K&L will 'unprofitable Filialen' schließen - auch in Rosenheim und Freilassing?

K&L Insolvenz - "Ich gehe davon aus, dass Freilassing erhalten bleibt"

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57 Filialen hat die Modekette K&L im süddeutschen Raum. Nun steckt das Unternehmen in der Existenzkrise.
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Landkreise - K&L steckt in der Krise: Die Modekette will sich trendorientierter ausrichten und für den Online-Handel öffnen. Allerdings auf Kosten einiger Filialen. Wie sieht es in Freilassing aus?

UPDATE, Donnerstag 10 Uhr, Stellungnahme der Filialleiterin von K&L Freilassing:

Die K&L Ruppert Filiale in Freilassing steht dem Insolvenzverfahren positiv gegenüber. Filialleiterin Anke Dammrich geht davon aus, dass ihre Filiale nicht geschlossen wird. "In den nächsten drei Monaten ändert sich für den Kunden sowieso nichts", betonte Dammrich gegenüber BGLand24. "Wir öffnen von 9 bis 19 Uhr und die Mitarbeitergehälter sind bis dahin ebenfalls gesichert."

Mit Spannung warten auch die Beschäftigten auf den angekündigten Sanierungsplan. Sie wurden am Mittwochvormittag über das Insolvenz-Schutzschirmverfahren informiert. "Wir waren noch nicht zahlungsunfähig", betont die Filialleiterin. "Der Konzern hat rechtzeitig die Reißleine gezogen."

Ob die Filiale in Freilassing bestehen bleibt und welche Filialen geschlossen werden, will der Konzern zeitnah entscheiden. Der Sanierungsplan wird derzeit erstellt.

Erstmeldung:

Die beliebte Modekette K&L Ruppert will sich restrukturieren, der laufende Geschäftsbetrieb soll aber fortgeführt werden. Das Unternehmen hat am Amtsgericht Weilheim einen Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens nach Paragraf 270b der Insolvenzordnung gestellt. Das teilte K&L am Mittwoch in einer Pressemitteilung mit.

Arbeitsplätze und Löhne bis Ende Dezember gesichert

Die Löhne und Gehälter der rund 1.200 Mitarbeiter - darunter 100 Auszubildende - seien noch bis Ende Dezember 2018 gesichert. Ein Sanierungsplan soll das Unternehmen wieder auf Kurs bringen.

Die Filialleitung von K&L Ruppert in Rosenheim wollte sich zu diesem Antrag nicht äußern und verwies auf die Zentrale der Modekette. Dort konnte unsere Redaktion noch niemanden erreichen. Rosenheim24.de ist aber weiterhin bemüht, ein Statement zu erhalten. Eine weitere Filiale gibt es in Freilassing.

"Unprofitable Filialen" sollen "zeitnah" schließen

Durch das Schutzschirmverfahren sei das Unternehmen vor Zwangsmaßnahmen der Gläubiger geschützt und weiterhin voll handlungsfähig. Die operativen Geschäfte an den 57 Filialstandorten im süddeutschen Raum sollen während des Verfahrens ohne Einschränkungen weiterlaufen. Wie merkur.de berichtet, plant die Kette in der Folge, "unprofitable Filialen" zu schließen, das Sortiment zu straffen und sich mehr auf Trends und Aktionswaren auszurichten. Diese Schließungen sollen "zeitnah" vollzogen werden.

Ob auch die Filiale in Rosenheim oder andere Geschäfte in unserer Region von den Maßnahmen betroffen sind, bleibt noch unklar. Auch um wie viele Filialen es sich handeln wird, ist nicht bekannt.  Anschließend soll es auch entsprechende Einsparungen in der Hauptverwaltung und der Logistik geben.

Wieso genau das Unternehmen in die Existenzkrise geraten ist und was die Geschäftsführung nun plant, lesen Sie hier auf merkur.de*.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

mz

Quelle: rosenheim24.de

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