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Anklage erhoben

Bayern-Ei: Meisten deutschen Opfer stammen aus Bayern

Regensburg - In der Salmonellen-Affäre um Bayern-Ei kommt die Mehrzahl der Opfer aus Bayern. Das geht aus einem Bericht der Staatsanwaltschaft Regensburg hervor.

In der Salmonellen-Affäre um Bayern-Ei stammen die meisten erkrankten deutschen Opfer aus dem Freistaat. Dies geht aus einer am Montag von der Staatsanwaltschaft Regensburg veröffentlichten Aufschlüsselung hervor. Demnach kommen von den 86 Personen, die in Deutschland erkrankt sein sollen, 64 aus Bayern. Elf Fälle beziehen sich auf Sachsen, drei auf Hessen, je zwei auf Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Jeweils ein Fall wird den Ländern Brandenburg und Thüringen zugeordnet.

Insgesamt gehen die Ermittler von 187 Fällen aus. Eine Person in Österreich soll infolge der Erkrankung gestorben sein. Von den übrigen 186 Erkrankungsfällen sollen 95 in Österreich, 86 in Deutschland und 6 in Frankreich aufgetreten sein. Wo die Infektion mit Salmonellen stattgefunden haben soll, ließ sich nur in 18 dieser Fälle ermitteln. Danach soll dies in 13 Fällen in Bayern und in 5 Fällen in Sachsen gewesen sein. In den übrigen 70 Fällen ist der Infektionsort nicht bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hatte vor kurzem Anklage gegen den früheren Chef der niederbayerischen Firma Bayern-Ei erhoben, unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Er soll im Jahr 2014 über Monate hinweg die Auslieferung von Eiern veranlasst haben, obwohl mehrfach Salmonellen-Verunreinigungen nachgewiesen worden waren.

Ein Eier-Fabrikant aus Niederbayern soll mit Salmonellen verseuchte Ware verkauft haben, an deren Verzehr dutzende Menschen erkrankten. Ein Rentner soll deswegen gestorben sein. Jetzt begann der Prozess.

dpa

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