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Bauern beklagen Trockenheit

Wegen Hitze: Kartoffeln könnten knapp werden

Die Kartoffelernte dürfte mit am stärksten von der Hitzewelle betroffen sein
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Die Kartoffelernte dürfte mit am stärksten von der Hitzewelle betroffen sein

Landkreis - Hitze und fehlender Niederschlag machen nicht nur den Menschen zu schaffen. Viele Pflanzen leiden unter dem Wetter, die Bauern bangen um ihre Ernte.

Der, dem das Wetter der letzten Wochen zu heiß war, konnte seiner Arbeit im besten Fall in einem klimatisierten Büro nachgehen - im schlimmsten Fall war er Landwirt. Die Bauern müssen nicht nur ganz persönlich die Hitze aushalten, sondern bangen auch noch um die Pflanzen auf ihren Feldern. "Die Hitze alleine wäre noch gegangen, aber wir hatten ja auch keine Niederschläge", sagt Anton Kreitmair, Bezirkspräsident Oberbayern des Bayerischen Bauernverbands. "Das ist natürlich doppelt schlimm: die hohe Verdunstung und keine Nachlieferung."

Einbußen beim Getreide nicht so groß

Anton Kreitmair, Bezirkspräsident des BBV (Archiv)

Nicht ganz so stark fallen die Einbußen beim Getreide aus. "Das Getreide wird momentan geerntet, das hat nicht mehr so gelitten. Da war der Reifeprozess schon im Gang, da waren die Einbußen nicht mehr so groß", so Kreitmair. Auch wenn sie nicht so deutlich zu Buche schlagen - Einbußen gab es dennoch. Die Hitze hat bei all jenen Pflanzen, die früh im Jahr geerntet werden, eine "vorzeitige Abreife" bewirkt, die mit geringeren Erträgen einhergeht.

Problematisch ist die Hitze Kreitmair zufolge aber in erster Linie bei Kartoffel, Zuckerrüben und Mais. "Im Kartoffelbereich ist es jetzt schon zu einer Preissteigerung gekommen. Die könnten knapp werden. Wobei es generell noch zu früh ist für die Endabrechnung", so Kreitmair.

"Dann wird's richtig dramatisch"

Die Hitze hat auch Folgen für die Viehwirte. "Im Viehhaltungsbereich wird Futter knapp. Auch in den Bergregionen, wo sie mehr Niederschläge haben. Auch hier ist es in weiten Teilen sehr, sehr knapp", erklärt der BBV-Bezirkspräsident. "Wir haben das kleine Glück, dass wir aus dem letzten Jahr noch Futterreserven haben. Auch vorletztes Jahr war eine gute Ernte da. Aber die wird mit Sicherheit zu einem Großteil aufgebraucht."

Für die Landwirte ist das Wetter dieser Tage noch weit wichtiger als sonst schon - in Nordbayern noch mehr als im Süden, weil die Hitze im Norden früher eingesetzt hat. Um ihre Ernte bangen die Landwirte aber im gesamten Freistaat. "Wenn es jetzt die Woche nicht regnet, dann wird's richtig dramatisch, auch im Süden", sagt Keitmair, der sich "einfach Regen" wünscht. "Ein, zwei Tage, 20, 40 Liter Regen. Langsam, ohne Unwetter. Das wäre der Traum - und dann wieder warm."

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