Bayern-SPD will sich öffnen

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SPD-Landeschef Florian Pronold-

Landshut - Die Bayern-SPD will künftig stärker als in den vergangenen Jahren auf Bürger und Verbände zugehen und so wieder in die Offensive kommen.

Man wolle die SPD öffnen und einladen, “in und mit der bayerischen Sozialdemokratie dafür zu kämpfen, dass Bayern schöner, sozialer und gerechter wird“, sagte SPD-Landeschef Florian Pronold am Samstag auf dem Landesparteitag in Landshut. Pronold räumte ein, dass die SPD zuletzt zu wenig Kontakt mit gesellschaftlichen Gruppen aller Art gehabt habe. “Das müssen wir verändern.“ Unter anderem sollen Verbände und Vereine Rederecht auf den SPD-Parteitagen bekommen. Zudem sollen die Wahllisten zur Kommunalwahl 2014 für engagierte Nichtmitglieder geöffnet werden.

Pronold sieht seine Partei nach den verheerenden Wahlniederlagen der vergangenen Jahre wieder auf einem aufsteigenden Ast. Die Bayern-SPD habe sich aufgerappelt. “Wir müssen unser Gebäude renovieren, wir müssen das eine oder andere erneuern - aber wir haben ein solides Fundament, wir haben die richtigen Überzeugungen“, betonte er. Zum Auftakt des Parteitags hatte die stellvertretende SPD-Bundeschefin Manuela Schwesig die Familienpolitik der Bundesregierung scharf attackiert.

Die Regierung mache “keine Politik für Familien, sondern eine Politik gegen Familien“, sagte Schwesig unter dem Applaus der Delegierten. Insbesondere kritisierte sie Überlegungen, das Elterngeld für Geringverdiener ebenso zu kürzen wie für Hartz-IV-Empfänger. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) solle sich schämen. “Die Familien sind nicht die Sparschweine der Nation.“

dpa

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