Brisante Einblicke vor Gericht

Bamberger Rotlichtmilieu: So brutal ist der Machtkampf der Bordell-Besitzer

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Prozess um Machtkampf im Bamberger Rotlichtmilieu

Im Prozess um einen Machtkampf im Bamberger Rotlichtmilieu hat ein Angeklagter die Vorwürfe zum Teil gestanden - aber zugleich versichert, vom Hauptangeklagten unter Druck gesetzt worden zu sein. 

Bamberg - Insgesamt stehen sieben Männer aus dem Raum Bamberg vor Gericht. Ihnen werden unter anderem schwere Brandstiftung, gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Ziel ihrer Taten soll es gewesen sein, ein konkurrierendes Bordell in der Domstadt auszuschalten.

Am Freitag wurde ein 26-Jähriger vernommen. Er gab an, er sei bei dem 55 Jahre alten Hauptangeklagten als Geschäftspartner in dessen Bordell eingestiegen. Anfangs seien die Geschäfte gut gelaufen - sie hätten fünf Zimmer an Prostituierte vermietet, für 500 Euro die Woche. Doch dann seien die Einnahmen zurückgegangen, da in einem anderen Betrieb die Bedingungen für die Frauen besser gewesen seien.

Er sei vom Hauptangeklagten angestiftet worden, auf dieses Bordell einen Buttersäure-Anschlag zu verüben. Er und Komplizen seien in das Gebäude eingedrungen, hätten stinkende Buttersäure verteilt und die Einrichtung demoliert. Zu einem mutmaßlichen Brandanschlag äußerte er sich am Freitag noch nicht. Der Hauptangeklagte hatte in dem Prozess bislang noch nichts zu den Vorwürfen gesagt.

dpa

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