Vermisste Mädchen

"Zwölf Stämme"-Kinder zurück in Bayern

Donauwörth - Die zwei vermissten Mädchen (10 und 17) aus der umstrittenen Sekte "Zwölf Stämme" sind wieder in Bayern. Die Umstände ihres Verschwindens sind weiter mysteriös.

Die beiden verschwundenen Kinder der umstrittenen Religionsgemeinschaft „Zwölf Stämme“ sind zurück in Bayern. Die Mädchen hatten sich in der Schweiz aufgehalten und wurden in der Nacht zu Samstag von Mitarbeitern des Jugendamtes Donau-Ries an der Grenze abgeholt, wie Achim Frank vom Landratsamt Donau-Ries am Montag sagte. Warum die beiden Schwestern in der Schweiz waren und was hinter ihrem Verschwinden steckt, sei nicht klar. Eines der Mädchen sei nun in einer neuen Pflegefamilie untergebracht, das andere in einer Jugendhilfeeinrichtung.

Die 10 und 17 Jahre alten Mädchen waren Mitte September nach der Schule nicht zu ihren Pflegeeltern gekommen. Sie gehörten zu den 40 Kindern, die die Behörden wegen Prügelvorwürfen Anfang September aus der Glaubensgemeinschaft auf dem Gutshof Klosterzimmern im schwäbischen Deiningen und im mittelfränkischen Wörnitz geholt hatten.

Die Gruppe „Zwölf Stämme“ hatte mehrfach eingeräumt, dass sie ihre Kinder züchtigt. Die meisten Kindern sind derzeit in Pflegefamilien.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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