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Das sind Eure Meinungen

Nur Geimpfte im Club? Halfinger: „Grundrechte als Druckmittel? Schon lange nicht mehr tolerierbar“

Franz Lidl hat uns seine Meinung zu Club-Öffnungen für Geimpfte geschickt.
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Franz Lidl hat uns seine Meinung zu Club-Öffnungen für Geimpfte geschickt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat mehr „Freiheiten“ für Geimpfte in Bayern in Aussicht gestellt. Sogar die Discos sollen exklusiv für sie öffnen. Doch was haltet Ihr davon? Ist es ein guter Anreiz für die Impfung oder führt es womöglich zu einer „Zwei-Klassen-Gesellschaft“? Ihr habt uns Eure Meinungen geschickt.

Bayern - Zur Steigerung der Impfbereitschaft hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Öffnung von Clubs und Diskotheken für vollständig gegen Corona Geimpfte in Aussicht gestellt. „Ich glaube, der erste Ansatz, den wir dringend brauchen, ist mehr Freiheiten für Geimpfte“, sagte der CSU-Chef am Dienstag (13. Juli) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München.

Dazu gehöre etwa der Wegfall von Quarantäne-Vorschriften für zweifach Geimpfte und „ab Herbst auf jeden Fall die Öffnung von Clubs und Nachtgastronomie“. Zudem sollen Söder zufolge Geimpfte nicht mehr auf die erlaubte Zuschauerzahl bei Kultur- und Sportveranstaltungen angerechnet werden.

Auch interessant: Schülerimpfungen gegen Corona in Bayern gestartet: Wie viele Freiheiten bringen sie? (Plus-Artikel)

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) dagegen möchte dieses Konzept nicht in der Form mittragen. Öffnungen nur für Geimpfte würden eine Zwei-Klassen-Gesellschaft kreieren, befürchtete er im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen. Bei Öffnungen schlägt er vor, diese für alle geltend zu machen, vorausgesetzt man ist geimpft, genesen oder negativ getestet.

Was sagt Ihr? Sollten im Herbst Clubs und Discos nur für Geimpfte öffnen dürfen oder führt das Eurer Meinung nach zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft? Wir haben Euch um Leserbriefe gebeten und ihr habt fleißig geschrieben.

Disco nur für Geimpfte? Das sind Eure Leserbriefe zum Thema:

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht den Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Franz Lidl aus Halfing

Franz Lidl hat uns seine Meinung zu Club-Öffnungen für Geimpfte geschickt.

Wer geimpft ist, reduziert die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, schwer zu erkranken und andere anzustecken. Das zumindest wird das als Grund angegeben, um Menschen zur Impfung zu bewegen. Wer getestet ist, weist mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nach, in diesem Moment nicht ansteckend zu sein - diese Annahme ist die Grundlage für die Einführung des umfassenden Testregimes, das unseren Alltag einschränkt.

Seit eineinhalb Jahren werden wir tagtäglich mit Kennzahlen, Wahrscheinlichkeiten und Inzidenzen konfrontiert - wenn es bei den ganzen Diskussionen wirklich um Gesundheitsschutz gehen würde, dann müsste man hier doch einfach nüchtern betrachten: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geimpfter doch infiziert ist und zudem doch jemanden ansteckt? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein negativ Getesteter doch positiv ist und doch andere ansteckt?

Anstatt das Thema nüchtern zu betrachten, wird hier, wie bei vielen anderen Entscheidungen der letzten Monate mit dem Gedanken gespielt, Grundrechte als Druckmittel einzusetzen, um eine fragwürdige Impfkampagne zum „Erfolg“ zu bringen - und das ist in meinen Augen nicht nur unrecht und eine absolute Frechheit, sondern eigentlich schon lange nicht mehr tolerierbar.

Valentina aus dem Berchtesgadener Land

Das führt zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Man sollte nie die Rechnung ohne den Wirt machen. Der Wirt, das sind wir das Volk!
Alles hat ein Ende, auch dieser Zirkus!

Joachim Bernshausen aus Übersee

Von unserem verehrten Ministerpräsidenten sind wir in der Corona-Zeit schon einiges gewohnt. Nicht nur, dass er fortlaufend versucht, sich bei allen angedachten Freiheitseinschränkungen an die Spitze all jener zu stellen, die der Auffassung verfallen sind „Je mehr Freiheitsentzug und Impfung, desto mehr lässt sich der Corona-Virus beeindrucken und zurückdrängen!“

Sondern er begibt sich auch in jüngster Zeit erneut auf die Überholspur, um die Impfquote zu erhöhen. So hat er vor Tagen die Ständige Impfkommission ins Visier genommen, um diese zu einer Empfehlung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen zu drängen. Bislang hat diese eine Impfung dieser Personengruppe wegen erheblicher Bedenken stets abgelehnt.

