Marktler (69) auf Irrfahrt mit Ballon - Notlandung!

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Die Karte zeichnet die ungefähre Route der Ballon-Irrfahrt nach. Mit dem Auto wäre es eine Fahrt von 7 Stunden und knapp 45 Minuten gewesen. Der Ballon im Bild ist ein Symbolfoto und außerdem ein Heißluftballon. Sellmaier und Höhl waren in einem Gasballon unterwegs.

Marktl/Matrei - In Ballonfahrer-Kreisen ist Georg Sellmaier aus Martkl ein Begriff. Der 69-Jährige nahm schon an berühmten Rennen teil. Jetzt aber wurde eine Tour zur Odyssee.

Extra:

Einen ausführlichen Bericht zur Ballon-Irrfahrt finden Sie auch auf ovb-online.de

In den Schwarzwald hatten Georg Sellmaier und sein Co-Pilot Josef Höhl (65) aus Grafing (Landkreis Ebensberg) mit dem Gasballon fahren wollen, als sie vergangenen Sonntag, 1.12.2013, gegen 6 Uhr in Burgkirchen abhoben. Doch irgendwie war der Wind gegen das Duo, das zuletzt beim ältesten Ballonrennen der Welt in Nancy (Frankreich) teilgenommen hatte. Er treibt sie statt nach Westen in Richtung Osten, berichtet die Münchener tz. Zuerst über Passau und Linz, dann Salzburg und den Großglockner (3.798 m). Das ging noch alles gut, dann aber wurde es haarig. Der Ballon flog zu tief, um die nächsten Berge zu schaffen, auch war es inzwischen tiefste Nacht. Um höher zu steigen, hätten Sellmaier und Höhl Ballast abwerfen müssen, aber die Sandsäcke waren festgefroren. Letzte Option: Landung, obwohl es bereits nach Mitternacht und stockdunkel war. Als Ziel dafür wählten sie eine Mulde auf dem 2656 Meter hohen Berger Kogel bei Matrei in Osttirol. Ein Glück: Es ging alles gut. Nach einer frostigen Nacht am Berg in rund 2200 Metern Höhe wurden die Senioren am Morgen von einem Polizeihubschrauber wohlbehalten gerettet.

Josef Höhl und Georg Sellmaier, Präsident vom Freiballonclub Salzach-Inn e.V., sind frostige Ausflüge übrigens gewohnt. Im Januar 2013 fuhren sie mit ihrem Gasballon von Burgkirchen erfolgreich und ohne Zwischenfälle nach Finnland. Die Reise ging über Regensburg, Karlsbad, Dresden nach Norden. Nach 33 Stunden und 1512 Kilometer hatten sie ihr Ziel erreicht, berichtete die Ebersberger Zeitung.

(ck)

Quelle: innsalzach24.de

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