Namenstag kräftig gefeiert

Gipfelstürmer Josef

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Aus dem Wasserburger Land waren Heimatmusiker gekommen und brachten bayerische Stimmungslieder mit
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Landkreis - Mehr als 500 Sepps haben sich auf dem Wendelstein getroffen, um den Josefitag zu feiern. Schon seit Jahren gibt es diese Tradition.

Auch wenn der Josefitag seit dem Jahr 1968 kein gesetzlicher Feiertag mehr  in Bayern ist, viele Hundert Josefs, Sepps und Josefinen sind dem Ruf gefolgt, und haben sich zu einem zünftigen Ehrentag auf dem Wendelstein versammelt. "Heid loss mas uns guad geh", waren sich alle einig.

Die Interviews waren einfach – hieß doch jeder gleich. Auch Josefine ist gekommen, gemeinsam mit ihrer Freundin will sie sich das Spektakel nicht entgehen lassen.

Viele Musiker spielten fesche Stammtischlieder, dazu durfte so manches Bier nicht fehlen.

Unter anderem aus dem Wasserburger Land ist eine Musikgruppe gekommen. Beatrix und ihre Freunde singen einfach drauf los, die Gäste sind begeistert von den Originalen. Ausgelassen wurde gsungen und gratscht.

Fotos vom Josefitreffen aufm Wendelstein

Von überall schwärmten die Namenstagskinder herbei: Altötting, Wasserburg, Unterreit, Burghausen, Rosenheim, Albaching, Eiselfing, Babensham, Prutting, Tirol und sogar aus München trudelten viele Gipfelstürmer ein. Nicht zu vergessen: Heute fuhren alle Namenstagskinder kostenfrei mit der Wendelsteinbahn.

Viele Bräuche nach wie vor beliebt

Einige Josefibräuche haben auch heute noch Bestand.

So wird im Berchtesgadener Land beispielsweise die Weihe des „Baumwollbrotes“ nach wie vor gerne ausgeübt. Es enthält viele Rosinen und wird aus vier zusammengefügten Hefeteig-Broten gebacken. Eine echte Josefine ist gleich nach dem Backen der Besonderheit mit ihrer Familie auf den Berg zum Feiern gefahren. Die vielen Kilometer nimmt sie gerne in Kauf. So manche Bauernregel verrät, dass Josef stets angesehen war. „Josef klar, gibt ein gutes Honigjahr“ oder „wenn erst einmal Josefi ist, so endet auch der Winter gwiss“.

Das Wetter spielte am Mittwochvormittag noch nicht so ganz mit.

Bereits ab 10 Uhr wollten viele Besucher die eigentlich so traumhafte Aussicht genießen. Doch viele Wolken hielten sich bis in die Mittagsstunden. Stimmung gab es in den Almen grad extra: Sowohl oben auf dem Gipfel als auch in der Mitteralm, die sich etwas weiter unten befindet, ging es gschäftig zu. Viele Male wurde einander zugeprostet. So manche deftige Hüttenbrotzeit bestellt und jeder Sepp gratulierte seinem Nebenmann, der glücklicherweise auch so hieß. Die vielen Hundert Bergbesucher hatten viel Gaudi.

Ein Sepp meinte: „Am Josefitag brauchens daheim nicht auf meine Hilfe warten, der Tag is meiner“.

Kurz nach Mittag dann die freudige Meldung vom Sepp: „D‘ Woikn sann fuart, d’Sonna kimmt aussa“. Und so wurde die Josefifeier sogar auf die Almterasse ausgeweitet.

Der Josefitag ist also nicht nur dem Starkbier treu geblieben, sondern vor allem bleibt er Ehrentag für viele Josefs aus der Region.

Das schöne daran: Von kleinen Buben bis hin zu standenen Männern oder traditionsliebenden Senioren. Bayerns höchstes Josefitreffen war mal wieder ein Beisammensein aller Generationen und erfreute sich zum wiederholten Male großer Beliebtheit. Selbst wenn der eigentliche Feiertag am Josefitag ausgestorben ist, die Josefs feiern ihn insgeheim immer noch ganz groß.

Quelle: rosenheim24.de

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