Nun zieht er weitere Register seines Zwangsrepertoires und möchte ab Herbst nur noch geimpften Personen Zutritt in Clubs und Discos gewähren – und das für einen Personenkreis, der bestimmt schon seit rund eineinhalb Jahren sehnlichst auf die Möglichkeit wartet, endlich wieder frei und ausgelassen zu feiern und zu tanzen!

Das ist zynisch und komplett ohne Empathie! Eine weitere Spaltung der Gesellschaft nimmt er billigend in Kauf! Ein Blick in Veröffentlichungen internationaler Kapazitäten, so zum Beispiel des französische Forschers und Virologen Luc Montagnier, der 2008 den Nobelpreis für die Entdeckung des HI-Virus bekam, der sagt: „Die gegenwärtige Politik der Massenimpfungen ist ein schwerer Fehler. Sie ist ein wissenschaftlicher sowie ein medizinischer Irrtum – und sie ist inakzeptabel.“

Eine Corona-Politik, die kritische Stimmen lieber ignoriert und stigmatisiert ,dazu die Spaltung der Gesellschaft vorantreibt, junge Menschen auf dubiose Weise zum Impfen bringen möchte und weiter auf den Entzug von Freiheitsrechten setzt, dem Rufe ich in Anlehnung an seinen neuen Slogan „Impfen to go“ zu: „Söder go!“

Dominik Dziuba aus Bayern

Weit sind wir gekommen in den letzten eineinhalb Jahren. Die Spaltung der Gesellschaft funktioniert allmählich wunderbar. Traurig, mehr kann ich dazu nicht sagen.

Weit sind wir gekommen in den letzten eineinhalb Jahren. Die Spaltung der Gesellschaft funktioniert allmählich wunderbar. Traurig, mehr kann ich dazu nicht sagen.

Martin Weiherer aus Bayern zur Frage, ob die Clubs wieder öffnen dürfen sollten

Martin Weiherer zu möglichen Club-Öffnungen.

Ja, die Clubs sollen auch wieder Umsatz machen dürfen.

Reinhold Terner aus Fridolfing

Ganz klares Ja! Die Vorteile der Geimpften müssen noch drastisch ausgeweitet werden! Die jüngsten Auswüchse übergärender Unvernunft haben jetzt erst zig Abiturienten geliefert. Wer keine Solidarität seinen Mitmenschen gegenüber zeigen will, muss mit entsprechenden Konsequenzen zurechtkommen. Wir müssen Impfungen attraktiver gestalten, ist blanker Unsinn. Dass Herr Aiwanger gegen Vorteile für Geimpfte ist, kommt nicht von ungefähr. Er gibt ja „gutes“ Beispiel als führender Politiker,& indem er die Impfung verweigert.

Disco nur für Geimpfte? Schreibt uns Eure Leserbriefe:

Eure Meinung ist gefragt: Was haltet ihr von den Impfanreizen? Sollten im Herbst Clubs und Discos nur für Geimpfte öffnen dürfen oder führt das Eurer Meinung nach zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft? Sollte in Diskotheken lieber die 3-G-Regel (geimpft, getestet, genesen) gelten? Seid Ihr geimpft und freut Euch bereits auf die mögliche Öffnung im Herbst?

Schreibt uns zum Thema per Mail an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort: „Geimpfte im Club“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

2G-Regel in Club? Die Lage in Österreich

Aufgrund sprunghaft ansteigender Infektionen hat das österreichische Gesundheitsministerium jetzt drei neue Regeln veranlasst. So ist ab dem Donnerstag (22. Juli) der Zutritt zu Clubs und Discos nun noch für Geimpfte, sowie Personen, die einen negativen PCR-Test vorweisen können, möglich (2G-Regel).

Auch interessant: Clubbesuch für Geimpfte: Betreiber in der Region zwischen Hoffnung und Skepsis (Plus-Artikel)

Das heißt: Auch Genesene kommen nur noch mit PCR-Test rein. Neuerungen gibt es auch beim grünen Pass. Ab 15. August ist dieser erst dann gültig, wenn man vollständig immunisiert ist, also erst ab dem Tag der 2. Impfung. Bisher galt der Grüne Pass bereits ab dem 21. Tag nach der 1. Impfung. Für Personen, die mit Johnson & Johnson geimpft werden (nur ein Stich) sowie für Genesene und Getestete bleibt es wie bisher.

Zudem bleibt die Pflicht zur Erfassung der Kontaktdaten bis auf Weiteres in der Gastronomie und bei Veranstaltungen bestehen, diese Vorschrift hätte eigentlich am 22. Juli fallen sollen. Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein reagiert mit diesen Maßnahmen auf den Anstieg der Delta-Variante in Österreich. 

jg/jv

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