Bahnverkehr vor allem in Südbayern beeinträchtigt

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München - Schneeverwehungen verursachten heute Vormittag Weichenstörungen, die nahezu im gesamten Regional- und Fernverkehr zu Verspätungen und Zugausfällen führten.

Reisende im Berufsverkehr in Oberbayern und im Allgäu waren besonders stark betroffen. Gleiches galt für den Münchner S-Bahn-Verkehr, wo es teilweise zu massiven Verspätungen kam. Auf den Linien S 2, S 3 und S 4 mussten im Berufsverkehr alle taktverstärkenden Züge entfallen. Weichenstörungen in Geltendorf, Riem und am Leuchtenbergring führten am Morgen zu Verspätungen von bis zu 50 Minuten.

Verzögert waren auch die Ein- und Ausfahrten der Fernverkehrs- und Regionalverkehrszüge am Münchner Hauptbahnhof. Einige Züge mussten deshalb am frühen Vormittag auf Ostbahnhof beziehungsweise München Pasing ausweichen. Reisende konnten zur Weiterfahrt auf die S-Bahn umsteigen.

Im Laufe des späteren Vormittags beruhigte sich die Wetterlage, so dass keine weiteren Störungen auftraten und sich die Verspätungen reduzierten.

Die DB bittet alle Reisenden Verkehrshinweise in den Medien zu beachten oder sich im Internet zu informieren unter www.bahn.de/aktuell.

2000 Schneeräumkräfte sind heute an den Bahnsteigen der über 1000 Bahnstationen mit rund 400 Traktoren sowie über 700 leistungsstarken Schneefräsen im Einsatz. Die zu räumende Fläche in ganz Bayern beträgt rund zwei Millionen Quadratmeter. Zusätzlich stehen der Bahn im Freistaat insgesamt etwa 1500 Kräfte von beauftragten Firmen für den Winterdienst an den Gleisen und Bahnanlagen zur Verfügung.

Zwölf Schienen-Schneeräumfahrzeuge sind in den Alpenregionen und in den Mittelgebirgslagen beispielsweise im Bayerischen Wald, Allgäu und Garmisch-Partenkirchen stationiert, kamen aber heute noch nicht zum Einsatz.

In Bayern über 3500 Winterdienstkräfte

In der Winterperiode besonders empfindlich sind Weichen. Um das Einfrieren der beweglichen Weichenteile zu verhindern, sind rund 80 Prozent der knapp 9500 Weichen in Bayern mit speziellen Heizeinrichtungen ausgerüstet. Durch extremen Frost oder starke Schneeverwehungen kann allerdings die Funktionsfähigkeit der Weichenheizungen eingeschränkt werden. In diesem Fall übernehmen Schneeräumkräfte das Freiräumen der Weichen per Hand.

Pressemeldung Deutsche Bahn

Quelle: rosenheim24.de

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