gesicht der Automatenwirtschaft zu werden. In einem aufwendig produzierten Video stellt der ehemalige Bayern-Star klar: "Das allerwichtigste ist, dass du sauber spielst, egal wo und was du spielst."

Für diese Engagement hagelt es nun von einigen Seiten erste Kritik. Eine Sprecherin der Bundeszentrale für gesundheitlich Aufklärung (BzGA) erklärt  zum Beispiel auf Anfrage von bild.de: "Bekannte Sportler wie Bastian Schweinsteiger sollten eine Vorbildfunktion in der Suchtprävention übernehmen. Angesichts der Risiken, die mit dem Glücksspiel verbunden sind, wäre es seitens der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung begrüßenswert, wenn sich bekannte Sportler für wirkungsvolle Suchtpräventionsmaßnahmen einsetzen würden."

Hintergrund der Kampagne ist der Einsatz für ein faires und legales Glücksspiel unter dem Motto: "Wir kämpfen für ein legales Spiel mit fünf Regeln für Spielhalle". 

Fünf Regeln für ein faires Spiel: 

1. Zutritt nur ab 18: Jugendschutz ist uns wichtig. Nur volljährige Spieler dürfen an unseren Geräten spielen. 

2. Kein Alkohol: Bei uns herrscht ein strenges Alkoholverbot. Beim Spielen muss der Kopf klar sein! …und das gilt schon seit 1985! 

3. Geschultes Personal: Wir wollen mit Süchtigen kein Geld verdienen. Durch geschultes Personal kann Jugend- und Spielerschutz am besten umgesetzt werden. Bislang wurden über 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult. 

4. Spielerschutz: Wir setzen uns Ziele für den Spielerschutz, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen. Wir fordern in ganz Deutschland Zutrittskontrollsysteme für Spielhallen, am besten biometrisch. Eine bundesweite Sperrdatei ist zwingend notwendig, um Süchtige vor sich selbst zu schützen. 

5. Geprüfte Qualität: Wir wollen, dass Spielhallen sich durch den TÜV zertifizieren lassen und dadurch unterstreichen, dass sie sich an einheitliche und hohe Qualitätsstandards halten. Eine Zertifizierung sollte gesetzlich verankert werden.

Quelle: rosenheim24.de

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