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Ein Fahrgast begrapschte sie

Taxifahrerin wehrt sich und erhält Abfindung

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Deggendorf - Weil eine Taxifahrerin einen Grapscher kein zweites Mal als Fahrgast befördern wollte, wurde ihr gekündigt. Das Gericht sprach ihr nun das Recht auf eine Abfindung zu.

Erst begrapscht, dann gekündigt: Eine Taxifahrerin aus Deggendorf hat vor Gericht einen Teilerfolg erzielt. Sie soll eine Abfindung in Höhe von fünf Monatsgehältern erhalten. Die Vorgeschichte: Die 27-Jährige wurde von einem Fahrgast begrapscht - weil sie diesen Mann kein zweites Mal chauffieren wollte, wurde ihr während der Probezeit gekündigt. Bei einer Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Deggendorf sei nun ein Vergleich geschlossen worden, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Er bestätigte entsprechende Medienberichte. Rechtswirksam ist der Vergleich noch nicht - das Taxiunternehmen kann bis zum 12. März Widerspruch einlegen.

Lesen Sie hier noch einmal die ganze Vorgeschichte

Ende 2012 war ein offenbar betrunkener Mann in das Taxi der 27-Jährigen eingestiegen und hatte die Frau während der Fahrt unsittlich angefasst. Die Taxifahrerin fuhr den Mann nach Hause und erstattete Anzeige. Als wenig später der selbe Mann vor ihrem Taxi stand, ließ sie ihn nicht einsteigen und rief einen Kollegen. Die Taxiunternehmerin hatte der jungen Frau laut Zeitungsberichten gekündigt, um sie vor weiteren Übergriffen zu schützen. Zudem sei die junge Frau ungeeignet für den Beruf. Einen zudringlichen Fahrgast müsse man eben aushalten können, sagte sie demnach.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa Bildfunk

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