Lesermeinungen zum Kanzlerkandidaten von CDU/CSU

Söder als Kanzlerkandidat: „Bitte keinen ‚Trump‘“ und keinen „König von Deutschland“

Wer wird Kanzlerkandidat von CDU und CSU? Auch unser Leser Georg Mittermeier aus Hinterschmiding äußert seine Meinung zu der aktuellen K-Frage.
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Wer wird Kanzlerkandidat von CDU und CSU? Auch unser Leser Georg Mittermeier aus Hinterschmiding äußert seine Meinung zu der aktuellen K-Frage.

Wer wird Kanzlerkandidat von CDU und CSU? Armin Laschet oder Markus Söder? Die Entscheidung zur Kanzlerkandidatur zieht sich hin. Doch was sagt Ihr zu der anhaltenden Diskussion? Zahlreiche Leser haben uns Ihre Meinung geschildert:

Landkreis - Seit mehr als einer Woche streiten CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder über die Frage, wer als Kanzlerkandidat für die Union zur Bundestagswahl antritt. In der Nacht zu Montag, 19. April, berieten beide dreieinhalb Stunden in einem Gebäude des Bundestags in Berlin - ohne Einigung.

Am Montagmittag, 19. April, will nun kurzfristig die CSU-Spitze über den Stand der Dinge und das weitere Vorgehen beraten. Um 13 Uhr werde es Beratungen des CSU-Präsidiums geben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Parteikreisen. Um 14 Uhr wollen CSU-Chef Markus Söder und Generalsekretär Markus Blume eine Pressekonferenz geben. Nach dem ergebnislosen nächtlichen Treffen war Söder am Montagvormittag dpa-Informationen zufolge bereits wieder auf dem Rückweg nach Bayern.

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Am Montag, 12. April, hatten sich die Vorstände von CDU und CSU jeweils für ihren eigenen Kandidaten stark gemacht. Am Sonntag, 18. April, stellte sich die Junge Union hinter CSU-Chef Markus Söder und erhöhte damit den Druck auf CDU-Chef Armin Laschet. Die OVB24-Redaktion hat Euch gefragt, ob Markus Söder die Kanzlerkandidatur von CDU/CSU übernehmen soll.

Söder als Kanzlerkandidat? Eure Leserbriefe zum Thema:

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht den Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Georg Mittermeier aus Hinterschmiding

Unser Leser Georg Mittermeier aus Hinterschmiding äußert seine Meinung zu der aktuellen K-Frage.

Bei den letzten Wahlen habe ich noch CSU/Markus Söder und die FWG/Aiwanger gewählt. Bei der nächsten Wahl wähle ich gerne wieder Herrn Aiwanger, aber auf keinen Fall den bayerischen Trump! Wie tief ist Deutschland gesunken, wenn ein Mann Kanzlerkandidat wird, der immer wieder die Entscheidungen von hohen Gerichten missachtet und durch sinnlose bzw. gesellschaftsschädigende neue Allgemeinverfügungen wirkungslos macht (siehe vor Kurzem das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes zur Öffnung von Schuhgeschäften und Einzelhandel)? Der den eigenen Koalitionspartner und den stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten einfach übergeht und Erklärungen zur aktuellen Politik und Maßnahmen abgibt, die eindeutig nicht von der FWG (Freien Wählergemeinschaft) mitgetragen werden?

Der in seiner Partei einen Bundesverkehrsminister immer noch ungerügt agieren lässt, obwohl Andreas Scheuer die Zusammenarbeit mit offiziellen Ermittlungsbeauftragten zur Mautaffäre verweigert? Der den Freistaat Bayern (mit eigener Verfassung) seinen politischen Ambitionen opfert und somit ermöglicht, dass die handlungsfähige Bundesregierung unter Angela Merkel über das Wohl und Wehe der bayerischen Bevölkerung entscheidet? Und der als Vorbild Franz Josef Strauss hat?

Leider kann ich nur ein paar Beispiele im Rahmen dieses Leserbriefes anführen. Ich hätte wahrlich kein Problem, mehrere Seiten zu schreiben. Zu meiner Person möchte ich kurz anmerken, dass ich in Traunstein geboren und aufgewachsen bin, nach der Wehrpflicht und meiner Hochzeit 1980 in Piding gelebt habe und seit 2020 in Niederbayern (in der Nähe von Freyung) eine schöne neue Heimat gefunden habe. 

Ich hoffe sehr, dass die demokratischen Mittel und Institutionen Deutschlands stark genug sind, um die Corona-Krise zu bewältigen, gemeinsam die Demokratie zu erhalten und den „Scherbenhaufen Deutschland“ neu aufzubauen. Bitte keinen „Trump“ als Bundeskanzler und schon gar nicht als einen anständigen bayerischen Ministerpräsidenten!

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Anonym aus Bayern

Söder ist meiner Meinung nach ein Dampfplauderer. Er hört sich selber gern zu und wirkt arrogant und hochnäsig. Beim ersten Lockdown wurde er auf den Olymp gehoben. Jetzt steht er da oben und kommt nicht mehr herunter. Er sieht sich als König von Bayern und bald auch als König von Deutschland.

CDU/CSU (Laschet, Söder) ist doch keine Volkspartei mehr. Das sieht man an der Merkel („Wir schaffen das“). Wer ist wir? Wer schützt uns vor Söder und Laschet? Warum nicht der Kanzler von SPD/ FDP? Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte! Söder ist wie eine Fahne im Wind - er dreht sich genau so schnell wie Seehofer! Wer bis 2.30 Uhr in der Früh eine Kabinettssitzung hält und dann hirnlose Beschlüsse bekannt gibt, soll Kanzler werden?

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Ortwin aus Bayern

Den Umfragewerten glaube ich in keiner Weise, wenn man die Untätigkeiten beziehungsweise den verbreiteten Mist der beiden betrachtet. Laschet ist meiner Meinung nach ein „Merkel-Zögling“ und der Söder ein Pharisäer. Beide haben nicht das Auftreten, das Vertrauen und den Arsch in der Hose, den ein Bundeskanzler haben muss.

Beide haben das Vertrauen, die Würde und Standhaftigkeit sowie das Delegationsvermögen verspielt. Betrachtet man die negativen Vorgehensweisen (die haben kein „Vorgehen“ sondern ein Nachplappern der „Lobbyistenzulieferer“), bringen beide nichts auf die Reihe. Absolut nichts.

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Schildert uns Eure Meinung:

Was haltet Ihr von der ganzen Diskussion? Soll Markus Söder die Kanzlerkandidatur von CDU/CSU übernehmen? Oder sollte er besser in Bayern bleiben? Oder wäre gar Armin Laschet, der bereits Rückendeckung vom CDU-Präsidium und Vorstand erhielt, der bessere Kandidat?

Begründet Eure Meinung und schickt uns Euren Leserbrief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Kanzlerkandidatur bei CDU/CSU“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

K-Frage: Baerbock wird Kanzlerkandidatin der Grünen

Die Union steht nicht nur wegen der internen Folgen des Streits fünf Monate vor der Bundestagswahl maximal unter Druck, möglichst schnell eine Entscheidung zu finden. Hinzu kommt, dass die Grünen - nach aktuellen Umfragen stärkste Kraft hinter der Union - am Montag ihre Kanzlerkandidatin präsentierten: Parteichefin Annalena Baerbock tritt bei der Bundestagswahl im September als Kanzlerkandidatin an.

jg

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