Gäste von Kameras gefilmt

Stripclub-Skandal: Auch bekannte Fußballer betroffen?

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Augsburg - Ermittler durchsuchten einen Nachtclub in Augsburg. Dabei stießen sie auf Überwachungskameras, die Daten monatelang speicherten.

Überwachungskameras in einem Augsburger Nachtclub: Die Aufnahmen zeigten Gäste beim Geschlechtsverkehr mit verschiedenen Tänzerinnen - Gäste, die laut der Augsburger Allgemeinen durchaus aus Fußball und Politik bekannt sein dürften. So berichtet die Zeitung, dass eine der Kameras im Separee installiert war und als Rauchmelder getarnt wurde.

Unangenehm: Die Gäste mussten bei der Kripo als Zeugen aussagen. Der Grund: Bei den Ermittlern verfestigte sich der Verdacht, dass in dem Club Prostitution betrieben wurde. Nach Informationen der Augsburger Allgemeinen hätten sich die Tänzerinnen aber freiwillig auf den Sex mit den Gästen eingelassen. Die Beweislage sei laut Staatsanwaltschaft auch zu dünn, um wegen Prostitution tätig zu werden.

Auffällig ist nur, dass bisher niemand der Gäste einen Strafantrag gestellt hat. Schließlich steht in Paragraf 201a des Strafgesetzbuchs, dass so eine versteckte Beobachtung als Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen bezeichnet wird. Sollte es dann zu einer Verhandlung kommen, müssten die Gäste aber öffentlich aussagen. Unklar bleibt laut Augsburger Allgemeine aber, warum überhaupt erst gefilmt wurde.

Ärger mit der Justiz kommt aber trotzdem auf den Clubbetreiber zu. Es wird berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erhoben habe. Der Grund sei Hehlerei. Offenbar habe der Wirt einer rumänischen Diebesbande Alkohol abgekauft, um seinen Gewinn im Club zu steigern. Angeblich wurde der Schnaps aus Supermärkten in der Region gestohlen.

Mittlerweile sei der Mann aber auch nicht mehr Chef in dem Nachtclub. Eine jüngere Frau habe die Geschäftsführung übernommen.

ahi

Rubriklistenbild: © dpa

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